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Der Mensch des Barock von Rosario VillariGebundene Ausgabe von Magnus, EssenPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 9,50 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3884004093, Erscheinungsdatum: Sept. 2004, Auflage: 1 |
Eine Kundenrezension:Der Mensch des Barock 5 von 5 PunktenIch habe mir dieses Buch für die Uni gekauft, um etwas mehr über diese Epoche zu erfahren (für Kunstgeschichte hilfreich) und muss sagen, dass man in diesem Werk einen sehr guten Überblick davon bekommt und es ist sogar sehr interessant geschrieben. Untergliedert ist es in : Der Mensch des Barock, Der Staatsmann, Der Soldat, Der Finanzier, Der Rebell, Der Missionar, Die Ordensschwester, Die Hexe, Der Wissenschaftler, Der Künstler, Der Bürger, Hausmutter und Landesfürstin - wie man an den Kapitel schon erkennt, wird das soziale und kulturelle Umfeld allere Stände aufgegriffen und beschrieben. Das Buch ist jedem zu empfehlen, der einen umfagreichen Überblick haben und dabei nicht unbedingt wegen trockener Lektüre einschlafen will. |
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Solare Weltwirtschaft: Strategie für die ökologische Moderne von Hermann ScheerTaschenbuch von KunstmannPreis bei Amazon: EUR 16,90, Angebote ab EUR 7,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3888973147, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: Aktualis. Neuausg. |
Aus der Amazon.de-RedaktionJahre sind vergangen seit dem Klimagipfel von Rio, und die Ehrung von Hermann Scheer mit dem "Alternativen Nobelpreis 1999" ist ein guter Grund, sich all der Beschlüsse zu erinnern, die im wesentlichen wirkungslos geblieben sind. Auch in seinem neuen Buch plädiert Scheer für einen zunächst radikal anmutenden Wandel hin zu einer ökologisch geprägten Energiewirtschaft -- ein im Gegensatz zur Energiepolitik immerhin höchst konkreter Ansatz. Scheer ist Vorstandsmitglied der SPD und weiß nur zu gut, daß effektive Werbung für seinen Weg zu einer solaren Weltwirtschaft den Kampf gegen Argumente zu führen hat, die sich aus den historisch gewachsenen Strukturen weltwirtschaftlicher Seilschaften ergeben. Eines der Stichwörter im Zusammenhang mit einer energiewirtschaftlichen Kehrtwende heißt Dezentralisierung -- ein Begriff, der zum aktuellen globalen Wettbewerb konträrer nicht sein könnte. Während die Konzerne durch immer spektakulärere Fusionen zu "Global Players" werden, fordert eine ökologisch verträgliche Energieversorgung genau das Gegenteil. Scheer weiß genau, wovon er spricht und läßt man sich auf seine klugen Argumente ein, lösen sich die immer wiederholten Argumente von hohen Kosten, geringem Nutzen und schlechtem Wirkungsgrad flächendeckender Solarenergieversorgung in Luft auf, um in Gestalt einer dezentralen Versorgung ohne kostenintensive Aufbereitung und Infrastruktur aufzuerstehen. Beispiele aus dem Alltag beweisen dies. Solarbetriebene Uhren oder Telefonzellen sind kein technischer Schnickschnack. Es müßte vielmehr verwundern, mit welcher Hartnäckigkeit diesen Technologien der Durchbruch verweigert wird. Die Auszeichnung von Hermann Scheer wird seine Ideen ein weiteres Mal in alle Welt tragen. Seine eigene Nähe zum Herzen der Macht in Berlin wird vielleicht zu eher gequälten Glückwunschbekundungen führen. Den Anforderungen an Weitsicht und Beherztheit sind angesichts der ständig wachsenden Wirtschaftsmonopole nur wenige Politiker gewachsen. Einer von ihnen sitzt zumindest im Vorstand der Regierungspartei. --J. Schüring 5 Kundenrezensionen:Sollte Pflichtlektuere an jeder Schule werden. 5 von 5 PunktenDieses Buch sollte Pflichtlektuere an jeder Schule werden. Denn eigentlich sollte man den Jugentlichen erklaeren, was sie in 30 Jahren erwartet.Es sind nicht die Details die das Buch so wichtig machen, sondern die Art wie es einen Einblick in die Zusammenhaenge zwischen den Dingen (Energie, Arbeit, Umwelt und unserem Leben) vermittelt. Sehr lesenswert. Ein sehr zu empfehlendes Buch 5 von 5 PunktenHermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises 1999, erläutert in seinem neuen Buch eindringlich und anschaulich die Notwendigkeit und Machbarkeit, die Nutzung fossiler Ressourcen zur Energieerzeugung umfassend durch erneuerbare Quellen abzulösen. Er widerlegt darüber hinaus auch zwei alte und hartnäckige Vorurteile, die von den Energie-Versorgungsunternehmen (EVUs) immer noch in die öffentliche Diskussion eingebracht werden. Die ach so notwendige totale Globalisierung, ohne die angeblich nichts mehr geht und die nicht mehr aufzuhalten scheint, wird nur von den EVUs und multinationalen Ölgesellschaften zur Durchsetzung ihrer Interessen benötigt. Scheer weist auf die Gefahren der Globalisierung für die Demokratie aufgrund der wachsenden Macht der Großkonzerne hin, die aus Profitgier die natürlichen Lebensgrundlagen und damit die Existenz der Menschheit aufs Spiel setzen. Würden wir jedoch eine Umkehr im ökologischen Sinne betreiben, würde die Wirtschaft auf solaren Energieträgern und erneuerbaren Rohstoffen basieren, wäre die Globalisierung in mehrfacher Hinsicht unsinnig. Die Gewinner einer solchen Entwicklung wären lokale Märkte und die Menschen vor Ort. Das von den EVUs gebetsmühlenhaft vorgetragene "Argument", solare Energieversorgung sei zur Strom-Grundlastabdeckung ungeeignet, wird von Herman Scheer, der vor seiner Politiker-Laufbahn Mitarbeiter des Kernforschungszentrums Karlsruhe war, eindrucksvoll widerlegt. Seine Vorschläge und Denkansätze erläutert er nachvollziehbar anhand vieler Beispiele. Diese sind im Übrigen ohne - oft fruchtlose und mitunter gar hemmende - staatliche Vorschriften und Unterstützung realisierbar. Sie beziehen ihre Legitimation allein aus ihrer Wirtschaftlichkeit und sind ohne Verzicht und Verlust von Lebensqualität durchzuführen. Scheers Buch zeigt uns einen Weg in eine solare, humane und friedliche Zukunft. Der Versuch alleine lohnt sich! Vom Weg in die solare Zukunft 5 von 5 PunktenDie Prognosen sagen der globale Energiehunger steigt zwischen 1990 und 2010 auf 50%. Innerhalb solcher Rahmenbedingungen ist es völlig illusorisch an so etwas wie Klimaschutz auch nur zu denken. Der statistisch erfaßte Weltenergieverbrauch basiert zu 32 % auf Erdöl, zu 25% auf Kohle, zu 17% auf Erdgas, zu 5% auf Atombrennstoff und zu 14 % auf Biomasse. Das sei ein Spiel mit dem Feuer, meint Hermann Scheer. Es ginge darum in den nächsten Jahrzehnten die fossilen Energieträger voll-ständig abzulösen. Die Energie müsse aus Sonnenkollektoren, Wasserkraft, Biomasse und Windkraft gewonnen werden. Auf einen sinnvollen Mix komme es an. Scheer gelangt zu dem Schluß, die Nutzungsketten erneuerbarer Energien sind kürzer als im fossil-atomaren Bereich. Damit meint er, die materiell-technischen Aufwendungen in der Gesamtbilanz für die Energiebereitstellung sind bei den solaren Energien geringer. Der Weg von der Kohleförderung bis zum Strom aus der Steckdose und allen dabei vorausgesetzten industriellen Zulieferungen ist sehr viel länger und unökologischer als der Weg von der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach bis zur Glühlampe im darunterliegenden Zimmer. Es ist also gegenüber der fossilen Energieproduktion nicht nur der unmittelbar wegfallende Kohlendioxidausstoß von Vorteil. Erneuerbare Energien haben zudem den Vorzug auf eine dezentrale Weise zum Einsatz zu kommen. Hermann Scheer spricht davon, die solaren Energiesysteme seien in aller Regel wirt-schaftlicher als die herkömmlichen, insbesondere wenn solare und fossile Energieketten nicht mehr in Konkurrenz zueinander stünden. Das ist sehr gut möglich, insbesondere wenn man einbezieht, daß die konventionellen Energiesysteme mit weltweit jährlich 300 Mrd. Dollar subventioniert werden. Dabei berücksichtigt diese Zahl der Ent-wicklungshilfeorganisation der UN viele versteckte Subventionen nicht einmal. Dennoch muß man auch nach dem derzeitigen Stand der Dinge fragen. Während sich die Solarthermie bei der Aufbereitung von Warmwasser bereits rechnet, ist man bei der Stromerzeugung mit Solarzellen noch nicht soweit. Mit Preisen ab 1,60 DM pro kWh ist die Photovoltaik unter den gegenwärtigen Wirtschaftsbedingungen nicht kon-kurrenzfähig. Um das zu ändern, müssen die hohen Produktionskosten abgebaut werden. Dies kann durch die Großserienfertigung, staatliche Subventionen und Forschungsgelder geschehen. Eine wirksame ökologische Steuerreform würde die veralteten Methoden zur Energieerzeugung deutlich verteuern und damit erneuerbare Energien verbilligen. Allein durch die Massenfertigung der Solarmodule könnte binnen weniger Jahre der Preis auf bis zu 0,23 DM pro kWh auch unter den deutschen Klimabedingungen gesenkt werden. Wenn man von einer vollständigen Umstellung der Energieproduktion auf solare Alternativen spricht, sollte man allerdings immer mitbedenken: Jede neue technische Generation, die eingeführt wird, treibt in der Bilanz die stoffliche Verbrauchsspirale des Industriesystems noch mal auf Hochtouren, also der weltzerstörerische Apparat läuft im Hintergrund weiter. Hier hakt Ernst Ullrich von Weizsäcker auch mit seiner Kritik an der Konzeption einer solaren Energiewende ein. Er gibt der Ressourcenproduktivität den Vorzug, also einer Dematerialisierung unserer Produktionsweise. Mit weniger Energie und Rohstoffen sollen alle Produkte hergestellt werden. Friedrich Schmidt-Bleek geht dabei sogar soweit, von einem Faktor 10 zu sprechen für die nächsten 50 Jahre, der erreicht werden müßte. Die Anforderungen schließen sich nicht gegenseitig aus, wenn man das Thema gesellschaftliche Selbstbegrenzung mit ins Spiel bringt. Davor fürchtet sich allerdings Scheer wie der Teufel das Weihwasser. Wir brauchen eine Reduktion der heutigen Stoffströme, die wir mit unser Produktions- und Lebensweise in Beschlag nehmen und eine solare Energiewende. Beide Strategien müssen miteinander verwoben werden. Allerdings sollten wir uns auf ein viel geringeres globales Wirtschaftvolumen einrichten, bei Berücksichtigung einer gerechten sozialen Weltinnenpolitik. Die ganze Konzeption der „ökologischen Moderne", die Hermann Scheer uns vorlegt, ist gegründet auf der Flucht vor der Frage gesellschaftlicher Selbstbegrenzung. Um nicht die eigene Position zu gefährden, weil man mit den Wohlstandsinteressen der Bevölkerungsmehrheiten in Konflikt kommen könnte, gibt er sich mit ökologischen Teilwahrheiten zufrieden. Zudem ist man auch so in diese scheinbare Reichtumsgesellschaft integriert, daß es unvorstellbar erscheint, diese könnte nur der besondere Spleen von drei, vier Generationen sein, die meinen sie wären das Maß aller Menschengeschlechter. Deutschland müßte flächenmäßig mindestens doppelt so groß sein, als es in Wirklichkeit ist, um all die Dinge anzubauen und zu produzieren, die in Deutschland konsumiert werden. So okkupiert es die Fläche und den Umweltraum anderer Länder. Das ist ein sehr parasitärer Zustand. Indirekt verzehrt das Viertel der Menschheit, daß sich von Fleisch ernährt, etwa 40 Prozent der Welternte an Getreide. Mexiko verfüttert z.B. knapp ein Drittel seines Getreides an das Vieh, z.B. für Hamburgerfleisch zum Verzehr in den USA, und mehr als ein Fünftel der eigenen Bevölkerung ist unterernährt. Wenn wir jetzt auf diese Situation draufsetzen, wie Hermann Scheer meint, wir wollen einen umfassenden Teil unserer Rohstoffbasis mit nachwachsenden Rohstoffen decken, dann fragt sich natürlich mit wieviel zusätzlichen Hungertoten dies zu bezahlen sein wird? Es ist nicht redlich bei der Betrachtung dieser Frage, die realen gesellschaftlichen Weltstrukturen außen vor zu lassen und mit dem Gesamtumfang an Biomasse, die sich anbauen ließe zu argumentieren. Ohnehin ist es kaum im Sinne des Schutzes der Artenvielfalt auch noch den letzten Quadratkilometer ursprünglicher Natur umzupflügen, die nächste Schneise in den Regenwald zu schlagen. Nichts desto trotz ist aber festzuhalten: Wir müssen eine sehr weitgehende Umstellung auf solare Rohstoffe von Hanf über Flachs u.a. hinbekommen. Z.B. kann künftig aus Brennesselfasern Kleidung hergestellt werden oder Farbstoffe wieder aus Pflanzen gewonnen werden usw. Ein große Palette an Möglichkeiten ist vorhanden und sie sollte genutzt werden. Aber wir können nicht die halbe Republik mit Raps und anderen nachwachsenden Rohstoffen zupflanzen inklusive der EU-stillgelegten Flächen, selbst wenn wir alle zu Vegetariern konvertieren würden. Bekanntlich ist mit hohem Fleischkonsum auch ein stark erhöhter Flächenverbrauch verbunden. Globale ökologische Stabilität ist nicht allein durch einen Wechsel der Energiesysteme und der Rohstoffbasis zu erreichen. Auch bei allen kritischen Anmerkungen zu dem Buch „Solare Weltwirtschaft" sei jedoch unbenommen: Das nach Michael Succow im Herbst vergangenen Jahres Hermann Scheer der Alternative Nobelpreis verliehen worden ist, kann nur begrüßt werden. Wie kaum ein anderer setzte sich Hermann Scheer in unermüdlicher Arbeit für die weltweite Förderung der Sonnenenergie ein. Konsequent entlarvte er die blockierenden Aktivitäten der Energiekonzerne und machte auf politische Hemmnisse aufmerksam. Literaturempfehlungen: Das Solarbuch; DIETER SEIFRIED u.a./ Die Sonne schickt uns keine Rechnung; FRANZ ALT/ Wege zur ökologischen Zeitenwende; RUDOLF BAHRO u.a. Zukunftsweisende Solarstromversorgung ohne Stromnetz 5 von 5 PunktenIn diesem ausgezeichneten Buch hat mich besonders die Konzeption der Stromspeicher zu Hause oder in der Gemeinde beeindruckt, so daß wir vom Stromnetz unabhängig werden können! Das ist wirklich ein ganz neuartiges, erfolgversprechendes Konzept, wie wir uns auch nachts mit sauberer Energie versorgen können. Auch sonst ist das Buch sehr lesenswert! Sehr gute Übersicht 5 von 5 PunktenHermann Scheer liefert eine sehr umfassende und gut verständliche Übersicht über die ideale und auch durchführbare Energieversorgung der nahen Zukunft. Er zeigt auch deutlich auf, wie eng verwoben die Energiewirtschaft und die Landwirtschaft sind--eine Verbindung, die den meisten Menschen gar nicht bewußt ist. Sowohl die Landwirtschaft als auch die Energiewirtschaft bedürfen dringend einer ökologischen Erneuerung, um Arbeitsplätze zu schaffen und einem ökologischen Kollaps vorzubeugen. Die Qualität des Buchs liegt gerade darin, solche Verbindungen plastisch zu verdeutlichen, z.B. die Entwicklung des Landwirts zum Energielieferanten. Was an seinen Ausführungen besticht, ist ein außergewöhnlich umfassendes Verständnis von den von der Allgemeinheit kaum wahrgenommenen Regeln der Energiewirtschaft, die heutzutage herrschen. Diese Regeln schockieren und zeigen deutlich, daß der Übergang zu einer solaren (und aufgrund der ökologischen Schwierigkeiten und der drohenden Ressourcenknappheit) auch notwendigen Energiewirtschaft ein schwieriger Prozeß werden wird. Scheers sehr praktisch orientierte technologische Bestandsaufnahme der erneuerbaren Energien zeigt auch dem Einzelnen Wege auf, mit geringem Aufwand zu einer Energiewende beizutragen. Er überbrückt sehr geschickt politische Theorie und Praxis. Was in dem Buch ein wenig zu kurz kommt, sind neue Erfindungen im Bereich der erneuerbaren Energien, die noch nicht zur Marktreife gelangt sind. In den Garagen und Kellern vieler Erfinder schlummern Technologien, die aufgrund mangelnder Förderung und mangelnder Akzeptanz von Genehmigungsbehörden selten aus den Startlöchern kommen, obwohl sie die erneuerbaren Technologien einen großen Schritt voranbringen könnten. Diese Erfindungen werden in dem Buch kaum erwähnt, obwohl deren mangelhafte Unterstützung die technologische Entwicklung der erneuerbaren Energien stark bremst. |
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Die musst du kennen: Menschen machen Geschichte von Sandra MaischbergerGebundene Ausgabe von CbjPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 9,73 ![]() 2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570128717, Erscheinungsdatum: November 2007 |
5 Kundenrezensionen:Einerseits.....andererseits 3 von 5 PunktenMit "Die mußt Du kennen. Menschen machen Geschichte" hat der Verlag cbj den Versuch gemacht, Kinder und Jugendliche mit den wichtigsten Persönlichkeiten der Weltgeschichte vertraut zu machen. In dem optisch ansprechenden Buch sind Biographien zu 250 Männern und Frauen aus Politik, Religion, Kunst und Kultur aus etwa 2500 Jahren Menschheitsgeschichte versammelt. Ein sinnvolles Nachschlagewerk, in das auch Erwachsene ruhig einen Blick werfen sollten. Problematisch erscheinen mir indes weniger vereinzelte Fehler, die bei besserer Endredaktion sicher zu vermeiden gewesen wären, sondern die unterschiedliche Qualität der einzelnen Biographien, die in Einzelfällen nicht immer kindgerecht, manchmal überhaupt nicht lesergerecht verfaßt sind. Der Artikel über Johann Sebastian Bach etwa ist schlicht zum Abgewöhnen. So begeistert man doch kein Kind für die Musik einer früheren Epoche! Wer sich andererseits nur über die Kaiserkrone mokiert, die Karl der Große auf der ihr vom Verlag zugedachten Abbildung trägt, täte besser daran, auch den dazugehörigen hervorragenden Artikel zu lesen: Stilistisch wunderschön, wissenschaftlich auf dem neuesten Stand und dennoch kindgerecht, machen er und andere Biographien der Epoche wirklich Lust aufs Mittelalter und beweisen stellvertretend für doch viele Texte in diesem Buch, daß dieses keineswegs "unfundiert" recherchiert, sondern durchaus geeignet ist, einen festen Platz im kindlichen Bücherschrank einzunhemen. Verständlich und spannend! 4 von 5 PunktenNachschlagewerke sind in. Ein Trend, den wir vor allem den Quizshows verdanken. Eine Frage bei Jörg Pilawa könnte etwa heißen: Wer war Walter Gropius? A - ein bekannter Sänger B - ein Kunstmaler C - ein Politiker oder D - ein Architekt Tja, den Namen kennt man. Bloß, womit hat der Mann sich nur bekannt gemacht? Welche Persönlichkeit verbirgt sich hinter dem Namen. Und in welchem zeit- und kulturgeschichtlichen Zusammenhang steht sein Werk? Spannende Lebensbeschreibungen von Platon bis Bill Gates und anschauliche Erklärungen der Errungenschaften von über 250 international bekannten Persönlichkeiten aus den wichtigsten Wissensgebieten und bedeutendsten Epochen der Menschheitsgeschichte laden zum Nachschlagen und Lesen ein. Das Buch „Die musst Du kennen" (Herausgeberin ist Sandra Maischberger) ist übersichtlich gestaltet und voller Informationen. Jede Zeitepoche wird beschrieben und ihre Grundgedanken und Ideale werden dem Leser näher gebracht. Dadurch wird der Zusammenhang von Leben und Werk sehr deutlich. Zuguterletzt ist das Nachschlagewerk verständlich und spannend geschrieben und die Texte sind auch für junge Leser verständlich. Und wer ist nun Walter Gropius? Tja, nachlesen! So schlimm ist es nicht 3 von 5 PunktenDie hier geäußerte Kritik ist in dieser Weise nicht brerechtigt. Wenn man sich schon über Fehler ereifert, sollte man auch genau nachschauen. Denn Benjamin Franklin wird weder zum Präsidenten der USA gemacht (sondern zum Präsidenten des Kongresses von Pennsylvania), noch Waterloo nach England verlegt. Falls jemand ein passendes zeitgenössisches Potrait von Karl dem Großen parat hat, kann er es ja gerne zu Verfügung stellen. Dass Otto I. die in Wien zu besichtigende Kaiserkrone trug, ist auch nicht sicher! Selbst 13-jährige finden schon Fehler 2 von 5 PunktenDas Buch hält genaueren Nachprüfungen nicht stand: Wenn selbst 13-jährige nach 30 Minuten bemängeln, das unter dem Kapitel "Karl der Große" ein Gesicht mit der deutschen Kaiserkrone abgebildet ist (die erst sein Nachfolger Otto der I. erschaffen ließ), ist das schon in der Kategorie "peinlich". Das Buch scheint etwas unfundiert recherchiert zu sein und hält genaueren Nachprüfungen nicht stand. Die Texte sind aber vom Stil her durchaus geeignet, der Zielgruppe "Schüler von 10- 14" ein Interesse an vergangenen Eliten zu vermitteln. Schade sind eben eigentlich nur diese Detailfehler. "Mängelexemplar" 1 von 5 PunktenDie Konzeption dieses Buches ist sinnvoll: 250 wichtige Persönlichkeiten der Menschheit werden in chronologischer Reihenfolge vorgestellt. Dabei wird sparsam mit Bildmaterial umgegangen, sodass der Blick ohne Umschweife auf die Beschreibung der jeweiligen Epochen und deren Protagonisten aus allen menschlichen Schaffensgebieten gerichtet werden kann. Ein Glossar und ein Register sorgen für ein schnelles Nachschlagen und Vernetzen der Informationen. Also das ideale Weihnachtsgeschenk für die deutsche Jugend und gegen unseren Bildungsnotstand, möchte man meinen. Bei sorgfältigem Lesen scheint die dem deutschen Bildungssystem vorgeworfene Leseschwäche auch vor Frau Maischberger oder zumindest ihren Mitarbeitern bei der Zusammenstellung der Texte nicht Halt zu machen: Die Anzahl der offensichtlichen Fehler ist erschreckend. Den Zahlensalat bei Abraham Lincolns Geburtsdatum, 1898 statt 1809, mag angesichts des Todestages noch jeder Lernende bemerken. Aber einen amerikanischen Präsidenten zu erfinden (Benjamin Franklin) und Waterloo nach England zu verlegen, solche Schnitzer machen das Buch unbrauchbar. Dem Buch sollte noch ein Band mit Lösungen der Fehler (es lassen sich noch weitere finden!) und Ungenauigkeiten beigefügt werden. |
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Alkoholismus: Warnsignale - Vorbeugung - Therapie von Wilhelm FeuerleinTaschenbuch von C.H.BeckPreis bei Amazon: EUR 7,90, Angebote ab EUR 5,90 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3406455336, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: 6., aktualisierte Auflage. |
4 Kundenrezensionen:Wirklich sehr knapper Überblick 2 von 5 PunktenDas Buch liefert leider nur einen sehr knappen überblick zum Thema Alkoholismus. So wird dem Leser bspw. statistische Erhebungen des internationalen Alkoholkonsums in den 80'er Jahren aufgelistet oder über belanglose chemische Formeln in Kenntnis gesetzt. Die eigentliche Psychologie eines alkoholkranken Menschen wird nur in wenigen Sätzen bestenfalls angedeutet. Da empfinde ich es schon fast als unverschämt den vielsagenden Titel: "Alkoholismus. Warnsignale - Vorbeugung - Therapie." in einer lieblosen Abhandlung nichtssagender Verallgemeinerungen abzuhandeln. Ich habe mich durch dieses "Prospekt" jedenfalls nicht weiterbilden können. Wertvolles Buch für Angehörige des Alkoholikers. 4 von 5 PunktenKompetenter Autor beschreibt, wie es zum Alkoholmißbrauch kommt, er beschreibt Auswirkungen des Alkohols für die Gesundheit, vor allem für das Gehirn und die Folgen für Arbeitsplatz und Privatleben des Alkoholikers. Für mich ein hilfreiches Buch, um meinen alkoholkranken Freund zu verstehen und ihm zu helfen. Das Buch sehr gut gegliedert und verständlich geschrieben. Es wird beschrieben, wie es zum Alkoholismus kommt und was man dagegen tun kannn. Es ist ein Sachbuch, aber es macht auch Hoffnung, weil es Wege aus der Krankheit gibt. kompetentes und prägnantes Lehrbuchwissen 5 von 5 PunktenAuf etwas über 100 Seiten schafft es der Autor, ein ausgewiesener Alkoholismusexperte, von der Geschichte des Alkohols bis zur Prävention praktisch alle relevanten Themenbereiche der Alkoholabhängigkeit lehrbuchartig darzustellen. Hier erfäht jemand, der mit dem medizinischen Vokabular vertraut ist, viel und auch im Detail über Suchttheorien, Alkoholfolgen und - wirkungen.Sehr gut haben mir auch die Kapitel über Erfolgsraten und Prävention gefallen. Fazit: Hier gibt es kompetente und prägnante Information zum Thema Alkoholkrankheit, wobei Vertrautheit mit medizinischem Jargon sicher hilfreich ist. Wer sich nicht für den theoretischen Hintergrund interessiert und "nur" wissen will, wie er mit einem erkrankten Familienmitglied umgehen soll, sollte aber eher zu anderen Ratgebern greifen. Klassiker! 5 von 5 PunktenVorsicht! Prof. Dr. med. Feuerlein schreibt in der Vorbemerkung seines Buches, dass sich dieses an "interessierte Laien" richtet. Für diese beinhaltet der Stoff jedoch hochwissenschaftliche Erkenntnisse. Und trotzdem oder gerade deswegen empfehle auch ich dem Laien diese Lektüre. Wer sich Zeit und Verstand für das Lesen nimmt, wird hier allerbestens bedient! |
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Der Staat der Athener von AristotelesTaschenbuch von Reclam, DitzingenPreis bei Amazon: EUR 3,80, Angebote ab EUR 2,50 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3150030102, Erscheinungsdatum: Dezember 1986 |
Eine Kundenrezension:Über Verfassung und (Verfassungs-)Geschichte Athens 5 von 5 Punkten?Der Staat der Athener?, das Aristoteles als Author zugeschrieben wird, ist eine Schrift über die Geschichte und Verfassung Athens. In chronologischer Abfolge wird aus der Sicht des Authoren die Zeit von Solon bis zur Herrschaft der Dreißig (Ende des 7. Jahrhunderts bis 403 v.Chr.) rekapituliert und systematisch untersucht. Außerdem findet sich eine detaillierte Beschreibung der Amtsträger und Institutionen, der jeweiligen Zeit. Man kann folgende inhaltliche Ordnung treffen: 1 Staatsordnung vor Drakon, 2 Staatsform unter Drakon, 3 Staatsform unter Solon, 4 Tyrannis unter Peisistratos, 5 Von Kleisthenes bis zum Ende der Perserkriege, 6 Übernahme der Stadtführung durch Rat des Areopags nach den Perserkriegen, 7 Sturz des Rat der Areopagiten durch Aristeides und Ephialtes |
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Unrecht im Namen des Volkes: Ein Justizirrtum und seine Folgen von Sabine RückertBroschiert von GoldmannPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,43 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442155150, Erscheinungsdatum: August 2008 |
Aus der Amazon.de-RedaktionNach ihrem aufsehenerregenden Buch Tote haben keine Lobby erschüttert die Kriminalreporterin Sabine Rückert mit Unrecht im Namen des Volkes ein weiteres Mal unseren Glauben an die Organe unserer Rechtspflege sehr nachhaltig. Während sie damals anhand konkreter Fälle nachgewiesen hatte, dass hierzulande viele Morde ungesühnt bleiben, weil aus Kostengründen zu wenig obduziert wird, geht es dieses Mal um Straftaten, die gesühnt wurden, obwohl sie gar nicht begangen wurden -- und das Gericht dies bei unvoreingenommener Betrachtung auch hätte erkennen müssen! Dass die achtzehnjährige Klägerin, die ihren Vater und ihren Onkel bezichtigte, sie seit ihrem zwölften Lebensjahr wiederholt brutal vergewaltigt zu haben, laut medizinischem Gutachten immer noch über ein unversehrtes Jungfernhäutchen verfügte, konnte das Gericht nicht davon abhalten, die beiden Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen zu verurteilen. Dabei war dieses medizinische Faktum, das allein schon die Glaubwürdigkeit der Anschuldigungen hätte erschüttern müssen, nicht die einzige relevante Tatsache, die während des Prozessverlaufs mehr als nur grob fahrlässig unbeachtet blieb. Auch der Feststellung eines Sexualmediziners, dass einer der Angeklagten für die ihm zur Last gelegten Straftaten aus medizinischen Gründen gar nicht in Frage komme, schenkte das Gericht keine Aufmerksamkeit. Sie blieb ebenso unberücksichtigt, wie zahlreiche weitere handfeste Indizien, die schon frühzeitig darauf hindeuteten, dass die Schilderungen des vermeintlichen Vergewaltigungsopfers einer genaueren Prüfung kaum standhalten dürften. Sie werden von Staatsanwaltschaft und Gericht samt und sonders als nebensächlich abgetan, während die Einlassungen der psychisch kranken Klägerin gar nicht abstrus genug sein können, um von der hierfür bestellten Sachverständigen mit dem Testat der Glaubhaftigkeit versehen zu werden. Als es am Ende nach erfolglosen Revisionsversuchen dann doch gelingt, die Wiederaufnahme der Verfahren zu erwirken, die mit Freisprüchen enden, haben die vermeintlichen Vergewaltiger die zu Unrecht gegen sie verhängten Haftstrafen bereits verbüßt Minutiös zeichnet Sabine Rückert in ihrem unbedingt lesenswerten, akribisch recherchierten Bericht die Genese dieses von ihr aufgedeckten Justizskandals nach, der gewiss ein herausragendes Beispiel, leider aber, wie man befürchten muss, kein Einzelfall sein dürfte. -- Andreas Vierecke, literaturanzeiger.de 5 Kundenrezensionen:...wie es das Leben schrieb... 5 von 5 PunktenDen vielfältigen Folgen eines erschreckenden Justizirrtums spürt die Gerichts- und Kriminalreporterin der ZEIT Sabine Rückert in ihrer gut recherchierten und faktenreichen Dokumentation Unrecht im Namen des Volkes" (Hoffmann und Campe) nach. Zwei Männer werden von einer jungen Frau der Vergewaltigung beschuldigt und erklären vor den Ermittlungsbehörden und den Gerichten doch immer wieder nur ihre Unschuld. Doch Ermittlungsbeamte, Psychologen und Richter glauben ihnen nicht, es kann doch schließlich nicht sein, daß sich das Vergewaltigungsopfer nur zu einem solchen stilisiert hat, an den Behauptungen kein wahrer Kern sein soll. So etwas kann doch keiner erfinden! Und weil sich derjenige, der dem Opfer nicht glaubt oder gar widerspricht selbst in die Gefahr der Stigmatisierung begeben könnte ist im aufgeklärten Deutschland des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts ein unsäglicher Justizirrtum möglich gewesen, der zwei heute nachgewiesen unschuldige Männer jahrelang hinter Gitter gebracht und deren Leben zerstört hat. Und das Opfer war die Tochter des einen und die Nichte des anderen Mannes! Sabine Rückert plädiert in ihrem ungemein spannend geschriebenen und aufrüttelnden Buch dafür, genauer hinzusehen und Dinge zu hinterfragen, wenn es dabei um die strafrechtliche Schuld von Menschen geht. Ein aufrüttelndes, zum Kopfschütteln anregendes Buch! Zeit-Leser wissen mehr 5 von 5 PunktenBedrückendes Buch, das tief hinab taucht in die pathologischen Zustände des Menschen und noch tiefer hinab in die pathologischen Zustände der Justiz. Hier wird ein wahres Wort verloren darüber, wie es so ist, dass unser objektives Rechtssystem dann doch nur eine Ansammlung von sehr subjektiv handelnden Menschen ist, die Fehler machen. Geschrieben mit schnörkellosem, trockenem Ton, etwas anderes wäre der Sache auch nicht angemessen gewesen. Rückerts Stil ist der Journalismus anzusehen, schnell geht der Blick über die Zeilen, sachlich und punktgenau werden die Themenschwerpunkte gesetzt. Ich hätte mir ja manchmal ein wenig mehr Einblick in den Kopf dieser Menschen gewünscht, ihn ihr Leben, so wie dies zu Beginn des Buches dargestellt wird. Dafür allerdings ist das Buch zu sehr Tatsachenbericht, was andererseits vielleicht auch die einzig darstellbare Form für dieses Thema ist, wenn man nicht Capote mit Nachnamen heißt. Lesenswert! Dieses Buch raubt einem den Schlaf 5 von 5 PunktenDieses Buch raubt einem den Schlaf und es macht zornig. Wie viel Unrecht wird im Namen des Volkes gesprochen. Und keiner kann aufstehen und sagen: Ich gehöre zum Volk, aber in meinem Namen wurden diese Urteile nicht gesprochen. Es ist eine Schande, was da abläuft. Urteil und Vorurteil 4 von 5 PunktenDie Autorin hat sich in diesem Fall über Jahre engagiert für die zu Unrecht Verurteilten eingesetzt und jetzt darüber ein Buch publiziert. Ihr Engagement ist bewundernswert, das Buch ist wichtig. Als Leser hätte ich mir allerdings gewünscht, nicht gewissermassen an ihrer Hand durch die Geschichte geführt zu werden. Ich hätte es vorgezogen, die Ereignisse chronologisch zu erfahren, hätte mir gerne selber ein Urteil gebildet aufgrund der reportierten Fakten. Das Buch aber beginnt mit einer (berechtigten) Disqualifizierung der involvierten Therapeuten, Staatsanwälte und Richter, und liefert in der Folge zu jedem einzelnen Ereignis gleich die Stellungnahme aus heutiger Sicht und Wissenslage dazu. Dies scheint mir weder professionell zu sein, noch dient es der Lesbarkeit des Textes. Die Autorin hat der Geschichte einen Teil der bedrückenden Dramatik genommen, indem sie rundum Noten verteilt und sich selber zu stark in die Erzählung einbringt. Was in diesem Justizskandal passiert ist, trifft uns Juristen dann am stärksten, wenn wir unsere eigene Rolle in den handelnden Personen gespiegelt sehen. Dies ist schwierig, wenn von Anfang an die Bösewichte identifiziert sind; denn mit erkennbar voreingenommenen und überheblichen Amtsträgern identifiziert sich kein Leser auch nur über die ersten zwanzig Seiten. Der notwendige Lernprozess entfällt. Unprofessionell handeln ja nur die Anderen. Am besten ist der Schluss des Buches gelungen: die Schilderung des Revisionsverfahrens. Hier konzentriert sich die Spannung in den Dialogen zwischen dem Anwalt des zu Unrecht Verurteilten und den verschiedenen Zeugen in dramatischer Weise. Dieser Schluss entschädigt für einige Unebenheiten im ersten Teil des Buches. Hervorragende Analyse der Fehler der Fehlerlosen 5 von 5 PunktenEin Radiointerview animierte mich zum Kauf des Buches und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Das Buch handelt nicht einfach von einem Fehlurteil eines Menschen, nein die Autorin entlarvt darin ganze Horden von sogenannten Experten, die sich für unfehlbar halten und in ihrem Hochmut und Arroganz andere Menschen zerstören. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Darlegung der Beweggründe der einzelnen Mittäter, eine treffsichere Analyse. Dem Leser wird deutlich, wie gering die Objektivität derer ist, die sie vorgeben zu besitzen und mit welchen Mitteln sie versuchen ihre Fehler zu vertuschen. Hier wird ein Unschuldiger eben für über 4 Jahre eingesperrt. Das Erschreckende daran ist, dass es sich in Deutschland abspielt und es jeden Anderen auch treffen kann. Lesenswert für alle, die sich, warum auch immer, mit eben diesem Klientel herumärgern. Allein das Vorwort über die Lüge als Werkzeug zur Manipulation ist schon lesenswert genug. |
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Der Kaiser und ich: Mein Leben mit Kaiser Wilhelm II. im Exil von Hermine Prinzessin von PreußenGebundene Ausgabe von MatrixMediaPreis bei Amazon: EUR 19,90 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3932313267, Erscheinungsdatum: Februar 2008, Auflage: 1 |
2 Kundenrezensionen:Kaiserin ohne Thron - wie sie sich selbst sah 5 von 5 PunktenDies ist die Sichtweise von "Kaiserin" Hermine selbst. Das muss man sich stets bewusst machen, um dies Buch in den richtigen Kontext zu setzen. Das Buch wurde in den 1920 mit einem gewissen Ziel geschrieben: Restauration der Monarchie. So verstanden und gelesen, lernt man, wie sie sich und ihre Rolle vor und nach der Hochzeit mit dem Kaiser sah. Das ist für sich genommen schon sehr interessant. Natürlich ist das nicht das vollständige Bild, aber es ist ein wichtiger Anfang: Es ist gut geschrieben und liest sich flott und einfach. Verlagsbeschreibung zu "Der Kaiser und ich" 5 von 5 PunktenDer hier vorgelegte und mit Kommentaren versehene Text erscheint zum ersten Mal gedruckt auf Deutsch - mehr als achtzig Jahre nach der Veröffentlichung in englischer Sprache in England und den Vereinigten Staaten. Dabei handelt es sich um die Übersetzung einer niederländischen Fassung, welche - stark gekürzt gegenüber der englischen und dadurch wesentlich gestraffter - als Sonderpublikation des in den Niederlanden seinerzeit äußerst populären Wochenblatts "Het Leven" unter dem Titel "Mijn Leven en hoe ik den Keizer trouwde" (Mein Leben und wie ich den Kaiser heiratete) erschienen ist. Hermine, geborene Prinzessin Reuß ä.L., ist von ihren Zeitgenossen häufig nicht sehr positiv beurteilt worden; daran mögen ihre Lebenstüchtigkeit und ihr daraus resultierendes Selbstbewußtsein nicht ganz unschuldig sein, andererseits auch ihr leidenschaftliches Temperament, welches sich bis hin zu Wutausbrüchen steigern konnte. In den Tagebüchern Sigurds von Ilsemann, aber auch in anderen Veröffentlichungen aus dem Umkreis von Haus Doorn finden sich immer wieder Belege für diese Unbeherrschtheit, die so ganz im Widerspruch stand zu der sonst und nach außen hin von der Autorin betont gepflegten und geforderten Förmlichkeit. Bei der Lektüre ihrer Ausführungen läßt sich erkennen, daß sie eine außergewöhnlich gebildete und vielseitig interessierte Frau war, die durchaus ihre - von ihrer Position als Mitglied einer alten Familie regierender Fürsten geprägte - eigene Meinung zu den Ereignissen ihrer Zeit hatte und diese auch vehement vertrat. |
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Andenken von Lars BrandtBroschiert von Rowohlt Tb.Preis bei Amazon: EUR 7,90, Angebote ab EUR 0,11 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499244535, Erscheinungsdatum: Sept. 2007 |
Aus der Amazon.de-RedaktionIm Oktober 1992 starb mit Willy Brandt einer der wichtigsten Politiker der Bundesrepublik. Sein Sohn Lars hat nun ein Erinnerungsbuch veröffentlicht, das sich abhebt von den vielen anderen Publikationen über diesen großen Mann: Keine Biografie und schon gar keine politische Analyse, sondern ein sehr persönlicher Blick zurück, der gerade durch diese Mischung aus Nähe und Distanz fasziniert. Nah und distanziert zugleich war auch das Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Lars Brandt schreibt, er könne sich nicht erinnern, dass V. -- das Kürzel benutzt er durchgängig -- ihn als Kind jemals in den Arm genommen oder über den Kopf gestreichelt habe. Und dennoch war da eine Verbundenheit, die Lars Brandt später als Erwachsenen sogar zum Redenschreiber für seinen Vater prädestinierte. "Hätte man diesen Menschen von seinen Widersprüchen befreien wollen, wäre wenig von ihm übrig geblieben." Glücklicherweise versucht das sein Sohn auch gar nicht, sondern präsentiert meist kurze Erinnerungsbilder, Fußnoten zu einem großen Leben, die literarisch anmuten und trotz ihrer Knappheit berühren und diesen Mann mit seinen Eigenarten nahe bringen. Etwa Brandts Vorliebe für immer kleinere Kämmerchen, in die er sich privat zurückziehen konnte, während die Dienstvillen während seines Aufstiegs zum mächtigsten Mann des Staates immer größer wurden. Oder der Widerspruch, dass er als Politiker die Massen emotional begeistern konnte, aber gleichzeitig in persönlichen Begegnungen Menschen enttäuschte, wenn er "Emotionen wachrief, ohne ihnen wirklich zu antworten". Lars Brandt war sechs Jahre alt, als sein Vater Regierender Bürgermeister Berlins wurde. Andenken gewährt deshalb auch einen spannenden, teils auch amüsanten Blick hinter die Kulissen der Macht. Wie es ist, mit den Kennedy-Kindern in der Limousine zu sitzen und ihnen etwas über Berlin erzählen zu sollen, während die ihre Nasen aber lieber in Comics vergraben. Oder viel später, bei einem Staatsbesuch der Ceausescus in Bonn, beim Gespräch mit dem Sohn des Diktators: "Beide waren wir kaum Mitte Zwanzig, aber Nicu setzte die Pausen für den Dolmetscher bereits so routiniert wie ein Minister. [ ] Und nun hob er an, die vorzügliche Situation der Studenten in Rumänien darzulegen, reihte die strahlendsten Zahlenkolonnen aneinander. Dann wurde er wieder persönlich und krönte sein statistisches Märchen vom rumänischen Paradies: Zwölf Bären habe ich letzte Saison erlegt, rief er mir zu: Und Sie?" --Christian Stahl 5 Kundenrezensionen:Gequälte Larmoyanz 1 von 5 PunktenEs ist eine Binsenweisheit, daß es kein Zuckerschlecken ist, das Kind eines Prominenten zu sein. Daß es aber im Falle Lars Brandts ein lebenlanges Martyrium sein soll, daß mag man nach der gequälten Darstellung des Autors doch anzweifeln. Dienstvillen und -autos, Hauspersonal, Begleitung auf Kanzlerreisen und Autorenschaft für wichtige Reden des Vaters - man könnte das auch als interessante Kindheit bzw. Adoleszenz deuten, zumal derlei Dinge im Nachkriegsdeutschland nicht gerade selbstverständlich waren. Doch nichts dergleichen: Selbst so unwichtigen Details wie dem Knacken des Kiefers Willy Brandts beim nächtlichen Wurstimbiss in der gemeinsamen Küche kann der Autor dunkel schlummernde negative Absichten abgewinnen. Ansonsten nicht einziges Quentchen Sympathie für den Vater, der groteskerweise nur mit "V" bezeichnet wird. Und außerdem: Hat er, der schlaue Sohn, den Kanzler nicht ständig vor Spionen in seiner Umgebung gewarnt? Hätte man doch bloß auf ihn gehört, dann wäre die deutsche Geschichte ganz, ganz anderes verlaufen... Man kommt nicht umhin zu glauben, der als Künstler bedeutunsglose Sohn möchte den Vater posthum für all das verantwortlich machen, was in seinem Leben schief gelaufen ist. Und dieses holzschnittartige Zerrbild taugt einfach nicht, um der komplexen und gewiß auch widersprüchlichen Natur Willy Brandts gerecht zu werden. Auf der Suche nach dem Menschen hinter der Mauer der Geheimnisse 5 von 5 Punkten1992 ist er gestorben - Willy Brandt, einer der wichtigsten Politiker der jungen Bundesrepublik Deutschland. Unbestritten ist seine politische Lebensleistung; die Ost-West-Verständigung und sein unablässiger Glaube daran, daß wieder zusammenkommen wird, was zusammen gehört, haben unser Land geprägt. Aber auch unrühmliche Erinnerungen beschleichen den Zeitgenossen: der Radikalenerlaß mit dem Berufsverbot, der Zehntausenden politisch engagierter Menschen den Weg in den erlernten Beruf verweigerte und etliche Skandale. Willy Brandt war offenbar ein Mensch, der sich selbst und vor allem seine Vergangenheit mit Geheimnissen umgab und sie auch bis zu seinem Tod nicht lüftete. Selbst seinem Sohn Lars gegenüber nicht, der viele Jahre neben seinem Beruf als Maler Reden und Texte für seinen Vater schrieb und auch maßgeblich an Willy Brandts "Erinnerungen" mitarbeitete. "Hätte man diesen Menschen von seinen Widersprüchen befreien wollen, wäre wenig von ihm übrig geblieben", schreibt Lars Brandt zu Beginn eines wunderbaren "Vaterbuches", das die Unnahbarkeit des Vaters einzufangen versucht in kurzen Texten, Erinnerungen, Anekdoten und literarischen Fußnoten. Niemals hat Lars Brandt eine Umarmung seines Vaters erfahren, er war ihm nah beim gemeinsamen Fischen und meistens doch ferner als der unbekannte Passant auf der Straße. Lars Brandts Buch ist keine Abrechnung, auch keine "Nachgetragene Liebe" (Peter Härtling), es kommt völlig ohne Vorwürfe aus. Die Frauen in Brandts Leben, sicher immer ein besonderes Thema für die Söhne, werden überhaupt nicht erwähnt. Da nähert sich ein Sohn seinem Vater, und man spürt auf jeder Seite, er hat es zunächst einmal für sich selbst getan. Da werden keine Denkmäler gebaut und auch keine eingerissen. Die Zwischentöne eines Lebens, das Hintergründige einer Vater-Sohn-Beziehung werden mit literarischen Texten, die manches Mal leuchten wie ein Kleinod, zum Klingen gebracht. Ein empfehlenswertes Buch. Faszinierender Rückblick eines Sohnes 5 von 5 PunktenWilly Brandt, Bürgermeister von Berlin, Bundeskanzler der Bundesrepublik von 1969 -1974, überzeugter Entspannungspolitiker, starb im Jahre 1992 als einer der wichtigsten Politiker der Nachkriegszeit. Er hatte drei Söhne, Peter, Lars und Mathias. Lars, Schauspieler und temporärer Redeschreiber seines Vaters, hat nun mit „Andenken“ ein eindrucksvolles Erinnerungsbuch über Willy Barnd geschrieben. Es ist immer interessant, wenn Kinder über ihre Jugend schreiben und über das gemeinsame Leben mit ihren Eltern. Lars Brandt war sechs Jahre alt, als sein Vater Regierender Bürgermeister von Berlin wurde. Es ist keine Biografie, keine politische Untersuchung, sondern ein ganz persönlicher Blick des Lars Brandt, wie er als Kind aus der Distanz seinen distanzierten Vater, den er im Buch nur V. nennt, erlebt hat. Als Kind hat er nie Zärtlichkeiten oder Körpernähe von seinem Vater empfangen. Der V. hat sich immer distanziert verhalten, nur einmal beim Angeln rückten beide ganz nah zusammen, da war er plötzlich Vater, aber das war nicht zu halten. Und trotzdem hat Lars Brandt ein Leben lang, eine enge Verbundenheit zu seinem Vater empfunden. Es sind Erinnerungsbilder, Momentaufnahmen, mosaikartig zusammengetragen, denn der Autor musste sich bei dem Buch mit vielen Dingen auseinandersetzen. Diese kleinen Bildchen, mit Fußnoten über ein bedeutendes Leben werden ausgelegt und letztlich überlässt es Lars Brandt dem Leser, was er damit anfängt. Kindheitserinnerungen, das Fluidum in der Bonner Kanzlervilla, die Bewachung vor der Haustür, die Fahrt mit dem Chauffeur, die persönlichen Begegnungen mit Politikern wie Herbert Wehner, der Blick hinter die Kulissen der Machtzentrale. Dann die Begegnungen mit den Kindern anderer bedeutender Politiker. Er beschreibt seinen Vater als einen Menschen, der voller Widersprüche durchs Leben ging, wenn er einerseits als Politiker und Mensch Emotionen bei den Menschen weckte und dann doch anschließend die Nähe nicht zulassen konnte. Er war ein Mensch, der keine Wärme haben konnte. Je größer der Bekanntheitsgrad wurde, desto mehr zog sich Willy Brandt zurück. Lars Brandt hat dieses Buch nicht geschrieben, um Neuigkeiten über Willy Brandt zu veröffentlichen, sondern seine Zielsetzung war es, auf diese Art und Weise zu jenem Teil der Wirklichkeit vorzustoßen, den nur er als Sohn erzählen und empfinden kann. Wenn das Bild von Willy Brandt, auch nach der Lektüre dieses Buches fragmentär, unvollendet bleibt, so verstehen wir diesen introvertierten, unzugänglichen Mann besser, weil der Sohn seinen V. so innig und hingebungsvoll beschreibt. Wirklich ein großartiges, beeindruckendes, intelligent geschriebenes Buch, das ich mit Nachdruck und Leidenschaft aus vielen Gründen empfehlen kann. Einerseits reserviert, zurückhaltend und leidenschaftslos, andererseits unglaublich atmosphärisch, rührend und bewegend geschrieben. Vaterspuren! 5 von 5 PunktenLars Brandt ist ein ganz besonderes Buch über seinen Vater Willy Brandt gelungen. Bis heute ist der ehemalige Kanzler Willy Brandt eine Identifikationsfigur, für eine ganze Generation war sein Handeln die Initialzündung für eigenes politisches Engagement. Er hatte eine große Präsenz und jeder glaubt, Willy Brandt zu kennen. In Wahrheit war er ein sehr distanzierter Mensch, der sich immer wieder in sich selbst zurückzog. Lars Brandt erinnert sich in diesem sehr persönlichen Buch an seinen Vater, mit dem er lange verbunden war, in dessen Beziehung es aber auch immer wieder große Strecken von Sprach- und Verständnislosigkeit gab. Das Buch ist ein ganz besonderes Kleinod, da Lars Brandt weder sich selbst noch seinen Lesern etwas beweisen will. Es kommt ohne jede Anklage und vorallem ohne penetranten Schlüssellochblick aus, im Gegenteil, es sind scheinbar zufällige Begegnungen mit dem Vater, die das Verhältnis zwischen den beiden prägten. Das Willy Brandt eine exponierte Rolle in der Politik der noch jungen Bundesrepublik spielte, ist für das Buch fast ohne Belang. Am beeindruckendsten ist nämlich die besonders schöne Sprache, der sich Lars Brandt bedient und die so eindrücklich bleibt, dass "Andenken" auch ein spannendes Buch wäre, wenn Willy Brandt ein Unbekannter gewesen wäre. Das Buch ist eine Annäherung auf Augenhöhe, ein autarkes und reifes Stück persönliche Geschichte. Und genau das macht den Reiz dieses Buches aus, das nur am Rande die Meilensteine in der Politik des Vaters streift und nur, wenn sie auf das Verhältnis zwischen Vater und Sohn Einfluss hatten. Sehr lesenswert! Besondere Vater-Sohn Beziehung! 5 von 5 PunktenNicht nur wegen der ausserordentlichen BerÃRhmtheit seines Vaters hatte Lars Brandt eine ungewöhnliche Beziehung zu Willy Brandt. Bis heute gilt Willy Brandt als herausragender Vertreter einer Politikergeneration, die das Gesicht der noch jungen Bundesrepublik entscheidend geprìgt haben. DarÃRber hinaus ist er als besonders integrer und wahrhaftiger Politiker im kollektiven Gedìchtnis verankert und hat bis heute Vorbildfunktion. Wie war er als Vater? Willy Brandt ist seinen meisten Zeitgenossen doch fremd geblieben, fast jeder meint ihn zu kennen und doch hat er sich der Nìhe seiner Wegbegleiter und auch seinem engsten familiìren Kreis eher entzogen. So bleiben auch die Erinnerungen von Lars Brandt ungefìhr, oft flÃRchtig. Es sind EindrÃRcke, die er gesammelt hat und nun dem Lesepublikum vorlegt. Dabei ist ihm ein ganz besonderes Buch gelungen, dass mich ganz bestimmt auch beeindruckt hìtte, wenn Willy Brandt Schuster, Schreiner oder Bìcker gewesen wìre und nicht Geschichte geschrieben hìtte. Denn Lars Brandt kommt ohne jedes Klischee aus, er erweist sich als unabhìngiger und autarker Chronist, der weder sich selbst noch seinen Lesern etwas beweisen will. Er streift durchaus auch Momente von politischer Bedeutung, aber im Mittelpunkt steht stets, wie er Situationen mit seinem Vater erlebt hat. Er klagt nicht an und er rechnet nicht ab. Es ist ein reifes und sehr, sehr schönes Buch, das mich auch wegen seiner seiner geschliffenen Sprache fasziniert und bewegt hat. Äusserst empfehlenswert! |
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Bildlexikon der Kunst 1. Götter und Helden der Antike: Bd 1Taschenbuch von ParthasPreis bei Amazon: EUR 24,80, Angebote ab EUR 19,80 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3932529561, Erscheinungsdatum: Oktober 2003, Auflage: 1 |
2 Kundenrezensionen:Lexikon der Kunst Band 1 - Götter und Helden der Antike 5 von 5 PunktenEin tolles Buch, das durch die bildende Kunst und durch die antike Mythologie führt - ein Genuss von der ersten bis zur letzten Seite! Bildlexikon 4 von 5 PunktenGut gemachte Mischung aus einem Führer durch die bildende Kunst und einem Nachschlagewerk über die Antike. Anhand von Bildbeispielen werden die wichtigsten Figuren der antiken Mythologie dargestellt und mit ihren typischen Attributen erklärt. Auf jeden Fall eines der wenigen Nachschlagewerke, das auch für das Auge ein Genuss ist. |
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Epochenwende: Gewinnt der Westen die Zukunft? von Meinhard MiegelBroschiert von List Tb.Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 0,11 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548607055, Erscheinungsdatum: März 2007 |
Aus der Amazon.de-RedaktionImmer noch, konstatiert Meinhard Miegel in diesem lesenswerten Essay, messen wir unsere wirtschafts- und auch sozialpolitischen Hoffnungen an bloßen Wachstumsraten und Beschäftigungszahlen und übersehen dabei geflissentlich, dass wir längst inmitten eines fundamentalen Wandlungsprozesses stehen, in dem dramatische "Verschiebungen im globalen Gefüge" ankündigen, was nicht mehr aufzuhalten ist: eine Epochenwende. Der Jahrhunderte währende Vorsprung des Westens, das heißt der frühindustrialisierten Länder vor allem Europas und Nordamerikas schrumpft in immer schnellerem Tempo. Eine neue, bis dahin unbekannte Wettbewerbssituation ist entstanden, in der die über die Zeit müde gewordenen westlichen Gesellschaften zunehmend Mühe haben, sich zu behaupten. Ermüdungserscheinungen sind unübersehbar: Der gesellschaftliche Zusammenhalt erodiert, man sucht Ruhe und Zerstreuung und ist immer weniger bereit Mühen auf sich zu nehmen. Unsere Gesellschaften insgesamt sind träge geworden -- auch was die Fortpflanzung betrifft: Bestandserhaltende Geburtenraten weist mittlerweile keines der westlichen Völker mehr auf. Noch versuche die Politik, so der Autor, "das alles zu übertünchen". Sie dope Wirtschaft und Gesellschaft mit immer höheren öffentlichen Schulden und versuche so, "eine Dynamik vorzugaukeln, die es schon längst nicht mehr gibt". Miegels Analyse unserer gesellschaftlichen Gegenwart ist schonungslos. Und das ist auch nötig. Nur wer der Wirklichkeit ungeschminkt ins Auge sieht, wird sich von rückwärtsgewandten Handlungsrezepten nicht mehr blenden lassen und bereit sein, das die Not wendende zu tun, um einer Zukunft willen, die wir ansonsten schon verloren haben. Und das heißt für Miegel: Abschied nehmen von Wachstumsmythen und Wohlstandswahn -- bescheiden werden! -- Hasso Greb 5 Kundenrezensionen:Lobbyarbeit 1 von 5 PunktenWieder etwas aus dem Hause Miegel, wer seine Zeit und sein Geld mit Pseudowissenschaft aus dem Hause des bekannten Lobbyisten verschwenden möchte dem sei diesen Buch ans Herz gelegt. Miegel der wohl der Erich von Däniken der Wirtschaftswissenschaften sein möchte analysiert hier messerscharf mit einem Haufen von Zahlen das was seine Auftraggeber hören wollen. Ein Buch das am besten im Papierkorb aufgehoben ist. 285 seiten frustrations- und angstverstärker 2 von 5 Punktenauch ich habe das buch in 3 tagen gelesen und meine gefühle schwankten zwischen angst, hoffnungslosigkeit und wut. als manager mit burn-out-syndrom war ich angehöriger der wachstumsgläubigen und habe sicherlich viel von dem umsetzen müssen, was der autor auf allgemeinplätzen fordert. trotzdem: die seiten sind voll von immer wieder gleichen horrorbeschreibungen. sie erzeugen schuldgefühle. manchmal war mir der standpunkt des autors nicht mehr klar. soll die wirtschaft jetzt wachsen oder nicht? und wie? sollen wir uns jetzt mehr plagen oder die erwerbsarbeit "ent-idolisieren"? (s252) die "endlose" aneinanderreihung der aspekte läßt die meinung des autors schwierig erfassen. jeder mensch der nicht weltfremd ist und über den europäischen tellerrand hinausblickt, wird kaum die analysen des autors bestreiten können. aber wo bleibt die aufmunterung, das mutmachen ? selbst auf den letzten seiten werden die themen gebetsmühlenartig wiederholt. der nikotinabhängige soll doch bitte selbst aufhören zu rauchen, ehe er erkrankt. ein dummes beispiel - weil der autor damit die gesellschaft pauschal pathologisiert und: weiß doch jeder, das abhängige nicht alleine von ihrer sucht loskommen, sondern hilfe brauchen. die hilfe des autors äußert sich aber nur in aufrufen: jeder solle individuell verzicht üben. für mich eine schwaches argument, weil zu pauschal. mit allgemeinen aussagen wie, das sich die völker des westens wie neureiche benehmen würden, rutscht der autor genau in das millieu der gesellschaft, deren fehlverhalten er anprangert. oder steckt nur blosse provokation hinter solchen bemerkungen? von einen wissentschaftler, welcher sonst überwiegend zahlen anführt, um seine thesen zu untermauern, eine schwache stelle. der autor läßt kein themengebiet aus: falsche ernährung, sozialverhalten, verkehr, politik usw. ein rundumschlag. auf den letzten seiten werden dann nocheinmal schnell die zu erledigenden pioniertaten aufgezählt. schade nur, das - wenn lösungen aufgezeigt werden könnten - es nur bei rhetorischen fragen bleibt: (beispiel mobilität, s. 280) "oder müssen nicht dringlichst andere wege gegangen werden? ein zukunftsfähiges verkehrskonzept wäre eine zivilisatorische und kulturelle großtat, durch die der westen die menschheit ein gutes stück voranbringen könnte." richtig herr miegel! aber welches? da sind andere schon weiter in ihren lösungsansätzen. buchtip: frederic vester - ausfahrt zukunft. abschließend: flüssig und eingängig geschrieben - also leicht lesbar, aber der nutzwert für jemanden, der etwas in seinem umfeld ändern will ist gering, da keine mutmachenden perspektiven aufgezeigt werden. Schonungslose Wahrheit die leider noch nicht jeden erreicht hat und nicht von allen gesehen werden möchte.. 4 von 5 PunktenMeinhard Miegels neues Buch habe ich in 3 Tagen gelesen. Als Inhaber einer kleinen Firmengruppe, die immer mehr den harten Globalisierungswind zu spüren bekommt, kann ich dem Autor leider nur Recht geben. Die Flucht der Arbeitswelt in Europa hin zu "High Tech" wird nichts nützen. Unsere Stärken, der Maschinenbau, der Fahrzeugbau, Eletronik und vieles mehr ist geprägt von Fleiss und Wollen einer ganzen Nachkriegsgeneration bis heute. Mein Vater hat ein Unternehmen gegründet. Mein Bruder und ich ( 40 beide mitte 40 Jahre)haben drei daraus gemacht und stehen vor immer schwieriger werden Bedingungen. Das ist erst der Anfang. China und Indien verfügen über weit mehr als 2 Milliarden hungriger und arbeitswilliger Menschen, die von unseren sozialgeprägten Arbeitsplätzen nichts gehört haben, auch nicht so schnell hören werden. Das wird noch eine weile so bleiben, da China leider über ein diktatorisches System ohne Gewerkschaften verfügt. Zumindest für die nächsten Jahre. Lange genug um bei uns zu "wildern". Wer glaubt das nur einfach Tätigkeiten in China und Indien produziert wird, irrt gewaltig. Alleine in China gehen jährlich 40.000 Ingenieure im Fachbereich ELEKTROTECHNIK ab. Die schonungslose Analyse von Miegel macht mir keine Angst, aber man sollte sie so schnell als möglich ernst nehmen. Heute schon werden in China fast soviele Autos produziert wie in Deutschland. China steht auf Platz 4 und in 5 Jahren ist das Land alleine auf weiter Flur auf Platz 1. Und unsere Konzerne ziehen kräftig nach... in China. Den fünften Stern behalte ich mir vor, da Miegel es meiner Ansicht nach nicht schafft einen Weg für uns zu finden, besser einen eventuellen Lösungsansatz wie der Westen auch in Zukunft so da steht, daß die Leute hier hier eine gute Zukunft vor sich sehen. Wobei dieser Ansatz zugegebener maßen sehr schwer ist. Alleine von der Kultur kann man nicht leben - leider. Auch Asien wird seine Probleme bekommen und nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird... ABER... auch wenn China & Co einen Step zurückfallen... im nächsten Schritt geht es eben wieder zwei voran. Wir für uns werden hier im Land nur noch sehr ausgesucht investieren.. für Kapazitätssteigerungen geben wir kein Geld mehr aus. Die Globaliserungswelle hat für mich gerade erste begonnen. PS: die größte Schuhfabrik in China hat 160.000 Beschäftigte und das war vor ungefähr 4 Jahren... HEUTE??? weitere Lesetip: Helmut Schmidt " Nachbar China". Teilweise haarsträubende Argumente und Forderungen - zumindest gut geschrieben 2 von 5 PunktenDer Untergang des Abendlandes steht bevor, nicht Geringeres prophezeit der Leiter des Bonner Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft, Meinhard Miegel, in seinem neusten Buch Epochenwende. Eiskalt analysiert er das nahende Ende der Überlegenheit der westlichen Kultur und Wirtschaftskraft und verweist auf die aufstrebenden Nationen Asiens. Dabei formuliert er griffig und meist sehr anschaulich und schafft es so seine Leser in den Strudel des Niedergangs mitzureißen. Die westliche, europäische Gesellschaft sei alt, satt, überheblich und im materiellen Überfluss träge geworden. Um sich dem Untergang der Zivilisation entgegenzustemmen, fordert Miegel eine radikale Neuausrichtung der Wirtschafts- und Sozialpolitik und die kreative Ausschöpfung aller vorhandener Reserven. Wohlstand dürfe künftig nicht mehr rein materiell definiert werden. Wohlstand sei auch mitmenschlicher Zusammenhalt. Die demografische Entwicklung lässt Gesellschaften altern und verschärft die strukturellen Probleme in Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Hier müsse das alte Europa Vorbild sein und zeigen wie sich diese Schwierigkeiten lösen lassen. Auch durch die Globalisierung ist das lang andauernde Privileg scheinbar grenzenlosen Wohlstands für die westliche Gesellschaft ernsthaft bedroht. Miegel bezweifelt, dass sich der Wohlstand auf Dauer etwa mit militärischer Abschreckung verteidigen lässt. In der Analyse des Zustands beziehungsweise der zukünftigen Entwicklung, befindet sich Miegel in bester Gesellschaft. Er ist nicht der erste Mahner, der lautstark den Zusammenbruch der westlichen Zivilisation heraufbeschwört. Auch die Ansicht, dass Arbeiten für sich kein Lebenszweck ist, sondern diese Auffassung dem derzeitigen Zeitgeist entspringt, mag richtig sein. Doch kann Miegels pessimistische Sicht der Lage nicht immer überzeugen und seine Lösungsansätze sind geprägt von einem Konservativismus, der selbst dem abgelaufenen 20. Jahrhundert entspringt. So etwa die Anprangerung der Erwerbstätigkeit von Frauen, welche sich nach Meinung Miegels besser dem Kinderkriegen und ihren Familien widmen müssten. Auch die Aufforderung an deutsche Arbeitnehmer Löhne auf indischem Niveau zu akzeptieren, lässt sich leicht vom gut dotieren Posten eines Institutsleiters aus verbreiten. Die Existenzängste vieler Menschen beruhigt eine solch herablassende Sichtweise aus dem Elfenbeinturm nicht. Gut geschrieben, analytisch nicht so stark... 2 von 5 PunktenDas Buch erinnert mich ein bißchen an den DaVinci Code. Es ist sehr gut lesbar geschrieben, in griffigen Formulierungen usw. Es regt auch zum Nachdenken an, aber wenn man das tut, stellt man schnell Schwächen fest. Ich denke, daß sich Passagen mit vielen Quellen und Fakten abwechseln mit rein polemischem Text ohne jede Grundlage. Zum Beispiel wird behauptet, daß Epochen unterschiedliche Prägungen haben und wir im Moment in einer wirtschaftlich geprägten Epoche leben. Das halte ich für Unsinn, denn ich meine daß es eher so ist, daß wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Blüte einhergehen. Als Beleg führt der Autor an, daß die Leute heute noch lieber die Kultur des 19. und vorheriger Jahrhunderte konsumieren (klassische Musik, Malerei) und neuere Kultur vergleichweise dünnbrüstig ist. Ich halte das für sehr gewagt und behaupte, daß manche heutige populäre und meistverkaufte Musik (Beatles, Led Zeppelin...) durchaus auch noch in 100-200 Jahren gehört werden wird. |
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