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Produkt-Bild: Elisabeth. Kaiserin wider Willen

Elisabeth. Kaiserin wider Willen von Brigitte Hamann

Broschiert von Piper
Preis bei Amazon: EUR 14,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492229905, Erscheinungsdatum: März 2008, Auflage: Überarb. Neuausgabe.
Zoom ± Produkt-Bild: Elisabeth. Kaiserin wider Willen

5 Kundenrezensionen:

Fakten, die ein realistisches Bild von Kaiserin Elisabeth wiedergeben
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Auf das Leben von Kaiserin Elisabeth wurde ich aufmerksam, als ich mir zum wiederholten Male, die "Sissi"-Filme mit Romy Schneider anschaute. Ich wollte mehr über die Person erfahren, und glaubte auch nicht, dass sich ihr Leben so zugetragen hatte, wie uns die Filme glauben machen wollte. Ich wusste, dass in den 50er Jahren, der Hang nach Harmonie groß war und die Heimatfilme sich größter Beliebtheit erfreuten. Was lag da näher, als das Leben der Kaiserin Elisabeth in einer wunderschönen Naturkulisse zu verfilmen. Viele Mädchen von damals, die sich diese Filme angeschaut haben, waren zumindest begeistert davon und manche von ihnen machten sich sicherlich keine Gedanken darüber, ob Sisis Charakterzeichnung und Leben mit Kaiser Franz Josef wirklich so ausgesehen hat. Sie träumten sich eher in die Rolle der "Märchenprinzessin" hinein und wünschten sich auch in ihrem Leben, dass ein klein wenig Romantik bei ihnen einkehrte.

Nun aber zum Buch: Es ist die mit Abstand beste Biographie über Kaiserin Elisabeth. Ich habe mindestens schon zehn Bücher über ihr Leben gelesen, aber keines hat mich so beeindruckt wie dieses. Das Buch von Brigitte Hamann, war übrigens mein erstes Buch über Sisi und ich war wie vor den Kopf geschlagen, als ich las, wie sie wirklich gelebt hat.

Manche Menschen denken sicherlich, dass die Autorin den "Sisi-Mythos" zerstört hat, oder zerstören wollte. Aber ich finde, dass dem nicht so ist, denn sie geht mit Respekt an diese, nicht leicht zu verstehende Frau heran, ohne sie zu verunglimpflichen. Es sind vielmehr Aspekte, die dem Leser zu verstehen geben, wie es zu ihrem unglücklichen Leben kam und letztendlich auch ihre Ehe scheitern musste. Um die Person Elisabeth zu begreifen, muss man sich eben auch mit unschönen Dingen auseinandersetzen. Kein Mensch ist perfekt und das war sie auch nicht. Es hat mich auch berührt, wie Kaiser Franz Joseph bis zu letzt seiner Frau ergeben war, obwohl beide nicht gegensetztlicher sein könnten. Und hier lag letztendlich auch die Tragik, denn jeder trug zu dem Unglück des anderen bei.

Das Buch enthält auch zahlreiche Gedichte, die Elisabeth im Verlauf ihres Lebens geschrieben hat. Sie geben einen guten Einblick in ihre Gedankenwelt und man kann unter anderem sehr gut erkennen, welche Probleme sie hatte, dass Leben einer Kaiserin zu führen.

Fazit: Ein faktenreiches und ungeschöntes Bild einer Frau, die durch ihre Verweigerung beitrug, dass ihr Leben unglücklich war und endete.
Das wirkliche Leben dieser Frau ist einfach vesselnd
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe mir das Buch begleitend zu meiner Städtereise nach Wien gekauft.
Dieses Buch zeigt wie das Leben Sissi}s wirklich war. Ich würde es jedem empfehlen der wirklich wissen will wie es war und der nicht zu sehr an der Geschichte auf den Filmen hängt. Es ist einfach zu lesen und hat mich überhaupt nicht gelangweilt. Ich habe es in einem Zug verschlungen.
Wirklich sehr gelungen.
Sehr empfehlenswert!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Hamann schreibt sehr ausführlich, bezieht viele Themen mit ein, die den Mythos Sissi ausmachen. Sie benutzt alle ihr zur Verfügung stehenden Zeitdokumente und lässt eigentlich nichts aus. Durch ihre umfangreichen Beschreibungen, bekommt man ein ganz anderes Bild von der Kaiserin. Gerade auch an politischen Themen, hält sie sich nicht unnötig lange auf, beschreibt knapp alle wichtigen Details, so dass das Buch nicht langweilig wird. Das Buch enthält wunderschöne Farbbilder und Porträts, auch ihrer nahe stehenden Hofdamen. Alles in allem eine gelungene Biographie. Sehr empfehlenswert!
Einfach wunderbar
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Endlich mal ein Buch, was mit allen Klischees aufräumt. das Leben der Kaiserin ist super detailliert dargestellt und wir von einigen Bilder untermalt. Wenn man es ließt erfährt man einfach totalviel über ihr Leben, die Probleme doch auch die kurzen glücklichen Momente ihres Lebens!
Ich kann es nur jedem waren Sisi Fan empfehlen!
Wie Elisabeth wirklich war
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist der ideale Einstieg für alle, die mehr über die ehemalige Kaiersin Elisabeth von Österrich erfahren wollen.
Die Sisi aus den Verfilmungen sucht man hier vergeblich. Elisabeth erscheint als intelligente, moderne, emanzipierte und später melancholische Frau, die weiß was sie will, allerdings am Hof auf wenig Verständnis stößt.

Elisabeth wird 1837 als Tochter des Herzog Max in Bayern und seiner Frau Prinzessin Ludovika geboren. Als Ludovikas Schwester Erherzogin Sophie von Österreich eine Frau für ihren Sohn Franz-Joseph, den zukünftigen Kaiser sucht, fällt ihre Wal auf Sisis Schwester Helene. Doch beim Treffen der beiden kommt es anders und Franz-Joseph entscheidet sich für Sisi.

Schnell stellt sich heraus, dass es der jungen Sisi, die eine lockere Erziehung genossen hat, sich am Hof zurechtzufinden. Schnell muss ihre mangelnde Bildung nachgeholt werden. Sisi lernt Geschichte und Sprachen, wobei sie sich besonders für Ungarn interessiert. Der spätere Einsatz für Ungarn ist eine der wenigen poltitischen Aktivitäten der Kaiserin.

Im Verlauf des Buches erlebt man Elisabeth als Mutter, die um das Wohl ihrer Kinder kämpft, als Ehefrau, im Streit mit ihrer Schwiegermutter, als Dichterin, trauernd, melancholisch, rastlos auf Reisen...

Auch wenn es sich um ein Sachbuch handelt, liest sich diese Biographie eher wie ein spannender Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen will und man hat das Gefühl, die wahre Elisabeth immer besser kennenzulernen.
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Produkt-Bild: Der letzte Zeuge: Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter

Der letzte Zeuge: Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter von Rochus Misch

Gebundene Ausgabe von Pendo Verlag
Preis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 14,52

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3866121946, Erscheinungsdatum: Juni 2008, Auflage: Mit einem Vorwort von Ralph Giordano.
Zoom ± Produkt-Bild: Der letzte Zeuge: Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter

5 Kundenrezensionen:

Na, ja....
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Wenn jemand nichts schreibt, dann kann man sich seinen Teil denken, wenn aber jemand einen Zeitzeugenbericht schreibt, dann zählt die Wahrheit. Und nur die Wahrheit. Da fehlt einiges... Das sind nur halbe Wahrheiten. Zu viel weggelassen...Es ist schwer, rücksichtslos mit der Wahrheit umzugehen und nicht jeder kann das, dann sollte man es aber besser bleiben lassen. Schade, es hätte viel dazu beitragen können, mehr Licht ins Dunkel zu bringen...
Lesenswert!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer möchte nicht die Erinnerungen eines Zeitzeugen in nächster Nähe zu Hitler selbst hören?
Misch darf als einer der letzten Zeitzeugen dieser Qualität gelten, verbrachte er doch Tage und Nächte in unmittelbarer Nähe Hitlers, gerade in den letzten Tagen intensivieren sich die Erlebnisse des einstigen Telefonisten.
Misch selbst erzählt ohne Dünkel und in völliger Einfachheit aus seiner Erinnerung, die manchmal etwas unpräzise ist, die wichtigsten Gegebenheiten aber kommen klar zum Ausdruck.

Als ich dieses Buch kaufte war mir nicht sofort klar, dass Misch seine Erinnerungen mithilfe einer Co-Autorin zu Papier brachte. Diese Tatsache schmälerte den Lesegenuss etwas...

Insgesamt ein Buch welches ich als unbedingt lesenswert einstufen möchte!
Darum redet Rochus Misch erst heute!!!!!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Hallo

Ja Rochus Misch redet erst heute weil alle anderen Zeitzeugen tot sind der letzte (vorletzte) starb 2003 (Otto Günsche) persönlicher Adjutant Adolf Hitlers.
Dieser Mann hätte Auskunft geben können, aber er hat nie geredet bis zum Schluss, und wahr bis zu seinem tode ein glühender Hitler Fanatiker.
Kann doch keiner mehr überprüfen was Rochus Misch sagt!!
Für mich nur reine Selbstdarstellung.

Gruss Thomas
Sehr dichte und persönliche Beschreibung der letzten Tage des letzten Zeitzeugen im Führerbunker
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein wirklich einmaliges historisches Zeit-Dokument(!) des letzten überlebenden Zeitzeugen des Selbstmordes und der Verbrennung Hitlers. Es bleibt unverständlich, warum die unmittelbar an Hitlers Tod beteiligten Personen, die die letzten Tage im Führerbunker bis in unsere Neuzeit überlebten, bis heute geschwiegen haben. Rochus Misch wurde viele Jahre nach seiner Etlassung aus russischen Gefangenenlagern bedrängt und zu Äußerungen geradezu genötigt. Er wurde in russischen Lagern gefoltert und körperlich schwer mißhandelt. Eine Sieger-Justiz die nicht sein sollte und die der Sachlage und seiner "Beteiligung" am Ende des III.Reiches auch nicht angemessen war. Jetzt, endlich, nach vielen Jahrzehnten, kann sich jeder historisch Interessierte die von Rochus Misch noch im Gedächtnis behaltenen Erinnerungen genauestens durchlesen und seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Ein sehr empfehlenswertes Buch, das einfach in unsere heutige Zeit gehört. Empfehlenswert ist in jedem Fall auch die DVD von Hitlers letzten Tagen im Bunker, die ebenfalls bei AMAZON erschienen ist. Ein "must have" für den historisch Interessierten, keine Frage. Ich kann nur den "sinnbildlichen" Hut vor einem Menschen ziehen, der unserer "Nachkriegsgeneration" an seinen persönlichen Erinnerungen teilhaben läßt und der dem damaligen Regime zwar gedient hat, der dies aber mit aufrichtiger, ehrlicher Gesinnung und in gutem Glauben getan hat und der von den unfaßbaren Greueltaten seines "Regimes" nichts wußte und dies erst in vollem Umfang nach dem Ende des zweiten Weltkrieges erfuhr.
schlechte biografie, definitiv keine kaufempfehlung !!!!!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
ich kann nur jedem davon abraten dieses buch zu kaufen.
mir wurde schlecht beim lesen. ich muss gestehen, dass ich das buch nicht vollständig gelesen habe aber das konnte ich meinem intellekt nicht antun.
schon auf den ersten seiten schreibt misch, er habe von den kz's nichts gewusst und sei nie bewußt in die ss eingetreten, sondern nur in die verfügungstruppe. eine seite weiter schreibt er, dass er seinen "nennonkel" aus dem kz "befreite". außerdem hörte er feindsender (da wurde ja nie über konzentrationslager gesprochen und auch in den deutschen tageszeitungen der damaligen zeit lassen sich genug artikel finden die belegen, dass das deutsche volk informiert war) jedenfalls holte er seinen "onkel" aus dem kz, wie konnte das geschehen er wusste doch nichts davon?
zur musterung schreibt er, dass auf dem hof die wehrmacht vertreten war und zwei personen in ss uniform die für die verfügungstruppe warben. jeder normal denkende mensch muss doch wissen, wenn ss leute für die verfügungstruppe werben man nicht zur wehrmacht kommt, sondern der ss angehört. dies sind nur zwei bzw. drei beispiele aus dem buch. hinzu kommt noch, dass er mehrmals anführt wie leicht man hitler hätte töten können aber darauf sei niemand gekommen. natürlich der formierte widerstand hat natürlich von sich aus die schwierigste und komplizierteste form des attentats gewählt weil sie aus spass an der freude lange und umständlich planten. was aber das erschreckendste ist, misch nennt hitler immer noch seinen "chef", dass zeigt doch dieser mensch hat nichts gelernt und ist nicht fähig dazu. jegliche aufklärungsarbeit und -kampagnen stiessen bei ihm auf unfruchtbaren boden.
kurz um, ein buch das keiner braucht und das niemand vermisst hätte, lieber das buch über philipp v. boeselager kaufen.
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Produkt-Bild: Die Bibel und ich

Die Bibel und ich von A. J. Jacobs

Gebundene Ausgabe von Ullstein Hc
Preis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 15,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3550087241, Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Bibel und ich

5 Kundenrezensionen:

was für ein mutiges Projekt!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als ich A.J. Jacobs Buch an einem Sonntag in der Auslage meines Buchhändlers entdeckte war ich schon gefesselt. Wie kann man es denn nur schaffen, 1 Jahr lang ganz nach den Regeln der Bibel zu leben?
Tags darauf war das Buch schon mein, und meine eigene Reise durch die Bibel begann.
A.J. schafft es auf wundervolle Weise ALLE Menschen die -zumindest ein kleines- Interesse an der Bibel haben einzufangen (sonst würde man auch dieses Buch kaum lesen). Egal, ob man schon jahrelang darin blättert und sucht oder ob man sich der Bibel bisher nur unter dem Aspekt "wo soll ich da nur anfangen?" genähert hat oder sie nur skeptisch hin und wieder aus dem Augenwinkel heraus im Bücherregal wahrgenommen hat.
In diesem Buch erfährt man alle über die skurrilsten und aus heutiger Zeit betrachtet verrücktesten Regeln und Vorschriften die in der Bibel zu finden sind. Das lässt einen schmunzeln und hin und wieder sogar lauthals lachen. A.J. versucht aber immer, die Hintergründe für jede noch so absurde Vorschrift zu finden und gibt dem Leser jeweils seine eigenen Gedanken und Erfahrungen dazu weiter.
In noch keinem anderen Buch habe ich so viel auf so einfache und humorvolle und doch sehr ernste Art und Weise über die Bibel gelernt und erfahren. Keines hat mich so neugierig auf sie gemacht. Einige Textstellen die A.J. angab musste ich einfach im Original nachschlagen. Und siehe da - ich hielt meine Bibel in der Hand, blätterte darin, fand was ich suchte und machte mir meine eigenen Gedanken dazu.
Ich bin froh, dass A.J. bereit war, dieses Bibeljahr auf sich zu nehmen und all seine Erfahrungen, die ihn sicherlich wachsen ließen, mit uns in seinem Buch teilt. Ich wäre nicht bereit, ein Jahr lang streng nach der Bibel zu leben. Aber näher gebracht hat er es mir, das Buch der Bücher. Und auch viele seiner Wahrheiten und Weisheiten. Dafür danke!
Die Suche nach Gott -
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein Buch über die Bibel, welches man Gläubigen und Atheisten gleichermaßen empfehlen kann - das gibt es nicht.
Wirklich ? Hier ist es !

Da ich nur die englischsprachige Originalausgabe kenne, weiß ich nicht, ob die deutsche Ausgabe den Sprachwitz, der durchaus vorhanden ist, genauso gut rüberbringt - aber die bisher gelesenen Rezensionen lassen das doch hoffen!

Der Autor schreibt nie langweilig, dabei immer informativ und sehr oft witzig über das Buch der Bücher und seine einjährige Erfahrung mit dem Leben strikt nach der Bibel.
So möchte er Laufe seiner Studien unbedingt jemanden steinigen, traut sich aber nicht so recht - ein Ehebrecher wäre ihm recht. Er findet ihn auch dann ganz zufällig im Park und fühlt sich nach einem Kieselsteinwurf und der "Steinigung lite" recht erleichtert ...

Er hat Probleme, mit seinem kleinen Sohn Figuren aus Knetmasse zu machen, da er sich doch keine Ebenbilder von Dingen machen soll; er hat Probleme mit seiner Frau, da er sie an den "unreinen Tagen" nicht anfassen darf und da er den 10. Teil seines Einkommens spenden muß (was er sich aber nicht leisten kann), er baut sich eine Hütte ins Wohnzimmer und schläft dort einige Zeit(warum? lesen Sie es selbst nach!), er wird ob seines wilden Haarwuchses und der Kleidung auf den Straßen New Yorks schräg angeschaut ... und fragt immer wieder bei Gelehrten nach, ob seine Auslegung der Bibel auch wirklich die "richtige" ist oder ganz anders verstanden werden muß. Und da kommen oft sehr überraschende und nachdenkenswerte Meinungen zutage.

Besuche bei den Amish, bei orthodoxen Juden und religiösen christlichen Fundamentalisten runden das Buch ab. Der Autor ist nie herablassend oder verletzend, er sucht einfach Antworten auf Fragen und unterhält sich auch mit einem Zeugen Jehovas stundenlang, bis dieser dann von zuhause einen Anruf bekommt, wo er denn bliebe...

Witzig, lehrreich, kurzweilig, zum Nachdenken anregend.
Was will man mehr von einem Buch, dazu noch deinem etwas anderen Buch zum Thema Religion!

Egal, ob man eh schon bibelfest ist oder nur an Weihnachten die Kirche entdeckt - dieser Tatsachenroman dürfte eigentlich jeden begeistern.
Fazit: Sehr empfehlenswert.
Super!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Als ich ein Interview mit A. J. Jacobs in einer NEON-Ausgabe las, wusste ich, ich muss dieses Buch lesen. Hab ich dann schließlich auch. Es ist meiner Meinung nach witzig -nicht so witzig wie ich dachte- jedoch trotzdem durchwegs Interessant. Ich hab auch das Gefühl etwas mehr als vorher Gottes Gebote zu achten und bemerk nun auch wie oft ich gegen sie verstoße und dass, auch leider schon oft bei den 10 Geboten. Ich kann guten Gewissens es den Leuten weiter empfehlen, die auf witzige Art und Weise dieses Experiment nach lesen wollen und/oder die vielleicht der Bibel etwas näher kommen möchten.
Einfach SUPER!!!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich fand dieses Buch ganz ganz toll. Erstens ist es sehr unterhaltsam. Der Autor zieht die ganz Sache auch wirklich durch. Zweites ist es auch lehrreich. Man lernt Sachen über das alte und neue Testament die man nicht kannt. Auch bietet es Einblick in den Religionsbezug der Amerikaner. Manche Sache/Leute sind einfach irr. Drittens hat mir die Selbstironie des Autors gefallen. Also unbedingt lesen!
Stellenweise langweilig!
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Ein Buch, das ich irgendwann nur noch in der Mittagspause gelesen habe, weil es mir ansonsten zu langweilig wurde. Wobei ich "hartes" gewohnt bin, da ich schonmal die Bibel komplett gelesen hatte, die war aber im Endeffekt spannender!
Man kann dieses Buch gerne lesen, ich selbst habe mir aber anscheinend zuviel davon versprochen nachdem ich Kritiken darüber gelesen hatte!

Was ich auch ein wenig als störend empfand, war die ewige Markenartikelnennerei. Entweder ich lebe nach der Bibel und schreibe darüber oder ich mache einen Werbervertrag mit "Starbucks". Beides zusammen beißt sich ein wenig, finde ich!
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Produkt-Bild: Alles, was Sie schon immer über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten

Alles, was Sie schon immer über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten von Alexander von Schönburg

Gebundene Ausgabe von Rowohlt Berlin Verlag GmbH
Preis bei Amazon: EUR 17,90, Angebote ab EUR 14,50

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3871346047, Erscheinungsdatum: Oktober 2008, Auflage: 1
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5 Kundenrezensionen:

Königlich amüsiert!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was für ein amüsantes Buch! Ich habe es eigentlich als Geschenk für meine Schwiegermutter gekauft, wollte vorher nur mal kurz reinschauen und habe es dann in einem Rutsch gelesen. Von Schönburg wiederholt nicht einfach Dönnekens von Königs, die man schon hundertmal beim Zahnarzt gelesen hat (denn sonst interessiert uns Klatsch ja nicht, neeiiiinnn), sondern überrascht mit zumindest mir bis dato unbekannten Anekdoten. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass Schönburg, Spross eines alten, wenn auch verarmten Geschlechts, selbst adelig ist und Zugang zu diesen Kreisen hat. Zum Glück ist er aber wesentlich witziger als seine Schwester Gloria (von Thurn und Taxis), die meist ja nur unfreiwillig komisch ist, etwa wenn sie es bedauert, dass die Eltern nicht mehr die Ehen ihrer Kinder arrangieren. Apropos, über arrangierte Ehen lässt sich von Schönburg bei weitem spannender aus. Ebenso macht er, vor allem im Interview mit einem exzentrischen englischen Edlen, absolut plausibel, warum Könige nicht allzu schlau sein dürfen: Weil sie sonst nur mitregieren wollen,(was oft katastrophale Folgen hat, zum Beispiel Eroberungskriege) oder, wenn ihnen das verweigert wird, depressiv werden.
Schönburg vertickt aber nicht nur Histörchen sondern auch Historisches, das ich, obwohl auf diesem Gebiet recht bewandert, so auch noch nicht gelesen habe. Packend etwa das Kapitel über königliche Insignien, etwa die faszinierende Geschichte der ungarischen Stephanskrone oder das "Schicksal" der Leichen sowie des legendären Salbungsöls der französischen Könige in Zeiten der Revolution...
Und von Schönburg hat nicht nur viel gelesen, sondern auch selbst recherchiert, interessante Interviews geführte, etwa mit Simeon von Bulgarien, dem letzten Kindkönig Europas und späteren bulgarischen Ministerpräsidenten.
Fazit: Dieses Buch macht einfach Riesenspaß, auch wenn man sich für Königs und Co. sonst nur in Wartezimmern interessieren sollte...
habe sehr gelacht
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Alexander von Schönburg ist es gelungen, den Adel zum entmystifizieren. Man kann über die Personen schmunzeln, sie werden aber keinesfalls böse durch den Kakao gezogen. Mit allen Schrullen und Eigenheiten, die in den Anekdoten erzählt werden, werden sie menschlich.

Fazit: Das Buch ist eine kurzweilige amüsante Lektüre für Leser, die sich für Adel, Prominenz und Klatsch& Tratsch interessieren.
Sehr lustig und Informativ
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Lustig und locker geschrieben. Informativ ( natürlich nicht vergleichbar mit ausführlichen Geschichtsbüchern )über die europäischen Königshäuser. Ein leichter Schmöker für Zwischendurch. Nicht zu klatschhaft.
Die Mischung macht's
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Daß "Könige" unterhaltend und sehr lesbar daherkommt, wird niemanden erstaunen, der v. Schönburgs Bücher kennt. Was hier überrascht, ist vielmehr die Mischung, nämlich einerseits eine gut recherchierte, sehr nachdenkliche Meditation über Wurzeln des Königtums und seine Übertragbarkeit in die heutige Zeit; vielleicht würden einige royale PR-Berater gut daran tun, ihren Arbeitgebern dieses Werk diskret aufs Nachtkastl zu legen.

Doch auch jene Leser, die vor allem Insider-Klatschgeschichten suchen, werden auf ihre Kosten kommen.

Kurzum: Unbedingt lesen!
Nur sehr bedingt "Nähkästchengeplauder" aber geschichtlich bezogen amüsant zu lesen
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Ich habe schon einige Bücher von Graf Schönburg gelesen und mag seinen amüsanten, gebildeten Schreibstil. Aus diesem Grunde habe ich das Buch gekauft und muss sagen "der royale Klatsch" bot nicht viel Neues. Wenn man auch ab und zu die "Yellow-Press" liest, kannte man die meistens Storys wie Handtaschen-Code der Queen, Storys über die Corgys, Stress der Luxemburger Großherzogin etc.
Aber er gibt ja selbst zu es sich verständlicherweise nicht mit der Verwandtschaft verderben zu wollen und kann daher nur begrenzt aus dem "Nähkästchen plaudern". Doch das war ja eigentlich der "Aufmacher" des Buches, daher für mich etwas enttäuschend.Ich hatte von ihm wirklich keine "reißerische Berichterstattung" erwartet, aber ab und zu mal etwas wirklich amüsantes Neues von einem Insider.
Den geschichtlichen Teil fand ich dagegen viel spannender, da er gekonnt trockenen Geschichtsstoff mit Anekdoten über historische Royals verbindet und uns die Welt der Monarchie verständlicher macht.Die wirklich ausführlich recherchierten geschichtsbezogenen Kapitel sind sehr lesenwert.
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Produkt-Bild: Das neue Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne

Das neue Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne von Klaus Werner, Hans Weiss

Broschiert von Ullstein Tb
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,85

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3548368476, Erscheinungsdatum: Juni 2006, Auflage: 1
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Es ist schweres Geschütz, das die Buchautoren Klaus Werner und Hans Weiss in ihrem Schwarzbuch Markenfirmen auffahren. "Import von Rohstoffen aus Kriegsgebieten, Finanzierung unethischer Medikamentenversuche, Behinderung eines Entwicklungslandes bei der Herstellung und Vermarktung lebenswichtiger Medikamente, Vertrieb gefährlicher Pflanzengifte" lauten beispielsweise die Anschuldigungen gegen den Chemieriesen Bayer, der, gefolgt von TotalFinaElf und McDonalds, in der Hitliste der Bösen ganz oben rangiert. Werner/Weiss geht es jedoch nicht um die Top Ten, respektive das dreckige Dutzend. Im Visier haben sie nicht einzelne Konzerne, sondern sie feuern eine wahre Breitseite auf die bekanntesten Global Player, denen sie Machenschaften übelster Sorte vorwerfen. Und die sie damit an ihrer empfindlichsten Stelle zu treffen suchen: ihrem Ruf. Denn dies ist die Achillesferse der Marken, deren Geschäftserfolg an ihrem positiven Image in der Öffentlichkeit hängt.
Allerdings wäre das Schwarzbuch kein Schwarzbuch, würde es sich mit filigraner Beweisführung aufhalten. Bis auf zwei längere Reportagen, die sich auf Undercover-Recherchen per E-Mail stützen, schöpfen die Autoren vor allem aus Quellen zweiter und dritter Hand. Meist sind es Berichte kritischer Journalisten sowie Informationen von Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen und anderen NGOs. So bündelt das Buch vor allem die gesammelte Kritik an den Multis, geht es eher um Bestätigung von Feindbildern als um eine differenzierte Argumentation, die auch den Blickwinkel der Beschuldigten zur Kenntnis nehmen müsste. Wenn die Autoren im Vorwort versprechen, "dieses Buch wird Sie wütend machen", dann ist das also durchaus programmatisch gemeint.
Um dieser Wut einen Angriffpunkt zu geben, versammelt der zweite Teil des Buches "Geschäftsberichte der besonderen Art über 50 ausgewählte Unternehmen, die massiv und mehrfach gegen ethische Werte verstoßen". Hier finden sich Firmendaten, Anschuldigungen, weiterführende Informationen und konkrete Handlungsempfehlungen knapp zusammengefasst.
Bei aller Skandalisierung bemühen sich die Autoren indes um eine pragmatische Position. Ihr Ziel ist es nicht, die Konzerne zu bekämpfen, sondern in die Pflicht zu nehmen und sie an ihre Verantwortung zu erinnern. An ein selbstverantwortliches Handeln der Unternehmen glauben Werner und Weiss allerdings nicht. Das Engagement für Umwelt und Soziales, das sich die Konzerne so gerne auf die Fahnen schreiben, sei "nicht mehr als ein Werbegag", so die ernüchternde Erkenntnis. Ihre Hoffnung ruht auf der neuen Protestbewegung, die sich von Seattle bis Genua lautstark Gehör verschafft. Das Stichwort Antiglobalisierung, unter dem die Proteste gemeinhin verortet werden, weisen die beiden aber weit von sich. "Denn es ist nicht gesagt, dass die Globalisierung nicht auch im Dienste der Menschen stehen kann." --Winfried Kretschmer
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5 Kundenrezensionen:

Diese Version des Buchs macht in zweierlei Hinsicht wütend
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Dieses Buch haette eigentlich zwei Wertungen verdient: 4 Sterne fuer den eigentlichen Inhalt und 1 Stern bzgl. der Mogelpackung "neues" Schwarzbuch.
Zu den vier Sternen: Es bietet tatsaechlichen einen hervorragenden Einstieg in die Thematik der Globalisierung und den Auswirkungen fuer deren "Verlierer". Durchaus sachlich werden hier Fakten geliefert, die sich von manch plumpen Anti-Kapitalismus Gedoens durchaus positiv abheben und (leider bzw. gottseidank) sehr anschaulich darstellen, auf wessen Kosten wir leben. Einziger Kritikpunkt (der von den fuenf Sterne abhaelt) sind teilweise fehlende Belege: Da werden harte Aussagen getroffen ohne eine entsprechende Quelle zu nennen. Aber die Argumentation, dass die Konzerne natuerlich klagen wuerden, wenn entsprechende Passagen Falschaussagen waere, erscheint durchaus plausibel.
Zum einen Stern: Der Zeitpunkt der Schilderungen enden weitestgehend mit dem Erscheinungsdatum der Vorversion "Das Schwarzbuch Markenfirmen" (also ohne das "neue") im Jahr 2001. Ausser weiteren Buechern der Autoren sind die neuesten Quellen aus dem Jahre 2005 - die Aktualisierung hat m.E. absolut ungenuengend stattgefunden! Daher wuerde ich der alten Version, bei der man weiss, dass sie 2001 herausgegeben wurde, eben die 4 Sterne geben. Dieser neuen Version aber - aufgrund der "Mogelpackung" - nur einen. Da der Schnitt (2,5) hieraus nicht abbildbar ist, mich dieses Buch aber zweifach wuetend gemacht hat, gibt es nur 2 Sterne.
Spannender Einstieg in DAS Mega-Thema
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieser Bestseller in der nunmehr zweiten Auflage ist nach wie vor hervoragend geeignet, seriös recherchierte Fakten in die Hand zu bekommen, wenn es darum geht, das weltberühmte Markenfirmen unglaublich unrühmliches anstellen. Letztlich sehr zum Schaden des eigenen Images - wenn der Machtmißbrauch denn bekannt wird. Darum sind dem Buch viele Leser zu wünschen! Neben diesem Buch sind Naomi Kleins "NO LOGO" oder Thomas Lödings (u.a.) "Konzern, Kritik, Kampagne!" gut als Einstieg ins Thema geeignet (beide sind ebenfalls im Buchhandel erhältlich).Wer auf der Ebene der (Konzern-)Kritik nicht stehenbleiben will und nach wirklichen Alternativen sucht, dem sei Christian Felbers "50 Vorschläge für eine gerechtere Welt" empfohlen. Felber zeigt undogmatisch und überzeugend, dass es sehr wohl eine Vielzahl interessanter Alternativen zur herrschenden Politik gibt.
Gut aber nur ein Bruchteil der Wahrheit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch ist gut zu lesen und deckt Vieles auf. Allerdings ist es harmlos im Vergleich zu dem, was John Coleman, Conspirators' Hierarchy, 4. Aufl. 2006, recherchiert hat. Coleman schreibt aus der Sicht eines ehemaligen MI6 Spions. Was dabei herauskommt, da kann einem schlicht schlecht werden.
Merkwürdige Unternehmensphilosophie
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Kinderarbeit, Umweltzerstörung, Waffenhandel oder Genozid sind nur einige Methoden der großen Konzerne um ihre Interessen, also Gewinne, durchzusetzen.
Die Kapitel dieses Buches widmen sich der Pharma-, Erdöl- sowie der Spielzeug- und Lebensmittelindustrie.
Der Abschnitt über die Elektronikkonzerne ist besonders interessant, da er sich zum größten Teil mit dem für die Industrie sehr begehrten Metall Tantal beschäftigt. Dieses seltene Gut wird vorwiegend im Kongo abgebaut; einem Land, in dem nun westliche Industrieländer mit ihren Truppen offiziell die Wahlen überwachen.
In diesem, aber auch im Pharmaindustrie-Kapitel, zeigen die Autoren nicht nur grobe Fakten sondern berichten auch von ihren spannenden Erfahrungen als falsche Tantalhändler bzw. Pharmavertreter, die für ein neues Medikament in Osteuropa unwissende Patienten als Versuchskaninchen nutzen wollen.
Das Kapitel über die Finanzwelt und Korruption bringt Verbindungen in die westlichen Regierungskreise.
Von A wie Adidas bis W wie Wal Mart werden in den Firmenportraits einzeln über Missstände in den Konzernen und vor allem in ihren ausländischen Zulieferbetrieben berichtet und Firmen- oder Hilfsorganisations-Adressen zur gezielten Demonstration geliefert.
Bei branchenähnlichen Unternehmen muss man hier leider oft exakt dieselben Sätze lesen.
Trotz der Neuauflage finden sich in diesem Werk Firmen, die es unter diesem Namen gar nicht mehr gibt und Sätze wie "Diese Gesetze treten erst im Jahre 2001 ein".
Großartig
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die meisten Menschen, die schon irgendwo und irgendwann einmal davon gehört haben, dass einige der bekanntesten Firmen der Welt ihre Ware illegal herstellen oder herstellen lassen, lassen sich leider meistens davon blenden, dass ihnen die Unternehmen ihre "großartigen Charity-Leistungen" aufzählen und damit hofieren, wieviel sie schon in diese und jene wohltätige Organisation oder Projekt eingezahlt haben.
Es ist - LEIDER NUR - eine Minderheit, die diese kritischen Einwände auch weiter verfolgt und sich nicht von großen wohltätigen PR-Aktionen blenden lässt. Die beiden Autoren dieses Buches gehören zweifellos dazu. eine der Bekanntesten von ihnen ist die Amerikanerin Naomi Klein ; deren Bücher sind ebenso wie dieses Buch sehr zu empfehlen.
Die Autoren des Buches schildern u.a. wie große internationale und deutsche Firmen immer noch unbeobachtet oder beobachtet und geduldet Entwicklungsländer ausbeuten, sich der Kinderarbeit bedienen, Menschenversuche machen und mit korrupten Regimes zusammenarbeiten.
Sehr gelungen ist zudem der Firmenindex. Darin stellen die Autoren zahlreiche Firmen dar, die sich der oben genannten Taten schuldig gemacht haben und immer noch machen. Teils können diese illegalen Machenschaften nicht aufgedeckt werden, weil diese Firmen über mehrere Zuliefererfirmen operieren, teils werden sie aufgedeckt, aber statt dass die Bedingungen geändert werden, wird einfach der Standort verlegt und die Offenlegung gerät zum Nachteil der Beschäftigten die anschließend ohne Job bleiben.
Wie man es auch dreht und wendet : die Mächtigen treiben ihr Spiel und ein Jeder ist mit seinem Alltag beschäftigt.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Gomorrha: Reise in das Reich der Camorra

Gomorrha: Reise in das Reich der Camorra von Roberto Saviano

Broschiert von Dtv
Preis bei Amazon: EUR 9,90

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423345292, Erscheinungsdatum: Februar 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Gomorrha: Reise in das Reich der Camorra

5 Kundenrezensionen:

non-fiction roman feat. glaubwürdigkeitsproblem
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
"Das Buch hat es in sich: Der Autor stammt aus Neapel. Saviano liefert Hintergründe - und er nennt Namen." ARD

Ich habe Gomorrha noch nicht durchgelesen. Ich muss aber jetzt schon lachen, sobald meine Augen über die Inhaltsbeschreibung auf dem Buchcover streifen.
Er nennt Namen- und wie! Roberto Saviano scheint sich nicht zu schämen, über zwei Seiten (!!!) die Spitznamen der "Bosse" aufzuzählen und hier und da persönliche Interpretationen auf das Äußere oder den Charakter des Inhabers niederzuschreiben. Und wem das als Leser nicht reicht, dem verspreche ich auf jeder Seite mindestens zwei neue Namen, manchmal total aus dem Zusammenhang gerissen.

Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich mehr über die moderne Mafia erfahren wollte.
"Das Resultat ist eine Mischung aus Reportage, Dokumentation und investigativem Journalismus." (Buchbeschreibung)
Das habe ich erwartet- und es gibt diese spannenden, erschreckenden Passagen des Buches:
Eingefrorene Billigarbeiter aus dem Ausland, Strukturen der Textilindustrie, Drogengeschäfte, die "Schwarzindustrie" im Süden Italiens.
Der Käufer wird jedoch entgegen der Beschreibung einen "Non-Fiction" Roman, wie Saviano sein Buch selber nennt, in den Händen halten.
Und damit bricht in meinen Augen das Fundament..
Roberto Saviano spielt an vielen Stellen mit seiner Glaubwürdigkeit. Er montiert Szenen (s. Interview: Roberto Savianos mit Fiona Ehlers), die aber nicht zum besseren Verständnis führen. In dem genannten Interview widerspricht er sich sogar selbst:
Im Buch berichtet er von Pasquale, einem begabten aber unterbezahlten Schneider für die untergrabene Modeindustrie, der den Auftrag erhält einen maßgeschneiderten Anzug zu fertigen und diesen später auf der Oscarverleihung an Angelina Jolie wiedererkennt. Aus verletztem Stolz stellt er seine guten Fähigkeiten nicht mehr zu Verfügung, liefert nur noch Waren aus und begegnet im weiteren Verlauf dem Autor hier und da rein zufällig auf offener Straße. Im Interview sagt Saviano, dass Pasquale von der Mafia strafversetzt wurde. Nur ein kleines Beispiel- aber was stimmt und was nicht?
Der Schreibstil gleicht auch eher der Beschreibung Savianos als der des Verlegers. Wer Sätze wie "Es riecht nach Fabrikschloten, aber es gibt keine Fabriken" mag, wird dieses Buch lieben.
Wird dem Hype nicht gerecht: Leider mit der Dauer äußerst ermüdend
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Das Buch ist mittlerweile schon so lange in den Medien, dass es einen irgendwann in Form eines Geschenkes einholt. Das Thema ist interessant, die (professionellen) Rezensionen im Hinterkopf und die Erwartungshaltung entsprechend. Zunächst enttäuscht Saviano diese auch nicht. Der Einstieg ist packend, die Schilderungen detailliert und drastisch. Seine Wut springt bald auf den Leser über. Das Problem: Saviano hat eigentlich recht schnell alles gesagt. Deshalb wiederholt er es immer wieder, neue Namen (die sich eh alle gleich anhören) und alte Geschichten. Schon nach ungefähr 100 Seiten ist dieser Punkt erreicht. Und von da an geht es mit der Qualität des Buches rapide bergab, es verkommt zu einer reinen Aufzählung. Deutlich merkt man, dass Saviano ein guter Journalist ist - aber eben kein guter Autor. Gegen Ende springt er hektisch von Thema zu Thema, ein roter Faden ist nicht mehr zu erkennen. Da ist das Buch längst zur Qual geworden, die Seiten erscheinen einem als Bleiwüsten angereichert mit endlos vielen italienischen Namen. Den medial erworbenen Vorschusslorbeeren kann dieses Buch allenfalls im Ansatz gerecht werden und ist (leider wieder einmal) ein etwas hohler PR-Hype.
Achtenswerte Motivation, unzureichende Umsetzung
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Zunächst: Dem Autor gebührt alle Hochachtung, die denkbar ist. Sich einer der weltweit aggressivsten Verbrecherorganisationen entgegen zu stellen, nötigt eine Verbeugung ab.
So hat man die Ehre, beinahe wöchentlich aus den Medien zu erfahren, was derartigen "Dissidenten" blüht: Geschäftslokale werden ohne lange zu fackeln abgefackelt, ganze Familien der Vendetta wegen ausgelöscht usw.
Dies sei klargestellt.

Der geneigte Rezensent kommt allerdings nicht umhin, an den handwerklichen Fähigkeiten des Autors zu mäkeln:
Es liest sich mühsam. Als Bettlektüre (und nicht ob der Schwere der Thematik) nicht zu empfehlen. Wie bereits von Kolleginnen und Kollegen wohl richtig konstatiert wurde: Der Autor neigt dazu, sich zu überschätzen. Als Journalist wohl richtig am Platz - die Recherchen sprechen ja für sich -, heißt dies allerdings noch nicht, auch für die Profession des Buchautors prädestiniert zu sein.

Zu schwerfällig der Duktus, zu selbstverliebt die Darstellung, die schwer einmal auf den Punkt kommt: der Autor verliert sich in der Wüste des eigenen Anspruchs.

Schade - daher leider nur bedingt zufriedenstellend.
Kurz und bündig bewertet...
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Meine kurze aber bündige Rezension:

+ die Darstellung der Reichweite und des Einflußes der Camorra, national und international... da sieht man Italien wieder mit anderen Augen

- die Masse an Namen, Spitznamen und Ortschaften, Verwandschaftsgraden und Beziehungen untereinander läßt einem während der Geschichte das Gesicht einschlafen
Die harte Realität im Reich der Camorra
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das öffentliche Bild vom organisierten Verbrechen mag zwar von der sizilianischen Mafia geprägt sein, doch diese ist gegen die süditalienische Camorra, so der Autor, kaum mehr als ein Knabenchor. Roberto Saviano, der inzwischen im Untergrund lebt, erhielt für seine Recherchen zu diesem Buch 2006 den Premio Viareggio, einen italienischen Literaturpreis. Während die italienischen Juroren vermutlich ausreichend Hintergrundkenntnisse besitzen, um zwischen harten Fakten und Überzeichnung unterscheiden zu können, ist davon beim deutschen Otto-Normal-Leser höchstwahrscheinlich nicht auszugehen. Die Frage, wo Savionas Buch nun Roman und wo Sachbuch ist, kann der Laie kaum beantworten. Nicht zuletzt, weil die Kapitel in sich abgeschlossen sind und damit oft zusammenhanglos erscheinen. Der rote Faden versteckt sich hinter blutigen Anekdoten.
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dtv-Atlas Weltgeschichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart von Werner Hilgemann

Broschiert von Dtv
Preis bei Amazon: EUR 17,50, Angebote ab EUR 17,49

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423085983, Erscheinungsdatum: Sept. 2006, Auflage: Nachdruck der Ausgabe 2006. Sonderausgabe.
Zoom ± Produkt-Bild: dtv-Atlas Weltgeschichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Aus der Amazon.de-Redaktion


Sie beginnt mit dem Leben in der Steinzeit vor rund einer halben Million Jahren und endet im ereignisreichen Jahr 1990, in dem neben vielem anderem die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist -- die Geschichte der Menschheit, die der dtv-Atlas „Weltgeschichte" in zwei Bänden vermittelt.. Dazwischen liegen Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen, Kriege und Revolutionen, technische Entwicklungen -- eben alles das, was uns Menschen ausmacht.
Das Lexikon präsentiert mit sehr kompakten und auf den Punkt genau formulierten Einträgen eine aussagekräftige Übersicht aller wichtigen Daten, Ereignisse und Personen der Weltgeschichte, optisch so aufgebaut, daß man das Gesuchte rasch findet. Dazu tragen insbesondere auch die vielen farbigen Schaubilder bei. Vor allem Kartenmaterial, aber auch Graphiken zur Klärung bestimmter Sachverhalte wie der Organisation der UNO erleichtern das Verständnis und heben den dtv-Atlas über sonstige, rein textgestützte Nachschlagewerke hinaus. Der Aufbau der Bände folgt dem zeitlichen Ablauf unserer Geschichte, zusammengefaßt zu thematischen Schwerpunkten wie dem antiken Griechenland, dem Zeitalter Napoleons oder den beiden Weltkriegen. So kann man je nach Bedarf schnell eine historische Epoche mit ihren wichtigsten Eckdaten erfassen oder anhand des sehr umfangreichen Personen- und Sachregisters bestimmte Ereignisse nachschlagen.
Auch in dieser nunmehr 32. Auflage, die auf der 1991 erschienenen, 25. überarbeiteten Edition basiert, stellt der dtv-Atlas ein hervorragendes Nachschlagewerk dar, das man jedem nahelegen kann, der mit historischen Daten zu tun hat. Denn wer kann sich schon jedes Ereignis unserer umfangreichen Geschichte merken? Und wenn man ein solches Lexikon zur Hand hat, muß man das ja eigentlich auch gar nicht.--Joachim Hohwieler
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5 Kundenrezensionen:

Sehr gelungen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Der dtv-Atlas Weltgeschichte" ist eindeutig als gelungen anzusehen, führt man sich vor Augen, dass immerhin eine ganze Weltgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart", wie der Untertitel wirbt, auf gut 660 Seiten untergebracht worden sind. Dementsprechend gestalten sich die Einschränkungen, denen der chronologische Abriss unterworfen ist: Die Einträge geben stichwortartig die wichtigsten historischen Ereignisse und Situationen wieder und beschränken sich auf eine Aneinanderreihung von Fakten, doch wurde so etwas wie ein roter Faden der Geschichte nicht links liegen gelassen. Für die Geschichte folgenschwere Begebenheiten werden mitsamt ihren Ursachen und Konsequenzen - soweit es im Rahmen der Seitenanzahl möglich ist - dargestellt. Neben politischer und Militärgeschichte fanden auch andere Bereiche der Historie Zugang zum dtv-Atlas": Für die (Welt-)Religionen entscheidende Momente der Geschichte werden ebenso behandelt wie Kunst und Literatur, Agrarwirtschaft und Bergbau, Erfindungen und Entdeckungen. Karten zeigen dem Leser den prozentuellen Anteil der Juden an der europäischen Bevölkerung des 19. Jahrhunderts, das sowjetische Satellitensystem im Europa nach 1945 oder die innenpolitischen Verhältnisse Südamerikas 1966-2004, Organigramme zeichnen einen kompakten Abriss des römischen Prinzipats oder der deutschen Verfassung vom 16. April 1871.

Sehr erfreulich: Das Wort Weltgeschichte" im Titel des Atlas stellt keine leere Versprechung dar. Der Fokus entledigt sich der Fesseln einer eurozentristischen Sichtweise, womit der Leser auch Karten und Informationen etwa zum südostasiatischen Raum des 16. Jahrhunderts oder zum postkolonialen Afrika einsehen kann. Leider weist dieser Überblick schmerzliche Lücken auf: Die Pazifik-Region bleibt ebenso größtenteils auf der Strecke liegen wie das präkolumbische Amerika, die Geschichte der Mayas, Azteken und anderen eingeborenen Völker wird aufs Allerwesentlichste zusammengefasst. Den Gipfel im negativen Sinne bilden Australien und Neuseeland: Bis auf eine Erwähnung im Kapitel zum Zeitalter der Entdeckungsfahrten und weiteren äußerst knapp gehaltenen Informationen zur neuzeitlichen Geschichte fehlt vom Down Under jede Spur.

Dennoch: Alle Mängel können nur in geringem Maße enttäuschen, denn für einen historischen Atlas der Durchschnittsklasse ist der dtv-Atlas Weltgeschichte" einfach zu gelungen. Das Kartenmaterial überrascht mit einer angenehmen Balance zwischen Detailverliebtheit und Übersichtlichkeit und der ergänzende Text punktet mit nachvollziehbarer Gliederung und sinnvollen Hervorhebungen. Die Handhabung des Werkes geht aufgrund seiner chronologischen Struktur und eines nützlichen Registers positiv auf. Eine Symbiose, die ihrem Titel Weltgeschichte" nicht vollkommen zu 100 Prozent gerecht wird, aber unbestritten zu DEN Standardwerken unter den historischen Atlanten zählt und nicht umsonst bei Geschichtsstudenten, Lehrern und historisch Interessierten beliebt ist. Der äußerst günstige Preis von 17,50 Euro tut sein Übriges, um die in dieser Rezension formulierte Kaufempfehlung zu unterstreichen.
Sehr gelungenes Buch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ideal, um historische Ereignisse zeitlich einordnen zu können. Selbst solche, die sehr wenig bekannt sind, wie die Kriege, die die USA gegen Großbritannien lange nach dem Unabhängigkeitskrieg führte und den Krieg, den Deutschland in Griechenland gegen Italien führte werden zeitlich datiert. Hier wird nichts weggelassen, was andere Bücher weglassen, weil es unwichtig scheint. Selbst der Anschlag auf das WTC 9/11 ist erwähnt.

Das Buch erklärt aber nicht die Tragweite historischer Ereignisse, sondern führt sie in erster Linie übersichtlich auf und ordnet sie Jahreszahlen zu. Wer wissen will, wie sich die historischen Ereignisse auf den einzelnen Menschen auswirkten, sollte Romane darüber lesen oder Bücher über den geschichtlichen Hintergrund. Bsp.: Zur Krönung Königs Stephan von Blois den Roman "Säulen der Erde" oder zur Krönung Kaiser Neros den Roman Quo Vadis.
Weltgeschichte ?
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Der Titel des Buches lautet Weltgeschichte,
es sollte wohl eher heissen:
Geschichte von Europa, Asien und Nordafrika.
Die Geschichte Amerikas, mit den Hochkulturen der Maya, Azteken, Inka...,
wird kaum erwähnt, ich habe nur ganze 4 Seiten gefunden ..unter Entdeckungen.
Zur Info, die Geschichte Amerikas begann vor vielen tausend Jahren und
verdient etwas mehr als diese kurze Erwähnung. Ebenso der Rest der Welt, Australien,
die Pazifik-Region u.s.w.
Deshalb nur 3 Sterne, da das Buch nicht komplett die "Weltgeschichte" beschreibt.
Perfekt zum Nachschlagen - auch im Studium
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Selten ein so kompaktes Werk gesehen, was sich für den Schüler, Studenten und auch den Lehrer zur Unterrichtsplanung eignet. Verschiedene Verschaulichungen und Darstellung, seien es ein Verfassungsaufbau Roms oder eine Rüstungsdarstellung des II. WK, erleichtern das Verständis für die Geschehnisse der Zeit.
Das historische Nachschlagewerk schlechthin
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Da Geschichte nun einmal nicht ohne Chronologie auskommt, ist der DTV-Atlas nach wie vor neben dem Ploetz das unverzichtbare Kompendium für alle, die in irgendeiner Form mit Geschichte zu tun haben, sei es nun als Schüler, Student, Lehrer oder auch interessierter Laie. Wie alle Bände der DTV-Atlanten-Reihe stößt der DTV-Atlas Geschichte da an seine Grenzen, wo ein Thema vertieft erarbeitet werden soll. Insofern erspart auch er nicht das Lesen zusammenhängender Texte in dickeren Büchern. Besonders hervorzuheben ist schließlich die Tatsache, dass es den DTV-Atlas Geschichte als Nachschlagewerk seit einiger Zeit in einem Band (Von den Anfängen bis in die Gegenwart) gibt, was die schnelle Orientierung und Handlichkeit erheblich verbessert hat. Aufgrund der durch die Chronologie vorgegebenen Struktur des Werkes ist die Informationsbeschaffung mühelos und mit wenig Zeitaufwand verbunden. Warum also "nur" 4 Sterne für diesen Klassiker? Das Problem liegt gelegentlich bei den historischen Karten zu den einzelnen Themenfeldern: Insbesondere Schüler haben zum Teil Schwierigkeiten mit der Interpretation der nicht immer übersichtlichen und mitunter auch mit Details überladenen Karten. Hier gibt es als Alternative durchaus Besseres. Es exisitieren historische Atlanten zu den unterschiedlichsten historischen Themen, welche allerdings nicht immer preisgünstig, aber auch nicht zu teuer, zu haben sind (z.B. der Historische Atlas Deutschland). Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist jedoch bei dieser Ausgabe in einem Band insgesamt völlig in Ordnung.
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Produkt-Bild: Der Grosse Crash 1929: Ursachen, Verlauf, Folgen. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Max Otte: Ursachen, Verlauf, Folgen

Der Grosse Crash 1929: Ursachen, Verlauf, Folgen. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Max Otte: Ursachen, Verlauf, Folgen von John Kenneth Galbraith

Gebundene Ausgabe von FinanzBuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 14,90, Angebote ab EUR 10,90

2,5 von 5 Punkten
2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3898794555, Erscheinungsdatum: Oktober 2008, Auflage: 4.
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4 Kundenrezensionen:

Lesen sie warum das buch enttäuscht.
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Bin enttäuscht. Hätte mehr von dem Buch erwartet. Zu viele Rechtschreibfehler und wirklich schlecht geschrieben.
Wer wirklich ein gutes Buch lesen will dem empfehle ich
die strategien der börsenmillionäre oder das große buch der markttechnik.
Beides super gute bücher zum thema börse und finanzen
Billions - Millionen
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Zahlreiche Rechtschreibschwächen ärgern. Ausserdem ist es für ein Buch über Wirtschaftsgeschichte geradezu blamabel, wenn (wie häufig auf den Wirtschaftsseiten bedeutender deutscher Tageszeitungen)mal wieder Millionen und Billons reps. Milliarden durcheinander geraten; macht ja auch nur den Faktor 1.000 aus.

Für den flüchtigen Leser oder den schneller Euro oberflächlich geschrieben und schlampig übersetzt. Schade, gerade in der jetzigen Krise wäre eine tiefgründigere Analyse angebracht.
Neu Herausgegeben
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wir haben den Titel jetzt neu herausgegeben. Damit dürfte die Grammatik deutlich besser sein (obwohl es nicht möglich war, in der kurzen Zeit alles auszubügeln). Auch die Fußnoten sind wieder drin. Die 5 Punkte beziehen sich natürlich auf Galbraith, nicht auf mein Vorwort.
Inhalt 5 Punkte
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Dieses im englischen Original schon 1988 erschienen Buch ist - auch für Finanzweltlaien - äußerst lesenswert. Finanztechnische Sachverhalte werden anhand lebensnaher Beispiele erläutert.
Die Zeitnähe der Erstauflage des Originals zum Börsencrash 1987 gibt den Einstieg in die Thematik vor. Galbraith zieht Vergleiche und versucht sich den ganzen Text hindurch an einer Analyse des großen Crash ohne jedoch voreilig mit Patentrezepten zur Hand zu sein. Während des Lesens trifft man immer wieder auf kleine Spitzen gegen etwa Milton Friedman und die so genannten "Chicago Boys". Der fein ironische Stil Galbraiths und die Tatsache, dass hier keine rein technische Analyse vorgenommen wird, sondern die äußeren Begleiterscheinungen der Massenhysterie vorm Crash mit in die Betrachtungen eingezogen werden, machen dieses Buch zu einem kurzweiligen und sehr informativen Vergüngen.
Abzug - und nicht wenig - gibt es allerdings in der B-Note. Die redaktionelle Arbeit hat anscheinden ihren Segen nicht an diese Ausgabe verschwendet. Teilweise holperige Übersetzungen und sich häufende Wortstellungs-, Interpunktions - und sonstige vermeidbare Fehler sind ein echtes Ärgernis - zumal die hier angesprochene Qualität in so krassem Gegensatz zur inhaltlichen steht.
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Produkt-Bild: Schöner Denken: Wie man politisch unkorrekt ist

Schöner Denken: Wie man politisch unkorrekt ist von Josef Joffe, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Henryk M. Broder

Broschiert von Piper
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 5,00

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492253164, Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Schöner Denken: Wie man politisch unkorrekt ist

5 Kundenrezensionen:

Wieder mal den Punkt getroffen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Da ich ein Fan von Broder und dem Rest der www.achgut.de Autoren bin, habe ich mir natürlich auch wieder dieses Buch zugelegt.

Jeder, der die Geisteshaltung, der Autoren nicht teilt fühlt sich natürlich ans Bein gepinkelt, aber Leser, die gerne differenzierter an Sachverhalte herangehen werden trotz einiger schlappen Pointen bestens unterhalten.

Da ich mich zu den politisch unkorrekten Menschen im Sinne dieses Buches zähle erfreut es mich besonders, daß sich in Zeiten wo man anscheinend Dinge nur mehr verniedlichen und nicht mehr beim Namen nennen darf, einige Wenige finden, die gegen den Strom schwimmen.

Fazit: Kurzweiliges (und leider auch etwas zu kurzes) Lexikon für Fans von Broder&Co.
witzig zu linken Denkschablonen, aber blind gegenüber eigenen (rechten) Scheuklappen, oft auf Stammtischniveau
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Kein Zweifel - witzig ist das Buch. Vor allem aufgrund der teils frechen, teils einfach treffenden Pointen: Kultur ist", so definiert Henry M. Broder, wenn man aus einem menschlichen Schädel eine Blumenvase macht. Zivilisation ist, wenn man dafür ins Gefängnis kommt". Alle vier Autoren haben, das verrät hier jede Zeile, lange für namhaften Zeitungen gearbeitet, Joffe bei der ZEIT, Maxeiner und Miersch bei der WELT und Broder beim SPIEGEL, allesamt also gewissermaßen Stürmerstars aus der ersten Liga des deutschen Journalismus. Und in der Tat, angriffslustig kommen sie daher, die ca. 250 namentlich gezeichneten Lexikonartikel von Aberglauben" bis Z-z-z-z", die da mit den Worthülsen der politisch korrekten Rhetorik ins Gericht gehen. Und ja, einige Einträge sind nicht nur unterhaltsam, sondern auch überraschend informativ. Vor dem Hintergrund einer oft sehr undifferenzierten Kritik von Globalisierung und Neoliberalismus" räumt beispielsweise Joffes Artikel über den Manchester-Kapitalismus" prägnant mit einigen Irrtümern auf. Er erklärt und illustriert anhand überzeugender Beispiele, dass etwa John Bright und Richard Cobden, zwei aus Manchester stammende Vordenker des Liberalismus, keineswegs einer hemmungslosen Ausbeutung das Wort redeten, sondern eher progressiv und liberal im heutigen Sinne" waren.
So weit, so gut. Dass die Freude über das Buch nicht ganz ungetrübt bleibt, liegt nicht unbedingt an einigen gewagten Pointen. Wenn Juden, tote" als Stammkapital der Deutschland AG" definiert werden, regt die drastische Metapher immerhin zum Denken darüber an, ob der Genozid nicht tatsächlich häufig in unpassender Weise politisch instrumentalisiert wird. Und auch die zynisch anmutende Definition, Respekt" sei es, wenn man Klitorisbeschneidung als Weltkulturerbe betrachtet", ist selbst nicht so geschmacklos wie die naive Form des Werterelativismus, die vor den tatsächlich praktizierten Verstümmelungen ihre Augen verschließt. Einige scharfe Pointen mögen dem einen oder anderen Leser auf den Magen schlagen. Übertreibungen bleiben jedoch ein legitimes Mittel der Satire, und um eine solche handelt es sich hier zu großen Teilen.
Leider beschränkt sich der Anspruch der Autoren dann jedoch nicht auf die Satire, und das ist das Problem, das zumindest der Rezensent mit diesem Buch hat. Tatsächlich soll Schöner Denken" nicht nur unterhalten, sondern den Leser über die Auswüchse einer vermeintlich undemokratischen rhetorischen Hegemonie aufklären. Das Buch beschäftigt sich", so schreibt Joffe in der Einleitung, mit jenem Teil der deutschen Sprache, der das Denken vorwegnimmt, ja ersetzt, weil er gewünschte Reflexe und Gefühle auslöst, und andere, nicht gewünschte, unterdrückt." Zu Recht mahnt Joffe an, dass der Slogan Väter sind Täter" zwar sehr eingängig ist, tatsächlich aber auf eine vollkommen inakzeptable Weise unterschiedslos und bar aller inhaltlichen Anhaltspunkte die halbe Gesellschaft an den Pranger stellt. Das Buch macht sich also nicht nur über eine bestimmte Form des politisch korrekten Denkens lustig, es soll einer differenzierten Wahrnehmung der Dinge und einer liberalen politischen Streitkultur den Weg ebnen. Das aber gelingt insofern nur begrenzt, als viele Beiträge selbst Klischees bedienen und die Autoren den eigenen konservativen Denkschablonen gegenüber eigentümlich blind bleiben. Polemisiert wird - ganz im Stile der Anti-Öko-Bewegungsbücher von Maxeiner und Miersch - vor allem gegen das Erbe der Achtundsechziger. Ach ja, was das ist, erklärt Miersch auch: Achtundsechziger: Mensch, der die eigene Postpubertät für die bedeutendste Wende der Weltgeschichte hält". Da mag der eine Leser nun lachen und der andere schmunzeln, eine Einladung zur differenzierten und respektvollen Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner aber sieht anders aus. Hier geht es nicht pauschal gegen die Väter. Gut. Dafür geht es pauschal gegen den größeren Teil einer ganzen offenkundig nicht ernst zu nehmenden Generation. Ist das wirklich besser?
Was hier und in den teilweise unsäglichen Artikeln über Atomenergie", Artensterben" und später auch Tschernobyl" anklingt, ist eine Geisteshaltung, die sich in Klischees und Vereinfachungen bequem eingerichtet hat und die Beifall erheischt von Lesern, die mit bestimmten Problemen doch lieber in Ruhe gelassen werden wollen. Hier soll weniger nachgedacht als gelacht werden. Argumentiert wird in diesen Artikeln eher schlicht nach dem Motto: Die Gegenseite übertreibt manchmal, also ist die Gegenseite nicht ernst zu nehmen und also sind die Probleme der Gegenseite keine wirklichen Probleme. Wie war das noch mit jenem Teil der deutschen Sprache, die das Denken vorwegnimmt, ja ersetzt"? Mehrfach polemisieren die Autoren gegen Pazifismus, wobei sie den Finger auf einige wunde Stellen einer naiven Abkehr von realpolitischen Problemkonstellationen legen. Ist es denn aber wirklich immer so, dass sich Konflikte - wie die Autoren immer wieder suggerieren, am besten mit militärischen Mitteln lösen lassen? Man kann das ja - selbst vor dem Hintergrund der Erfahrungen im Irak - gerne behaupten. Der suggestive Schluss, dass Kriegsgegner in aller Regel naive Idioten seien, ist aber zumindest nicht zwingend. Ein Beitrag zur differenzierten politischen Auseinandersetzung um komplizierte Problemkonstellationen sieht anders aus. Aufklärung an Schulen" heißt ein anderes Stichwort, in dem sich Miersch darüber lustig macht, dass Drogen, sexueller Missbrauch, Fettleibigkeit, Ausländer- und Frauenfeindlichkeit, mangelndes Umwelt- oder Geschichtsbewusstsein" an deutschen Schulen zum Thema gemacht werden, während störende Sekundärfertigkeiten wie Rechnen und Schreiben in den Hintergrund treten". In Stichwörtern wie diesen werden Klischees nicht zerstört, sondern bedient. Wirklich witzig ist die These eben nur für jene Leser mit Affinität zum Stammtisch, die sich in der pauschalen Abwertung von Lehrern und Linken als naiven Chaoten einig sind und denen zum Stichwort Schule nicht mehr einfällt als Rechnen und Schreiben".
Für ,Neusprech' und ,Gutdenk'", so meint Joffe in der Einleitung, bedarf es in einer liberal-demokratischen Gesellschaft keines Diktators und keiner Sprachpolizei. [...] Der Konformismus formiert sich sozusagen von selbst oder genauer: Er ist das Produkte einer weitläufigen, stets sich wandelnden Klasse, die man die ,politische' oder die ,schwatzende' nennen kann." Es folgt die Frage, wer dazu gehöre. Für Joffe sind es Politiker und Pädagogen, Sozialarbeiter und Journalisten, Feministen und Akademiker (die sich mit postmodernen Disziplinen wie Identitäts-, Gender- und Drittweltstudien beschäftigen)", usw., usf. Es sind - wie üblich - die anderen.
Das Buch verweist mit Nachdruck und mit einigem Recht auf die Splitter in den Augen derer, die das gut Gemeinte etwas naiv für das gut Gemachte halten. Die Freude über die unterhaltsamen Pointen wird jedoch dadurch getrübt, dass es sich die Autoren oft zu einfach machen. Nicht nur, dass sie den Balken vor dem eigenen Auge nicht sehen. Da stehen sie ja nicht alleine da. Angesichts der vielen konservativen Klischees könnte man aber fast meinen, die Autoren hielten die hölzerne Blickverengung nicht für einen Makel, sondern für eine Auszeichnung. Die Polemik gegen die neueren theoretischen Perspektiven in den Geisteswissenschaften (postmoderne Disziplinen" und ähnlich auch das Stichwort Narrativ") kommen genauso dummbrattlerisch und möchtegernerwachsen daher wie seit je die Stimmen des gesunden Volksempfindens". Da spricht dann nicht der Wunsch nach einer differenzierten Weltwahrnehmung, sondern einzig der beifallheischende Blick auf die gequälte Seele derer, denen die ganze moderne Welt zu modern und unübersichtlich ist.
Schöner Denken ist frech und immer wieder auch unterhaltsam. Das ist schon etwas. Allerdings erfüllen die Autoren die eigenen Maßstäbe für Beiträge zum politischen Diskurs nur sehr bedingt, was angesichts der schweren moralischen Geschütze, die Joffe in der Einleitung auffährt, zumindest erstaunt. Vielleicht hätten sich die Autoren doch besser klar entscheiden sollen - entweder für die fröhliche satirische Schneeballschlacht gegen Grüne und 68er oder aber für den schulmeisterlichen Hinweis auf die Hausordnung des politischen Diskurses. Beides könnte man überzeugend vertreten, aber nicht gleichzeitig in einem Buch. Vor allem dann nicht, wenn man so forsch wie Joffe & Co. mit dem Anspruch auftritt, gegen die chaotischen Ökos das Realitätsprinzip zu verteidigen.
Purer Etikettenschwindel
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Von den Autoren bin ich schon einiges gewohnt, weshalb mich dieses Machwerk
nicht sonderlich überrascht. Vieles ist in anderen Rezensionen schon ZU RECHT oft auch ausführlich beschrieben worden, weshalb ich mich kurz fassen werde. Die Autoren tun so, als hätten sie alleine die Fähigkeit zum freien, "liberalen" Denken. Tatsächlich wollen sie dem Leser ihre eigene,
oft stockreaktionäre und neoliberale Gesinnung unterjubeln, indem sie (selbstverständlich!) in der Regel eher (ihrer Meinung nach) links zu verortendes Denken geradezu in Bausch und Bogen verdammen.
Um jedoch z. B. die widerwärtige Kriegspolitik der Bush-Administration
abzulehnen, braucht man lediglich gesunden Menschverstand sowie offene Augen und Ohren. Um den Big-Mäc abzulehnen, muß man einfach nur mal einen gegessen haben (igitt!)Das ist noch lange kein Antiamerikanismus.
Genauso ist eine kritische Betrachtung israelischer Regierungs- und Militärpolitik noch lange kein Antizionismus.
Und so dumpf-platt gehts weiter in dieser miesen Stammtischkladde.
Richtig müsste es heißen: "Neudeutscher Stammtisch - Brevier für den
vorsätzlichen Kurz- Wenig- und Nulldenker.
Daß sich allerdings im Werbetext ausgerechnet auf Kurt Tucholsky
und seinen "politischer-Witz"-Spruch berufen wird,
diese Unverschämtheit ist in der Tat ein guter Witz.
Schade ums Geld.
Informationen zu den Autoren
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Hinter dem unscheinbaren Titel "Schöner Denken" steckt einmalig propagandistischer Sondermüll, der selbst für das geistige Niveau der Autoren noch unterirdisch ist.
Zu diesen Autoren gehören:
-Henryk M. Broder, ein mittlerweile leider zu Bekanntheit aufgestiegener, islamophober, radikalzionistischer Hetzer, der aus mir unerfindlichen Gründen auch für den Spiegel schreiben darf, was den beispiellosen Niedergang jenes ehemals kritischen Magazins verdeutlicht. Broder zeichnet sich besonders dadurch aus, dass er jeden, der es wagt, ein Wort der Kritik an Isreal zu äußern, als Antisemiten beschimpft und daher von vielen kaum noch ernst genommen wird.
- Josef Joffe, Mitherausgeber der ZEIT, fiel besonders vor Beginn des Irak-Krieges auf, da er unkritisch alle Lügen der Bush-Administration zur Rechtfertigung des Krieges nachplapperte. Bis heute ist er ein entschiedener Befürworter des Krieges und schreckt nicht einmal davor zurück, auf der Titelseite der ZEIT Werbung für eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan zu machen.
In letzter Zeit betätigt sich Joffe allerdings auch als Sozialistenhetzer erster Güte und schmiert in seiner Randspalte in der ZEIT Sätze daher, die selbst die BILD-Zeitung nicht übler hinrotzen könnte.

Angesichts dieser Hintergründe erübrigt sich jeder weiter Kommentar zu diesem Buch!
Amuesante Lektuere mit Abstrichen
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Das Buechlein ist eine recht amuesante Zusammenstellung unkonventioneller Ansichten. Nicht schlecht, um mal wieder daran erinnert zu werden, dass vieles anders sein koennte, als es der Mainstream vorgibt.
Aber natuerlich sind auch die Autoren dieses Buches ihrerseits nicht frei von Vorurteilen und hegen gewisse Interessen.
Nervig fand ich nur die oftmalige Thematisierung der achso armen Israelis und boesen, infamen Palaestinenser. Hier bekommt man schnell das Gefuehl, die Autoren bedienen sich der gleichen Suggestion wie die Kritisierten.
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Produkt-Bild: Heinrich Himmler: Biographie

Heinrich Himmler: Biographie von Peter Longerich

Gebundene Ausgabe von Siedler
Preis bei Amazon: EUR 39,95, Angebote ab EUR 35,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3886808599, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: 2., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Heinrich Himmler: Biographie

3 Kundenrezensionen:

Unfassbar?
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ein umfassendes Werk von dem man sich viele Aufschlüsse erhofft. Peter Longerich präsentiert eine Fülle an Material. Unfassbar bleibt die Person Himmler trotzdem. Ob es daran liegt das von Himmler selber wenige persönliche Quellen vorliegen oder daran, dass sich Longerich oft mehr in den Details der administrativen und intriganten Arbeiten verliert ist für den gebildeten Laien nicht zu erkennen. Himmler bleibt unfassbar in jeder Hinsicht. Longerich setzt zu sehr auf die Darstellung der bürokratischen Arbeit. Motivation und Ideologie werden ebenso im Halbdunkel gelassen wie die Opfer. Alles in allem lesenswert aber mit Lücken.
LESEN !!!!!!!!!!!!!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die meisten kennen ihn wohl nur als den Schwarzen Mann" und wenn über ihn und seine Untergebenen im TV oder in einer Ausstellung berichtet wird, schüttelt man verständnislos den Kopf über die Grausamkeiten, die er begangen hat.
Die überragende Leistung dieses Buches besteht darin, zu erklären, wie jemand aus einem weitgehend "behüteten Heim" so werden konnte. Herr Longerich hat an vielen Stellen ein gelungenes Soziogramm und Psychogramm dieses Mannes erstellt. Daher hat mich der erste Teil der Biografie, der sein Leben vor der Karriere in der SS aufgezeigt hat, fast noch mehr fasziniert, als der zweite - manchmal ein wenig detailverliebte - Abschnitt, der sein Wirken als Kopf einer noch nie dagewesenen Vernichtungsmaschine behandelt.
Ich habe sehr viel über diesen Mann und seine Zeit gelernt und ich denke, das ist das beste Kompliment, das man diesem fantastischen Buch als historisch interessierter Laie machen kann.
Peter Longerich, Heinrich Himmler
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese umfassende zeithistorische Schilderung des Lebensweges von Heinrich Himmler zeigt ihn nicht als eine Schreckensgestalt außerhalb aller Vorstellungsmöglichkeiten, sondern als einen bayrisch-deutschen Kleinbürger mit ungewöhnlicher, aber nicht unerklärlicher Ausnahmekarriere im Schatten von erstem Weltkrieg, Weimarer Krisenzeit und Hitler, für den er fast bis zum Schluß "der getreueste" war. Er entwickelte in dieser fast bedingungslosen Loyalität zum "Führer" als dem legitimen Gesetzgeber für eine deutsche und europäische Zukunft eine organisatorische ausführende Tätigkeit mit einer eigenen Anständigkeitsethik, die gewissermaßen technisch auf teilweise sehr hohem Niveau funktionierte, in anderen Teilen wenig erfolgreich war und insgesamt wegen der fast bis zum Ende völlig fehlenden Kommunikation zu den Himmler ja nicht unbekannten entgegengesetzten Wertsystemen in Deutschlands Tradition selbst und in der westlichen und östlichen Welt der Kriegsgegner monströs endete. Aber man erlebt in dieser Nachzeichnung Himmler und das NS- und besonders SS-System - für mich erstmals - als eine vorstellbare (verkehrte) "Normalität" mit ihren herrschenden Idealen. Widerwillig muß man anerkennen, daß Deutsche so denken und handeln konnten, ohne sich als Unmenschen zu erkennen, und daß selbst für Himmler selbst und die Mitarbeiter/Mittäter der Verbrechen ein fließender Übergang zu anderen Rahmenbedingungen der politischen und humanen Existenz denkbar und am Ende wünschbar war - wie z. B. Erich von dem Bach-Zelewski oder Karl Wolff (die nicht am Galgen endeten).
Bei klarem Urteil wird so die übliche Dämonisierung der deutschen Gesamtwirklichkeit im Hitlerreich vermieden. Man "konnte" das weitgehend auch positiv sehen und dem Führer "folgen" bzw. zuarbeiten (positiv "entgegenarbeiten", wie Ian Kershaw die damals vertretene Auffassung formuliert hat). Das ist eine große und für die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte heute sehr wichtige Leistung.
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