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Die Deutschen: Vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert von Guido Knopp, Stefan Brauburger, Peter ArensGebundene Ausgabe von C. Bertelsmann VerlagPreis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 20,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570009424, Erscheinungsdatum: November 2008 |
3 Kundenrezensionen:Zehn Epochen deutscher Geschichte - spannend und hochwertig verpackt 5 von 5 PunktenUnter der Federführung von Professor Guido Knopp ist dieses aufwändig illustrierte und optisch sowie inhaltlich hochwertige Begleitbuch zum gleichnamigen aktuellen ZDF-Dokumentations-Mehrteiler "Die Deutschen" entstanden, was aber ohne Frage auch als ein eigenständiges Standardwerk angesehen werden kann. Dabei hat sich das Autorentrio - neben Knopp noch Stefan Brauburger und Peter Arens - zehn historische Persönlichkeiten, die für ihre Zeit, deren Denken und die Entwicklung der deutschen Nation gewissermaßen repräsentativ waren, herausgegriffen, um den Bogen zu spannen über die über zehn Jahrhunderte reichende Geschichte der Deutschen. Was am Buch besonders erfreut, ist die angenehm leichte Lesbarkeit, die ihm zugrunde liegt - ohne auf vertiefende historische Darstellungen zu verzichten. Hier bewahrheitet sich der Ausspruch, dass Geschichte niemals nur langweiliges, aneinander gereihtes Faktenwissen ist. Vielmehr ist ein abwechslungsreiches, vielfarbiges und ungemein faszinierendes Gesamtporträt dieser "verspäteten Nation" entstanden - ein Kaleidoskop, welches die wechselhafte und von allerlei tiefgreifenden politischen sowie sozialen Zerrüttungen und Konflikten geprägte Geschichte des "Täusche-Volks", wie die Deutschen einmal von ihrem eigenen Philosophen - Friedrich Nietzsche - umschrieben wurden, widerspiegelt und nachempfinden lässt. Die Epochen im Einzelnen: - Otto und das Reich - Heinrich und der Papst - Barbarossa und das Kaisertum - Luther und die Nation - Wallenstein und der Krieg - Preußens Friedrich und die Kaiserin - Napoleon und die Deutschen - Robert Blum und die Revolution (Anm.: Mitglied der Paulskirchenversammlung 1848) - Bismarck und das Deutsche Reich - Wilhelm und die Welt [ergänzt wird der Band durch Knopps Abriss zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts: Die Deutschen im 20. Jahrhundert: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer] Im Ganzen ist ein sehr, sehr schöner und zudem opulent ausgestatteter Geschichtsband herausgegeben worden, der dem breitgefächerten historischen Fundus der Deutschen gerecht wird und darüber hinaus Lust macht, die Geschichte der eigenen Nation zu entdecken. Ich kann dieses Buch jedem geschichtlich Interessierten nur wärmstens weiterempfehlen - vor allem auch als Geschenk eignet sich dieser Prachtband meiner Ansicht nach hervorragend! Von mir gibt es summa summarum die verdiente Höchstpunktzahl. Tolles Buch zur Serie! 5 von 5 PunktenMit "Die Deutschen" erscheint nun das Begleitbuch zur neuen ZDF-Serie. Unter der bewährten Federführung von Guido Knopp und Stefan Brauburger aus der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte führt das Werk auf 448 Seiten in einer sehr schönen Ausstattung durch fast 1000 Jahre deutscher Geschichte. Begleitet wird der Text durchgehend von einer Vielzahl erstklassiger Abbildungen. Es handelt sich allerdings nicht um ein "klassisches" Geschichtsbuch. Vielmehr beschreiben die Autoren am Beispiel von 10 historischen Persönlichkeiten besonders interssante und prägende Abschnitte der deutschen Geschichte. Besonders befasst sich das Buch mit der Identitätsfindung der Deutschen. Das Buch ist ideal zur Vertiefung der Inhalte aus der Fernsehserie geeignet. Schön auch für historisch Interessierte oder auch als ein perfektes Weihnachtsgeschenk für alle Bibliophilen. Fazit: Ein tolles Buch zum Einstieg in die Geschichte "der Deutschen". Klare Kaufempfehlung! zum Nachlesen 5 von 5 PunktenDas Buch bildet eine schöne Ergänzung zu den Fernsehfilmen, die im ZDF ausgestrahlt werden. Es ist aber auch ohne die Filme gesehen zu haben ein gutes Geschichtsbuch. Der Inhalt der 10 Filme wird hier nochmal ausführlicher vertieft, mit vielen Abbildungen und einigen Karten. In hervorgehobenen Kästen werden Themen kurz schwerpunktmäßig erklärt, z.B. die Fugger, die Königswahl usw. Für Schüler zu ausführlich, für Studenten zu knapp, aber für Lehrer und Geschichtsinteressierte eine reine Freude! |
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Die Nervenprobe. Schauplatz Kuba: Als die Welt am Abgrund stand von Stefan BrauburgerGebundene Ausgabe von Campus VerlagAngebote ab EUR 79,40 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3593370964, Erscheinungsdatum: 2002 |
Aus der Amazon.de-RedaktionDie Weltgeschichte ist manchmal spannender als jeder Krimi. Ein besonders heißer Politthriller war die Kuba-Krise: 13 Tage im Oktober 1962, welche die Welt um ein Haar in einen Atomkrieg stürzten. Es war im Nachhinein betrachtet vor allem Glück, dass dieser Höhepunkt des Kalten Krieges nicht in einem beiderseitigen Inferno endete -- das zumindest beweist Stefan Brauburger in seiner spannenden Dokumentation, für die er zum ersten Mal lange verschlossene Moskauer Archive auswerten konnte. Zudem enthüllen Interviews mit unmittelbar Beteiligten -- zum Beispiel dem damaligen US-Verteidigungsminister McNamara oder Anatolij Dobrynin, sowjetischer Botschafter in Washington -- was hinter den Kulissen wirklich geschah. Die groben historischen Fakten sind bekannt: Die Amerikaner entdecken bei Aufklärungsflügen über Kuba Abschussrampen für Mittelstrecken-Raketen, die Atomsprengköpfe bis ins 2.000 Kilometer entfernte Washington hätten tragen können. Kennedy setzt Chruschtschow ein Ultimatum, ordnet eine Seeblockade an. Als dann auch noch ein amerikanisches Flugzeug über Kuba abgeschossen wird, scheint eine US-Invasion der Insel, zu der seine Militärs John F. Kennedy von Anfang an gedrängt hatten, unvermeidlich. "Die Kuba-Krise entpuppt sich als spannendes Beispiel, wie hinter einer konstruierten Fassade von 'starken Männern' die Hauptakteure Nerven zeigten und zuletzt über die Hintertreppe Lösungen herbeiführten", schreibt Guido Knopp in seinem Vorwort. Die Hintertreppe war in diesem Fall ein Geheimtreffen in letzter Minute zwischen Justizminister Robert Kennedy und dem sowjetischen Botschafter, das eine Lösung des Konflikts einleitete und einen Dritten Weltkrieg vermeiden half. Die Nervenprobe zur ZDF-Dokumentation zeigt auf höchst interessante Weise die Geschichten hinter der großen Geschichte: wie politische Entscheidungen zu Stande kommen, die verschlungenen Kommunikationswege damals oder die beiderseitigen Irrtümer und Fehleinschätzungen. Und noch viel besser als in der parallel entstandenen Fernsehdokumentation kann Brauburger hier immer wieder erhellende Exkurse und Hintergrundinformationen einstreuen -- und dadurch diese glücklicherweise längst vergangene Ära des Kalten Krieges verständlich und unterhaltsam lesbar noch einmal lebendig werden lassen. --Christian Stahl 3 Kundenrezensionen:Ausgezeichnet! 5 von 5 PunktenAusgezeichnete Lektüre für Leser, die die Hintergründe dieser Zeit der "Nervenprobe" kenne lernen wollen. Man erhält einen wirklich detailreichen Einblick in die Zeit, wo die Welt beinahe einen Atomkrieg erleben musste. Klar strukturiert, leicht verständlich; spannend wie ein Roman! Ich verwende das Buch auch für die Ausarbeitung meines "Spezialgebietes" ("Die Kubakrise") für die Matura (Abitur). Eine Meisterleistung! Fünf Sterne für den Inhalt 4 von 5 PunktenMir als noch jungem Menschen, der nach der Kubakrise geboren wurde, waren die Ereignisse im Oktober 1962 größtenteils unbekannt, als ich begann, die Erinnerungen meiner Angehörigen zu sammeln. Die zu jener Zeit Erwachsenen erinnern sich dagegen sehr deutlich an den Schrecken, den die Kubakrise auslöste. Ich las "Die Nervenprobe", um mehr über die Purzelbäume der Politik dieser zwei Wochen zu erfahren, und wurde reichlich belohnt. Brauburger hat neben den 1962 verfügbaren Daten und Fakten viel hochinteressantes Material zusammengetragen, das erst nach der Wende im Osten zugänglich wurde, und das sehr viele wichtige Puzzleteilchen enthält. Durch die Interviews mit wichtigen Zeitzeugen - jenen Politikern und Militärs, die damals Verantwortung trugen, oder ihren Kindern - erhält die historische Betrachtung zudem eine sehr menschliche Note. Auf diese Weise kann der Leser die Eskalation und Deeskalation, die Pleiten und Pannen fast hautnah mitverfolgen. Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen! Fünf Sterne kann ich trotzdem nicht vergeben: Das Buch weist leider deutliche sprachliche (vor allem grammatikalische) Mängel auf. Bei einer Publikation in dieser Preisklasse sollte man wohl ein sorgfältiges Lektorat erwarten dürfen. Sehr gute Einführung mit ausgezeichneten Quellen 5 von 5 PunktenWer erinnert sich nicht an die Kuba-Krise, die die Welt an den Rande des atomaren Abgrunds brachte? Jetzt, 40 Jahre nach den Ereignissen, ist mit dem vorliegenden Band eine wirklich herausragende Studie entstanden, die - basierend auf neuesten Quellen und einem umfangreichen Literaturverzeichnis, eine gute Darstellung und Einführung in die "Kuba-Krise" gibt. Eindrucksvoll ist die Studie insbesondere deswegen, weil auch Protokolle des sowjetischen Politbüros ausgewertet werden. Zwar sind die Fakten durch Micael R. Beschloss Studie: "JFK: Die Kennedy-Jahre 1960-1963", auf sowjetischer Seite durch die Studie: "Die sieben Führer" bekannt. Auch die Memoiren Robert Kennedys und des damaligen Sowjet-Botschafters Anatolij Dobrynin runden das Bild ab. Vorgeschichte, Ablauf und Konsequenz der Kuba-Krise werden gut lesbar und detailliert dargestellt. Im Gegensatz zu den eher kennedy-kritischen Studien von Bernd Greiner: Kuba-Krise (Nördlingen, 1988) und der erwähnten Publikation von Beschloss wird das Krisenmanagement von Kennedy gelobt: "Doch so groß der anteil an bluf, Intrige und Zynismus gewesen sein mag - in den "dreizehn Tagen" stand Kennedy mit dem Rücken zur Wand. Es gelang ihm schließlich, gegensätzliche Kräfte auszugleichen, einen Triumpf der Falken zu verhindern, die Öfentlichkeit für sich zu gewinnen und er vollbrachte es, chruschtschow zum Rückzug zu bewegen und am Ende auch noch als Sieger dazustehen. Unter dem Gesichtspunkt eigener Staatsräson sicher eine Erfolgsbilanz. Der Preis war ein enormes Risiko - auch für andere. Manche werfen ihm vor, er habe den Konflikt zu hoch geschaukelt, um es allen recht zu machen, er habe den populären Kampf gegen den Kommunismus zu weit getrieben und dabei Maximen westlichen Denkens verletzt....Zeitzeugen in Europa, vor allem in Deutshcland, haben andere Erfahrungen. Für sie ist Kennedy geradezu Inkarnation der Freiheit...Sicher - das Kennedy-Bild hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in vielen hinsichten reltiviert. Doch nichts kann darüber hinwegtäuschen, dass er Freiheit garantierte, dass mit seiner Regierung ein Ruck durch die Welt ging, durch Europa, durch Deutschland - hin zu mehr Offenheit und Entspannung. Man darf ihm abnehmen, es ging ihm nicht nur um die Macht, es ging auch um Visionen." Diese Einschätzung teile ich. Man muss bedenken, wie groß der Druck der Militärs im Ex-Comm, dem Beratungsgremium des Präsidenten zugunsten einer Invasion oder eines Luftangriffes gewesen ist. Unter diesem Druck stand der sowjetische Parteichef Chruschtschow offensichtlich nicht. Wie wir von Wolkogonow wissen, hatte er nicht die geringsten einwände gegen potentielle Atomangriffe auf die Vereinigten Staaten (Wolkogonow: Die sieben Führer, S. 243). Was Chruschtschow in diesem Band - mit Recht - besonders vorgeworfen wird, ist, dass er mit Forderungen nachlegte, als er bereits als Lösung den Rückzug der Raketen auf Kuba angeboten hatte. Seinem diesbezüglichen Schreiben vom 26.10.2002 ließ er am 27.10.2002 ein weiteres Schreiben folgen, welches den Abbau der (veralteten) türkischen Jupiterraketen (welche denn auch leise 1963 abgezoben wurden) zur Bedingung einer Beilegung der Krise machte. Letztlich aber gab er nach - insbesondere unter dem Eindruck des von untergeordneten sowjetischen Militärs eigenmächtig durchgeführten Abschusses der U2 und eines Telegramms von Castro, der Chruschtschow unverhüllt aufforderte, wegen Kubas einen Atomkrieg zu führen. Dies wollte Chruschtschow nie. Er war ein unverantwortlicher Pokerspieler. Aber letztendlich war er auch weise: in senen Memoiren schrieb er - sie werden hier zitiert: "Jeder Narr kann einen Krieg beginnen, und hat er es erst einmal getan, wissen selbst die weisesten Männer keinen Rat, den Krieg zu beenden - vor allem, wenn es ein Atomkrieg ist." Wie gefährlich die Krise war, wird durch die - bereits in früheren Publikationen erwähnte und auf einer Konferenz 1987 enthüllte Tatsache deutlich, dass sich bereits taktische Atomwaffen 1962 auf Kuba befanden. Dies wußten aber die Amerikaner nicht! Insbesondere der Generalstab ging teilweise noch davon aus, einen Krieg in Kuba mit konventionellen Waffen führen zu können. Frösteln kann einen heute noch die Tatsache, dass führende Militärs einen Atomkrieg für gewinnbar hielten. Auch die Tatsache, dass General Powers, Kommandeur der stratetischen Luftstreitkräfte, die amerikanischen Streitkräfte ohne Verschlüsselung in Alarmbereitschaft setzen ließ, um Chruschtschow zu erschrecken (gegen die ausdrückliche Weisung der zivilen Führung um Verteidigungsminister MacNamara), zeigt, wie unverantwortlich auf beiden Seiten - insbesondere bei untergeordneten Stellen - teilweise gehandelt wurde. Dass die Krise überstanden wurde, ist neben der besonnenen Haltung Kennedys und dem Nachgeben Chruschtschows unwahrscheinlichem Glück zu verdanken. So hätte ein hungriger Bär in Minnesota, der für einen unbekannten Eindringling gehalten wurde, beinahe den Atomkrieg ausgelöst - ebenso wie zahlreiche andere Faktoren, die in diesem Buch beschrieben werden. Fazit: die Menschheit kann von Glück reden, dass sie noch existiert. Diese gefährlichste Krise der Nachkriegszeit gut dargestellt zu haben, ist ein Verdienst des Autors, der - im Jahr der Kuba-Krise geboren - stellvertreetender Leiter der ZEF-Redaktion Zeitgeschichte ist. Für jeden Politikinteressierten ein unbedingtes Muß !!!! |
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Hitlers Frauen und Marlene. von Guido Knopp, Alexander Berkel, Stefan BrauburgerTaschenbuch von GoldmannPreis bei Amazon: EUR 1,50, Angebote ab EUR 1,34 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442152127, Erscheinungsdatum: April 2003 |
Aus der Amazon.de-RedaktionNun hat Guido Knopp sich also Hitlers Frauen vorgenommen. Tatsächlich war natürlich nur eine -- spät, aber doch "wirklich" -- Hitlers Frau: Eva Braun. Der naiven Freundin, die Eva dem Führer war (Hitler: "Auf den Intellekt kommt es bei der Frau nicht an"), ist das Auftakt-, Marlene Dietrich, seiner vehementesten Feindin das Schlusskapitel gewidmet. Einzig Marlene war in keiner, in absolut keiner Hinsicht eine von Hitlers Frauen. Diese schmachvolle Auszeichnung tragen die anderen Poträtierten allesamt auf die eine oder andere Weise ganz zu Recht: Magda Goebbels ("Ich liebe meinen Gatten, aber meine Liebe zu Hitler ist stärker, für ihn wäre ich bereit mein Leben zu lassen..."), Leni Riefenstahl ("Nie habe ich bestritten, dass ich der Persönlichkeit Hitlers verfallen war."), Winifried Wagner ("Mein Nationalsozialismus war eigentlich nur mit der Person Adolf Hitlers verbunden.") und irgendwie wohl auch die schwedische Diva Zarah Leander ("Ich wollte nach Deutschland und habe es nie bereut, niemals."). Michael Jeismann hat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Fernsehserie von Guido Knopp zutreffend als dem Genre der "historischen Folklore" zugehörig charakterisiert. Bei allem, was man dieser Form der informativen Unterhaltung mag vorwerfen können -- etwa, dass sie den durchsichtigen Mustern der Klatschgeschichten über Prominente folgt: Richtig ist auch, dass sie "die politische Führung des 'Dritten Reichs' ein ganzes Stück entdämonisiert. Hitler, Goebbels und die anderen waren (...) offenbar auch zu äußerlich normal scheinenden Kontakten zur Außenwelt fähig. Das verdient vielleicht betont zu werden angesichts von Tendenzen, dieser Zeit etwas Extraterrestrisches zu verleihen -- und als Exempel politischer Verführung und Gefahr in aller Alltäglichkeit gar nicht mehr wahrzunehmen!" --Andreas Vierecke 5 Kundenrezensionen:Mit Vorsicht zu genießen 3 von 5 PunktenAuch ich bin von dem Werk des Herrn Knopp eher enttäuscht. Man merkt, dass es sich an ein breites Publikum richtet: die Information halten sich an der Oberfläche und sind mit Vorsicht zu genießen. So liegt für Herrn Knopp in meiner Ausgabe (TB 2003) Heiligendamm an der Nordsee (!) und der Schauspieler Karl John ist laut Knopp 1944 zum Tode verurteilt worden. Möglich dass es einmal eine Verhandlung gegeben hat, das entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings lebte der 1905 geborene Schauspieler noch recht lange: er starb erst 1977 im Alter von 72 Jahren. Für wissenschaftliche Arbeiten schon alleine aufgrund der fehlenden Quellenangaben und Zitatnachweise nicht geeignet. Als unterhaltsame Geschichtslektüre aber durchaus gut zu lesen. Ein interessanter Ausflug in die damalige Gesellschaft 5 von 5 PunktenAlle beschriebenen Frauen wurden von der Geschichte durch ganz natürliche Charaktereigenschaften in die Nähe Hitlers oder im Falle Marlenes ganz weit weg gespült, Ehrgeiz, Gefallsucht, Passion, Leidenschaft, Rebellion.. Ganz plakativ sieht man im Duo Leander/Dietrich, was Frauen bewegt: Die eine (Leander) wusste, dass ihr zweitklassiges Talent nur mit viel Vitamin B zum Ruhm führen würde, die andere (Marlene) war sich zu schade, um sich von zweifelhaften Machthabern instrumentalisieren zu lassen und ging ins gegnerische Lager über, um dort ihre Beine zu zeigen ... Ich erinnere mich, dass meine Eltern, als ich klein war, die Zarah Leander Filme im Fernsehen ganz gern sahen... Kam jedoch ein Marlene-Filme, wurden sie sauer, fanden das Weib verworfen, schalteten um, was ich gar nicht verstand, denn ich fand Marlene viel lustiger ... "Propaganda wird unwirksam, wenn sie offensichtlich wird". Das Buch gibt Denkanstöße hierzu. Historische Folklore? Warum nicht? Wenn es ankommt! Interessant aber zu unpersönlich 3 von 5 PunktenMir hat das Buch soweit gefallen. Jedoch ist der Autor zu unpersönlich. Man hat das Gefühl die Personen durch eine dicke Glasscheibe zu betrachten. Die Fakten und Daten sind sehr dokumentarisch geschrieben. Dieses Buch ist unbedingt was für Männer! Es strotzt vor Informationen und hält einen riesigen Abstand. ein Buch dass kaum noch Fragen offen läßt 4 von 5 PunktenGuido Knopp hat für dieses Buch äußerst detailgenau recherchiert. Seine Beschreibungen der Frauen und deren Schicksale sind spannend und jederzeit nachvollziehbar. Der Unterschied zwischen naiven, ausgenutzten Mitläuferinnen, machthungrigen Frauen und querdenkenden Powerfrauen wird sorgsam beschrieben und herausgearbeitet. Für geschichtsinteressierte Leser ist dieses Buch ein Vergnügen, dass sich auch leicht in die heutige Zeit übersetzen läßt. Spart Euch das Geld! 1 von 5 PunktenIch habe das Buch spontan gekauft, weil ich gerade erst die Autobiographie der Leni Riefenstahl gelesen hatte und nun weitere, objektive Informationen über ihre Rolle im Dritten Reich erhalten wollte. - Das Geld hätte ich mir sparen können! Knopp bietet lediglich eine Aneinanderreihung der allgemein bekannten Informationen & Ansichten und stellt diesen Zitate aus der Biographie der Riefenstahl gegenüber. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema findet überhaupt nicht statt. Leider bietet Knopp auch keine neuen Erkenntnisse. Die Recherchen für das Buch scheinen sich auf einmaliges Anschauen der Dokumentation "Die Macht der Bilder" und die Lektüre der Biographie (in Auszügen) beschränkt zu haben. (Der Film und das Buch sind übrigens sehr empfehlenswert! Wer beide gesehen bzw. gelesen hat, weiß mehr, als Knopps Buch bietet.) Auch die restlichen Kapitel sind nicht viel besser. Ich habe sie nur kurz überflogen - das reichte! Das war das erste und auch das letzte Buch, das ich mir von Guido Knopp gekauft habe. Fazit: Wer so gar nicht weiß, welche Rollen die Damen im Dritten Reich inne hatte, wird dem Buch vielleicht noch Neues entnehmen können. Doch selbst dann wäre es schade, das Interesse an diesem Thema mit der Lektüre eines solch oberflächlichen, wohl in großer Eile und ohne wissenschaftlichen Ambitionen zusammengetragenen Buches zu verschwenden. - Und zur Meinungsbildung taugt es erst recht nicht! |
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Kanzler. Die Mächtigen der Republik von Guido Knopp, Alexander Berkel, Stefan Brauburger, Christian DeickTaschenbuch von Bertelsmann VerlagPreis bei Amazon: EUR 66,95, Angebote ab EUR 1,48 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570001385, Erscheinungsdatum: Oktober 2002 |
5 Kundenrezensionen:Gute Einstiegslektüre in die deutsche Kanzlergeschichte 4 von 5 PunktenZunächst muss ich bekennen, dass ich auf dem Gebiet der deutschen Kanzlergeschichte bislang kaum Vorkenntnisse besaß und deshalb nach einem Buch gesucht habe, das mir einmal ein paar "Basics" vermitteln kann. Und auch nur unter diesem Gesichtspunkt kann ich das Buch bewerten. Auch Guido Knopp mag umstitten sein, doch habe ich mich davon unbehelligt einfach mal an die Lektüre dieses Buches gemacht. - Und letztlich habe ich es nicht bereut. Es ist gerade für den etwas "unbedarfteren" Leser ohne Vorkenntnisse interessant und in einem gut lesbaren Stil verfasst. Dass es nicht die Grundlage bietet für eine objektive, profunde wissenschaftliche Betrachtung dürfte sich von selbst verstehen, war aber in meinen Augen auch nicht der Anspruch. Ich kann sagen: Für meine Bedürfnisse hat es vollkommen gereicht. Einzig negativer Punkt meiner Meinung nach (zumindest in der ersten Auflage, die ich gelesen habe) ist die sehr auf die Einheit Deutschland focussierte Darstellung Helmut Kohls. So wird die Zeit um 1989 sehr breit ausgeführt und alle anderen Jahre der Regierung fallen herunter. Es scheint fast so, als hätte Knopp hier einen Entwurf geschrieben und diesen dann nicht mehr um die anderen Jahre vervollständigt. Dies gibt einen Stern Abzug. Aber dennoch mein Fazit: Interessant und als Einstiegslektüre durchaus geeignet. Eine gut lesbare Geschichte der Bundesrepublik in sieben Akten 4 von 5 PunktenDas vorliegende Buch ist die erweiterte Fassung der einer von Guido Knopp betreuten Fernsehreihe über die Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, die mit großem Erfolg im ZDF ausgestrahlt wurde. Lohnt es sich, dieses Buch zu kaufen, wenn man die sieben Folgen bereits gesehen hat. Nein, sagt die FAZ, die alles als peseudowissenschaftliche Volksverdummung verdammt, was Guido Knopp auf die Beine stellt. Ja, wird der unvoreingenommene Leser sagen, denn das vorliegende Buch bietet sieben politisch fokussierte Biographien der maßgeblichen politischen Führungspersönlichkeiten des letzten halben Jahrhunderts und damit auch eine persönlich eingefärbte Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Dabei hüten sich Knopp und seine Mitarbeiter vor jeder hagiographischen oder pejorativen Tendenz, d.h. die Stärken und Schwächen der einzelnen Kanzler werden klar herausgearbeitet. So war das politische Wirken des "Patriarchen" Adenauer durch ein durchaus instrumentelles und äußerst skeptisches Menschenbild gekennzeichnet, Erhard "der Optimist" war blauäugig "der Visionär" Brandt besaß schwerblütige und vergrübelte Züge, bei Helmut Schmidt, dem "Lotsen" störte bei aller Kompetenz Reizbarkeit und Arroganz und bei Gerd Schröder ist aus der Sicht der Autoren eine gewisse egomanisch-opportunistische Selbstbezogenheit unübersehbar. Nur bei Helmut Kohl fehlen offenbar ausgeprägte Charaktermängel, was in der Sichtweise der kunterbunten Achtziger fast schon wieder als Nachteil gelten musste. Neben diesen Fehlern aber dominierten bei allen Kanzlern, wenngleich in unterschiedlichem Maße, herausragende Eigenschaften wie Verantwortungsgefühl, Durchsetzungskraft, Beharrlichkeit und Lauterkeit (Das Buch endet 2002 lange vor Schröders Engagement bei Gaszprom), die es jedem Kanzler erlaubten, das Staatsschiff vor besonders katastrophalen Einbrüchen zu bewahren. Adenauers historisches Verdienst besteht zweifellos in der Neugründung eines zerschlagenen Staates und der Begründung einer stabilen Westbindung, Erhard ist der Vater des Wirtschaftswunders, was für die Geschichte Deutschlands nach 1945 ausschlaggebend war, ihm aber in seiner eigenen Kanzlerzeit wenig genutzt hat. Brandt muss man die Aussöhnung mit dem Osten zugute halten, und Schmidt hat sich dadurch um Deutschland verdient gemacht, dass er das Gemeinwesen vor den Unwägbarkeiten der internationalen Wirtschaftskrisen, dem Linksterrorismus und den Durchgeknalltheiten seines eigenen linken Parteiflügels bewahrte. An Kohl schätzt Knopp vor allem das beherzte und entschlossene Management der deutschen Einheit, die keineswegs, wie heute gerne behauptet wird, ein "Selbstläufer" war. Das Kapitel über Schröder nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als es nur die erste Kanzlerschaft umfasst. und somit die Wende in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, die eigentliche historische Leistung Schröders, ausspart. Alles in allem bietet das Buch ein sehr ausgewogenes, im ganzen mildes Bild, das die langfristigen Schattenseiten der jeweiligen Regierungszeiten allerdings möglicherweise ein wenig unterbelichtet. So erscheint etwa die Preisung der überaus erfolgreichen Kanzlerschaft" Kiesingers zweifelhaft, gehen doch viele der heutigen Strukturprobleme wie etwa die finanzpolitische Mischverfassung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden und das keynesianistisch eingefärbte Stabilisierungspolitik auf die erste Große Koalition zurück. Die unter Helmut Schmid überhand nehmende Staatsverschuldung, die die FDP 1982 zum Bruch mit der sozialliberalen Koalition veranlasste, bleibt ebenso unerwähnt wie die schleichende Sozialdemokratisierung der deutschen Gesellschaft unter Kohls - ganz zu schweigen von den problematischen Grundentscheidungen der rotgrünen Regierung wie Atomausstieg, Ausweitung der Zuwanderung per Staatsbürgerschaftsecht und ein per se innovationsfeindliches Gesetzgebungsgebaren. Trotzdem ist das Buch mit seiner reichhaltigen Bebilderung und seinem ausführlichen Register als eine anschaulich gestaltete Einführung in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mit großem Gewinn zu lesen. Oberflächliche Vorstellung der Kanzler 2 von 5 PunktenMit etwas Phantasie und google kann man einiges an Informationen über die Nachkriegskanzler zusammensuchen. Inhatlich kommt dabei kaum mehr raus, als wenn man sich dieses Buch anschaut. Leider. Biographisch kratzt Kopp an der Oberfläche. Aber das Thema wird "mundgerecht" präsentiert. Das sorgt für den 2. Stern. Mehr gibt es hierfür aber nicht. Kurze und prägnante Geschichte Deutschlands 4 von 5 PunktenAdenauer, Erhard,Kissinger,Brandt,Schmidt und Kohl stehen jeder für wichtige Phasen in der Politik der BRD. Über Gründungszeit, Westbindung, Studentenrevolte, Ostverträge, Nachrüstung, RAF-Terror und Wiedervereinigung gewinnt der Leser einen guten Allgemeinüberblick. Details wären in diesem kleinen und kurzweiligen Buch auch zuviel verlangt. Gute Erstinformation, wenn auch stellenweise unkritisch 4 von 5 PunktenGuido Knopp legt hier eine gute Erstinformation über die Kanzler der Bundesrepublik Deutschland von Adenauer bis Schröder vor. Die wichtigsten Stationen der Kanzler werden kompetent populärwissenschaftlich für den Laien dargestellt und gut und anschaulich erklärt. Der Leser bekommt einen Einblick in die großen Leistungen von Adenauer bis Kohl. Leider ist das Buch stellenweise zu unkritisch. Adenauers zum Teil problematische Einstellung in puncto Demokratie (Spiegel-Affäre) wird zwar angesprochen, jedoch sehr stark relativiert. Kohl als Kanzler der Einheit gewürdigt. Hier fehlt zum Beispiel die wichtige Erkenntnis, die Zelikov/Rice geliefert haben, dass bereits bei dem Gipfeltreffen Bush-Gorbatchow im Mai 1990 der sowjetische Staatschef seinen Widerstand gegen eine Nato-Mitgliedschaft des geteilten Deutschlands fallengelassen hatte. Somit werden die Ergebnisse des Kaukasus-Gipfels meines Erachtens unterschätzt. Die Übergangskanzler Erhard und Kiesinger waren in der Tat nicht so bedeutend wie Adenauer, Brandt, Schmidt und Kohl. Korrekt arbeitet Knopp mit seinen Mitarbeitern heraus, dass Erhards Bedeutung in seiner Leistung als Wirtschaftsminister unter Adenauer als Schöpfer der sozialen Marktwirtschaft gelegen hat und nicht so sehr in seiner kurzen Amtszeit als Kanzler. Zu wenig kommt mir zum Tragen, dass Kiesinger als Chef einer großen Koalition, die bereits vor 1969 durch eine (potentielle) Mehrheit von SPD und FDP (1968 ersetzte Scheel in der FDP Mende als Parteichef) mehr oder minder gezwungen gewesen ist, den "Vermittler" zu spielen. Die - unbestreitbaren - Leistungen der großen Koalition (Stabilitätsgesetz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall) werden mir zu wenig gewürdigt. Ein zutreffendes Bild gibt Knopp meines Erachtens von den Leistungen Willy Brandts (Ostpolitik) und Helmut Schmidts (als Lotse), die Schwächen Kohls - insbesondere nach 1990 - werden allerdings nur sporadisch angesprochen. Bei Schröder stört mich insbesondere der Bezug auf sein Privatleben (Scheidungen etc.), die in einem seriösen Buch über Kanzlerschafte nichts zu suchen haben, ansonsten dürfte der derzeitige Kanzler als "Pragmatiker" korrekt beschrieben worden sein; für eine Einschätzung seiner historischen Leistungen und Bedeutung ist es sicherlich zu früh. Gut ist das Literaturverzeichnis am Ende. Vergleichbar ist das Buch mit dem etwa zur selben Zeit erschienenen - allerdings stärker wissenschaftlich abgefassten - Buch von Baring und Schöllgen "Kanzler, Krisen, Koalitionen". Als Erstinformation brauchbar, wenn auch stellenweise zu unkritisch. |
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Hitlers Manager von Guido Knopp, Stefan Brauburger, Friederike Dreykluft, Anja GreulichGebundene Ausgabe von C. Bertelsmann VerlagPreis bei Amazon: EUR 6,50, Angebote ab EUR 3,88 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570007014, Erscheinungsdatum: Oktober 2004, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionIn jeden Winkel der deutschen Zeitgeschichte leuchtet der Haushistoriker des ZDF mit immer den gleichen Scheinwerfern hinein und befragt die Geschichte und ihre Zeugen mit immer derselben beruhigend sonoren Stimme. Besonders in das düsterste aller dunklen Kapitel gewährt uns Guido Knopp regelmäßig Einblick. Und immer wieder ist man erstaunt, woher er immer noch die vielen Zeitzeugen vor seine Kamera bekommt, die berichten, wie es wirklich war damals zur Zeit des "tausendjährigen Reichs". Erstaunlich auch, wie kompakt und schnörkellos es ihm gelingt, noch so verfahrene historischen Dramen zu rekapitulieren. Im Film ebenso, wie in dem jeweils dazu vorgelegten Buch. Nach Hitler selbst (Hitler. Eine Bilanz, 1995), Hitlers Helfern (1996), Hitlers Kriegern (1998), Hitlers Kindern (2000), Hitlers Frauen (2001) und seinen Attentätern (Sie wollten Hitler töten, 2004) führen uns Knopp und seine Autoren diesmal anhand einer einschlägigen Auswahl Hitlers Manager vor. Behandelt werden Rüstungsminister Albert Speer, dem der Führer unter anderem nicht weniger als den Umbau Berlins übertragen hatte (Zitat Goebbels: "Das ist schön. Er wird's gewiss schaffen."), der "Raketenmann" Wernher von Braun, der General Alfred Jodl, der Waffenfabrikant Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, der für die "Motorisierung des Volkes" zuständige Ferdinand Porsche und schließlich der Bankier Hjalmar Schacht: "Ohne sie, die 'Meister' ihres Fachs ( ) wäre Hitlers Reich nicht effektiv gewesen. Und so ergriffen sie die Chance für kometenhafte Karrieren, enorme Profite und wirtschaftliche Expansion." Wie andere auch haben die hier angeführten, allesamt hochbegabten Helfer des Nazi-Regimes später für sich an der Legende gewoben, sie hätten "nur das eigene Metier im Blick gehabt und nicht die Machenschaften des Regimes". Wie untauglich diese Ausrede ist, das so gründliche moralische Versagen zu bemänteln, belegt der vorliegende Band sehr deutlich, der allein deshalb die Lektüre lohnt. -- Hasso Greb 3 Kundenrezensionen:Politisch-korrekter Mainstream 1 von 5 PunktenGuido Knopp hat den Ruf eines Fastfood-Historikers. Seine Publikationen (ebenso wie die Fernsehsendungen) haben nicht wirklich Tiefgang. Es gibt auch kaum einen, der positiv über ihn spricht (zumindest habe ich niemand getroffen). Sein Erfolgsgeheimnis ist wahrscheinlich, einfach nur auf dem politisch-korrekten Mainstream zu schwimmen und das zu sagen, was eh schon jeder weiß. Akademischen Anspruch erheben seine Bücher zumindest nicht. Es entsteht eher der Eindruck, daß er sich gezielt Themen herausgreift um dabei Geschichte populärwissenschaftlich umzuschreiben. Sehr subtil, so das man ihm keine Geschichtsverfälschung vorwerfen kann. Aber eine Verfälschung deutscher Erinnerungskultur. Sicher; diese Rezension könnte zu jedem Buch von Knopp geschrieben werden. Und genau das ist das Problem seiner Bücher... spannende Geschichte - absolut lesenswert 5 von 5 PunktenMeine Hoffnung war, mehr über Personen und Persönlichkeiten zu erfahren, die zu ihrer Zeit die Möglichkeiten zu außergewöhnlichen Karrieren nutzen. Dabei ist weniger der "erhobene Zeigerfinger" gefragt als die Frage interessant, wie hätte man sich selber verhalten. Was würde heute unter diesen Rahmenbedingungen geschehen? Als wirklich gelungen empfinde ich die Auswahl der dargestellten Persönlichkeiten, die ein weites Spektrum abdeckt. Neben den Gemeinsamkeiten werden vorallem die großen Unterschiede deutlich. Speer und Porsche sind für mich dabei hervorstechende Beispiele. Hitlers Helfer 5 von 5 PunktenKarrieren zwischen Macht und Moral Waren sie willige Helfer der Nazis, dachten sie nur an den eigenen Erfolg? Konnten sie sich der Vereinnahmung durch Hitlers Diktatur nicht entziehen? Hätten sie es tun können, wenn sie es gewollt hätten? Speer, von Braun, Jodl, Porsche, Krupp und Schacht - sechs Karrieren, deren Wirkung im Geflecht der Diktatur ganz unzerschiedlich war. Das NS-Regime brauchte Manager, wenngleich es diese Nachkriegswort nicht selbst benutzte: Ohne sie, die "Meister" ihres Fachs als Banker, Unternehmer, Konstukteure, Ingenieure oder Militärs, wäre Hitlers Reich nicht effektiv gewesen. Und so ergriffen sie die Chance für kometenhafte Karrieren, enorme Profite und wirtschafftliche Expansion. Wer nicht mitzog, nahm nicht teil am allseits propagierten Aufschwung. Wer bedeutend war und nicht in das Exil ging, der geriet zwangsläufig in den Sog der Macht. Viele derer, die zu Hitlers Managern geworden sind, zogen sich aufs Argument zurück, man habe nur das eigene Metier im Blick gehabt und nicht die Machenschaften des Regimes. Und jeder musste sich entscheiden: für oder wider- und damit für oder gegen die eigene Karriere. Erfolg war schließlich weithin wichtiger als das Gewissen. Viele waren gute und begabte Männer. Die Geschichte ihrer ganz persönlichen Verstrickung ist ein Lehrstück für uns alle - und für alle Zeiten. |
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Die SS. Eine Warnung der Geschichte von Guido Knopp, Jens Afflerbach, Stefan BrauburgerGebundene Ausgabe von Bertelsmann, MünchenPreis bei Amazon: EUR 6,50, Angebote ab EUR 3,78 ![]() 2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570006212, Erscheinungsdatum: 2002 |
Aus der Amazon.de-RedaktionSS -- diese Buchstaben stehen für das effektivste und gefährlichste Machtinstrument der NS-Diktatur. Die SS war der Inbegriff des Terrors. Sie vollzog den Massenmord. Die SS war die nationalsozialistische Elite und ihrem Führer blind ergeben. In sechs Kapiteln zeichnen Guido Knopp und sein Team ein umfassendes Bild der Schutzstaffel. Sie behandeln ihren blutigen Aufstieg von einer unbedeutenden Leibwache zur "schärfsten Waffe im Arsenal des Hitler-Staates" (Ian Kershaw), porträtieren den Reichsführer SS, Heinrich Himmler, sowie Reinhard Heydrich, seinen Stellvertreter und Beauftragten für die "Endlösung der Judenfrage". Geschildert werden Entstehung und Einsatz des bewaffneten Arms der NS-Organisation, der neben den berüchtigten Totenkopfverbänden, die die KZ-Wachmannschaften stellten, auch über eigene militärische Formationen, die so genannte Waffen-SS, verfügte. Nach dem Krieg gelang vielen SS-Tätern auf unerklärliche Weise die Flucht. Deshalb brodelte die Gerüchteküche. Von einer geheimnisumwitterten Nazi-Organisation Namens "Odessa" war die Rede -- und von riesigen Schätzen, die angeblich ins Ausland geschafft wurden, um ein "Viertes Reich" zu finanzieren. Nichts davon lässt sich beweisen. Wie man jedoch inzwischen weiß, hatten viele Kriegsverbrecher einflussreiche Helfer. Mit ihnen beschäftigt sich das letzte Kapitel des Buches, das auch die vielfältigen Aktivitäten diverser SS-Seilschaften in der Bundesrepublik und deren enge Kontakte zur rechten Szene näher beleuchtet. Der Begleitband zur gleichnamigen ZDF-Fernsehreihe präsentiert die bewährte Knopp'sche Mischung aus Fakten, Dokumenten, Fotos und Zeitzeugen-Interviews. Viel Neues gibt es dabei nicht zu erfahren. Aber der komplexe Stoff ist leicht verständlich, informativ und spannend aufbereitet -- eben typisch Knopp. Und allen, die tiefer in die Materie einsteigen wollen, hilft nach der Lektüre ein Blick ins Literaturverzeichnis weiter. --Stephan Fingerle 5 Kundenrezensionen:Literatur- Tip an Herrn Knopp 1 von 5 PunktenEs mag vielleicht unüblich sein,sich bei einer Rezension eines Zitats zu bedienen, aber das geschieht aus 2 triftigen Gründen: zum einen drückt das Zitat die eigene Meinung so gut aus,dass man sie in aller Kürze gar nicht besser formulieren könnte. Zum anderen wäre Herr Knopp gut beraten, sich bei dem US-amerikanischen Historiker Professor Dr. H. Stein zu belesen, wenn er sich das nächste Mal anschicken sollte, eines seiner zahlreichen Werke dem Thema "SS" zu widmen. Prof. Stein schreibt dazu in "Geschichte der Waffen-SS",Droste Verlag, Düsseldorf: "...Doch die in der Nürnberger Zeit verkündete Doktrin von verbrecherischer Verschwörung und Kollektivschuld kann ernsthafte Forscher nicht mehr befriedigen....Zwischen den verschiedenen Teilen der SS scheint zu allen Zeiten wenig Übereinstimmung geherrscht zu haben....Darum kann es auch keine sinnvolle Deutung oder Bewertung der gesamten SS-Organisation geben, solange nicht jede ihrer bedeutenden Komponenten auf Grund der immer noch weitgehend unausgeschöpften SS-Akten eingehend untersucht worden ist." Dem ist eigentlich nichts hinzuzusetzen. Penetrante Oberflächlichkeit 1 von 5 PunktenHerr Knopp hat wie bereits seit Jahren sein eingebranntes Paradigma zum Thema auf gewohnt oberflächliche Weise in ein weiteres Druckwerk gepresst. Es werden die üblichen schwarz, weiss Klisches bedient ohne dabei Unterscheidungsvermögen als auch Einfühlungsvermögen in die Ursachen damaliger Denkmuster zu zeigen. Herr Knopp lässt wie immer eine wertneutrale Betrachtung des Themas vermissen und manipuliert wie in anderen Publikationen ebenfalls, durch bewusst tendenziöse Darstellungen den Leser. Die SS - Nur ein Buch für den Einstieg 3 von 5 PunktenDas Buch Die SS - Eine Warnung der Geschichte, kann nur als einen Einstieg benutzt werden, da zuwenig ins Detail gegangen wird, man hätte das Buch auch "Die Scherken der Waffen SS" nennen können, da über die Hälfte des Buches über Himmler, Heydrich, Eicke u.a.P. berichtet wird. Was ein guter Bestandteil ist, ist die Entstehung der SS und die Rivalitäten zwischen SA und SS, was schließlich in dem berühmten Röhm-Putsch endete, bzw. zum Ende des Buches ein Kapitel über den Mythos der ODESSA. Fazit: Das Buch kann nur als Einstieg benutzt werden, um erst einmal einen Einblick in die SS zubekommen, für eine Vertiefung ist es definitv zu oberflächlich und unspektakulär. Die SS 5 von 5 PunktenEin Buch, welches detailliert die Geschichte der SS sowie deren Protagonisten darstellt. Es macht aufmerksam, auf eines der Dunkelsten Kapitel der 'Deutschen Geschichte, dem 3.Reich und dessen Ausführer, der SS. Sie war Hitlers Elite. "SS - Mann, deine Ehre heißt Treue" Die treuesten der Treuen, haben unter striktem Gehorsam, viele Verbrechen, wie z.B. die Erschiessung von 33.700 Juden hinter der Front, während des Krieges gegen die Sowjetunion, durchgeführt. Ebenso findet die "Organisation ODESSA" Erwähnung. Denn es gelang tausenden SS-Leuten nach dem Krieg die Flucht vor der GERECHTIGKEIT. Sehr empfehlensewert!!! Grauenhafter Überblick! 1 von 5 PunktenMeiner Meinung ist das Buch kein gutes Dokument zur weiteren Vermittlung unserer Geschichte für nachfolgende Generationen! Man sollte schon mal Unterschiede machen zwischen Allgemeiner SS und Waffen-SS! Hier in diesem Buch wird alles über den Haufen gekarrt! Daß die Waffen-SS dem Heer unterstanden hatte und nicht nur zu "Kriegsverbrechen" ausgebildet wurde, bleibt natürlich nicht erwähnt! Die SS war ein dunkles schwarzes Kapitel -wie auch ihre Uniformen- in unser deutschen Geschichte, aber muß man auf so vielen Seiten den Informationsanteil im Grunde so gering halten? Deshalb hätte das Buch gar keinen Punkt verdient! Wenn man so wie ich, sich stark mit diesem Thema auseinandergesetzt hat -weil ich Verwandte in den Gaskammern verloren hatte- und jetzt wieder mit einem "Knopp"-Buch auf die Nase gefallen bin, werde ich mir nie mehr ein Buch von diesem Autor kaufen! |
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Die Gefangenen von Guido Knopp, Alexander Berkel, Stefan BrauburgerGebundene Ausgabe von Bertelsmann, MünchenPreis bei Amazon: EUR 11,94, Angebote ab EUR 2,42 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570007006, Erscheinungsdatum: 2003 |
Aus der Amazon.de-RedaktionNationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg sind für Guido Knopp noch nicht passé. Immer noch findet er Themen, die es in Geschichtsdokumentationen aufzuarbeiten gilt. Bereits Millionen von Menschen haben er und seine Mitarbeiter mit TV-Serien und Büchern fasziniert, aber auch aufgewühlt: Hitlers Helfer, Hitlers Kinder, Die große Flucht. Das Schicksal der Vertriebenen, Hitlers Krieger (asin 3572012716) oder über den Holokaust. Sein neuestes Werk ist den Millionen von Soldaten gewidmet, die zwischen 1939 und 1945 in Kriegsgefangenschaft gerieten. Eine Frage von Leben und Tod war dabei, von wem man gefangen genommen wurde. Während deutsche Soldaten in amerikanischer Kriegsgefangenschaft tadellos verpflegt und behandelt wurden, herrschte in sowjetischen Gefangenenlagern das blanke Elend. Wenn man das Lager überhaupt lebend erreichte, Tausende erfroren und verhungerten auf den Märschen durch den russischen Winter. Aber Guido Knopp erzählt auch vom Schicksal russischer oder alliierter Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft. Was Knopps Dokumentationen dabei besonders reizvoll macht, sind die vielen Interviews mit Zeitzeugen und Betroffenen. Im Fernsehen wirken diese O-Töne natürlich stärker. Aber auch die Leser von Die Gefangenen brauchen darauf nicht zu verzichten: Neben sehr vielen historischen Fotos sind auch auf nahezu jeder Seite Kästen mit Interviewausschnitten in den Text eingestreut. Guido Knopp wurde für seine populären Darstellungen auch schon mal als "Boulevardhistoriker" geschmäht. Freilich muss man unterhaltsam erzählen und ein wenig vereinfachen, wenn man ein großes Publikum erreichen will. Aber das beherrschen der ZDF-Redakteur und sein Team nun einmal nahezu perfekt, so dass man ihm auch in diesem Fall neidlos eine möglichst große Leserschaft wünschen mag. --Christian Stahl 3 Kundenrezensionen:Gut, aber ein kleiner Wermutstropfen .. 4 von 5 PunktenDurch Zufall fiel mir dieses Buch in die Hände und ich erfuhr etwas aus einem mir ganz ehrlich gesagt (ich bin Ossi) unbekannten Teil der deutschen Geschichte. Wir (ich bin 50) haben in der Schule gelernt, dass die deutsch sowjetische Freundschaft Garant für den Erhalt des Friedens sei, die "sowjetischen Freunde" vielen deutschen Kindern das Leben gerettet hätten (siehe das Heldendenkmal im Mahnmal Berlin-Treptow) usw. usw. Davon, das hundertausende russsischer Soldaten beim Einmarsch wie die Vandalen gehaust haben ... kein Wort ! Allerdings fällt es einem sehr schwer, den Stab über diese Soldaten zu brechen - der Autor fügt fairerweise an, dass von den über 5 Millionen sowjetischer Kriegsgefangenen in deutschen Lagern 80% ums Leben kamen, verhungert, erschossen, erschlagen. Logische Konsequenz ist eigentlich nur - so banal das auch klingen mag - daß man alles tun sollte, damit Ähnliches nie wieder passiert. Einziger Wermutstropfen: Autor Guido Knopp spricht irgentwo im Buch vom "Regime in Pankow". Darüber sollten wir 2005 doch hinweg sein, oder ?? Lesenswert, didaktisch gut, spannend. Sonst sehr zu empfehlen. "History" at its best 5 von 5 PunktenGuido Knopps Beiträge im Fernsehen überzeugen immer wieder durch ihre Prägnanz, Originalität und unmittelbare Konfrontation mit dem Geschehenen. Vielleicht liegt es an Knopps Umgang mit den Zeitzeugen und seinen außergewöhnlichen sprachlichen Fähigkeiten. Mit "Die Gefangenen" erreicht er nicht nur ein breites Publikum, er überrascht auch diejenigen, die sich gründlich mit diesem Thema der Kriegs- und Nachkriegsgeschichte befaßt haben. Sein Blick richtet sich dabei gleichermaßen auf die Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion wie auch die in den westalliierten Ländern. Guido Knopp deckt auf, dass die Nationalsozialisten unter den Gefangenen ihr "Werk" selbst in US-Gefangenschaft unbehelligt fortsetzten (S. 248). Er beleuchtet auch die Veränderungen in der Behandlung der Kriegsgefangenen vor dem Hintergrund des Wandels in der Besatzungspolitik. Knopp zeigt hierzu eindrucksvolle Bilder von der Lebenssituation der zahlreichen Gefangenen auf den Rheinwiesen. - Die "Befreiung" der letzten Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion ist bekanntlich ein Meilenstein in der Politik Adenauers und auch heute vielleicht der bedeutendste Anknüpfungspunkt bei der Beschäftigung mit dem Schicksal der deutschen Kriegsgefangenen. Knopp liefert interessante Details aus den Verhandlungen zwischen der Bonner Delegation und ihren sowjetischen Partnern. Am Ende wimet sich Knopp dem Problem der schwierigen Eingliederung der ehemaligen Kriegsgefangenen in die Gesellschaft der Bundesrepublik. Hier macht er deutlich, dass die Rückkehr aus der Gefangenschaft nicht immer das viel zitierte Happy End bedeutete. - Gesamturteil: ein lesenswertes Buch sowohl für die ältere als auch die jüngere Generation! AB NACH SIBIRIEN ! 3 von 5 PunktenBei diesem Buch, das auf der gleichnamigen ZDF-Fernsehserie basiert, ist der erste Teil "Ab nach Sibirien!" von besonderem Interesse. Über Gefangene in sibirischen Lagern erfährt man jedoch kaum etwas. Insbesondere fehlen Berichte Betroffener, die östlich des Urals, also tatsächlich in Sibirien, interniert waren. Und das ungemein fesselnde Standardwerk zu dem Thema sowie der wohl kompetenteste Zeitzeuge hierzu bleiben bei Knopp, selbst im Verzeichnis "Ausgewählte Literatur" am Ende des Werkes, schlechterdings unerwähnt: das bislang offenbar einzige Buch über eine langjährige Kriegsgefangenschaft in Sibirien stammt von Alois Seidl und hat den Titel "VOM SONNENWALD NACH SIBIRIEN: 6 Jahre Gefangenschaft in Stalins Sowjetunion". Seidls authentischer Bericht aus erster Hand vermittelt, viel eindrucksvoller als Knopps Publikation, was "Ab nach Sibirien!" damals wirklich bedeutete. |
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Hitler. Eine Bilanz. von Guido Knopp, Stefan Brauburger, Christian DeickTaschenbuch von GoldmannPreis bei Amazon: EUR 9,00, Angebote ab EUR 0,01 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442127424, Erscheinungsdatum: Oktober 1997 |
5 Kundenrezensionen:Unverzichtbares Geschichtsbuch 5 von 5 PunktenIch, eine von der jüngeren Generation von Menschen, hatte mich so richtig noch nie für die deutsche Geschichte interessiert, zumindest nicht, was das Lesen betraf. Dann stieß ich auf Guido Knopp, der mir Hitler näher brachte: als Privatmensch, Verbrecher, Diktator usw. Für mich war das ein einschneidendes Leseerlebnis und nun habe ich auch deutsche Geschichte in mein Lesegebiet aufgenommen. Ich kannte Hitler vom TV aus, aber nicht so, wie er in dem Buch "Hitler- eine Bilanz" beschrieben wurde. Gerade für uns Jüngere ein unverzichtbares Geschichtsbuch, damit wir mit unserer deutschen Vergangenheit besser umgehen können, ohne, daß uns andere Nationen/Völker für das Vergangene beschuldigen müssen. Fast Food Historie 1 von 5 PunktenWie üblich von Herrn Knopp. Fast Food Kost auf Bildzeitungsniveau. Wer sich ernsthaft mit solchen Themen beschäftigt, sollte lieber auf die Spiegelausgabe von Joachim Fest's "Hitler zurückgreifen. Geballte 1000 Seiten , aber dafür objektiv und beleuchtet vor allem auch die Denkweise jener Zeit. Preishammer! 5 von 5 PunktenDer Preis dieses Buches überrascht. Und doch lässt er keinerlei negative Rückschlüsse auf die Qualität des Buches zu. So bekommt man nämlich für den überraschend günstigen Preis von nur 5 Euro keinen Ramsch, sondern ein ansprechendes Buch mit interessanten Analysen rund um die Person Adolf Hitler. In den fünf großen Kapiteln wird Hitler jeweils von einer bestimmten Seite beleuchtet (als Verführer, Privatmann, Diktator, Eroberer und Verbrecher), sodass eigentlich für jeden etwas dabei ist, was ihn interessiert. Guido Knopp gelingt es, auf eine leicht zugängliche, ansprechende und gut zu lesende Art und Weise seine Bilanz zu eben jenem Diktator darzulegen, der das 20. Jahrhundert wohl am entscheidendsten geprägt hat. Dass bei einem Umfang von ca. 300 Seiten nicht jede "Randbemerkung" oder Apposition näher belegt oder ausgeführt werden kann, ist klar. Es bedeutet aber auch, dass man auf die Authentizität der knappen Erläuterungen, die Knopp an manchen Stellen fallen lässt, vertrauen muss, denn trotz einigem Hintergrundwissen wird man manche neuen Informationen dort vorfinden, die man aber - zumindest im Rahmen dieses Buches - nicht weiter nachverfolgen oder überprüfen kann. Auch fließt manchmal die eigene Meinung Knopps in die scheinbar objektive Darstellung ein. Da es sich aber laut Untertitel eindeutig um eine Bilanz (und keine Biographie) handelt, ist dies durchaus tolerabel. Die einzelnen Kapitel hätten für meinen Geschmack noch einen Tick kürzer oder nochmals untergliedert sein können, damit es einfacher ist, die Lektüre mal schnell zu unterbrechen. Sehr positiv und interessant empfand ich die durch Photos illustrierten Stellungnahmen und abgedruckten Kurz-Kommentare einiger Menschen, wie sie diese Zeit und die Person Adolf Hitlers erlebt haben. Sie finden sich über das ganze Buch verteilt - meist in Verbindung mit Bildern Hitlers - und bieten alles in allem eine nette Auflockerung. Wie gesagt: Für den Preis auf jeden Fall ohne Überlegen anschaffen! - Von mir am liebsten 4,5 Sterne. - Da dies aber nicht geht, überzeugt der Preis und hebt die Bewertung auf die volle Sternzahl an! Keine Angst vor Hitler 5 von 5 PunktenGuido Knopp möchte in seiner "Bilanz" den Menschen Hitler durchleuchten, damit der Leser die "Angst" vor dem Diktator verliert, wie Knopp im Vorwort schreibt. Erstaunlich gut gelingt dies dem ZDF-Historiker auch: Die Gestalt Hitlers gewinnt bei der Lektüre der einzelnen Kapitel an Konturen und wird entmystifiziert. Hitler, der Versager. Gerade den Aufbau des Buches empfinde ich als sehr gelungen: Nicht nur die Aufteilung in die Kapitel, die sich jeweils mit einem "Bestandteil" des Menschen Hitler auseinandersetzen, halte ich für sehr gelungen - auch weil es den Autoren gelungen ist, Wiederholungen fast gänzlich zu vermeiden. Besonders die große Anzahl an Bildmaterial sowie die vielen Zitate von Betroffenen ermöglichen einen weitreichenden Einblick, der dieses Sachbuch von anderen Publikationen abhebt. Eine Besonderheit von "Eine Bilanz" ist, dass ich den Eindruck habe, dass Guido Knopp sich jeder eigenen Interpreation verwehren möchte. Vielmehr führt er die unterschiedlichen Interpreationen, die etwa über die Entstehung von Hitlers radikalem Antisemitismus angestellt wurden, zusammen, lässt sie nebeneinander und für sich gelten. Ein fundierter Bericht, der mich sehr erschüttert hat. Es war Zeit, Bilanz zu ziehen. Aufschlussreich, Ausgezeichnet, Fesselnd... 5 von 5 PunktenAusgezeichnetes Buch über einen Mann, über den man was wissen muss. Dieses Buch bringt Hintergründe und Geschichte näher an den Leser. Guido Knopp hat eine ausgezeichnete Art zu schreiben. Man wird förmlich in seinen Bann gezogen. Detailliert und umfassend gibt er Hitler wieder. Für alle Interessierten - ein absolutes MUss! |
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Bilder, die Geschichte machten von Guido Knopp, Ursula Nellesen, Gabriella TothGebundene Ausgabe von Bertelsmann VerlagAngebote ab EUR 3,04 ISBN: 3570002578, Erscheinungsdatum: 1992 |
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Hitlers Frauen und Marlene von Guido Knopp, Alexander Berkel, Stefan BrauburgerGebundene Ausgabe von Bertelsmann, MünchenPreis bei Amazon: EUR 10,90, Angebote ab EUR 3,00 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570003620, Erscheinungsdatum: 2001 |
Aus der Amazon.de-RedaktionNun hat Guido Knopp sich also Hitlers Frauen vorgenommen. Tatsächlich war natürlich nur eine -- spät, aber doch "wirklich" -- Hitlers Frau: Eva Braun. Der naiven Freundin, die Eva dem Führer war (Hitler: "Auf den Intellekt kommt es bei der Frau nicht an"), ist das Auftakt-, Marlene Dietrich, seiner vehementesten Feindin das Schlusskapitel gewidmet. Einzig Marlene war in keiner, in absolut keiner Hinsicht eine von Hitlers Frauen. Diese schmachvolle Auszeichnung tragen die anderen Poträtierten allesamt auf die eine oder andere Weise ganz zu Recht: Magda Goebbels ("Ich liebe meinen Gatten, aber meine Liebe zu Hitler ist stärker, für ihn wäre ich bereit mein Leben zu lassen..."), Leni Riefenstahl ("Nie habe ich bestritten, dass ich der Persönlichkeit Hitlers verfallen war."), Winifried Wagner ("Mein Nationalsozialismus war eigentlich nur mit der Person Adolf Hitlers verbunden.") und irgendwie wohl auch die schwedische Diva Zarah Leander ("Ich wollte nach Deutschland und habe es nie bereut, niemals."). Michael Jeismann hat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Fernsehserie von Guido Knopp zutreffend als dem Genre der "historischen Folklore" zugehörig charakterisiert. Bei allem, was man dieser Form der informativen Unterhaltung mag vorwerfen können -- etwa, dass sie den durchsichtigen Mustern der Klatschgeschichten über Prominente folgt: Richtig ist auch, dass sie "die politische Führung des 'Dritten Reichs' ein ganzes Stück entdämonisiert. Hitler, Goebbels und die anderen waren (...) offenbar auch zu äußerlich normal scheinenden Kontakten zur Außenwelt fähig. Das verdient vielleicht betont zu werden angesichts von Tendenzen, dieser Zeit etwas Extraterrestrisches zu verleihen -- und als Exempel politischer Verführung und Gefahr in aller Alltäglichkeit gar nicht mehr wahrzunehmen!" --Andreas Vierecke 5 Kundenrezensionen:Mit Vorsicht zu genießen 3 von 5 PunktenAuch ich bin von dem Werk des Herrn Knopp eher enttäuscht. Man merkt, dass es sich an ein breites Publikum richtet: die Information halten sich an der Oberfläche und sind mit Vorsicht zu genießen. So liegt für Herrn Knopp in meiner Ausgabe (TB 2003) Heiligendamm an der Nordsee (!) und der Schauspieler Karl John ist laut Knopp 1944 zum Tode verurteilt worden. Möglich dass es einmal eine Verhandlung gegeben hat, das entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings lebte der 1905 geborene Schauspieler noch recht lange: er starb erst 1977 im Alter von 72 Jahren. Für wissenschaftliche Arbeiten schon alleine aufgrund der fehlenden Quellenangaben und Zitatnachweise nicht geeignet. Als unterhaltsame Geschichtslektüre aber durchaus gut zu lesen. Ein interessanter Ausflug in die damalige Gesellschaft 5 von 5 PunktenAlle beschriebenen Frauen wurden von der Geschichte durch ganz natürliche Charaktereigenschaften in die Nähe Hitlers oder im Falle Marlenes ganz weit weg gespült, Ehrgeiz, Gefallsucht, Passion, Leidenschaft, Rebellion.. Ganz plakativ sieht man im Duo Leander/Dietrich, was Frauen bewegt: Die eine (Leander) wusste, dass ihr zweitklassiges Talent nur mit viel Vitamin B zum Ruhm führen würde, die andere (Marlene) war sich zu schade, um sich von zweifelhaften Machthabern instrumentalisieren zu lassen und ging ins gegnerische Lager über, um dort ihre Beine zu zeigen ... Ich erinnere mich, dass meine Eltern, als ich klein war, die Zarah Leander Filme im Fernsehen ganz gern sahen... Kam jedoch ein Marlene-Filme, wurden sie sauer, fanden das Weib verworfen, schalteten um, was ich gar nicht verstand, denn ich fand Marlene viel lustiger ... "Propaganda wird unwirksam, wenn sie offensichtlich wird". Das Buch gibt Denkanstöße hierzu. Historische Folklore? Warum nicht? Wenn es ankommt! Interessant aber zu unpersönlich 3 von 5 PunktenMir hat das Buch soweit gefallen. Jedoch ist der Autor zu unpersönlich. Man hat das Gefühl die Personen durch eine dicke Glasscheibe zu betrachten. Die Fakten und Daten sind sehr dokumentarisch geschrieben. Dieses Buch ist unbedingt was für Männer! Es strotzt vor Informationen und hält einen riesigen Abstand. ein Buch dass kaum noch Fragen offen läßt 4 von 5 PunktenGuido Knopp hat für dieses Buch äußerst detailgenau recherchiert. Seine Beschreibungen der Frauen und deren Schicksale sind spannend und jederzeit nachvollziehbar. Der Unterschied zwischen naiven, ausgenutzten Mitläuferinnen, machthungrigen Frauen und querdenkenden Powerfrauen wird sorgsam beschrieben und herausgearbeitet. Für geschichtsinteressierte Leser ist dieses Buch ein Vergnügen, dass sich auch leicht in die heutige Zeit übersetzen läßt. Spart Euch das Geld! 1 von 5 PunktenIch habe das Buch spontan gekauft, weil ich gerade erst die Autobiographie der Leni Riefenstahl gelesen hatte und nun weitere, objektive Informationen über ihre Rolle im Dritten Reich erhalten wollte. - Das Geld hätte ich mir sparen können! Knopp bietet lediglich eine Aneinanderreihung der allgemein bekannten Informationen & Ansichten und stellt diesen Zitate aus der Biographie der Riefenstahl gegenüber. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema findet überhaupt nicht statt. Leider bietet Knopp auch keine neuen Erkenntnisse. Die Recherchen für das Buch scheinen sich auf einmaliges Anschauen der Dokumentation "Die Macht der Bilder" und die Lektüre der Biographie (in Auszügen) beschränkt zu haben. (Der Film und das Buch sind übrigens sehr empfehlenswert! Wer beide gesehen bzw. gelesen hat, weiß mehr, als Knopps Buch bietet.) Auch die restlichen Kapitel sind nicht viel besser. Ich habe sie nur kurz überflogen - das reichte! Das war das erste und auch das letzte Buch, das ich mir von Guido Knopp gekauft habe. Fazit: Wer so gar nicht weiß, welche Rollen die Damen im Dritten Reich inne hatte, wird dem Buch vielleicht noch Neues entnehmen können. Doch selbst dann wäre es schade, das Interesse an diesem Thema mit der Lektüre eines solch oberflächlichen, wohl in großer Eile und ohne wissenschaftlichen Ambitionen zusammengetragenen Buches zu verschwenden. - Und zur Meinungsbildung taugt es erst recht nicht! |
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