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IT-Projektmanagement kompakt von Pascal MangoldTaschenbuch von Spektrum Akademischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 12,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3827419379, Erscheinungsdatum: Oktober 2008, Auflage: 3., erweiterte Aufl. |
Aus der Amazon.de-RedaktionPascal Mangold hat IT-Projektmanagement kompakt mit dem Ziel geschrieben, eine Brücke zwischen Literatur zu Softwareentwicklung, Projektmanagement, Qualität und Führung zu schlagen, die mehr als nur eine weitere Auflistung von Techniken darstellt, sondern endlich einmal Antworten auf Fragen gibt, die sich der Leitung in jedem IT-Projekt immer wieder erneut stellen. So klein und schmal das Büchlein auch ist, Mangold hat sein Ziel erreicht. Neu an der 2. Auflage sind Überarbeitungen, Erweiterungen und Anpassungen sowie ein Index. Ansonsten die gewohnte Mangold'sche Lösungsformel: Ehrlichkeit (sich selbst und anderen gegenüber), Realität(sinn) und Erfahrung, zusammen gemixt in kurzen, prägnanten Texten. Im Schlusswort formuliert Mangold die Essenz seines Buches so: "Es ist wie mit vielen anderen Dingen auch: Um etwas schlecht zu machen, gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Um es gut zu machen nur eine handvoll. Diese wenigen Möglichkeiten zu erkennen und konsequent zu nutzen, muss das Bestreben eines guten Projektmanagers sein." Treffend formuliert nach knapp 100 Seiten Taschenbuchformat. IT-Projektmanagement kompakt ist eine Lektüre, die sich lohnt, schon allein weil Aufwand und Zeit im unglaublich günstigen Verhältnis zum Erkenntniswert steht. Mangold nimmt kein Blatt vor den Mund und insgeheim hat man/frau (Projektleiter/in) sich vielleicht auch schon so manches gedacht. So zusammengefasst und auf den Punkt gebracht gab es das jedoch bestimmt noch nicht zu lesen. Als Anregung, Leitfaden oder Bestätigung für IT-Projektleiter unbedingt empfehlenswert. --Wolfgang Treß 5 Kundenrezensionen:Knackiger Themeneinstieg mit Spaßfaktor 5 von 5 PunktenIch bin seit über 5 Jahren Projektmanager und habe selbst die Entwicklung eines Projektmanagement-Tools gemanagt. Um nun auch etwas theoretisches Hintergrundwissen nachzulegen, habe ich das Buch "IT-Projektmanagement kompakt" gelesen - mit großer Freude, unzähligen Aha-Erlebnissen und lächelnder Zustimmung: Super Buch, das nicht im geringsten theoretisch, sondern sehr praktisch orientiert und gleichzeitig unterhaltsam geschrieben ist. Es lässt sich locker in 1-2 Tagen lesen und gibt dabei einen guten Einblick in den Prozess, die Methoden und Stolpersteine des IT-Projektmanagements. Der Autor ruft sogar persönlich an ... 5 von 5 PunktenAlles einfach kurz und gut beschrieben - Absolute Top-Hilfe für den Projektalltag. Ohne Bürokratie und Theorie kurz und gut beschrieben. Findet man die Internetadresse für die Vorlagen nicht im Buch, ruft der Autor auch mal persönlich an und sagt einem wo diese zu finden sind. Absolute Super Investition! Dieses Buch macht Mut 5 von 5 PunktenIch habe in meiner Arbeit als Software-Entwickler schon mit unterschiedlichsten Projektleitern zusammengearbeitet und war einfach mal neugierig ein Buch zu lesen, welches eigentlich eher für diese geschrieben ist. Dadurch habe ich einen sehr guten Einblick in die Aufgabenstellungen und Probleme erhalten, denen man sich als IT-Projekt-Manager gegenübergestellt sieht. Und es hat mir ermöglicht über meine bisherigen Erfahrungen in der Arbeit zu reflektieren und festzustellen welche Projekte gut und welche weniger gut geführt wurden. Durch seinen interessanten und auch amüsanten Schreibstil schafft es der Autor einem immer wieder zu Gedanken der Art: "Ja genau, das haben wir damals schlecht gemacht", "Das war damals eine gute Entscheidung vom Projektleiter", ... zu bringen. Das Wichtigste für mich an dem Buch war aber: Nach einigen, doch auch frustrierenden, Projekten und "never-ending-stories" macht es mir Mut, zu sehen, dass einige Projektleiter erkannt haben, dass es mit der Hau-Ruck- und Das-wird-schon-irgendwie-gehen-Methode selten zu einem zufriedenstellenden Projektabschluss kommt und wie wichtig ein gutes IT-Projektmanagement ist. Ich hoffe, dass möglichst viele weitere dieses Buch lesen und die Erkenntnisse daraus in ihren Betrieb mit einfließen lassen. Das kann nur zu einem stressfreieren und effektiveren Arbeiten in der IT-Branche führen. Geschenk des Himmels oder Werkzeug des Teufels? 5 von 5 PunktenKurz zum Background: Als Softwareentwickler mit nun fünf Jahren Berufserfahrung (bei vier Firmen, bzw. Konzernen) bin ich gegenwärtig wieder mal auf Arbeitssuche. Ich hatte es einfach bei den letzten Firmen nicht länger als max. 12 Monate "ausgehalten". Ich stellte mir schon die Frage ob ich den falschen Beruf erlernt hatte, denn in meiner Freizeit ist Entwicklung mein absolutes Hobby - auch hier mit Planung (Sourcecode-Verwaltung, Quellcode, Datenbank- und Schnittstellendokumentation, Design, Schätzungen, Meilensteine) ... das macht mir verdammt viel Spass, nur mit der Arbeit klappte es bisher nicht. Das war Chaos in Reinstform und Montag morgens wünschte ich mir den Freitag. Das hält man natürlich nicht lange durch und kündigt dann natürlich. Der Hammer folgte dann immer auf die Kündigung. Die wollten mich nicht gehen lassen, was ich nicht verstanden habe, da ich gegen Ende immer total unmotiviert war und schon imo wenig für das Unternehmen rauskam. Wahnsinn, ich schränke mich total ein bei der täglichen Arbeit und die sind auch noch zufrieden mit mir, das ist doch der totale Wahnsinn. So bin ich jetzt in einer Phase der Selbstfindung und bin in dieser auch bei diesem Buch gelandet und mir war eigentlich aufgrund der Rezensionen schon klar, dass es sich für mich lohnen würde. Beim Durchlesen dann musste ich sehr oft (teils mit Freudentränen) aufgrund der Déjà-vu-Erlebnisses laut lachen. Das Buch ist imo eine Pflichtlektüre für alle Beteiligten (Management, Entwicklung und Kunde) - hier seien die Qualitätshinweise am Anfang des Buches besonders zu nennen ... ob es für mich beruflich hilfreich war ist eher fraglich, denn nach jetzt wieder 15 Vorstellungsterminen und tatkräftigem Nachfragen nach den internen IT-Prozessen sehe ich nicht mehr als 12 Monate Zukunft in solchen Unternehmen. Folgende Antworten sind leider an der Tagesordnung: "Wir stecken bis Hals über Kopf in Arbeit; Ziel ist, dass Sie das Projekt XYZ übernehmen (mit veralteten Technologien entwickelt) - die Entwickler haben leider unser Projekt verlassen und Dokumentation ist auch spärlich oder nicht vorhanden; einer sagte Quick 'n' Dirty Löungen brauchen wir nicht, uns reicht quick völlig aus ... usw .. usw ... ich könnte da Stunden so weiterschreiben - vielleicht sollte ich mir dann ein anderes Betätigungsfeld suchen und meinen gegenwärtigen Beruf als Hobby (mit Qualität) erhalten. Daher bin ich mir nicht ganz sicher ob dieses Buch ein Geschenk des Himmels ist oder ein Werkzeug des Teufels ;) Ein kleines (Pflicht-)Meisterwerk 5 von 5 PunktenSchwer zu glauben, dass man alles Wissenswerte zu einem scheinbar derart komplexen Thema wie dem IT-Projektmanagement in so ein dünnes und kleines Buch packen kann - und doch wage ich zu behaupten, dass dieses kompakte Werk wohl selbst das eine oder andere hunderte Seiten dicke Referenzwerk in den Schatten stellt. Selten traf das Sprichwort: "Qualität vor Quantität" so gut zu, wie hier. Wer jeden kleinen Punkt, jede Phase, jede Methode, jedes Model, jeden Schritt bis ins Kleinste erklärt haben möchte, wird mit diesem Buch genauso wenig glücklich, wie vermutlich mit dem IT-Projektmanagement selbst - dies ist aber auch nicht das Ziel dieser Lektüre. Statt den Leser mit einer Fülle an Informationen zu erschlagen, von denen man 95% wieder vergessen hat, wenn man am Ende des Buches ankommt, verfolgt der Autor einen gänzlich anderen Ansatz. Selbstverständlich werden alle Punkte und Phasen erklärt, kompakt und übersichtlich, um dem Leser einen sehr guten Überblick zu geben, ohne ihn gleich zu erschlagen. Viel wichtiger ist jedoch, dass das Buch - insbesondere dem Neuling, aber auch dem verblendeten Veteran - direkt und ungeschminkt vor Augen hält, worauf es wirklich beim IT-Projektmanagement ankommt und worauf nicht. Unterstützt durch einen lockeren und sehr zugänglichen Schreibstill, hinterfragt der Autor viele typische Scheuklappen-Denkmuster und analysiert kritisch und super-ehrlich die Ist-Situation in vielen IT-Firmen, statt das heile Bild einer perfekten EDV-Welt zu malen. Dieses Buch ist wie ein Schlüssel für die erste Tür. Die erste und wichtigste Lektion. Das Fundament. Das ist der Teil, den man gelesen, verstanden und nach Möglichkeit verinnerlicht haben sollte - dann kann man sich immer noch mit 300 Seiten langen Abhandlungen zu Projektstrukturplänen und 500 Seiten dicken Wälzern über das "Change Management" herumschlagen. Klar zeigt es nur den Weg - gehen (wollen) muß man ihn schon selber. Trotzdem sind meiner bescheidenen Meinung nach 5 Sterne nicht genug für dieses kleine und soooo wahre Meisterwerk. |
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Mathematik von Tilo Arens, Frank Hettlich, Christian Karpfinger, Ulrich Kockelkorn, Klaus Lichtenegger, Hellmuth StachelGebundene Ausgabe von Spektrum Akademischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 69,95, Angebote ab EUR 65,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3827417589, Erscheinungsdatum: März 2009, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Super Buch auch für Mathematiker 5 von 5 PunktenDiese Mathematik-Monumentalwerk ist meines Erachtens genauso gut für Mathematik-Studenten zu empfehlen. Ich bin selbst Mathematiker und hätte zu meiner Studienzeit gerne so ein Buch gehabt. Es werden zwar nur die eher anwendungsorientierten Gebiete der Mathematik behandelt (es gibt also keine Topologie, Algebra o.ä.) aber mehr wollten die Autoren auch nicht. Zu manchen mathematischen Gebieten die man während des Studiums eher abstrakt kennengelernt hat werden in diesem Buch nachvollziehbare konkrete Beispiele gebracht und ich entdecke, obwohl ich mittlerweile promoviere und die Theorie eigentlich "drauf" haben sollte immer noch neue Aspekte hinzu. Als Mathematiker genügt dieses Werk wohl sicher nicht, aber als Beiwerk ist es sicherlich ein treuer Begleiter! Meine Aufforderung an die Verfasser: wie wäre es mit einem weiteren Band über reine Mathematik :-) Der Halliday für die Mathematik 5 von 5 PunktenKennern und Liebhabern von Physikbüchern wie dem Halliday oder dem Tipler wird dieses Buch sicher sehr gut gefallen. Es stellt ein knapp 1500 Seiten starkes Lehr- und Übungsbuch der Mathematik dar, das von den Autoren hauptsächlich für Leute / Studenten geschrieben wurde, die es mit angewandter Mathematik zu tun haben. Primär also für Ingenieure und Naturwissenschaftler. Da jedoch nicht an der Exaktheit der Formulierungen gespart wurde, ist es sicherlich auch ein eben so interessantes Buch für Mathematikstudenten. Ziel der Autoren war es, ein Werk zu schaffen, das Mathematikinteressierte vom ersten Semester bis in das Berufsleben und darüber hinaus begleitet. Das Buch ist zunächst in 6 große Hauptkapitel mit vielen Unterkapiteln gegliedert. Diese 6 sind - Einführung und Grundlagen - Analysis einer reellen Variable - Lineare Algebra - Analysis mehrerer reeller Variablen - Höhere Analysis - Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik Hervorzuheben ist die, wie aus den oben genannten Vertretern der Physik gewohnte, durchgehend vierfarbige Gestaltung des Buches sowie eine Vielzahl von Zwischenfragen, die das zuvor gelesene noch einmal vertiefen sollen, durchgerechnete Beispielaufgaben sowie eine große Menge an Übungsaufgaben. Die Besonderheit hierbei ist, dass es zu jeder Übungsaufgabe (im Buch selber oder im Internet) Lösungshinweise gibt, für den Fall, dass man einfach keinen Ansatz findet und nicht gleich die Musterlösung zu Rate ziehen will. Dieses Vorgehen stellt eine große Motivationsspritze dar und verbessert die Vermeidung von Selbstbetrug durch den direkten Blick auf die Musterlösung. Die Texte sind mathematisch exakt aber eben so klar und verständlich geschrieben. Schön sind die "Anwendung"s-Seiten, auf denen das gelernte der vorherigen Seiten anhand von Beispielen aus dem Alltag oder anderen wissenschaftlichen Disziplinen einmal praktisch angewendet wird. Alles in allem also ein wunderbares Buch, das sich zum Erlernen neuer Themen, Schließen alter Wissenslücken sowie als Nachschlagewerk und ständiger Begleiter bei Übungsaufgaben und Klausurvorbereitungen bestens eignet. Auch, wenn der Preis von knapp 70¬ kein Schnäppchen ist, so stimmt das Preis/Leistungsverhältnis meiner Meinung nach auf jeden Fall. Monumental 5 von 5 PunktenSo lässt sich das Buch, glaube ich, am besten Beschreiben. Dabei kommt die Klasse nicht zu kurz: ich bin Student für Mathe/Physik LA RS und bin von dem Buch begeistert! Der didaktische Aufbau ist sehr gut. Es gibt natürlich kleinere Tippfehler. Das tut meinem positiven Eindruck allerdings keinen Abbruch. Fazit: Allen Studenten, für die Mathematik zum Grund- und/oder Hauptstudium gehört, dringendst ans Herz gelegt! Ein geniales Werk 5 von 5 PunktenDas Buch ist absolut spitze! Empfohlen wurde es mir von meinem Mathematikprof. Tolle Erklärungen, viele Beispiele sowie Blicke über den Tellerrand der Mathematik hinaus. Wer damit Mathe nicht versteht sollte sich wirklich Gedanken machen, ob er nicht vielleicht nach anderen Talenten schürfen sollte. Es ist gerade für mich als Studenten (Elektrotechnik und IT) toll, dass ich in diesem Buch gleich zum Gelernten Anwendungsbeispiele finde, die wirklich praxisrelevant sind. Der Gedanke "warum soll ich das eigentlich lernen???" kommt praktisch nicht auf. Schön ist auch, dass die Sprache relativ bodenständig ist, es fehlen also die ständigen: "Sei x element der Komplexen Zahlen, dann gelte:... usw." Zu dem Buch gibt es eine passende Webseite, auf der man Fragen zu den Themen des Buches stellen kann, die dann von den Autoren beantwortet werden. Außerdem findet man dort immer einen aktuellen Bericht über Druckfehler (die halt mal passieren können) sowie die Lösungen zu den Aufgaben. Und wer gar nicht genug bekommen kann findet dort dann auch noch zusätzliche Artikel zu den Vertiefungen im Buch, so dass man vor lauter Vertiefungen (die das Buch aber nur als Bonus anbietet) nicht mehr weis, wo einem der Kopf steht. Das Buch ist definitiv jeden einzelnen Cent wert! Als Taschenbuch ist es aber nicht geeignet ;-) Das hätte es zu meiner Studienzeit geben sollen... 5 von 5 PunktenWow, das ist das Buch, das mir zu meiner Studienzeit gefehlt hat! Im Gegensatz zu manch anderem Mathematikbuch sind sich diese Autoren nicht zu schade die Mathematik in verstaendlicher Sprache zu erklaeren. Waehrend andere Buecher Satze und Definitionen ohne grosse weiteren Erklaerungen bieten, werden Sachverhalte hier erklaert, wie ein guter Dozent das in Worten in einer Vorlesung oder einem Tutorium machen sollte. Das Buch deckt dabei auch allerlei tiefergehende Themen ab und scheint damit sehr komplett(im Gegensatz zB zum "Papula") Die Aufmachung und Darstellung ist ebenfalls sehr schoen -- das Buch scheint die mathematische Antwort auf den "Gerthsen" oder den "Tipler" in der Physik zu sein. |
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Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens von Manfred SpitzerTaschenbuch von Spektrum Akademischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 20,00, Angebote ab EUR 16,50 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3827417236, Erscheinungsdatum: Sept. 2006 |
Aus der Amazon.de-RedaktionNeueste Ergebnisse der Hirnforschung im Plauderton. Die vergangenen zehn, 15 Jahre haben hier Erstaunliches ergeben: Lernen funktioniert in vieler Hinsicht anders, als bisher angenommen. Der Autor möchte zeigen, dass tief greifende Reformen von Schule und Bildungswesen unausweichlich sind. Wichtig für Eltern, Erzieher, Lehrer und Professoren. Nicht alles wirkt dann sensationell: Dass ständiges Abprüfen gerade erworbenen Wissens dazu führt, dass unser Hirn nach der Klassenarbeit Gelerntes sofort wieder vergisst, lehrt die Erfahrung. Dass niemand unter Angst und Schrecken nachhaltig lernt, auch. Aber dass sich die altbekannte Beobachtung, nur ein von seiner Sache begeisterter Lehrer erziele Erfolge, biologisch begründen lässt, ist dann doch bemerkenswert. Achtung: Spitzer geht weit über Schul- und Lernfragen hinaus! Warum sterben wir eigentlich nicht, wenn unsere Fortpflanzungsaufgabe erfüllt ist? Ist das Leben wirklich nur rücksichtsloser Kampf? Oder lassen sich für solidarisches Handeln Gründe in der bio- und psychologischen Konstitution des Menschen finden? Ein Buch, über das man sich unterhalten möchte, wenn man es gelesen hat -- dem Rezensenten geht es jedenfalls so: gut also zum Verschenken an Partner und Freunde. Kleine Warnung: Zwar schreibt Spitzer durchaus klar, an vielen Stellen sogar witzig. Aber die Schilderungen von Versuchen, mit denen dieses oder jenes in der Wissenschaft nachgewiesen wurde, erfordern einige Konzentration, vor allem bei Lesern, die mit der Welt der Experimente nicht vertraut sind. Zum Glück fasst der Autor die Ergebnisse immer wieder knapp und anschaulich zusammen. Fazit: Am Ende des Jahres mit dem Pisa-Schock ein Buch, das nicht so schnell veralten dürfte. --Michael Winteroll 5 Kundenrezensionen:Konsequenzen für das Lernen in der Schule 5 von 5 PunktenSpitzer stellt in seinem Buch informativ und verständlich die Funktionsweisen des menschlichen Gehirns dar, insbesondere im Hinblick auf das Lernen. Kernaussage seines Buches ist, dass der Mensch nicht nicht lernen kann, auch wenn er sich darüber nicht immer bewusst ist. Daher ist es sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, inwiefern das Lernen positiv beeinflussbar ist. War den Reformpädagogen und vielen Laien schon immer - aus welchen Gründen auch immer - klar, dass Lernen positiv beeinflussbar ist durch Aufmerksamkeit, Emotionen und Motivation, so bietet Spitzer die neurobiologische Fundierung für diese Annahmen. Doch bleibt er dabei nicht stehen. Lernen findet lebenslang statt, aber das menschliche Gehirn lernt eben in den verschiedenen Lebensaltern mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Aufnahmefähigkeit - dieses Faktum sollte nach Spitzer nicht nur Bildungswesen größere Berücksichtigung finden. Während das menschliche Gehirn im Kindes- und Jugendalter schnell(er) lernt, fällt es in fortgeschrittenem Alter leichter Verknüpfungen zu bilden und besonders soziale Arrangements besser zu analysieren - ein Grund für Spitzer, warum Soziologen ihre geistige Blüte erst in einem Alter um die Vierzig erreichen, währendhin Mathematiker schon mit Mitte 20 ihren Zenit erreichen. Besonders interessant sind die Rückschlüsse, die Spitzer aus der Gehirnforschung für Schule und das Lernen dort zieht. Damit erhält seine Arbeit auch bildungspolitisch relevante Züge. Die sollen hier im Einzelnen nicht vorgestellt werden, aber eine Konsequenz breitet Spitzer sehr umfangreich aus uns sollte daher hier erwähnt werden. eine Abschaffung des Religionsunterrichts, bzw. dessen Sinnlosigkeit führt der Autor aufgrund neurobiologischer Ursachen ad absurdum. Werteerziehung ist sinnvoll, besonders wenn diese in der Praxis eingeübt wird, da das Gehirn hier am effektivsten lernt - allerdings sollte man das Thema Werte erst ab einem bestimmten Lebensalter in Angriff nehmen. Der Religionsunterricht soll hierfür die Grundlage bieten und damit aus seinem Dornröschenschlaf als für viele ungeliebtes und unbedeutendes Nebenfach erwachen. In ihm können aus neurobiologischer Sicht gesellschaftliche und soziale Notwendigkeiten gelernt werden, die fundamental wichtig sind für das Zusammenleben der Menschen. Spitzer versteht sich allerdings nicht als Apologet des Religionsunterrichts, sondern möchte diesen zu einem "Fach" Philosophie, Ethik, Religionskunde transformieren. Insgesamt kann man dieses Buch jedem empfehlen, der sich für das menschliche Gehirn und seine Funktionsweise interessiert. Da der Autor besonders das Lernen in den blick nimmt, dürften sich besonders Pädagogen hierfür interessieren. Ein großes Plus sind der äußerst amüsante Schreibstil und Vertändlichkeit. Was Spitzer allerdings nicht darbietet, ist eine Anleitung zum besseren Lernen, aber ein hinreichendes Hintergrundwissen, mit dem sich eigene Lernhandlungen besser reflektieren lassen. Nicht nur für Schüler/ Studenten/ Lehrer etc. ist das Buch daher interessant, sondern auch für Eltern, die hier u.a. eine klare Antwort auf die Frage finden, wie sich das Fernsehen auf das Lernen der eigenen Kinder auswirkt. Eltern sehr zu empfehlen 5 von 5 PunktenScheinbar trockene Wissenschaft wunderbar aufbereitet. Wer sich schon länger mit diesem Thema beschäftigt, weiß, wovon ich spreche. Ein Genuss! zeigt den richtigen Weg 4 von 5 PunktenAus pädagogischer Sicht ist das Buch differenziert zu bewerten. Für ältere Lehrkräfte ist es sicherlich ein Paukenschlag, der die Augen für sinnvolles Lernen öffnet, doch für angehende Lehrer sind die meisten Thesen nur zu gut bekannt. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, da das Buch so nie langweilig wird, doch sich selbst stellt sich Herr Spitzer leider zu oft in den Mittelpunkt und profiliert sich stellenweise mit überflüssigem Fachchargon. Außerdem wird oft sehr stark idealisiert. So versucht der Epilog doch sehr stark zu indoktrinieren und auch Computer sind nicht immer überflüssig im Klassenzimmer. So kann zumindest auch der Lehrer schnell etwas nachschauen und Leseprogramme wie Antolin erfordern einfach Computereinsatz. Dennoch sehr interessant zu lesen und zugleich auch beängstigend. Trotz der Kritik empfehlenswert Weiter Spagat 4 von 5 PunktenManfred Spitzer versucht in diesem Buch die Verbindung von abstrakter Hirnforschung zum Lernen zu ziehen. Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, wer eigentlich die Zielgruppe für diese Buch ist: 1. könnten das Eltern sein, die wollen, das ihr Kind besser lernt - die bekommen aber zu wenig konkrete Tipps. 2. Politiker die für die Schulgesetzgebung verantwortlich sind - für die wird es wohl zu lang sein. 3. Lehrer - die werden es wohl nicht lesen, denn dann würden die meisten merken, dass sie gänzlich am falschen Ort sind. Das Buch hat geniale Momente, gleitet aber immer wieder in langen Versuchsbeschreibungen ab, die für die Erkenntnis des Lesers nicht von großem Nutzen sind. 200 Seiten kürzen und es würde von mir 5 Sterne geben. Spitze! 5 von 5 PunktenManfred Spitzers Schreibstil hat mich schon in anderen Werken beeindruckt. Er schreibt anschaulich, bringt Beispiele und kann sogar noch zum Schmunzeln bringen. Er zeigt, wie Lernen sein sollte: Mit Spaß und ohne das Gefühl eines Zwangs, der ohnehin nicht nötig ist, da wir ja sowieso ständig lernen. Lediglich die Beweggründe des Lernens machen hier die Musik. Während ein Kind sich Sammelkarten wie Pokemon oder Yu Gi Oh merken kann, hat es Probleme mit dem Einmaleins. Als Referendar bot das Buch für mich sehr interessante und wichtige Erkenntnisse über das Lernen, nicht nur das der Schüler, sondern auch mein eigenes. Die gewonnenen Erkenntnisse und die neuen Möglichkeiten, bereits vorhandenes Wissen auszudrücken, werden mir hoffentlich in meinem Alltag helfen. Das Buch ist absolut empfehlenswert für alle, die fernab der stautrockenen Theorie auf hohem Niveau etwas über das Lernen lernen wollen. Noch dazu ist der Preis mehr als angemessen. |
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Das egoistische Gen: Jubiläumsausgabe von Richard DawkinsTaschenbuch von Spektrum Akademischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 16,00, Angebote ab EUR 13,50 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3827418399, Erscheinungsdatum: Oktober 2006, Auflage: N.-A. |
5 Kundenrezensionen:Guter Diskussionsanstoß 3 von 5 PunktenDieses Buch eklärt den ganzen Aufbau des Lebens durch die Welt der Gene. Die Meinungen Dawkins sind recht provokant und finden nicht immer Zustimmung. Ich persönlich fand es durch den sehr langwierigen Stil telweise anstrengend zu lesen. Er wiederholt sich oft und bringt zu viele Beispiele für einen Effekt des egoistischen Gens. Ich bin mit vielen seiner Außerungen nicht ganz einverstanden. Z.B. versucht er jeder Eigenschaft ein Teilchen als Grund zuzuschreiben; er versucht alles durch den Egoismus zu erklären und erklärt auch, dass altruistisches Handeln ein egoistischer Akt im Sinne des Gens ist. Er lässt zum Beispiel die komplette Persönlichkeit des Menschen aus dem Spiel. Bei dem Beispiel mit den eineiigen Zwillingen vergisst er, dass diese auch in dem gleichen Umfeld aufwachsend, total verschieden sein können. Und das Menschen im Sinn der Gene völlig unsinnigen Altruismus ausleben können, lässt er ganz aus dem Buch. Und schließlich erfindet er Meme, die Tradition, Kultur und Lernvermögen erklären sollen. Das ist meiner Meinung nach ein netter Ansatz, aber nichts, was unser Weltbild auf den Kopf stellen könnte. Wenn einen der Aufbau, die Funktion und die Ethik der Gene interessiert, dann kann er dieses Buch ruhig lesen. Und wenn man hier eine radikale Ansicht sucht ist das Buch auch zu empfehlen. Andernfalls ist es recht mühsam und lang zu lesen. Als rein wissenschaftliche Lektüre würde ich es nicht empfehlen und als Buch für die Verhaltensforschung? Da wird es sicher etwas besseres geben! Kann man lesen, muss man aber nicht. Ein Muss! 5 von 5 PunktenWen die Ursachen für die Entstehung von Leben interessieren, was Leben eigentlich ist und wie die Mechanismen der Evolution funktionieren, wird kein besseres Buch finden. Gutes Buch, erschreckend viel Rechtschreibfehler 4 von 5 PunktenZum Inhalt des Buches wurde in anderen Rezessionen schon genug gesagt. Positives: - Fussnoten und Anmerkungen zu bestätigten und widerlegten Behauptungen von Dawkins - Gute "Vorwörter" Negatives: - Die Häufung von Rechtschreibfehlern ist direkt Peinlich. Man sieht, dass der Verlag an den Korrektoren gesparrt hat. Blind theorizing 1 von 5 PunktenDawkins writes that "the argument of this book is that we, and all other animals, are machines created by our genes" (p.xxi) and that "We are survival machines - robot vehicles blindly programmed to preserve the selfish molecules known as genes" (p.xxi). Yet, according to him, this book "is not science fiction; it is science" (p.xxi)! Dawkins contrives to overlook the twin discoveries that: 1. the observable traits of organisms are mostly conditioned by the interactions of many genes; 2. most genes have multiple effects on many of these traits. Dawkins transfers characteristics with which he is familiar from human behaviour on the macro-level to the inanimate components, "genes", of which we are physically constructed. He then proceeds to argue that these impersonal entities, which he imagines to possess characteristically human traits, infallibly generate the same unpleasant traits in human behaviour on the macro-level. So he writes: "The gene is the basic unit of selfishness" (p.36). The absurdity is evident in that genes or other nonconscious entities cannot be either selfish or unselfish. They cannot "compete" against anything or "choose" anything. If Dawkins were right, what would be the point of declaring, as he does: "Let us try to *teach* generosity and altruism, because we are born selfish" (p.3)? For if we really were machines, as he believes, even these very concepts would be meaningless to us. And certainly his oratory could have no effect whatever on our actual behaviour. In fact genes do not force us to behave in any particular way. Neither can they possess the ability to direct or to comprehend all that is required to adopt a course of either heartless selfishness or heartfelt, sacrificial compassion. Viel zu genzentrisch und spekulativ 3 von 5 Punkten"Das egoistische Gen" ist mir als Buch viel zu spekulativ. Angeblich sind Lebewesen nur Überlebensmaschinen ihrer Gene, um die es bei der Evolution geht, beim Menschen dann aber komischerweise doch wieder nicht, denn der könne sich über die Macht der Gene hinwegsetzen. Dafür gebe es jetzt die Meme, die untereinander um Speicherplätze in unseren Gehirnen konkurrierten. Ich rate dennoch dazu, das Buch zu lesen, denn es spielte für die Geschichte der Evolutionstheorie eine wichtige Rolle. Allerdings kann man es nicht als wissenschaftlich bezeichnen. Die vorgetragenen Thesen werden nur unzureichend begründet und sind vermutlich sogar falsch, wie Mersch unlängst plausibel aufzeigte. |
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Phänomen Honigbiene von Jürgen TautzGebundene Ausgabe von Spektrum Akademischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 21,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3827418453, Erscheinungsdatum: März 2007 |
5 Kundenrezensionen:Phänomen Honigbiene und ihr Staat ! Rückgang von Blütenpflanzen gefährdet Existenz zum Schaden für uns ! 5 von 5 PunktenPhänomen Honigbiene" von Jürgen Tautz - eine kompetente und faszinierende Einführung in das Reich der Bienen ! Das Buch ist nicht nur für Biologen verständlich. Es ist daher auch all jenen zu empfehlen, die neugierig sind und ihr Wissen über ein Insekt erweitern möchten, dessen Fähigkeiten im Verlaufe der Evolution zur Bildung eines hochorganisierten Staates ("Superorganismus") geführt haben und dessen Eigenschaften weit über die verschiedenen Fähigkeiten seiner Mitglieder hinausgehen und sogar auf diese zurückwirken ! Der Autor ist einer der renommiertesten internationalen Bienenforscher. Er lehrt an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und ist Leiter der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten Forschungsgruppe "BEEgroup". Der Aufbau des Buches ist ungewöhnlich, indem bereits am Anfang ( "Prolog" ) herausragende Leistungen des Bienenvolkes in prägnanter Weise präsentiert werden. Das steigert die Neugier, und von nun an wird man bis zum Ende der Lektüre in ihren Bann gezogen. Wer wie Jürgen Tautz in der Lage ist, auch die besonders komplexen Eigenschaften des Bienenstaates fast ohne den Gebrauch von Fachwörtern zu schildern, kann auch humorvolle Bemerkungen einfließen lassen, zumal wenn diese die Neugier aufs Neue anfachen. So verleiht er dem Bienenstaat den Titel "Säugetier h.c." (honoris causa) und, sehr geehrte Leserinnen und Leser, Sie werden sehen, dass man diesen Titel (schmunzelnd !) gerne akzeptiert, denn wie dem Säugetierindividuum ist es auch dem Bienenstaat im Verlaufe der Evolution "gelungen", seine Nach-kommenschaft im frühen Jugendstadium durch Wärmeproduktion ( Flug-muskelzittern bei "Heizerbienen" ) inklusive Temperaturregelung und Selbstversorgung durch eigene Nahrungsproduktion ( Schwesternmilch von Ammenbienen: "Designerfood" ) von den wechselhaften Umweltbedingungen unabhängig zu machen. Das ist ein Riesenvorteil gegenüber all jenen Organismen, die dazu nicht in der Lage sind. Er schafft die Voraussetzung für ein ganzes Bündel von Leistungen, die innerhalb des Bienenstaates von größter Bedeutung sind, z.B. die Sicherung der vielen Funktionen der Wabe ( Speicherplatz, Brutstätte, Telefonfestnetz, Informationsspeicher u.a. ) und viele spezielle Verhaltensweisen, darunter die lokale Beheizung der verdeckelten Brutnestregion und die Reduktion von Wärmeverlusten. Faszinierend sind auch die vielen weiteren Fähigkeiten, die zur Sicherung der funktionellen Organisation des Bienenstaates innerhalb und außerhalb seiner Grenzen nötig sind, z.B. die optisch, chemisch und mechanisch (z.B. durch feinste Schwingungen der Wülste auf den Waben: "Telefon-Festnetz" ) gesteuerte Orientierung, die Kommunikationsfähigkeiten untereinander und die höchst beeindruckenden kognitiven Fähigkeiten. Es ist Jürgen Tautz in hervorragender Weise gelungen, alle diese Kenntnisse aus der umfangreichen Literatur und aus seinen eigenen Forschungser-gebnissen so darzustellen, dass sie auch dem Laien einen tiefen Einblick in das komplexe Verhalten der Bienen vermitteln. Dabei kommt ihm sicherlich der Vorteil zugute, dass er an vorderster Front der Forschung arbeitet. Es kommt aber noch seine besondere Gabe hinzu, das Grundwissen jener richtig einzuschätzen, die er mit seinem Buch ansprechen möchte. Seine Sprache zieht jede Leserin und jeden Leser in ihren Bann und die phantastischen Abbildungen und Fotoaufnahmen ( über 200 Farbfotos, darunter zahlreiche ganzseitige ! ) von Helga. R. Heilmann, tragen das Ihre dazu bei, dass das Gelesene sogar zum Erlebnis wird. Wer wird bezweifeln, dass "Die Honigbiene - ein Erfolgsmodell" der Evolution ist ? Das phänomenale Geschehen im Bienenstaat sollte eigentlich schon genügen, um den Bienenvölkern den denkbar besten Schutz angedeihen zu lassen. Wer dieses Argument nicht ernst nimmt, sollte bedenken, dass die Bienen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Bedeutung bereits auf Rang 3 hinter den wichtigsten Haustieren, dem Rind und Schwein, anzuordnen sind. Immerhin werden über 80 % der wirtschaftlich bedeutsamen Blütenpflanzen von den Bienen bestäubt - die Leistungen einzelner Bienen und Bienen-völker werden in "Phänomen Honigbiene" ebenfalls beschrieben - und es ist bekannt, dass die Zahl der Bienenvölker in Deutschland seit 1993 um ca. 45% zurückgegangen ist. Das ist ein dramatisches Ereignis ! Krankheiten, Parasiten und Insektenbekämpfungsmittel gehören zu den Ursachen des häufiger als in früheren Zeiten auftretenden Bienensterbens. Nicht zu unterschätzen ist aber auch der extreme Rückgang von Wiesenblumenarten aufgrund der Acker- und Grünlandbewirtschaftung. Das Problem Sicherung der Honigbienenbestände durch Werbung für die Imkerei und deren Förderung ist ohne Lösung des Problems Sicherung der Vielfalt und eines hinreichenden Angebots an bestäubbaren Kultur- und Wildpflanzen nicht lösbar. Der dringend erforderliche Schutz der Bienenvölker stellt eine enorme Herausforderung dar, nicht nur für die Imker, sondern auch für die Landwirte, alle übrigen Grundbesitzer, Landschafts-, Verhaltens-ökologen und Naturschützer. Ihnen allen sei das Buch "Phänomen Honig-biene" ebenfalls sehr empfohlen und selbstverständlich auch der begeis-terungsfähigen Jugend - weshalb es in keiner Schulbibliothek fehlen und auch für den Biologieunterricht herangezogen werden sollte. Abgesehen davon erleichtern die konkreten Beispiele der Bienenleistungen in vielen Fällen den Einstieg in spezielle Themen der Allgemeinen Biologie. Der letzte Satz des Epilogs von Jürgen Tautz sei zitiert: "Unterstützen wir die Honigbienen, so unterstützen wir uns selbst" ! Sein Buch ist ein unverzichtbarer Beitrag für das "know how" zum erfolgreichen Handeln. Bienen - vor dem Hintergrund der allgemeinen Umweltproblematik 5 von 5 PunktenSieht man die Natur aus anthropozentrischer Sicht, ist die Gattung Honigbienen aus der Klasse der Insekten für die Menschheit nach Rindern und Schweinen noch vor Geflügel der wichtigste Ernährungsfaktor. Gerade heute, unter dem Eindruck der verschiedensten Meldungen über das "Bienensterben" (und der Umweltproblematik im Allgemeinen), ist es besonders wichtig auch bei weniger interessierten Menschen ein Bewusstsein zu wecken, welches auf das Verstehen der Vorgänge der Natur abzielt. Wenn auch die Produkte der Bienen (vorwiegend Honig und Wachs) allgemein bekannt und geschätzt sind, so sind dies, gemessen an der Bedeutung der Bienenvölker für Landwirtschaft und Ernährung, lediglich Nebenprodukte. In seinem Buch "Phänomen Honigbiene" ist es Herrn Prof. Tautz in hervorragender Weise gelungen am Beispiel der Honigbiene das Ineinandergreifen wesentlicher Vorgänge in der Natur so aufzuzeigen, dass das Buch besonders auch für Laien wertvolle und vor allem verständliche Informationen enthält. Das Buch ist zwar ein "Sachbuch" von hohem wissenschaftlichen Wert, ist aber weit davon entfernt, lediglich trockenes Wissen zu vermitteln, denn es liest sich sehr flüssig und auch spannend. Ergänzt werden seine Ausführungen durch ein gleichermaßen hervorragendes Bildmaterial, welches die Theorie optimal untermauert. Die Bilder zeigen nicht nur absolute fotografische Präzision, sondern sind teilweise von einer ganz besonderen ästhetischen Schönheit. Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen und "angeschaut" und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Biene - ein Wunder 5 von 5 PunktenDieses Buch zeigt das faszinierende Leben der Honigbienen auf anschaulichste Weise. Wunderschöne Fotos und ein wissentschaftlicher Text, der auch Laien verständlich ist. Wenn der Text an manchen Stellen zu theoretisch wird, helfen die Fotos weiter. Auf jedenfall zeigt dieses Buch, das die Natur ein Wunderwerk ist! Phänomen Honigbiene 5 von 5 PunktenSo eindrucksvoll und gar nicht trocken wie Jürgen Tautz das Volk der Bienen beschreibt, hat man den Eindruck, das keine andere Spezies so perfekt gegen alle Fährnisse der Evolution gewappnet ist. Umso erschreckender die Tatsache, daß eine simple Milbe das Überleben dieses Superorganismus in Gefahr bringt. Bei allen Analogien zur menschlichen Rasse kann man nur hoffen, daß diese großartigen Wesen einen Weg aus ihrem existenzbedrohenden Dilemma finden und nicht etwa etwas abbilden, das uns Menschen auch bald "blühen" könnte, wenn wir weiterhin die Vielfalt aller Arten an den Rand ihrer lebenserhaltenden Möglichkeiten bringen. Jürgen Tautz und Helga Heilmann sei Dank für ihre sicherlich oft mühevolle Arbeit und die fast spielerisch anmutende Übersetzung ihrer erstaunlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Ablichtungen zum Mitgeschöpf Biene. Superorganismus Biene 4 von 5 PunktenDas Buch ist mit seinen faszinierenden Bildern, Analogien und der verständlichen Sprache sicher ein einmaliges Buch für alle Natur- und Bienenfreunde. Sicher fehlt es dem einen oder Anderen an Detail - so liegt der Fokus des Buches vielleicht ein wenig zu stark auf dem Verhalten der Bienen - aber insgesamt ist das Buch wirklich faszinierend und bringt sicher auch echten Bienenfreunden die ein oder andere neue Erkenntnis. Der Autor hat sich wirklich Mühe gegeben, die interessantesten Aspekte des "Superorganismus" Biene zusammen zu tragen und in Bild und Wort anschaulich darzustellen, so dass sich das Buch leicht und flüssig lesen lässt. Mitnehmen kann man auch erstaunliche Fakten und Zahlen, die gekoppelt mit mindestens ebenso erstaunlichen Fotogafien auch Stoff für interessante Gesprächsthemen bieten und den Leser dazu bringen, das Buch ab und zu aus dem Schrank zu holen. Sicher ist auch, dass die Begeisterung des Autors für Bienen extrem ansteckend ist. Auch Bienenneulinge werden an diesem Buch ihre Freude haben und vielleicht im nächsten Sommer mit etwas anderen Augen auf die kleinen Sechsbeiner schauen - denn Nebenher lernt man auch, wie wichtig die kleinen Bienen auch für uns sind... |
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Biologie: plus 1 Jahr Online-Zugang "Lexikon der Biologie" von William K. Purves, David Sadava, Gordon H. Orians, H. Craig HellerGebundene Ausgabe von Spektrum Akademischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 69,95, Angebote ab EUR 65,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3827420075, Erscheinungsdatum: August 2007, Auflage: 7. Auflage 2006. |
Aus der Amazon.de-RedaktionDer "Purves" ist eines der besten US-amerikanischen Lehrbücher der Biologie - und in seiner deutschen Übersetzung dank vieler Ergänzungen durch den Herausgeber Prof. Jürgen Markl vielleicht sogar noch besser als das Original. Den Anfang eines jeden Kapitels macht ein kleiner Appetithappen. So wird etwa der Abschnitt "Die natürliche Abwehr von Krankheiten" eingeleitet mit einem Exkurs über die kriegsentscheidende Pockenimpfung von George Washingtons Revolutionsarmee. Der Kapitelinhalt wird dann Schritt für Schritt anhand von Beispielen und konkreten Forschungsergebnissen für den Leser nachvollziehbar und sinnlich erfahrbar gemacht. Gerade für Studierende in den Anfangssemestern ist es wichtig zu sehen, dass Forschungsergebnisse keineswegs vom Himmel fallen, sondern das Ergebnis hartnäckiger Forscherleidenschaft und -arbeit sind. Alle Kapitel sind von der besonderen "evolutionären" Sicht der Autoren geprägt, sodass etwa Steuerung und Regulation der Gene nicht nur in den entsprechenden speziellen Kapiteln ihren Platz haben, sondern auch in anderen Abschnitten implizit oder explizit berücksichtigt werden. Insgesamt hat der Band beinahe enzyklopädischen Charakter. Neben Information und Vererbung im Rahmen von Evolutionsprozessen sind auch die Biologie der Pflanzen- und der Tierwelt sowie Ökologie und Biogeografie Themen weiterer Kapitel. Zu ihnen bietet das Buch geradezu ein Feuerwerk aus Grafiken, wunderschönen Fotografien und klugen Texten, so dass der Band eine echte Bereicherung des (deutschsprachigen) Lehrbuchmarkts ist. --Dr. Stefan Rusche, Literaturtest 5 Kundenrezensionen:Für den Bio-LK oder das Grundstudium bestens geeignet 5 von 5 PunktenWie bereits in den anderen Rezensionen geschrieben, ist der Purves zusammen mit dem Campbell die "Bibel der Biologie". Jedoch muss an dieser Stelle ganz ausdrücklich erwähnt sein, dass dieses Buch (wie auch der Campbell) für Studenten der Biologie nur in den ersten beiden (bis vier) Semestern ihres Grundstudiums ausreichend ist. Darüber hinaus reichen die Bücher nicht mehr alleine aus. Auch Studenten, die Biologie als Nebenfach belegt haben oder müssen, werden um einen derartigen Wälzer nicht herum kommen. Meiner Meinung nach besonders geeignet ist das Buch - wie auch sein Konkurrent - für all die Leistungskurs "geplagten" Schüler in unseren Schulen. Viele Bundesländer haben mittlerweile zentral gesteuerte Abiturprüfungen. Themen werden nicht mehr von den Lehrern gestellt, sondern von einer Kommission. Daher stellt dieses Buch besonders für die Vorbereitung auf das Abitur eine sehr sinnvolle Ergänzung dar, die viele Schulbücher in den Schatten stellt. Auch für Schüler ist dieses Werk durchaus leicht verständlich, da Zusammenhänge anschaulich dargestellt sind, neue Fachbegriffe dick hervorgehoben werden und die einzelnen Kapitel farblich unterschiedlich gestaltet sind, was den Überblick erleichtert. Zudem sind die Themen weitgreifender ausgelegt als in den Schulbüchern. Hierdurch kann man mit dem zusätzlich erworbenen Wissen die Transferaufgaben in Klausuren leichter bewältigen. Der Purves ist wie auch der Campbell durch seine Grafiken und den Aufbau der Seiten gut gegliedert. Der Text lässt sich leicht lesen und die Zusammenhänge sind gut zu verstehen. Wie bereits erwähnt ist der Purves auf etwas dünnerem Papier gedruckt als sein Konkurrent. Jedoch macht dieses meiner Meinung nach keinen wirklich schlechteren Eindruck, da das Papier ebenfalls hochweiß und leicht satiniert ist. Abbildungen sind überwiegend scharf und übersichtlich dargestellt, so wie man es auch vom Campbell kennt. Die Kapitel sind ebenfalls ähnlich gestaltet. Sofern man zu einem derartigen Wälzer greifen will oder muss, sollte man sich beide einmal im Buchhandel anschauen und kurz anlesen. Keiner der beiden Wälzer kann als der bessere empfohlen werden, beide sind auf ihre Art und Weise sehr gut. Der Preisunterschied von derzeit 10,- Euro rechtfertigt nicht alleine, das günstigere der beiden Bücher zu nehmen. Die Entscheidung sollte daher eher im Geschmack des Lesers liegen. Viel Stoff, wenig Struktur 3 von 5 PunktenIch studiere Biologie und halte ehrlich gesagt nicht viel von solchen Kompaktwerken. Der Purves ist meiner Ansicht nach wenig übersichtlich und das was man sucht, findet man doch nicht oder zumindest nicht in der Form, das es einem weiterhelfen würde. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, mir zu jedem Teilgebiet der Biologie ein separates Buch zu kaufen, da ich damit besser arbeiten kann. Gerade zur Humanbiologie bspw. bietet der Purves recht wenig, so dass ich ihn auf die Prüfungsvorbereitung nicht wirklich gut benutzen konnte. Trotz allem Lob's auch Kritik 3 von 5 PunktenNaja, trotz all dem Lob kann ich mir ein wenig Kritik nicht verkneifen. Man sollte sich eben den Campbell und den Purves mal direkt nebeneinander legen und dann durchblättern, dabei würde folgendes ziemlich schnell auffallen: Der Campbell wirkt um einiges edler, die Abbildungen und Grafiken sind sauberer und mit größerem Aufwand strukturiert, das Papier an sich wirkt schon wie das eines Lehrbuchs und nicht wie beim Purves wie eine Zeitschrift auf Umweltpapier. Das ist das alte Problem beim Spektrum-Verlag (siehe Tierphysiologie), die Bücher sind zwar günstiger, aber dafür wird am Druck und der Gestaltung gespart. Zudem kann ich dem Lob hier im Forum an Ausführlichkeit nicht zustimmen, in manchen Kapiteln ist sogar der Campbell ausführlicher. Meine Empfehlung an alle Interessierten: Wurst egal welches Buch man nimmt, 10¬ mehr für den Campbell sind diese auf jeden Fall Wert, und man kommt eh nicht darum herum sich dann vertiefende Literatur zum Staatsexamen zu besorgen. Vergleich der Giganten: Purves und Campbell 5 von 5 PunktenDer Purves und der Campbell sind die Bücher fürs Biologie-Grundstudium schlechthin! In ihnen steht (fast) alles drin, was man braucht, um sich einen Überblick über die Studienthemen zu verschaffen; natürlich laden beide durch ihre ansprechende Aufmachung und zahlreichen Beispiele aus dem (Forschungs-) Alltag auch zum Schmökern ein. Allerdings gehen sie nicht genug in die Tiefe um den Besuch der Vorlesungen oder eventuell weiterführende Bücher zu ersetzen. Besonders angenehm sind die hervorragenden Abbildungen und Schemata sowie der "lockere" Schreibstil; die Bücher sind leicht verständlich und lassen sich sehr flüssig Lesen, ohne dass man - wie in manch anderem Lehrbuch - schwierige Abschnitte wiederholt lesen müsste oder sich in gewagten Satzkonstruktionen verzettelt. Zwar sind sich beide Bücher relativ ähnlich, allerdings ist der Purves teilweise ausführlicher und außerdem findet man im Glossar zusätzlich die englischen Übersetzungen der Begriffe und das Stichwortverzeichnis unterscheidet bei den einzelnen Begriffen zwischen bloßer Begriffserwähnung und Begriffserklärung; das fehlen von Letzterem ist beim Campbell fürs Nacharbeiten und Nachschlagen ein echtes Manko. Außerdem ist der Purves rund zehn Euro billiger als der Campbell. Nichtsdestotrotz sollte man sich beide Bücher erst angucken, bevor man sich entscheidet. Welches der beiden man bevorzugt ist letzendlich aber gerade wegen der leicht unterschiedlichen didaktischen Konzepte Geschmackssache. Das Biologie Buch für die ersten Semester !! 5 von 5 PunktenJürgen Markl ist der Herausgeber des wohl erfolgreichsten Biologie Buchs in Deutschland des Campbell. 2006 bringt Markl ein weiteres fantastisches Biologie Werk heraus: Biologie von W.K Purves, D Sadava, G.H Orians und H.C. Heller. Es ist eine Übersetzung des in Amerika sehr erfolgreichen Buches: Life The Science of Biology. Das Kredo der Autoren ist Aktualität, Forschung und eine anschauliche Präsentation. Alle drei Aspekte sind in diesem Buch optimal umgesetzt worden. Jedes Kapitel fängt mit einem Essay an. Geschrieben von Forschern der entsprechenden Gebiete, soll es einen Einblick in das Kapitel geben und die Begeisterung in einem wecken, die die Forscher an ihrer Arbeit haben. Einen Schwerpunkt der Essays bildet die Ethik in der Biologie. Für einen runden Abschluss eines jeden Kapitels sorgen eine Zusammenfassung, ein Quiz zur Überprüfung sowie eine Diskussion, in der auf problematische Aspekte hingewiesen wird. Didaktisch ist dieses Buch hervorragend gestaltet. Die Sprache ist einfach und klar und man muss nicht andauernd von Seite 120 auf Seite 900 blättern. Die 7. Auflage enthält zwei zusätzliche Kapitel: Entwicklung und evolutionäre Veränderung sowie Earth System Science die Wissenschaft vom System Erde. Das Buch schafft meiner Meinung nach die Gradwanderung zwischen einführender sowie anspruchsvoller Literatur, die jeder Student in seinem Grundstudium benötigt. Selbstverständlich reicht es für spezialisierte Vorlesungen nicht aus aber diesen Anspruch hat dieses Buch auch nicht. Fundamentale Prinzipien der Biologie können hier auf einen Blick erfasst und gelernt werden. |
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Biochemie von Jeremy M. Berg, Lubert Stryer, John L. TymoczkoGebundene Ausgabe von Spektrum Akademischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 79,50, Angebote ab EUR 75,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3827418003, Erscheinungsdatum: Juni 2007, Auflage: 6. A. |
Aus der Amazon.de-RedaktionMedikamentenentwicklung, Gentechnik, biologische Grundlagenforschung - die Biochemie ist neben der Informationstechnologie die Leitwissenschaft des 21. Jahrhunderts. Der "Stryer" ist DAS Lehrbuch zum Thema. Kompetent bis ins Detail und zugleich didaktisch eingängig, gehört er in den Bücherschrank eines jeden (angehenden) Biowissenschaftlers, vielleicht sogar eines jeden neugierigen Naturwissenschaftlers. Seien es Ausführungen zur grundsätzlichen Wirkweise von Pharmaka (enzymverändernd), Hinweise auf die häufig eher zufälligen Entdeckungen neuer Wirkstoffe oder das Porträt des Hämoglobins als eines der am besten erforschten Proteine im menschlichen Körper: Die Themen werden einfühlsam und Schritt für Schritt für den Leser aufbereitet. Der Studierende kann sich auf diese Weise in ein Thema einarbeiten oder aber das Buch erst zur Vertiefung heranziehen. Hierfür eignen sich vor allem die online bereitgehaltenen Zusatzinformationen samt interaktiven 3D-Versionen verschiedener Moleküle sowie die Unterrichtsmaterialien für Dozenten. Das größte Plus des Großlehrbuchs dürfte aber neben den hervorragenden Grafiken der im Vergleich zur Konkurrenz fast erzählerische Ton sein. Schließlich ist die Biochemie eine oft abstrakte Wissenschaft und findet im Verborgenen statt - umso wichtiger ist gerade für den Anfänger ein Lehrbuchstil, der echte Begeisterung transportiert und zu eigenem Nachdenken inspiriert. Und so bleibt es dabei, dass das einzige echte Manko dieses Buches sein Gewicht ist: Mit mehr als 1.200 Seiten in opulenter Ausstattung ist der Band leider keine Bettlektüre. --Dr. Stefan Rusche, Literaturtest 5 Kundenrezensionen:Der Stryer: Standardbuch für das Lernen und Lehren 5 von 5 PunktenDer "Stryer" ist ein Klassiker der Biochemie-Lehrbücher und zu Recht ein Kultbuch. Die einzelnen Kapitel decken die verschiedenen Aspekte der Biochemie übersichtlich ab, didaktisch ist das Buch nicht zu übertreffen, obwohl es trotzdem wissenschaftlich bleibt. Die Abbildungen sind klar und für den Lernenden gut zu begreifen. Das Besondere: Das Buch ist sowohl für den Biochemie-Anfänger als auch für den alten Hasen geeignet. Biochemie mit diesem Buch macht Spass. 5-Sterne trotz Fehler in der Michaelis-Menten-Herleitung in der 6. Auflage! Ein exzellentes Lesebuch - aber als Lehrbuch nur bedingt geeignet 4 von 5 PunktenDer Stryer ist ein wunderbares, hoch interessantes und wirklich spannend geschriebenes Lesebuch. Es ist für jeden Studenten der Biochemie oder verwandter Wissenschaften ein Muss - und ein Genuss - dieses Buch einfach von vorne bis hinten durchzulesen, insbesondere, um bereits in früheren Vorlesungen erlangtes Wissen nochmals zu wiederholen und zu vertiefen. In diesem Sinne betrachte ich seinen Platz in meinem Regal als voll berechtigt. Als Lehrbuch allerdings halte ich den Stryer nur bedingt für geeignet. Es fehlt mir eine klare didaktische Struktur. Der Aufbau im Stile einer Sammlung vieler Artikel (von teils nur halben Seiten) über viele Themen und die zahlreichen Spezialbeispiele eignen sich zwar exzellent dazu, die Lektüre spannend zu machen - doch bei der Prüfungsvorbereitung halte ich persönlich klar strukturierte Übersichten und einen roten Faden für wichtiger, als Krimi-Spannung. Zusammenfassend: Ich würde allen Studenten, die Biochemie nur im Nebenfach belegen müssen (wie Medis), sehr von diesem Buch abraten (es sei denn, sie sind wirklich interessiert und haben etwas Zeit übrig), da es ein schnelles Lernen des Stoffs nicht wirklich ermöglicht. Für Studenten der Biochemie aber ein absolutes Muss, gerade auch, um das große Ganze im Blick zu halten! Spannendes verfasstes Lehrbuch 5 von 5 PunktenDie einzelnen Kapitel sind klar strukturiert und ermöglichen ein problemloses und effektives Arbeiten. Am Anfang findet man das Schema eines für das Kapitel zentralen Vorgangs, beim Photosynthese-Kapitel beispielsweise eine grafische Darstellung der Umsetzung von Licht- in chemische Energie über die Photosynthese und den Protonengradienten. Ebenfalls zu Kapitelbeginn wird ein Kapitelfahrplan vorgestellt mit einer Übersicht der Unterkapitel. Diese zeichnen sich durch aussagekräftige Titel und eine Gliederung in weitere Unterabschnitte aus, deren Überschriften gleichfalls bereits als knappe Zusammenfassung dienen können. Die breiten Randspalten enthalten zahlreiche Extrainformationen, oft auch Strukturformeln von Molekülen. Zahlreiche sehr anschauliche, überwiegend in dezenten Pastellfarben gehaltene Grafiken machen die komplexen Strukturen und Abläufe der Biochemie besser verständlich, insgesamt aber ist der Stryer natürlich nach wie vor textlastig. Am Ende jedes Kapitels findet der Leser eine knappe Zusammenfassung der einzelnen Abschnitte, eine Auflistung der Schlüsselbegriffe mit der zugehörigen Seitenzahl, eine üppige, nach Themen gegliederte Auswahl an weiterführender Literatur und eine Reihe von Aufgaben mit verschiedenen Schwerpunkten, etwa mechanistischer Art oder auch kapitelübergreifend. Die Lösungen findet man knapp formuliert im Anhang. Sowohl Studierende als auch Dozenten können die Companion-Website verwenden, eine nützliche Einrichtung, die beispielsweise ermöglicht, Strukturen von komplexen Proteinen dank virtueller Rotation von allen Seiten zu betrachten. In der Randspalte findet sich stets ein Hinweis, wenn Inhalte des nebenstehenden Textes auf der Companion-Website vertieft werden können. Die Gliederung der Inhalte beziehungsweise Abfolge der Kapitel wirkt sicher nicht auf jeden Leser logisch; manchmal muss man blättern, um zu einem inhaltlich eng mit dem soeben Gelesenen verwandten Thema vorzudringen. Insgesamt orientiert sich die Gliederung am Prinzip Vom Einfachen zum Komplexen. In der neuen Auflage wird besonders viel Wert auf die konkrete physiologische Bedeutung der biochemischen Prozesse sowie auf Zusammenhänge und Verknüpfungen zwischen Inhalten unterschiedlicher Kapitel gelegt. Das Werk richtet sich an alle angehenden Biowissenschaftler, Chemiker, Mediziner und Pharmazeuten, die sich im Rahmen ihres Studiums mit Biochemie befassen müssen oder möchten, und ihre Dozenten. Ausgesprochen profunde Chemiekenntnisse sind zum Verständnis nicht erforderlich. Mediziner und Pharmazeuten werden sich über die Angaben zu den molekularen Grundlagen zahlreicher, letztlich auf Gendefekten beruhender, Krankheiten freuen. Das Buch geht, gemessen am breiten Themenspektrum und der Seitenzahl, beachtlich in die Tiefe, dennoch werden die meisten Studenten für einzelne Themen detailliertere Veröffentlichungen heranziehen müssen Hinweise auf entsprechende Literatur finden sie zuhauf in der Literaturauswahl am Ende der Kapitel. Trotz der präzise formulierten Erläuterungen ist der Stryer nach wie vor auch ein geradezu spannend verfasstes Lehrbuch, das sich nicht nur für Studierende eignet, sondern ebenfalls für im Beruf Stehende mit entsprechenden Vorkenntnissen, die sich über den aktuellen Stand der Biochemie informieren möchten. Besser verständlich und attraktiver aufbereitet kann man die Grundlagen der Biochemie wohl kaum präsentieren. Der Klassiker noch besser! 5 von 5 PunktenWar der Vorgänger von der Didaktik schon mustergültig, so gilt dies für die eben erschienene 6. Auflage noch mehr: im "Stryer" wird immer der verständlichste Weg zur Darstellung eines Sachverhaltes gewählt ohne dabei zu kurz in der Darstellung zu sein. Die Abbildungen sind großteils aktualisiert und noch besser in ihrer Visualisierung von z.B. großen Biomolekülen. Viele neue Erkenntnisse zwischen 5. und 6. Auflage sind aufgenommen bzw. ergänzt worden, z.B. zu den molekularen Motoren. Alles in allem: wer ein topaktuelles, auch zum Schmökern einladendes umfassendes Biochemie-Buch sucht und sich an der bunten Aufmachung und der typisch amerikanischen Darstellung nicht stört, der soll hier zugreifen. 5 Sterne für das beste Biochemie-Buch am Markt 5 von 5 PunktenAktuell das beste Biochemie-Buch am Markt. In keinem anderen Lehrbuch werden komlizierte Zusammenhänge so anschaulich vermittelt. Beim Lesen kommt fast sowas wie Krimispannung auf, man möchte unbedingt wissen wie?s weitergeht ("nur noch eine Seite"). Einige mögen sich an der bunten Aufmachung stoßen, ich find sie sehr gelungen und sehr unterstützend beim Einprägen des Stoffes. |
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Der Luzifer-Effekt: Die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen von Philip G. ZimbardoGebundene Ausgabe von Spektrum Akademischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 39,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3827419905, Erscheinungsdatum: Juli 2008, Auflage: N.- A. |
Aus der Amazon.de-RedaktionEr ist der Vater des legendären Stanford Prision Experiment von 1971. In dem spektakulären Rollenspiel wurden damals aus ganz normalen Studenten brutale Aufseher. Mehr als 30 Jahre später und nach intensiver Forschungsarbeit erklärt Philip Zimbardo in Der Luzifer-Effekt, was anständige Menschen dazu bringt, sich in sadistische Quäler zu verwandeln. "Die Gefangenen haben zu schweigen während der Ruhezeiten... Sie müssen zu den Essenszeiten und nur dann essen... Jeder Verstoß gegen Vorschriften kann bestraft werden." Die Gefangenen erhalten Nummern und müssen zu Zählappellen antreten. Es ist ein rigides Regime von Vorschriften. Autoritäres Verhalten der Wärter wird vom Leiter des Experiments gelobt. Verstöße werden mit der Haft in der Isolierzelle geahndet, einer den Zellen gegenüber liegenden Abstellkammer, die "das Loch" genannt wurde. Für die Wärter schließlich gab es Trillerpfeifen, Schlagstöcke und trendige Sonnenbrillen. Es sei, so der Autor, "faszinierend, wie der Zweck der Appelle sich allmählich vom Rekapitulieren und Aufsagen der Häftlingsnummern zur Demonstration der totalen Macht der Wärter über die Häftlinge entwickelt." Die Situation entgleist schließlich und muss abgebrochen werden. Allerdings nicht auf die Initiative des Versuchsleiters hin. Zimbardo muss erst von einer damaligen Doktorandin, seiner späteren Ehefrau, gedrängt werden, so sehr hat er sich schon in einen eigenen Machtrausch gesteigert. Der Erfinder des vielleicht berühmtesten sozialpsychologischen Experiments der Welt schreibt aus der Ich-Perspektive im Stile einer Reportage. Das ist anschaulich und gut verständlich. Das Stanford Prison Experiment nimmt so Gestalt an: die Gestalt seines Erfinders und Leiters bzw. die der Teilnehmer. Es wird nur allzu deutlich: Wir alle können zu hilflosen Opfern oder willigen Vollstreckern werden - je nach dem, welcher Gruppe wir in einem solchen Experiment zugeteilt werden. Seine besondere Sprengkraft entwickelt dieses Buch durch die kontinuierliche Bezugnahme auf das berühmt-berüchtigte Abu-Ghraib-Gefängnis in Bagdad, in dem Wärter die Gefangenen auf sadistische Weise quälten. Der Autor hat die Umstände der dortigen Exzesse für die US-amerikanische Regierung als Gutachter untersucht. Neben der Dokumentation und Analyse der Ereignisse erläutert Zimbardo hier auch, wie sich derartige Eskalationen verhindern lassen. Ein aktuelles und wichtiges Werk - wissenschaftlich, kenntnisreich, mit unerbittlicher Schärfe. -- Dr. Stefan Rusche, Literaturtest 2 Kundenrezensionen:Der brave Bürger als schlummernde Bestie - bravo! 4 von 5 PunktenSehr ausführlich und quellenreich beschreibt Herr Zimbardo das von ihm verantwortlich durchgeführte "Stanford Prison Experiment". Auch andere sozialpsychologische Erkenntnisse wie z.B. die Milgram-Studie werden vorgestellt, um seine These zu belegen, dass der Mensch weit mehr von Umständen beeinflusst wird als er vermutet. Einen Punkt Abzug gebe ich dafür, dass der Inhalt meiner Meinung nach hätte kürzer präsentiert werden können. Wahnsinnig Interessant! 5 von 5 PunktenHallo, dieses Buch ist wahnsinnig interessant, und sollte zur Pflichtlektüre in Schulen werden. Es ist sehr erschreckend, wie total normale Menschen zu manipulieren sind und zu wahren "Monstern" werden können. Zum Buch selber ist zu sagen, dass das Kapitel "Stanford-Prison-Experiment" etwas zu "langatmig" geraten ist. Aber ansonsten absolut gelungen und alles sehr verständlich geschrieben. Man bekommt viele Antworten auf Fragen, die sich sicher jeder von uns schon gestellt hat ( Stichwort Adolf Hitler, Massenmörder) Absolut empfehlenswert!! |
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Physik: Für Wissenschaftler und Ingenieure von Paul A. Tipler, Gene MoscaGebundene Ausgabe von Spektrum Akademischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 78,00, Angebote ab EUR 74,00 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3827411645, Erscheinungsdatum: Oktober 2004, Auflage: Rev. Nachdr. 2006 d. 2. A. 2004. |
5 Kundenrezensionen:unnötig langatmig 2 von 5 PunktenIch habe mir dieses Buch als erstes Buch im Grundstudium Physik gekauft und schnell wieder weggelegt, da es mir einfach zu viel Text enthielt. Jetzt mit Physik im Nebenfach habe ich es wieder aufgeschlagen und gemerkt, dass ich mit dem Buch immer noch nichts anfangen kann. Die Prüfungen basieren vielfach auf den Skripten und Aufgaben des jeweiligen Dozenten, folglich sollte man diese beherrschen. Hat man bei Aufgaben Probleme und will im Tipler das Thema nochmals nachlesen nimmt man sich am besten 2 Wochen Ferien, was aber meistens nicht zur Diskussion steht; also überfliegt man den Text. Ohne Prosa ist das Buch jedoch sehr kurz und für ein Formelbuch fehlen die Formeln. Fazit: Geld, Platz sparen und auf andere Bücher ausweichen, zB. Physik Band 1, Mechanik und Wärmelehre von Horst Hänsel und Werner Neumann oder Physik für Hochschulanfänger von Horst Wegener. Das Buch für Praktiker 4 von 5 PunktenViele bemängeln hier ja die Einfachheit des Tiplers und behaupten er wäre allenfalls etwas für Nebenfächler und Oberstufenschüler. Dieser Meinung kann ich mich allerdings nur teilweise anschließen. Sicher ist der Tipler sehr einfach gehalten und sehr bunt, aber gerade das macht ja den Reiz dieses Buches aus: Es ist sehr übersichtlich gestaltet und versucht in erster Linie die Sachverhalte der einzelnen Themengebiete anschaulich zu erklären. Und gerade hier ist der Tipler dem Demtröder zum Beispiel deutlich überlegen. Hier wird nich viel mit Formeln rumgeworfen sondern es werden klar und deutlich Erklärungsmodelle geliefert und die wirklich wichtigen Formeln gezeigt. Viele Beispielaufgaben bringen einem zudem die Anwendung der Formeln näher, wodurch der Tipler auch für "richtige" Physikstudenten sehr gut zur Klausurvorbereitung geeignet ist. Mein Tipp: Zur Vorlesungs Vor- und Nachbereitung den Demtröder und bei Verständinsproblemen und zur Klausurvorbereitung den Tipler. Zum Halliday: Er ist annähernd deckungsgleich mit dem Tipler, hier sollte man mal beide Probelesen und das Buch wählen, das einem persönlich am besten gefällt. Sehr gutes Buch. Wirklich! 5 von 5 PunktenAllen schlechten Bewertungen zum Trotz muss ich sagen, dass der Tipler ein wirklich gutes Buch ist. Man muss natürlich schauen, was man haben will. Natürlich bekommt man kein Buch, in dem ALLES drin steht. Das gibt es aber auch nicht. Das Konzept des Tiplers ist einfach. Er stellt die grundlegenden Dinge ausführlich und klar da! Mit reichlich viel Text werden Probleme um- und beschrieben und schließlich geklärt. Der Tipler ist nicht "unmathematisch", wie manche meinen, sondern konzentriert sich darauf, das "Physikalische" verständlich zu machen. Ich habe es bisher so gehandhabt, dass ich mich mit neuem Stoff mit Hilfe des Tipler vertraut gemacht habe und im Zweifelsfall mit dem Demtröder tiefer in die Materie einstieg. Ja, ich habe also zwei Bücher parallel verwendet, aber das ist total in Ordnung. Der Demtröder (von vielen sehr gelobt) ist mathematisch exakt und umschreibt die meisten Probleme, jedoch oft viel zu kurz und mit besch***enen Erklärungen (es fehlen Rechenschritte, teilweise neue Formeln ohne genaue Erklärung dazu). Der Tipler ist hingegen entspannt zu lesen, es bleiben fast nie Fragen offen. Ich komme jetzt ins dritte Semester und muss leider anmerken, dass ich von den knapp 1400 Seiten schon bei 1150 bin. Für das Vordiplom reicht dieses Buch also auf keinen Fall! Nach dem zweiten Semester hat man die enthalten Themen in der Vorlesung durch (bis auf Kernphysik). Das soll nicht heißen, dass ich alle Seiten gelesen hätte, bei weitem nicht. Es ist halt alles SEHR ausführlich, auch mit netten, erkennbaren Skizzen. EDIT: So, ich muss leider meine sehr gute Bewertung etwas relativieren! Der Tipler war in Semester 1 und 2 sehr hilfreich. Im dritten und vierten Semester habe ich jedoch nicht mehr als ein bis zwei mal reingeschaut. Jetzt lerne ich gerade für mein Vordiplom. Dafür habe ich mir neben den vier Bänden des Demtröder auch den Tipler ausgeliehen. Leider ist dieser nicht wirklich zur Prüfungsvorbereitung geeignet. Was zu Beginn des Studiums noch gut war - die vielen Beispiele und langen Erklärungen auf recht verständlichem Niveau - nervt mich jetzt teilweise sehr. Man überblättert mitunter 50 Seiten "ohne wirklich etwas gelernt zu haben". Für Studienanfänger und Nebenfächler ist der Tipler wirklich zu empfehlen, jeder Physik-Hauptfachstudent wird jedoch früher oder später nicht am Demtröder vorbei kommen. Perfekt zur Ergänzung der Vorlesung 5 von 5 PunktenTiplers umfangreiche Einführung in die Physik ist für das autodidakte Erlernen der grundlegenden physikalischen Vorgänge bestens geeignet, da seine einfache Sprache selbst von nicht fachkundigen Personen verstanden wird und die mathematischen Herleitungen nicht zu ausführlich gestaltet worden sind. Ich habe selbst vor meinem Studium der Physik mit diesem Buch gearbeitet und benutze es auch heute noch zum Nachschlagen. Für eine genauere Behandlung der Physik kann er zwar, durch die spärlichen Herleitungen und das fehlen der speziellen Problemstellungen, nicht herangezogen werden, doch für das grundlegende und überblickmäßige Verständnis ist er auch im Studium sehr gut zu gebrauchen und auch bei den meisten Studierenden sehr beliebt. Fazit: Tiplers Physik ist ein didaktisch sehr gelungenes Werk, welches selbst dem Laien die Möglichkeit bietet sich der Physik auf unkomplizierter und praxisorientierte Weise zu nähern und dient dem Studenten zur Unterstützung und Vertiefung des Stoffes. Oberflächlich und unmathematisch 1 von 5 PunktenFür mich ist der Tipler ein typisches Physik(bilder)buch für Nebenfächler. Er beschreibt relativ oberflächlich und in heuristischem Stil Naturphänomene, verziert mit ein paar Formeln, deren unmittelbare Gültigkeit mir aus dem Kontext oft nicht sichtbar wurde. Genauere Herleitungen von wichtigen Formeln wie z. B. die der Maxwell-Boltzmann-Verteilung sucht man vergeblich - viele Dinge muss man einfach schlucken. Und die Hoffnung, mit dem Tipler so zentrale Begriffe wie Entropie zu verstehen, kann man auch getrost begraben. Zu oft beschränkt er sich auf eine Menge Prosa und mathematische Kochrezepte, als den wirklichen Sinn der eingeführten Größen zu erläutern. Mag der Tipler für Mechanik, Thermodynamik und Elektrodynamik noch wenigstens ganz gut zum Einlesen sein, hört es spätestens bei der Quantenphysik auf; falls man das Buch mal in Händen hält, schaue man sich nur mal den sowohl hilflosen als auch unmotivierten Versuch an, einem die Heisenberg-Unschärferelation näherzubringen. Ein typischer Fall von Tipler-"Geschwafel". Bei meinem Experimentalphysik-Vordiplom hätte das Wissen aus dem Tipler bei weitem nicht gereicht! Ich würde eher die Experimentalphysik-Bände von W. Demtröder empfehlen bzw. zur Prüfungsvorbereitung für die Bereiche Mechanik, Elektrodynamik und Optik den Band "Repetitorium Experimentalphysik" von E. W. Otten. |
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ZEIT WISSEN Edition: Schaltstelle Gehirn - Denken, Erkennen, HandelnGebundene Ausgabe von Spektrum Akademischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 15,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3827420024, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: 1 |
Eine Kundenrezension:Die Ergebnisse der Hirnforschung auf einen Blick -ihre Implikationen auf bisheriges Denken und Glauben sind noch völlig unklar 5 von 5 Punkten"Schaltstelle Gehirn" ist der nunmehr letzte Band einer auf insgesamt sechs Bände angelegten Reihe, in der die Redaktion von ZEIT Wissen mit Artikeln aus ihrer eigenen Redaktion und durch speziell für diese Bücher geschriebene Gastartikel bekannter Autoren und Wissenschaftler eine motivierte Lesergemeinde von naturwissenschaftlich interessierten Zeitgenossen einführen will in den Forschungs- und Wissensstand der gegenwärtigen Wissenschaft. Der vorliegende letzte Band befasst sich mit dem Gehirn des Menschen. Dabei geht es nicht nur um die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung, sondern auch um andere Phänomene aus dem Bereich der Musik, der Psychologie ( zum Beispiel die Depression und der Burn-Out), um falsche Erinnerungen und wie sie im Gehirn entstehen und vieles andere mehr. Die verschiedenen Artikel, die in diesem Buch eine große Bandbreite haben, sind alle in einer recht verständlichen Sprache geschrieben, und von den Herausgebern des Buches durch Tabellen, Infokästen und anschauliche Zeichnungen gut lesbar gemacht. Das Nachwort von Gerhard Roth "Denken und Handeln" fasst das Buch gut zusammen und verteidigt die Hirnforschung gegen die Vorwürfe, ihr Menschenbild bilde das Kreative, das Künstlerische und das Spirituelle im Menschen nicht ab. "Die neuronalen Grundlagen des Psychischen, seiner Erkrankungen und deren mögliche Therapie werden weiterhin ein dominierendes Thema der Hirnforschung sein ebenso wie die Grundlagen sozialen Denkens, Fühlens und Handelns." Wieso aber hat der Rezensent, überzeugter Christ und ein eigentlich spiritueller Mensch, soviel Zweifel daran ? Was sind die möglichen ideologischen Hintergründe mancher Hirnforscher, oder spricht aus dieser bangen Frage nur die Angst eines gläubigen Menschen vor einer erneuten "Entzauberung" seiner Welt und seines Welt- und Glaubensbildes ? Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass ich dieses Wissensgebiet weiter kritisch beobachten werde Das Buch ist keine ganz leichte Kost, aber es braucht ja auch nicht in einem Rutsch gelesen zu werden. Die Artikel sind so verfasst, dass auch ihre einzelne Lektüre Sinn macht und Gewinn bringt. |
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