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Produkt-Bild: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben. Kurioses aus der Medizin

Die Leber wächst mit ihren Aufgaben. Kurioses aus der Medizin von Eckart von Hirschhausen

Taschenbuch von Rowohlt TB-V. Rnb.
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,00

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499623552, Erscheinungsdatum: April 2008, Auflage: 16., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben. Kurioses aus der Medizin

5 Kundenrezensionen:

Kabarettgeplänkel
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Hirchhausen sucht es ALLEN recht zu machen: ALLE sollen über seine Witzchen lachen können, ALLE sollen sein Büchlein kaufen, ALLE sollen zu seinen Live-Auftitten kommen und ALLE sollen sich dabei amüsieren. Und das GEHT NICHT, es sei denn, man macht seichtes Kabarettgeplänkel, das keinem wirklich ein Licht aufsteckt und vor allem: keinem wirklich wehtut.

Schade. Hirschhausen hätte mehr Potential.
Leichte Kost
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Hirschhausen mag live witzig sein, sein Buch hat mich allerdings nur ein oder zweimal zum Lachen gebracht. Zwar legt er ein paar interessante Sichtweisen an den Tag, aber insgesamt ist das Buch sehr leicht, wenn nicht sogar seicht. Behalten habe ich nichts. Es gibt tonnenweise Bücher, die leicht zu lesen sind und bei denen Inhalt transportiert wird. Im Zweifelsfall auf so etwas ausweichen.
Gute Beobachtungen aus dem täglichen Leben ohne treffende Quintessenz
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Dieses Buch habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Der Titel als auch das Vorwort fand ich sehr originell und lies mich auf mehr hoffen. Die Themenauswahl der einzelnen Kapitel hatten mich zu erst voll überzeugt, da z.B. der Matratzenkauf aus eigener Erfahrung viel hergibt.

Also stützte ich mich auf das Erste Kapitel Photozellen". Man kann behaupten, dass der Autor ein guter Beobachter des täglichen Lebens ist. Aus meiner Sicht gelingt es aber im Buch (hat noch nicht die Gelegenheit den Autor Live auf der Bühne zu erleben) nicht die Pointen und Quintessenz in den einzelnen Kapiteln zu setzten. Somit verkommen diese zu einer Aneinanderreihung von Beobachtungen ohne echte Höhen.

Besonders einfältig und nicht wirklich lustig fand ich die enthaltenen Karikatur von Erich Rauschenbach.

Ich muss zugeben, dass ich das Buch aus den oben genannten Gründen nicht komplett gelesen haben. Zwei Sterne gibt es für den guten Beobachter. Aber die fehlenden Quintessenz als auch die schlechten Bildwitze können keine bessere Bewertung geben.
kurzweilige Lektüre zum Schmunzeln
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch gern gelesen, da es wirklich einen humorvollen Blick auf medizinische Aspekte gibt. Das ist schon witzig und auch interessant. So kann man sich schon maleine Zugfahrt oder eine Wartezeit beim Arzt vertreiben.
Barnum-Satire
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Dieses Buch bietet bei weitem nicht den satirischen Tiefgang, der ihm allenhalben zugesprochen wird. Was daran liegt, dass Hirschhausen dem von ihm mehrfach zitierten "Barnum-Prinzip" zu sehr verhaftet ist: "ein bißchen was für jeden" ist kein gutes Satire-Motto, da es deren notwendige Schärfe notwendigerweise nivelliert.

Man kann kein Buch schreiben, das Ärzten, Heilpraktikern, Wunderheilern und ihren potentiellen oder aktuellen Patienten gleichermaßen zuspricht. Und wenn man's versucht, so wie Hirschhausen das tut, kommt eben ein ziemlich konturenloses Büchlein heraus mit Comedy-kompatiblen Spar- oder Hauruck-Witzen a la Schmidt&Pocher oder Elton&Raab.
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Produkt-Bild: Mieses Karma

Mieses Karma von David Safier

Broschiert von Rowohlt Tb.
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,00

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499244551, Erscheinungsdatum: Mai 2008, Auflage: 11., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Mieses Karma

Aus der Amazon.de-Redaktion


Die Nacht der Sterne naht, etwas anders als gedacht vielleicht. Kim Lange, Deutschlands wichtigster Polittalkshow-Moderatorin, soll der Deutsche Fernsehpreis verliehen werden. Nach peinlicher Pobacken-Pannenveranstaltung zwischen Wickert und Verona, folgt der endgültige Absturz auf dem Fuße. Dass ausgerechnet das Waschbecken einer herabstürzenden russischen Raumstation einen unserer brilliantesten Showköpfe kürzt, gehört zum Humorprogramm dieses Romans. Dann aber: „Der Tag an dem ich starb, hat nicht wirklich Spaß gemacht“. Gottseidank! Wir atmen auf. Die witzig-scharfzüngige Kim lebt weiter unter uns. Und dies darf durchaus wörtlich genommen werden!
Gleißendes Licht, Leben im Schnellrücklauf, Tunnelblick. Alles wie gehabt. Dann allerdings wird's schwer kafkaesk. Sechs Beinchen? Rundes Köpfchen? Extrem lange Fühler? Kim Lange erkennt sich kaum wieder. Von der attraktiven Talklady zur gemeinen Ameise geschrumpft! Schuld war nur das böse Karma. Der große Ameisenbuddha tritt erklärend auf und tröstet: Echte Bösewichte, vom Schlage eines Hitler und Co., müssten gar als wiedergeborene Darmbakterien Buße tun. Kein rechter Trost für eine frisch Reinkarnierte. Und ab geht's zur Fronarbeit in einen Ameisenhügel, der fatal ans Innere des Mutterschiffs aus „Independance Day“ erinnert.
Dies ist der Ausgangspunkt für David Safiers Rückfahrtticket. Fans kennen seinen speziellen Humorsound, irgendwo angesiedelt zwischen forsch zeitgeistig, krachledern und naiv charmant, der schon TV-Serien wie „Nikola“, „Berlin, Berlin“, sowie „Mein Leben und Ich“ zum Blühen brachte. Natürlich wird Kim Lange vom Ameisenbuddha auf den mühevollen Rückweg ins frühere Leben geschickt, ihr mieses Karma abzubauen und Buße zu tun bei allen von ihr Beleidigten und Betrogenen. Und ebenso natürlich bietet sich Safier hier Gelegenheit zum giftigsten und schnoddrig-fiesesten „Sex and the City“-Sprüchefestival. Am Ende dieser frühlingshaft leichten Jenseitsgeschichte muss die tote Moderatorin gar erkennen, dass es fürs richtige Nirwana gar kein Nirwana braucht. Nun wird die Ameise noch richtig adornig. Stimmen wir also ein in den Jubel unserer Kärntner Amazon-Rezensentin: "Wow"... Ich lese sehr viele Bücher und dieses ist das Beste, was ich je unter meine Augen bekam. Man sieht, manchmal brauchts nicht mehr! -- Ravi Unger
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5 Kundenrezensionen:

Reinkarnativ gut...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das vorliegende Buch von David Safier ist eine Perle. Unter den Humoristen, die mit einem weinenden und lachenden Auge schreiben ist er einer der Besten. Schwungvoll, ideenreich und sooooo lustig. An alle: Kaufen; Lesen und ab ins Nirwana.
Aus Casanovas Erinnerungen....
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
... ein schönes Buch - das den Leser großartig und kurzweilig unterhält, wirklich witzig und spassig ist... einfach richtigen Spaß beim Lesen bereitet. Irgendwie eine echte "Feel-Good-Geschichte"...zwei Tage echtes Vergnügen für 8,95 ¬....literarischer Supertiefgang, sprachliches Meisterwerk, Diskussionsgrundlage für ca. 6 Wochen ? Nö, wollte ich auch gar nicht, sondern genau das wie bereits beschrieben...die "Miesepeter" des Buches sollten sich evtl. Dostojewskij's "Die Brüder Karamasow" besorgen,lesen,schwelgen und sich letzendlich positiv in literarischer Diskussion ereifern ! Gibt von mir auch 5 Punkte - weil ich eben genau das lesen wollte...damals bei dem Buch
Und täglich grüsst das Murmeltier ...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Bei der Lektüre von "Mieses Karma" musste ich immer wieder an diesen Film mit Bill Murray denken. Bei David Safier läutet zwar nicht der Wecker am Morgen und alles beginnt wieder von vorn, dafür folgt dem Tod sofort ein neues Leben. Und Wiedergeburt ist kein singuläres Ereignis und die Wiederkehr endet erst im Nirwana. So plastisch konnte ich mir die Auswirkungen der Reinkarnationslehre noch nie vorstellen. "Mieses Karma" ist einfach total witzig, liebenswert, intelligent und sehr unterhaltsam geschrieben. Sicher das lustigste Buch aus Deutschland seit Jahren.
Superlustig
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Dieses Buch ist echt der Knaller! Des Öfteren musste ich laut loslachen, vor allem im letzten Drittel. Haben Sie eigentlich in letzter Zeit mal die Vogelhochzeit gesungen? Leider ist das Buch recht kurz, ich habe es an einem Abend gelesen. Das Ende ist echt kitschig, aber wahrscheinlich dachte David Safier, da er aus Sicht einer Frau schreibt, müsse das wohl so sein.

Kim Lange, eine bekannte Fernsehmoderatorin, muss am fünften Geburtstag ihrer Tochter Lilly zu der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises, da sie nominiert ist.
Dieser Tag ist trotz allem eine einzige Katastrophe: Erst bekommt sie von ihrem Mann Alex ein schlechtes Gewissen eingeredet weil sie Lillys Geburtstag woanders verbringt; als nächstes bekommt sie statt ihrem bestellten roten Versace Kleid, ein viel zu enges blaues Kleid, das eigentlich für ein Call - Girl gedacht ist; als sie den Preis dann tatsächlich verliehen bekommt, platzt zu allem Überfluss das Kleid am Hintern auf; und als man denkt schlimmer kann es kaum noch kommen, trifft sie auch noch das Waschbecken einer russischen Raumstation direkt am Kopf.

Und nun beginnt die ganze Geschichte: Kim wird als Ameise wiedergeboren. Buddha erklärt ihr, dass sie nun die Chance bekommt, gutes Karma für die nächsten Leben zu sammeln. Sie trifft noch andere Wiedergeborene wie z.B. Casanova. Mit ihm startet sie mehrere waghalsige Aktionen um das Leben ihrer Familie zu beeinflussen. Das tut sie vor allem deswegen, weil sich ihre Ex-Beste-Freundin Nina an ihren Mann ranmacht. Aber eigentlich weiß sie nicht mal ob sie ihren Mann wieder haben will, hat sie doch die letzte Nacht ihres Lebens mit ihrem Konkurrenten Daniel Cohen im Bett verbracht, den sie noch immer super scharf findet. Kim muss unter anderem als Meerschweinchen, Kalb, Eichhörnchen oder Regenwurm Gutes tun um jemals ins Nirwana zu gelangen
Wunderbares Buch mit Humor
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann dieses Buch echt nur jedem ans Herz legen, der eine Geschichte zum ein bisschen über sich selbst Nachdenken, zum Lachen und zum Weinen möchte.
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Produkt-Bild: Schwertgesang

Schwertgesang von Bernard Cornwell

Broschiert von Rowohlt Tb.
Preis bei Amazon: EUR 9,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499248026, Erscheinungsdatum: Dezember 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Schwertgesang

5 Kundenrezensionen:

...in Wessex nichts neues
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
...zum vierten mal kämpft sich Uhtred von Schildwall zu Schildwall. Das liest sich wieder sehr gut und ist beste Unterhaltung. Allerdings ähneln sich die Handlungen doch sehr. Daher werde ich auch den 5. Teil lesen, hoffe aber das er langsam zum Ende kommt...
Toll - Geschichte pur
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch "Schwertgesang" von Bernard Cornwell war von mir sehnsüchtig erwartet worde. Es ist das vierte einer Reihe, die bisher klasse war.Der Krieger Uhtred zieht durch das frühmittelalterliche England und erlebt Geschichte im Umfeld Alfred des Großen. Cornwell bleibt sich treu und liefert beste Unterhaltung. Er hat nicht die übliche Sex&Crime Sauce nötig die die üblichen Verfasser historischer Romane brauchen um ihre Bücher in die Regale der Buchhandlungen zu drücken. Er stellt das tägliche Leben naturgetreu nach. Hier wird nichts aufgeplustert oder verherrlicht. Das Buch setzt die Reihe gut fort und macht Freude. Gut so!
"Denn die Zeit zum Kämpfen war gekommen ..."
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten

Uhtred bekommt mal wieder einen herzallerliebsten Auftrag von seinem verhassten König Ælfred. Diesmal soll er die Dänenbrüder Sigefrid und Erik Thurgilson aus Lundene werfen. Doch natürlich wäre Ælfred nicht der, dem Uhtred liebend gern den Hals umdrehen würde, wenn es da nicht eine klitzekleine Bedingung gäbe: Uhtred darf wieder mal die ganze Drecksarbeit machen, während sein scheinheiliger Vetter Æthelred die Lorbeeren einheimsen soll. Der aufmerksame Cornwell-Leser ist nichts anderes gewohnt, doch diesmal zieht Uhtred sein Ding durch, pfeift auf die Befehle und heckt seinen eigenen Plan aus.
Tatsächlich muss er in diesem Band gleich zweimal eine Verteidigungsanlage knacken: das erste Mal das alte London, etwas später ein vorgelagertes Nest an der Themse - diesmal im Auftrag der Liebe. Denn neben der Rückeroberung Merciens gilt es eine Herzensangelegenheit höchster Priorität zu regeln: Die unglücklich verheiratete Æthelflaed gerät in die Hände der frisch vertriebenen Dänenbrüder Sigefrid und Erik, die prompt ein sattes Lösegeld fordern. Während ihrer Gefangenschaft verliebt sich die geraubte Prinzessin allerdings in ihren Entführer, und bittet Uhtred händeringend um Hilfe. (Das Stockholm-Syndrom war damals wahrscheinlich noch nicht bekannt, aber irgendwie ist es wohl nicht ganz unpassend es in diesem Zusammenhang einmal zu erwähnen). Und natürlich lässt sich Uhtred abermals weichklopfen, doch dann kommt alles ganz anders.

Der 4. Teil der Uhtred-Saga hat mir ausgesprochen gut gefallen, sodass ich ihn mit einem Happs verschlungen habe. Nachdem der 3. Teil (Die Herren des Nordens) meinen Lesehunger eher gebremst hat, fand ich diesen Band wieder so fesselnd wie Teil 1 (Das letzte Königreich) und 2 (Der weiße Reiter).

Es ist schon erstaunlich, wie Cornwell eine friedliebende Leserin in eine blutrünstige Kriegerin verwandeln kann, denn normalerweise bleiben bei mir die Messer in der Schublade und die Streitaxt im Keller. Doch sobald ich seine Geschichten lese, streife ich mir das Kettenhemd über, wetze das Schwert und überprüfe noch einmal den korrekten Sitz meiner Saxe. Bernhard Cornwell schafft es auf bestürzende Weise, den Leser mit in seinen Schildwall zu nehmen, durch Regen und Matsch waten zu lassen und den Dänen das Fürchten zu lehren. Das Sympathische an der ganzen Sache ist, dass es keine schwarzweiß-Malerei gibt. Die Dänen sind mindestens so liebenswert wie die sächsischen Halunken. Dabei ist es immer wieder erstaunlich, dass sie, kurz bevor sie sich gegenseitig abmurksen, nochmal schnell nach dem Namen fragen, schließlich will man sich später in Odins Halle wieder treffen, zusammen besaufen und den Ausgang der Schlacht ausdiskutieren.
Volle Punktzahl für den 4. Teil, ich habe ihn geliebt.
Konnte mich wieder voll und ganz begeistern!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Lang ersehntes Warten hat sich gelohnt, denn der vierte Teil der Serie "The Saxon Stories" ist dem Autor Berard Cornwell wieder hervorragend gelungen. Für alle, die sich schon von den ersten drei Teilen "Das letzte Königreich", "Der weiße Reiter" und "Die Herren des Nordens" überzeugen konnten, wird es ohne Frage ein absolutes Muss sein, nun auch "Schwertgesang" zu lesen. Fand ich das Cornwell sich immer weiter steigerte und mit jedem Buch besser wurde, empfand ich das diesmal nicht. Aber er bleibt gleichbleibend gut, ohne irgentwas einzubüßen.

Die Geschichte um Uhtred basiert in diesem Teil zwar mehr auf Fiktion, als seine Vorgänger, enthält aber immer noch einen großen Teil historischer Ereignisse, die weiterhin interessant und spannend bleiben. Cornwell hat ein Gespür beides zu verbinden, damit es unterhaltsam und informativ beim Leser ankommt. Auch sonst bleibt er seinem Stil treu, indem er die Geschichte in der Ich-Form aus Uhtreds Sicht erzählt, sprachlich unverblümt und die Handlung fesselnd. Außerdem bekommt man ein gutes Bild von den Engländern und den Dänen, denn weiterhin werden beide Seiten gleichermaßen mit eingebunden.

Uhtred konnte mich hier wieder am meisten begeistern, denn durch seinen vielfältigen, eigenwilligen und keinesfalls perkekten Charakter, ist er mir nun richtig ans Herz gewachsen. Aber auch Pater Pylig bringt neben Uthred besonders viel Witz mit in die Geschichte und ich habe mich über ein Wiedersehen mit ihm gefreut. Genauso wie über Uhtreds Schwurmänner Finan, Cerdic, Sihtric, Rypere und Clapa. Auch Steapa, Beocca und diesmal auch zwei weibliche Charaktere, nämlich Gisela und Æthelflead waren sympathisch und liebenswürdig. Alfred, der zwar nach dem ersten Teil immer sympathischer dargestellt wurde, hat sich seid dem letzten Teil diesmal nicht verändert. Der Norweger Erik zeigt, dass Cornwell auf schwarz-weiß Malerei verzichtet, da er als Gegner Uhtreds trotzdem ein toller Charakter ist.

Die Handlung in diesem Roman ist die Eroberung Lundene (London), die Uhtred für Alfred einnehmen soll. Dies geschieht natürlich nicht, ohne viel Blut zu vergießen. Genauso kennen wir diese Geschichte und es wird auch in diesem Teil nicht langweilig.

Abwechslungsreiche, spannende und unvorhersehbare Wendungen haben mich wieder ins England, diesmal im Jahre 885 (Die Jahrezahl auf dem Buchrücken, die mit 855 angegeben wird, stimmt nicht, käme auch mit den Vorgängern nicht hin, weswegen ich im Internet mach der richtigen Jahreszahl gesucht und auch gefunden habe) eintauchen und mitfiebern lassen. Wieder einmal kann ich dieses Buch nur weiter empfehlen und freue mich auf eine weitere Fortsetzung, die es noch geben wird.
Spannend..... Hoffentlich geht es bald weiter!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Sicherlich eine ganze Menge fiktiver Geschehnisse, aber äußerst spannend und unterhaltsam. Ich finde es einfach toll, dass der Autor nichts beschönigt und als "schrecklich romatisch" verkauft. Teilweise ziemlich brutal, aber so wird es wohl auch gewesen sein. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, es werden ja immer wieder, wenn Uther als alter Mann erzählt, kleine Hinweise auf zukünftige Geschehnisse eingestreut, was das Ganze nochmal etwas spannender macht. Ich freue mich sehr auf den nächsten Teil!
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Produkt-Bild: Kalte Asche

Kalte Asche von Simon Beckett

Taschenbuch von Rowohlt Tb.
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,99

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499241951, Erscheinungsdatum: August 2008, Auflage: 5., Aufl.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Merkwürdig sieht die verbrannte Leiche aus, die der forensische Anthropologe David Hunter auf der abgelegenen Hebriden-Insel Runa zu Gesicht bekommt. Durch die unglaubliche Hitze des Feuers ist sie fast gänzlich zu Asche zerfallen -- bis auf Beine und Füße, die fast unversehrt in den Raum ragen. Auch in der Umgebung des unmittelbaren Tatorts hat das Feuer kaum Schaden angerichtet: anders als wenig später, als das Gemeindehaus der Insel, ein Wohnwagen mitsamt des darin wachenden Polizisten und ein Boot inklusive einer allzu neugierigen Reporterin in Flammen aufgehen. Denn auf Runa treibt ein unheimlicher Mörder sein Unwesen, der im Schatten des Rauchs seine dunkle Vergangenheit verbergen will. Bei der Suche nach der Wahrheit sind David Hunter, der Dorfpolizist und sein pensionierter Kollege ganz auf sich allein gestellt. Nach einem Sturm ist Runa von der Außenwelt abgeschnitten...
„Konzentriere dich auf das Rätsel!“ lautet ein Motto Hunters. Simon Beckett, der mit dem Bestseller Die Chemie des Todes einen sensationellen Durchbruch erlebte, hält sich in Kalte Asche nicht an diese Devise. Viel Zeit braucht er, bis seine Geschichte in die Gänge kommt. Und viel Zeit braucht er auch, um seine Figuren zu entwickeln: So lange, bis sie dem Leser -- ebenso wie Hunter -- sympathisch oder eben unsympathisch geworden sind.
Diese Taktik erweist sich im Verlauf der Handlung als geschickter Schachzug. Denn auf diese Weise kann man quasi hautnah miterleben, wie schwer dem Forensiker, der schon in Die Chemie des Todes der Hauptheld war, diesmal die Ermittlungen fallen. Denn die Leichen sind eben keine bloßen Leichen mehr, die er auf den Seziertisch bekommt, sondern sie waren einmal, wenn auch entfernte, Bekannte. So raubt die Geschichte, die Elemente des Kammerspiels und des Schauerromans mit einbezieht, bis zum dramatischen Ende ihren Lesern doch das ein oder andere Mal den Atem. Kalt jedenfalls lässt der spannende Roman einen nicht. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
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5 Kundenrezensionen:

Spannend bis zum letzten Buchstaben!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Kalte Asche" ist nun schon das zweite Buch von Simon Beckett, das ich mit voller Begeisterung innerhalb kürzester Zeit gelesen habe. "Kalte Asche" war nicht so makaber wie "Chemie des Todes", aber Simon Beckett schafft es auch hier, die Spannung bis zum letzten Buchstaben aufrecht zu erhalten und einen doch noch zu überraschen, wo man sich endlich am Ende der Geschichte glaubte. Uneingeschränkt empfehlenswert! Man kann einfach nicht wieder aufhören zu lesen, bis man nicht endlich weiss, wer der Bösewicht denn nun war. Ein wirklich fantastisches Buch! Ich freue mich schon auf den dritten Teil "Leichenblässe"...
Kalte Asche von Simon Beckett
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Dem eigentlichen Inhalt will ich Nichts vorwegnehmen. Die Krimifreude sei ungebremst.
Überraschend durchlebt man in dem Buch die weitere tragische Entwicklung des Helden "David Hunter". Beckett skizziert hier weiter das Persönlichkeitsprofil seines Romanhelden. Einem ständigen Feilen gleich gewinnt unser bekannter Held an Profil. Zunehmendend versteht man die menschlichen Seiten des aus dem Buch "Chemie des Todes" bekannten anthropologischen Forensikers.
Stimmungsmäßig ist der auf der Insel anhaltende Sturm praktisch spürbar und kriecht einem ständig, einem anhaltendem Schauder gleichend, unter die Haut. Zieht Euch warm an und legt das Regenzeug nicht ab, denn die überraschenden Wendungen im Krimiverlauf kommen ebenso plötzlich wie ein im Sturm in Ärmel und Kragen schlagender Regenguss.
Interessant sind auch die präzisen Beschreibungen der Folgen eines Feuertodes. Stimmungsvoll steigern sich die Elemente Sturm und Feuer gegenseitig bis zum flammenden Finale. Man hat aber nicht nur den Eindruck das das Feuer menschliches Leben verzehrt und Spuren von Verbrechen verwischen soll, nein vielmehr brennen in diesem Roman auch die Seelen unserer Helden.
Lasst Euch anstecken und viel Spass beim Lesen.
Sehr spannend, tolle Sprache
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe gerade "Kalte Asche" zu Ende gelesen und bin noch total im Bann des Buches gefangen. Nach "Chemie des Todes" war ich bezüglich der Folgestory zurückhaltend neugierig und skeptisch. Aber sofort nach den ersten Zeilen bin ich vollständig in der spannenden und atmosphärisch sehr dichten Geschichte versunken. In der Story regnet es ständig, ich spürte förmlich die feuchte Kälte, so wunderbar anschaulich und bildhaft sind die Beschreibungen. Auch die Charaktäre sind sehr "spürbar" dargestellt. Fazit: Fantastische und spannende Story in einer sehr düsteren, grauen Atmosphäre mit vielen Überraschungen. Ich freue mich auf die Nummer drei!!
Guter Schmöker zum Gruseln, aber kein "Page turner"
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Nachdem ich "Die Chemie des Todes" nahezu am Stück verschlungen habe, hatte ich mich sehr auf "Asche zu Asche" gefreut und bin ein ganz klein wenig enttäuscht. Der zweite Teil um Dr. Hunter ist zwar ein spannender Thriller mit unerwartetem Ausgang, aber er kommt nicht an die Klasse des ersten Bandes heran (deshalb 4 Sterne).
Dennoch kann ich auch diesen Band allen Krimi-Fans der "Madenfraktion" empfehlen. Es ist ein sehr spannend gemachtes Buch, dass auf die klassisch englische einfache und klare Weise Atmosphären so beschreiben kann, dass der Leser sich sehr gut in die Akteure hineinversetzen und mitzittern kann. Besonders schätze ich an Simon Becket, dass er auf die oft nervigen Stilmittel seiner amerikanischen Kollegen verzichtet.
Starker Beginn, wirres Ende
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"Kalte Asche" ist der zweite Fall des forensischen Anthropologen David Hunter aus der Feder von Simon Beckett.
Dieses Mal wird Hunter von der Polizei gebeten, eine fast bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Frauenleiche in einem Cottage auf einer einsamen Insel der äußersten Hebriden zu untersuchen. Schnell stellt sich heraus, dass es Mord war. Doch noch ehe Hunter das Festland um Unterstützung bitten kann, fallen aufgrund eines Sturms alle Kommunikationsmittel aus.
Zusammen mit einem auf der Insel im Ruhestand lebenden Expolizisten und einem mit Hunter angereisten Sergeant muss er sich an die Lösung des Falles machen, denn der Mörder ruht nicht und schlägt immer wieder zu...
Wohl kein zweiter schafft es derzeit wie Beckett, die Atmosphäre der Handlungsorte sowie die Ängste der Romanfiguren auf den Leser zu übertragen. Wie bei dem ähnlich aufgebauten Vorgängerroman "Die Chemie des Todes" zieht ihn der Beckettsche Schreibstil mit einer Mischung aus sachlichen, beinahe klinisch nüchternen Beschreibungen sowie hochemotionalen Passagen in den Bann.
Leider ist die Auflösung des Falles am Ende nicht vollends gelungen. Zwar in sich schlüssig, wirkt sie etwas überzogen und arg konstruiert.
Dennoch ist "Kalte Asche" allen Liebhabern von Thrillern absolut zu empfehlen.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie

Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie von Vince Ebert

Broschiert von Rowohlt Tb.
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,00

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499623862, Erscheinungsdatum: Oktober 2008, Auflage: 3., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie

5 Kundenrezensionen:

Gute Nacht Lektüre
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Ganz nett zu lesen vor dem Schlafengehn. Doch keine wirklich neuen Erkenntnisse.Liest sich an als wenn ein Physikstudent seine Weltaschauung anderen mitteilen möchte. Einige Witze, doch spätestens nach 100 Seiten ist es doch eher langweilig.Für mich sicher kein Bestseller.
Thema verfehlt
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ebert möchte mit seinem Buch das eigene Denken des Lesers anregen - und scheitert damit grandios. "Denken Sie nicht selbst - ich denke für Sie" wäre ein besserer Titel. Auf 200 Seiten ist eine Ansammlung von Comedy-Texten gebündelt, notdürftig zum Thema "Denken" strukturiert.
Eine Anregung zum eigenen Denken gibt es nicht, vielmehr gibt Eberts lediglich seine eigene Meinung wieder, die - da er als Physiker Wissenschaftler ist - automatisch richtig ist.
Gespickt sind die Ausführungen dann mit witzigen Sprüchen, oder waren zuerst die witzigen Sprüche da, die dann mit Text verbunden wurden?
Auf jeden Fall werden die Witze langweilig, da sie meist nach dem gleichen Schema aufgebaut sind: Der Mensch an sich sollte intelligent sein, aber er kennt jemand, der es nicht ist.

Wer einfach ein Comedy-Buch sucht, ist damit eventuell zufrieden, seinen eigenen Anspruch erfüllt das Buch jedoch bei weitem nicht.
Denken bitte abschalten - Ein Kalauer-Handbuch
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Also nein. Wie konnte diese Ansammlung von Plattheiten so viele Sterne bei den Bewertungen sammeln? Ich bin sehr enttäuscht, nicht nur weil ich mir doch wesentlich mehr Wissensvermittlung und weniger eine Aufbereitung von Kalauern erhofft hatte, sondern auch weil der Humor von Vince Ebert offenkundig bei sehr sehr Vielen ankommt. Das Denken kann man beim Lesen des Buches getrost einstellen. Es ist weder anregend, inspirierend, überraschend noch vermittelt es Wissen, wie es der Titel ja durchaus suggeriert. Wer Witze z.B. über Polen, Roberto Blanco oder über einen fiktiven "Kumpel Jörg" mag oder wer Frau-Mann-Beziehungskisten a la Mario Barth und Albernheiten im Generellen schätzt, der möge zu diesem Buch greifen. Kleines Beispiel: "Deswegen heißt Solarenergie auch so. Weil sie so lala funktioniert". Ein echter Brüller, gel? Derlei Schenkelklopfer gibt es reichlich in der sicherlich sehr schön aufbereiteten Lektüre. Dafür, und für die Richtigstellung des Begriffs "Quantensprung" erhält das Buch von mir einen Stern.
Gute Comedy mit einer Agenda
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Zunächst: es handelt sich hier um Comedy-Buch. Diejenigen Rezensenten, welche der Ansicht waren, es handele sich um ein Sachbuch, haben wohl vor dem Kauf nicht aufgepasst.

Vince Ebert schreibt hier auf sehr amüsante Art und Weise über häufige Denkfehler, falsche Annahmen und ungünstige Verhaltensweisen.

Und Vince Ebert hat eine Meinung, die er klar vertritt. Das wird nicht jedem Leser gefallen, denn Ebert ist antiesoterisch, antireligiös und klar prowissenschaftlich.

Lesern von "Esotera", der Bibel oder anderer metaphysischer Schriften wird daher besonders zur Lektüre dieses Buches geraten.
mittelwitzig
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Na ja, sooo lustig und witzig und intelligent ist das Büchlein Vince Eberts auch wieder nicht. Es ist ganz nett und hat als Nachtkästchenlektüre gewiß seine Berechtigung. Aber der Überbrüller ist es nicht, und Aufklärung, die zu umsetzbarer neuer Erkenntnis führte, ist es auch nicht. Vince Ebert muß als Autor noch genausoviel lernen wie als Bühnenakteur, bei beidem fehlt noch einiges an Substanz. Und er muß aufpassen, dass er nicht zum Hanswurst wird auf der Ebene von Elton oder Stefan Raab, in deren Gesellschaft und auf deren unlustigem Comedy-Niveau er sich zuviel tummelt.
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Produkt-Bild: Die Chemie des Todes

Die Chemie des Todes von Simon Beckett

Taschenbuch von Rowohlt
Preis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 3,70

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499241978, Erscheinungsdatum: August 2007, Auflage: 9. Auflage
Zoom ± Produkt-Bild: Die Chemie des Todes

Aus der Amazon.de-Redaktion


David Hunter war einst Englands berühmtester Rechtsmediziner. Nach dem Unfalltod seiner Frau und der gemeinsamen Tochter hat er London den Rücken gekehrt und sich in Manham, einem kleinen Dorf in der Grafschaft Devon, als einfacher Allgemeinmediziner niedergelassen. Weder sein Arbeitgeber, der alte Dr. Maitland, noch die Dorfbewohner wissen etwas von seiner Vergangenheit.
Drei Jahre sind seitdem vergangen, als von zwei Jungen die Leiche der ortsansässigen Schriftstellerin Sally Palmer entdeckt wird. Die Ermordete wurde mit zwei angesteckten Schwanenflügeln aufgefunden. Auf Drängen des örtlichen Chief Inspector Mackenzie obduziert Hunter den Leichnam. Währenddessen verschwindet eine zweite Bewohnerin des Dorfes. Die Verdächtigungen der Einheimischen richten sich zuallererst gegen David Hunter, den in ihren Augen immer noch Fremden ...
Die Chemie des Todes erzeugt Spannung durch gewohnte, aber gelungen zusammen gestellte Zutaten. Ein überschaubarer Kreis von möglichen Tätern, Dorfbewohner, die sich gegenseitig verdächtigen sowie mehrere falsche Fährten, die der Autor geschickt auslegt. Das gerichtsmedizinische Moment ist interessant beschrieben, ohne jedoch zu sehr ins Detail zu gehen. Stark auch die Darstellung der zunehmenden Hysterie im Ort, die durch einen zur Selbstjustiz aufrufenden Pfarrer noch geschürt wird. Lobend zu erwähnen ist auch die sprachlich einfühlsame Übersetzung von Andree Hesse.
Aber es gibt auch eine deutliche Schwäche in dem Erstlingswerk des britischen Autoren. Sehr schade ist, dass Simon Beckett unnötigerweise so ziemlich alle bekannten Klischees des in den letzten Jahren so erfolgreichen Psychopathen-Genres benutzt. Durch diese Anhäufung verlieren die Handlung an Glaubwürdigkeit und der Roman an Qualität. Fazit: Die Chemie stimmt nicht ganz in Die Chemie des Todes. --Christian Koch
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Die Spannungsblase platzt zu früh.
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Was macht einen guten Krimi aus?
Für mich ist das vor allem die Tatsache, dass man erst zum Ende hin merkt, wer der Täter ist - so steigert sich die Spannung bis zum Finale.

Genau das versucht Beckett mit seinem Roman auch.
Er versteht es durchaus spannend zu erzählen: Die Beschreibungen von Situationen und Gefühlen sind überaus gelungen. Ebenso die Darstellung der einzelnen Charaktere.
Doch leider verspielt er dieses Potential. Denn schon im 19. Kapitel von insgesamt 31 wurde mir ziemlich klar, wer der Mörder ist - und eben diese Person war es auch. So war es nicht wirklich mehr spannend den Roman bis zum Ende zu lesen, da sich lediglich das bestätigt, was man schon Kapitel zuvor "endeckt" hatte. Einzig und allein die Frage, ob das letzte Opfer überlebt, sorgt für eine Restspannung.

Nicht das ein falsches Bild ensteht: Der Roman ist wirklich gut. Man kann sich nur schwer davon lösen - das Unterhaltungspotential ist hoch. Doch die Tatsache, dass ich meiner Meinung nach den Ausgang zu früh erahnen konnte, trübt das Bild.
Gutes Buch mit Spannung und Weiterlesen-Effekt
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Habe das Buch zu Weihnachten von meiner Schwester bekommen und war anfangs skeptisch.

Jetzt kann ich aber sagen, dass das Buch gute Unterhaltung bietet und sich hervorragend liest. Mir fehlt die Qualifiaktion und die Erfahrung, um zu beurteilen, ob es sich um gute "Weltliteratur" handelt :-) Vermutlich eher nicht.

Das Buch ist spannend und liest sich einfach, ist spannend und verfängt sich nicht in endlosen Monologen. Diesen Eindruck hatte ich bsp. von "Gottlos".

Ein schönes Buch, was sich wegliest und spannend unterhält. Ich habe mir auch schon "Kalte Asche" von Beckett besorgt.
Erstklassige Thrillerqualität
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Chemie des Todes war mein erstes Buch von Beckett, aber bestimmt nicht mein Letztes! Erstklassige Thrillerqualität wird einem hier geboten. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es wird auf keiner Seite langweilig und der überaus spannende Countdown erinnert ganz leicht an "Das Schweigen der Lämmer". Als Krimi/Thrillerfan muss man dieses Buch gelesen haben. Werde mir umgehend seinen nexten Thriller bestellen!
Spannung pur
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Selten hat mir ein Buch so gefesselt wie die Chemie des Todes. Das Buch ist genau das was mir gefällt. Simon Beckett schafft es wirklich die Spannung von der ersten Seite bis zur letzten aufrechtzuhalten. Ein wirrwar von Spannung und Verdächtigungen. Sehr gutes Buch!!! Lese gerade das 2te Buch "Kalte Asche", warte aber scohn gespannt auf den dritten Teil
Empfehlung !
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Kurz gesagt: Tolles Buch, sehr spannend ! Lese wenig, dieses Buch hat mich begeistert und so habe ich es an 2 Tagen durchgelesen. Die meisten Bücher sind bei mir ansonsten eher 2 Monate im Gebrauch. Das sagt schon alles :)
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Produkt-Bild: Die Welt ist nicht immer Freitag

Die Welt ist nicht immer Freitag von Horst Evers

Taschenbuch von Rowohlt TB-V. Rnb.
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 4,90

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499242516, Erscheinungsdatum: Juli 2006, Auflage: 2., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Die Welt ist nicht immer Freitag

5 Kundenrezensionen:

Der Charme des Kleinen Mannes!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Den bringt uns Horst Evers mit seiner Kurzgeschichtensammlung Die Welt ist nicht immer Freitag auf angenehm liebenswerte Art und Weise näher. Wenn ein Buch in der 9. Auflage verlegt wird, muss der Inhalt schon den ein oder anderen Leser begeistert haben. Die Geschichten aus der Welt des Horst Evers, geboren in Diepholz, lange Zeit in Berlin lebend, und immer mit einem Blick ins Herz des Kleinen Mannes unterwegs, sind dazu bestens geeignet.

Wollten sie schon immer etwas über Sex in der Wahlkabine wissen? Oder wie abtörnend es für die Angebetete des beabsichtigten One Night Stands ist, wenn der Auserwählte auf dem Klo einschläft? Interessieren sie sich für das Berliner U-Bahn-Netz, vor allem für die Endhaltestellen, an denen man geweckt wird, wenn man mal wieder seine Station verschlafen hat? Oder sind sie eher der Typ, der sich für das Leben um die Jahrtausendwende erwärmen kann? Egal, was sie bewegt, Horst Evers kann ihnen da ganz sicher mit ein paar Tipps aus dem Leben eines würdevollen Verlierers zur Seite stehen. Kurz, knapp und bündig hat er selbst zu schwierigsten Themen etwas zu sagen. Und zwar so, dass wir alle das verstehen. Was will man mehr?

Vielleicht ist Die Welt ist nicht immer Freitags nicht unbedingt der ganz tiefsinnige, wahnsinnig nachdenkliche Humor, der auf dem nächsten Humoristikfestival preisgekrönt wird, aber den will Evers vermutlich auch nicht abliefern. Dann schon lieber straight vom Magen in den Kopf, ein Witz für den Kleinen Mann. Das ist verdammt lustig, macht Spaß auf mehr und lässt sich gut lesen. Wie Horst Evers sagen würde: "Jetzt ist erst mal wieder Schluss mit Denken!"
Muß man nicht gelesen haben
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ich war von dem Buch wirklich enttäuscht. Aufgrund der Rezensionen freute ich mich auf eine lustige Urlaubslektüre, aber habe mich gelangweilt und geärgert dieses Buch überhaupt gelesen zu haben. War das erste Buch, daß ich nachdem Lesen sofort entsorgt habe.
mhm, naja.. gelacht hab ich schon mal
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
.. wie gesagt, gelacht hab ich ein paar mal. allerdings fand ich es oft sehr (sorry) dämlich. irgendwie hatte ich mir be den vielen guten rezensionen mehr erhofft.
also mein fall isses nicht
Humor aus dem Alltag :)
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"Die Welt ist nicht immer Freitag" ist eine Ansammlung von kleinen, leider eher zusammenhanglosen Geschichten, die jeden zum Lachen bringen werden.
Der Autor erzählt von seiner Faulheit im Alltag, Wehleidigkeit bei Erkrankungen, seinen Frauengeschichten.
Horst Evers ist klasse
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich hab dieses Buch eigentlich nur wegen des schönen Covers gekauft (gestaltet von Bernd Pfarr) und war dann aber auch sofort vom Inhalt begeistert. Horst Evers schreibt ähnlich aber nicht so elegant und genial wie Max Goldt - aber nun gut - wer kann das schon? Horst Evers Geschichten sind trotz alledem lustig, nett, erheiternd und beschwingt.

Und unbedingt empfehlenswert: Horst Evers Lesungen sind spitze!! Egal ob Fan oder absoluter Lese-Muffel - JEDER geht begeistert aus einer Horst Evers-Lesung!
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Produkt-Bild: Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit

Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit von Dietrich H. W. Grönemeyer

Gebundene Ausgabe von Rowohlt Verlag GmbH
Preis bei Amazon: EUR 19,90

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3498025031, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit

5 Kundenrezensionen:

Unverzichtbares Nachschlagewerk der wichtigsten Volkskrankheiten
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Es ist sicher eine Generationsfrage, ob man bestimmte Krankheiten hat, über sie spricht oder darüber Bescheid weiß. Ein grundlegendes Wissen über die wesentlichen Krankheitsbilder im Alltag zur Verfügung zu haben, ist jedoch nie von Schaden. So sollte in jedem Haushalt ein Nachschlagewerk mit Stichworten zu Erscheinungsbild und Erstbehandlung diverser Krankheiten bereit stehen.

Gut ist es, wenn es ein Buch in der Qualität des Neuen Grönemeyer'schen Hausbuches ist. In gut zu lesenden Fließtexten erläutert der Autor die infrage kommenden Symptome, Ursachen, Hintergründe und Behandlungsmöglichkeiten zu allen erdenklichen Krankheiten. Dabei wird deutlich, dass ihm stets das Wohlbefinden des Menschen wichtig ist und dass er es zudem vermeidet, vorschnell Medikamente oder teure Medizinprodukte zu empfehlen. Vielmehr zeigt er die oft auch alternative Möglichkeiten zur Schulmedizin durch Naturheilverfahren auf.

Meistens beschreibt der profunde Arzt die Krankheitsbilder und beantwortet dann die üblicherweise von Patienten gestellten Fragen. Dieser Praxisbezug macht es leicht, eigene Anschlüsse in den Antworten zu finden. Der Aufbau des Buches ist weniger lexikalisch und nicht alphabetisch geordnet, was es einerseits attraktiver zu lesen macht, andererseits jedoch erschwert, konkrete Informationen zu bestimmten Krankheitsbildern zu finden. Allerdings gibt es am Ende des Buches ein Stichwortverzeichnis, was dieses Manko ausgleicht.

Diese Enzyklopädie sollte wirklich in keinem Haushalt fehlen. © 12/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
Kauf ist unnötig.
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Der Kauf dieses Buches ist unnötig, wenn ein PC vorhanden ist. Die Erkenntnisse dieses Professors sind nicht neu. Man hat den Eindruck alles schon einmal in anderen Büchern dieser Art gelesen zu haben.

Alle Krankheiten etc. kann man im Internet (z.B. Internet Doctor Seiten) wesentlich aktueller und ausführlicher nachlesen und noch mehr Aussagen bei dem Internet "googeln" finden als in diesem Buch.

Privat habe ich den Eindruck, dass dieser Professor aufgrund seiner augenblicklichen Popularität nur "Kohle" machen will.
Hervorragendes Nachschlagewerk für Jedermann
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Per Zufall bin ich während meines Weihnachtseinkaufs auf das Buch gestoßen, wobei ich schon seit längerem ein solches gesucht habe, welches mir als Laien bei medizinischen Fragestellungen verständlich und anschaulich weiterhilft.

Egal ob es sich um Allergien handelt oder Herz-Kreislauf Erkrankungen, das Hausbuch der Gesundheit erklärt anschaulich und gibt nützlich Tipps. Gerade die zahlreichen tollen Illustrationen und verschiedenen Fachrubriken (z.B. Gesund ernähren, Hintergrundwissen, Drei Fragen an den Arzt) verhelfen zu einem besseren Verständnis. Herauszustellen ist auch das Kapitel 'Hilfreiche Internet-Links' (Seiten 588ff.) mit einer verlässlichen Aufführung der Webseiten von medizinischen Fachgesellschaften, da man sich im 'Internetdschungel' und den Millionen von Veröffentlichungen heutzutage ja nur schwer zurechtfindet.

Fazit: Endlich ein richtig gutes Nachschalgewerk zum Thema Gesundheit.
Sollte in keinem Haushalt fehlen...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Hallo zusammen... Ich habe das Hausbuch von Herrn Prof. Dr. Grönemeyer für meine Großeltern zu Weihnachten gekauft. Nach einer umfangreichen Begutachtung wollte ich euch jetzt kurz meinen Eindruck dazu schildern... In meinen Augen bietet das Buch eine sehr umfangreiche und leicht verständliche Hilfe, sowohl bei kleinen Wehwehchen als auch bei komplexen medizinischen Zusammenhängen. Viele detaillierte Fotos, Grafiken und Illustrationen vermitteln einen guten Einblick in die menschliche Anatomie und die Möglichkeiten der modernen Medizin, zahlreiche Tipps von Herrn Prof. Dr. Grönemeyer und anderen Berufskollegen geben aber auch nützliche Hilfestellungen bei kleinen alltäglichen Problemen. Gegen diese ist man mit dem Buch bestens gewappnet, weswegen es meiner Ansicht nach in keinem Haushalt fehlen sollte. Da ich finde das knapp 20¬ für ein Werk solchen Umfangs völlig in Ordnung gehen gibt es hier von mir die volle Punktzahl.
Ein innovatives Hausbuch der Gesundheit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Ich möchte den Menschen die Angst vor dem Arzt und der Medizin nehmen." Dieses Ziel vertritt Professor Dr. med. Dietrich Grönemeyer in seinem neuen Hausbuch der Gesundheit. Fast jeder hat so ein allgemeines Gesundheitsbuch im Bücherregal stehen, das zwar gute Tipps enthält, aber meist wenig innovativ, oft ein wenig verstaubt und veraltet ist.

"Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit" will ein grundlegendes Verständnis für die körperlichen Zusammenhänge vermitteln und ausgewählte Krankheitsbilder von Alltagserkrankungen so verständlich erklären, dass Patienten gut informiert das Gespräch mit dem Hausarzt suchen können. Unterstützt von einem Expertenteam bietet Grönemeyer Rat und Informationen zu den großen Volkskrankheiten, aber auch zur Anatomie und zur Medizintechnik. Alles ist in verständlicher Sprache beschrieben, und in jedem Satz merkt man die Begeisterung des Autors für sein Thema, das große Engagement des Arztes für den Menschen, der immer im Mittelpunkt steht.

Dietrich Grönemeyer lässt uns an der Faszination des Wunderwerks "Körper" teilhaben, das auf unglaubliche Weise exakt funktioniert. Er betrachtet den Menschen als ein "Gesamtkunstwerk", für dessen Gesundheit immer Körper, Geist und Seele gleichermaßen wichtig sind. Viele Menschen leiden heute unter der Seelenlosigkeit der modernen Hightech-Medizin, haben Ängste vor den Spezialisten, die den Menschen gar nicht kennen, nur seinen Körper behandeln. Grönemeyers Vision von der "Medizin der Zukunft" bezieht den Fortschritt der westlichen Schulmedizin genau so ein wie das uralte Wissen, die Riten und die Heilverfahren anderer Kulturen, wie z.B. die chinesische oder ayurvedische Medizin. Und er fordert, die Psyche der Patienten stärker zu berücksichtigen, z.B. verursacht Angst in Deutschland jährlich Schäden in Höhe von etwa 60 Milliarden Euro.

Das umfassende und interessante Buch ist wissenschaftlich fundiert, gut lesbar und auch für Laien verständlich. Dazu trägt auch die ansprechende Gestaltung bei, der Inhalt wird durch farbige Kästen, Zusammenfassungen, Listen, Bilder und Grafiken veranschaulicht und erläutert. Nach einer umfassenden Einführung zum Thema Gesundheit folgt im Hauptteil des Buches die Darstellung der Volkskrankheiten. Zu jedem Themenbereich gibt es eine Einführung in das Körperwissen, dann folgt eine Beschreibung der Techniken in Diagnose und Therapie. Anschließend werden die wichtigsten Gesundheitsstörungen in Bezug auf Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten erläutert. Besonders gut gefallen mir die "Drei Fragen an den Arzt" am Ende jeden Kapitels.

Im dritten Teil findet sich ein Lexikon der Symptome, Syndrome und Beschwerden mit kurz gefassten Artikeln. Im vierten Teil folgen dann Erläuterungen zu den Themen Hausapotheke, Hausmittel, Heilkunde für die Hausapotheke, Vitamine, Erste Hilfe, Reisemedizin. Ergänzt wird dieser informative Teil durch hilfreiche Internet-Adressen, ein Verzeichnis der Abkürzungen und medizinischen Begriffe, das "Dankeschön" des Autors an alle Mitarbeiter, die Vorstellung der beteiligten Ärzte sowie ein ausführliches Stichwortverzeichnis für Patienten.

Dem Rowohlt Verlag ist nicht nur für dieses innovative Buchprojekt zu danken, sondern auch für den günstigen Preis, der es jedem ermöglicht, sich das Buch anzuschaffen.

Sehr empfehlenswert! Dieses Werk sollte in keinem Haushalt fehlen.
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Produkt-Bild: Die Vermessung der Welt.

Die Vermessung der Welt. von Daniel Kehlmann

Broschiert von Rowohlt
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 3,99

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499241005, Erscheinungsdatum: Februar 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Vermessung der Welt.

Aus der Amazon.de-Redaktion


Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher.
Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen.
Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman -- und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. --Christian Stahl

Amazon.de Audiobook-Rezension


In seinem fünften und bisher besten Roman widmet sich der junge Daniel Kehlmann gleich zwei großen Geistern der an deutschen Genies reichen Epoche des 19. Jahrhunderts. Abwechselnd lässt er Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt die Welt erforschen und vermessen, am Ende begegnen sich die beiden, inzwischen alt und berühmt geworden, in Berlin. So leicht, geistreich und zugleich witzig ist schon lange nicht mehr über deutsche Dichter und Denker erzählt worden, über die allzumenschliche Lächerlichkeit auch im Genial-Erhabenen. Ob das alles wirklich so war, fragt der glückliche Leser nicht, auch wenn die leicht karikaturhaften Züge nicht zu leugnen sind. Etwa wenn Humboldt mit seinem Begleiter Bonpland von Paris nach Madrid reitet, um dort am Hof um die Erlaubnis für seine erste Südamerikaexpedition anzusuchen, sie aber einfach nicht vorankommen, weil Humboldt nicht aufhören kann, nebenbei zu messen und zu forschen: “Ein Hügel, von dem man nicht wisse, wie hoch er sei, beleidige die Vernunft, mache ihn unruhig. Ohne stetig die eigene Position zu bestimmen, könne ein Mensch sich nicht fortbewegen. Ein Rätsel, wie klein auch immer, lasse man nicht am Wegesrand.“
Gäbe es einen Preis der prägnantesten Hörbuchstimmen, hätte Ulrich Matthes sicher gute Chancen. Es genügen wenige Worte, um ihn zweifelsfrei zu erkennen. Unverkennbarkeit einerseits, grandioser Schauspieler andererseits, wie Matthes in zahlreichen Stücken, Filmen und Hörbüchern bewiesen hat. Auch aus dem Kehlmann-Roman macht er ein akustisches Ereignis und vermag die Wirkung dieses glänzenden Stücks Literatur noch strahlender zu machen. Dringend zu empfehlen!
Spieldauer: ca. 345 Minuten, 5 CDs, Hörbuchfassung des Autors
--Christian Stahl
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5 Kundenrezensionen:

Völlig überbewertet!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Inhaltlich wurde zu diesem Buch wohl schon alles geschrieben, deshalb gebe ich hier nur meine Meinung dazu wieder.
Neugierig geworden, weil sich das Buch sowohl sehr lange auf den Bestsellerlisten hielt als auch von der Kritik hochgelobt wurde, habe ich es nun auch gelesen. Und ich war mehr als enttäscht! Leben und Werk von Gauß und Humboldt werden tatsächlich nur skizzenhaft dargestellt (wenn überhaupt) und die "skurrilen" oder "ironisch dargestellten" Eigenheiten der beiden sind einfahc nur lächerlich. Der gesamte Schreibstil hat mir überhaupt nicht gefallen. Er mag originell und außergewöhnlich sein, ist deshalb aber noch lange nicht gut. Ich habe mich selten so sehr gequält, ein Buch zu Ende zu lesen. Es kommt überhaupt kein Lesefluss auf!
Lesevergnügen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Wer hätte das gedacht: ein deutscher Autor schreibt einen intelligenten und interessanten Roman mit Humor und leichter Feder! Schon dafür hat Daniel Kehlmann einen Preis verdient. Mit viel dichterischer Freiheit beschreibt er Leben und Werken der Wissenschaftler Gauß und Humboldt. Beide versuchen auf ihre Art, die Natur zu verstehen. Und kommen am Ende ihres Lebens zu weisen Einsichten ganz anderer Art als gewohnt.

Es bringt ganz einfach Spaß, diesen Roman zu lesen. An keiner Stelle erhebt er den Anspruch, authentisch zu sein. Aber er regt zum Nachdenken darüber an, was vor unserer Zeit alles gedacht und erforscht wurde (und vor allem unter welchen Umständen). Man kann sich beim Lesen gern mal fragen, wo man selber heute stehen würde, hätte es solche und ähnliche Menschen wie Gauß und Humboldt nicht gegeben.
Wie national ist die "Vermessung der Welt"?
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Daniel Kehlmanns "Vermessung der Welt" ist in meinen Augen sein handwerklich ausgereiftestes Werk. Kehlmann bringt viele seiner vorher erprobten schriftstellerischen Ideen zum Einsatz. Das Spiel mit Fiktion und Wirklichkeit und Humor sind dabei am wichtigsten.

Doch hat der Roman auch eine bedenkliche Seite: mir drängt sich nämlich der Eindruck auf, dass Daniel Kehlmann mit der "Vermessung der Welt" trotz der darin enthaltenen Ironie die Idee einer nationalen deutschen Kultur liefert, auf die man wieder stolz sein kann.

Es scheint mir das passende Buch zu einer Republik zu sein, die gerade dabei ist, (mental und in echt) ihre Preußenschlösser wiedezuerrichten.
"Erklärt" den essentiallen Unterschied zwischen einem Entdecker und einem Forscher
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Kurz: Einfach genial. Meine Wissenschaftler und Geschichtsinteressierter: Dieses Buch "erklärt" den essentiallen Unterschied zwischen einem Entdecker und einem Forscher. Ein Buch was man gerne am Stück liesst. Vorzüglich geschrieben, aber eventuell langweilig für jene die sich nicht durch die Manie des Wissensgewinns begeistern können. Höchstnote.
beste Unterhaltung....
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Zugegeben, ich habe sehr lange "die Vermessung der Welt" auf den Schreibpults und Wohnzimmertischen und auch in den Bücherregalen meiner Bekannten und Freunden ignoriert; hauptsächlich deshalb, weil mich Massenhysterie für gewöhnlich bremst. Dann schließlich, im Frühjahr 2008, habe ich mich erbarmt und mir still und leise und unbemerkt die Taschenbuchausgabe vorgeknüpft und ich muß sagen: ich war auch infiziert und fasziniert von Sprache und Phantasiewelt eines D. Kehlmanns. Einziges Manko war für mich der pädophile Anstrich, mit dem Kehlmann Humboldt bekleckerte. Das könnte auf den heutigen Zeitgeist zutreffen, aber eher nicht auf preußischen Verklemmtheiten im 19. Jht.
Jedenfalls: ein großer Wurf, ein literarisch unterhaltsames Werk, welches durchaus in gutbestückte Heimbibliotheken gehört.
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Produkt-Bild: Der Mathematikverführer: Zahlenspiele für alle Lebenslagen

Der Mathematikverführer: Zahlenspiele für alle Lebenslagen von Christoph Drösser

Broschiert von Rowohlt Tb.
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 6,00

ISBN: 3499624265, Erscheinungsdatum: Dezember 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Der Mathematikverführer: Zahlenspiele für alle Lebenslagen