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Die grüne Wolke. Den Kindern von Summerhill erzählt von Alexander Sutherland Neill

Zoom Produkt-Bild: Die grüne Wolke. Den Kindern von Summerhill erzählt
Taschenbuch von Rowohlt Verlag GmbH
Angebote ab EUR 0,95

4,5 von 5 Punkten 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 349804611X, Erscheinungsdatum: 1971

5 Kundenrezensionen:

Nicht nur für Kinder
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als ich "Die grüne Wolke" zum ersten Mal gelesen habe, war ich 8. Seitdem habe ich es noch einige Male gelesen, z.T. auch im Erwachsenenalter. Das Buch hat einen ganz hintersinnigen Humor, den kleinere Kinder nicht verstehen werden, über den man sich als Erwachsener aber ganz köstlich amüsiert. A.S. Neill hat das Buch eigentlich zum Vorlesen gedacht, und dafür ist es auch ideal, denn damit haben beide - Kinder und Erwachsene - was von dieser witzigen Geschichte.
Ein Klassiker
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch des Vorzeigepädagogen A.S. Neill (Gründer der Summerhill-Schule)galt lange als unübersetzbar, nicht zuletzt wegen des Sprachwitzes, vor allem in den Szenen, in denen die Kids "Gangster-Speak" sprechen. Und es bedurfte schon des Sprachartisten Harry Rowohlt, der aber dann ein wirkliches Juwel geschaffen hat. Und zusammen mit den Illustrationen des unlängst verstorbenen F.K. Waechter ist "Die grüne Wolke" ein einsamer Gipfel, der beim Vorlesen den Erwachsenen mindestens so viel Spaß macht wie den Zuhörern:
Durch eine mysteriöse Wolke sind fast alle Menschen in Steinstatuen verwandelt. Lediglich eine Gruppe Schulkinder hat zusammen mit zwei Erwachsenen überlebt. Die köstlich skurrilen Abenteuer der Kinder, die weltweit noch weitere versprengte Überlebende finden, sind in eine Rahmenhandlung eingebettet, in der der Autor und Erzähler (beidesmal A.S. Neill) Kommentare zu dem vorgehenden Kapitel bekommt und die Geschichte weiterspinnt. Und ja, es geht bisweilen brutal zu, wenn z.B. Gangster "umgenietet" werden, aber nicht nur ist das alles noch deutlich unter Grimms Märchenniveau - wir erinnern uns: Dort werden Stiefmütter zu Tode gefoltert und Hexen verbrannt - sondern auch durch die Rahmenhandlung immer wieder relativiert.
Die übers Buch verstreuten Anspielungen, z.B. über Politik, stören die Kinder überhaupt nicht, bereiten aber auch dem Erwachsenen maximales Vergnügungen.
Also: Wer die "Grüne Wolke" nicht kennt oder gar seinen Kindern bislang vorenthalten hat: Zugreifen.
Nicht mehr zeitgemäß
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Nach 25 Jahren habe ich das Buch noch einmal gelesen, und es ist mir ziemlich auf die Nerven gegangen. Die Heroisierung gewalttätiger, großmäuliger Blagen war eine Gegenreaktion auf eine autoritäre und repressive Pädagogik, die heute in Mitteleuropa nicht mehr als Feindbild taugt. Es mag Spaß gemacht haben, wortwörtlich versteinerte Autoritäten zu demontieren - heute aber möchte man die armen Lehrer eher vor den zerstörungswütigen Kindern in Schutz nehmen...
DAS Buch meiner Kindheit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
15 Jahre mag es jetzt wohl her sein, daß unsere Deutschlehrerin regelmässig aus diesem Buch vorlas. Nach dem Ende der Klasse hatte ich es bald selbst im Regal stehen und mittlerweile ist es so zerlesen, daß es in kleine Teile zerfällt.
Oh wie hat dieses Buch meine Phantasie angeregt!
Was wäre wenn...
Was wäre, wenn ich wirklich mit meinen Freunden mal ganz alleine auf der Welt wäre.
Was, wenn wir wirklich machen könnten, was wir wollten. Ohne Erwachsene, ohne andere blöde Typen, nur wir und millionen spannender Abenteuer um uns rum.
Unzählige Male habe ich nachts wach gelegen und mir ausgemalt, was wir alles anstellen könnten.
Ich habe immer viel gelesen, aber - ja - dieses ist wirklich DAS Buch meiner Jugend.
Ja, manchmal ist es etwas gewalttätig, aber was soll's. Ich denke, wir waren damals viel robuster, als man heute so gerne meint.
Ja, viele Witze versteht man erst später als Erwachsener (oder als Vorleser), aber was soll's.
Ja, die Rahmengeschichte habe ich manchmal als etwas langweilig abgetan, aber was soll's!
Dieses Buch ist ein Quell an Inspiration für jedes Kind, das Phantasie hat - und für die bedauernswerten anderen hoffentlich eine Initialzündung.

Ich weiß, was ich meinen Kindern vorlesen werde, wenn ich sie endlich habe.

An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an meine Deutschlehrerin Frau Feistle - schon allein deswegen bleiben Sie unvergessen. (Naja, und wegen dieser 6 wegen "Themaverfehlung").
Das Buch meiner Kindheit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich schreibe diesen Kommentar knapp 30 Jahre nachdem wir das Buch in der Grundschule lasen. Bevor ich es jetzt noch einmal lese und vielleicht auch meinen Kindern gebe, möchte ich einfach noch einmal unbeinflußt davon zurückblicken.Ich weiß nicht, ob dieses Buch mich damals traumatisiert hat, jedenfalls hat es mich zumindest tief beeindruckt. Von der Handlung sind mir nur Versatzstücke im Gedächtnis geblieben, an die Brutalität einiger Szenen kann ich mich jedoch gut erinnern. Wenn ich es demnächst noch einmal lese werde ich sicher darüber lächeln, damals fand ich es jedoch (herrlich) angsteinflößend. Aus heutiger pädagogischer Sicht würde das Buch sicher durchfallen. Mittlerweile gilt man ja schon als Vater eines potenziellen Massenmörders, wenn mein seinem Kind eine Cowboypistole kauft. Kindern unter 10 Jahren würde ich das Buch nicht unbedingt in die Hand drücken, dennoch: es bleibt eines der wichtigsten Bücher meiner Kindheit und ist einfach herrlich anders.
Außerdem: nach "Die letzten Kinder von Schewenborn" hab ich auch nicht gerade gut geschlafen, das allein kann also kein Kriterium sein.
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