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Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft von Sahra Wagenknecht
Preis bei Amazon: EUR 14,90 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3360019563, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: 1.
5 Kundenrezensionen:mehr davon bitte! 5 von 5 Punktenich habe jetzt eine ganze reihe von büchern zur finanzkrise gelesen. das hier war das bisher beste. ausführlich genug, dass man die zusammenhänge versteht. aber nicht so kompliziert geschrieben, dass man ein wirtschaftsstudium benötigen würde. überraschend fand ich, wie nahe die analysen sind: von handelsblatt bis wagenknecht, überall ähnliche analysen. so falsch kann sie also nicht liegen, die vorzeige-theoretikerin der linkspartei. apropos politikerin: das buch ist eine beschreibung der finanzkrise und ihrer hintergründe. ganz zum ende des buches erst kommen auf den letzten seiten kurze vorschläge, wie sich das problem aus ihrer sicht lösen lassen könnte. diese gedanken sind durchaus bedenkenswert...und haben nicht das niveau manch schnell aufgelegter titel a la "welche aktien sind jetzt noch sicher?". also, wer sich für die hintergründe und die entstehung der aktuellen turbulenzen am finanzmarkt interessiert, der liegt hier mit diesem buch genau richtig. Neues von Buddenbrooks 5 von 5 PunktenJeden Tag wird es klarer, dass unsere Wirtschaft vor dem Abgrund steht und mit ihr die gegenwärtige Gesellschaftsform. Was für eine Ironie, daß just in diesen Tagen eine Neuverfilmung von Thomas Mann's Buddenbrooks in die Kinos gebracht wird. Wie auch seinerzeit steht unsere Gesellschaft vor dem Umbruch. Sahra Wagenknecht versteht es, den Übergang von der überholten Wirtschaftsordnung, die nur noch marktradikale Betonköpfe vertreten, perfekt zu analysieren und mit der gesellschaftlichen Frage zu verknüpfen. Sie zeigt zugleich auch auf, wie man es anders halten könnte und welche Konsequenzen zu ziehen angebracht wäre. Ein Buch, welches nicht nur zu trübsinnigem Denken ob des in den Brunnen gefallenen Kindes, sondern durchaus zu hoffnungsfrohem Erwarten verleitet - ein Hoffen darauf, daß die Überwindung des Kapitalismus rasch erfolgen möge. Folge der Analyse, nicht den Schlussfolgerungen 3 von 5 PunktenIch bin ja selber in der Branche tätig und kenne es von Innen heraus. Frau Wagenknecht analysiert absolut scharfsinnig, und da teile ich ihre Kritik, aber ich komme dennoch zu anderen Schlussfolgerungen. Das Wirtschaftssystem ist nicht am Ende, es muss nur reguliert werden. Und, es braucht auch Banken und risikofreudige Investoren. Hier ist nicht etwa mangelnder Sachverstand der Autorin zu bemängeln, sondern politischer Realitätssinn. Eine andere Wirtschaftsordnung ist nur mithilfe einer Revolution durchsetzbar, und die sehe ich einfach nicht entstehen. Ziel verfehlt 1 von 5 PunktenDas Buch ist in der Tat sehr verstaendlich geschrieben. So verstaendlich, dass selbt Laien denken, sie begriffen die Zusammenhaenge der Weltwirtschaft. Allerdings ist die Oekonomie nun einmal keine "einfache Sache" sondern ein komplexes System. Frau Wagenknecht beweisst mit ihrem Buch leider nur, dass sie die Zusammenhaenge der Oekonomie nicht versteht. Ausserdem kommt sie zu voellig abstrusen Schluessen. Ich wuerde ihr ein paar Erstsemester-Einfuehrungskurse in Volkswirtschaftslehre empfehlen. Klare Worte 5 von 5 PunktenAuch wenn man vor vielen Jahren einmal Volkswirtschaft studiert hat: das, was heute auf den Finanzmärkten abläuft, versteht man nur noch sehr begrenzt. Angesichts des Unwissens der breiten Masse über das Finanzgeschehen und angesichts seiner Dimension ist ein Buch, wie dieses von Sahra Wagenknecht ein absolutes Muß für jeden, der noch ein Mindestmaß an Verstehen dieser Finanzwelt einfordert. Sarah Wagenknecht hat alle diesbezüglichen Begriffe und Zusammenhänge sehr verständlich dargestellt. Sie schwafelt nicht endlos herum und gebraucht professorales Elitewissen, sondern in klarer Darstellung und Gedankenführung zeigt sie auf, worauf es letztlich ankommt. Als Leser gewinnt man so ein Gespür für die Riesendimension dieser Finanzwelt, ihre Entstehung und ihr durch endlose Kredite finanziertes Anwachsen. Vergleichbar einem Krebsgeschwür lebt diese aufgeblähte Finanzwelt von der Arbeit der realen Welt, die sie zu vernichten im Stande ist. Wie dies zu verhindern wäre, dafür kann auch Sahra Wagenknecht keine Lösung bieten, angesichts der vielen Profiteure auch nicht anders zu erwarten. Was sie aber mit ihrem Buch bewirken kann: den Worten und Versprechungen von Finanzwelt und herrschender Politik mit gesundem Menschenverstand gegenübertreten, wohl wissend, daß beide ausschließlich die eigenen Interessen bedienen. Denn was ist schon der Überfall auf eine Bank gegen die Gründung einer Bank. |
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