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Die Henkerstochter von Oliver Pötzsch

Broschiert von Ullstein Tb
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 6,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3548268528, Erscheinungsdatum: April 2008
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5 Kundenrezensionen:

Nicht das, was ich mir versprochen hatte
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Ich war durch die vielen positiven Rezensionen neugierig geworden, und ich hatte mich durch sie auf einen spannenden wie auch lehrreichen historischen Roman eingestellt. Leider wurden meine Erwartungen sehr enttäuscht: Die Handlung ist relativ vorhersehbar, wirkliche Überraschungen gibt es nicht, der eigentliche Plot der Handlung wird bereits früh vorweg genommen, und bei den vorgestellten Charakteren fehlt es meinem Geschmack zufolge deutlich an Profil. Das Buch enthält viele Längen, durch die ich mich regelrecht durchgequält habe, dann wieder wird innerhalb weniger Zeilen die Handlung so schnell voran getrieben, dass erst garkeine rechte Spannung aufkommen kann. Zwei Sterne bekommt das Buch von mir alleine aus dem Grund der offenbar guten Recherche über die Hintergründe der Hexenverfolgung.
Schwer aus der Hand zu legen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Geschichte ist super recherchiert und gibt interessante Einblicke in das Leben im Mittelalter. Das Leben eines Henkers und seiner Familie, der Alltag und Aberglaube der Leute, wie schnell eine rechtschaffene Hebamme in den Verdacht der Hexerei kommt und vieles mehr. Fesselnd geschrieben, tolle Hauptpersonen (selbst der Henker kommt einem sympatisch rüber) schwer aus der Hand zu legen. Ich freue mich schon auf den Fortsetzungsroman, der im Mai rauskommt.
Ganz nett, aber nicht begeisternd!
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Nach längerer Zeit, mal wieder einen historischen Krimi, den ich gelesen habe. Er konnte mit interessanten Einblicken der damaligen Zeit, besonders das Leben eines Henkers überzeugen. Der Autor schafft es die Gefühle eines Henkers glaubwürdig hervorzuheben und zeigt, dass es diesen auch nicht immer leicht fällt seinen Beruf auszuüben und das auch er darunter zu leiden hat. Nicht nur die brutale Art der Folter und der Hinrichtung wird erwähnt, sondern auch welche Probleme diese Familien damit haben. Einen Henker auch mal zu verstehen und zu mögen hat bisher nur Titus Müller mit "Die Todgeweihte" bei mir erreicht und jetzt auch Oliver Pötzsch mit diesem Roman.

Oftmals wird die Hexenverfolgung nach dem dreißig-jährigen Krieg im 17. Jahrhundert als Vorlage für einen Roman gewählt und ich habe schon einige Bücher dazu gelesen, aber jeder Autor erzählt ja seine eigene Geschichte. Wie leicht damals die Hexen verfolgt und verurteilt wurden, erschreckt mich dabei aber immer wieder aufs neue. Das Schicksal der Verurteilten Martha Stechlin in diesem Roman, war zwar traurig geschildert, vermochte mich aber nicht sonderlich zu berühren. Das war zu sehr vorhersehbar und deswegen auch nicht spannend.

Auch sonst waren die Charaktere zwar waren ganz nett gezeichnet, besonders mochte ich den Henker Kuisl, aber sonst konnte mich keiner richtig begeistern, mit dem ich mitgefiebert hätte.

Warum eine Nebenfigur den Anspruch des Titels verdient, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, ist mir aber in Grunde genommen auch egal. Trotzdem passte der Name des Titels überhaupt nicht zur Handlung. Ich glaube aber nicht, dass deswegen falsche Erwartungen geweckt werden.

Der Autor Oliver Pötzsch erzählt in diesem Roman die Geschichte seiner Vorfahren. Er selbst stammt nämlich aus der hier erzählten Henkersfamilie des Jakob Kuisl. Der Schreibstil war meiner Meinung nach nur Mittelmaß. Oftmals werden sich bayrische Sätze bei den Dialogen bedient, was wohl zur Geschichte passte, mir persönlich aber nicht sonderlich gefiel. Der Dialekt war dabei zwar verständlich, störte aber ein wenig den Lesefluss. Da diese Art auch nur gelegentlich benutzt wird, konnte ich mich mit diesen paar Sätzen auch nicht anfreunden, oder mich daran gewöhnen.

Für mich ist dies ein eher mittelmäßiger Roman, der mich zwar gut unterhalten konnte, aber zu vorhersehbar und eintönig war. Deswegen kann ich "Die Henkerstochter" nur beschränkt weiter empfehlen.
Als beruflicher Henker kann ich bestätigen, dass
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
... alle diesbezüglichen Angaben richtig sind.
Drum-Herum hat der Autor eine nette Liebesgeschichte und einen spannenden Krimi geschrieben. Was mir nicht so gefiel:
-kein richtiges Happy-End der Liebesgeschichte. Wurden die Beiden jetzt ein Paar und wie konnte der Medicus-Sohn die Henkerstochter ehelichen?
-der Übeltäter wurde verschont, er wurde nicht seiner gerechten Strafe zugeführt.
Ansonsten hat mich der Roman berührt und über Stunden gefesselt.
Warum gibt es nicht mehr Romane dieser Güteklasse?
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Die Henkerstocher" ist für mich eines der besten neuen Bücher des Jahres. Ein Ort in Bayern im 17. Jahrhundert, mehrere Morde an Kindern, ein Henker, ein Arzt, eine Hebamme, die als Hexe angeklagt wird, Politik und Handel, das alles verwebt Oliver Pötzsch zu einer ungemein dichten Handlung, ohne den Spannungsbogen absetzen zu müssen. Die Charaktere sind großartig beschrieben, die Detailfülle ist perfekt, nicht überbordend, so daß sie die Handlung stören würde, aber ausreichend, um sich in Zeit und Handlung hineinversetzen zu können.
Ein großes Dankeschön für diese Buch, daß den Kritikern (hoffentlich) zeigt, dass auch in Deutschland großartige Romane geschrieben werden.
Ich finde "Die Henkerstochter" um Klassen besser als z.B. "Die Kathedrale des Meeres".
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Produkt-Bild: Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

Die Henkerstochter und der schwarze Mönch von Oliver Pötzsch

Broschiert von Ullstein Tb
Preis bei Amazon: EUR 9,95

ISBN: 3548268536, Erscheinungsdatum: Mai 2009
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