|
| |
|
Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure von Sonia RossiBroschiert von Ullstein TB-VerlagPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 6,30 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548372643, Erscheinungsdatum: Juli 2008 |
5 Kundenrezensionen:Durch Zufall an das Buch gekommen, aufjedenfall zu empfehlen 5 von 5 PunktenDas Buch ist wirklich gut geschrieben, wer gerne Bographien liest (Wüstenblume...) sollte sich das Buch aufjedenfall kaufen und sich dann ein Wochenende frei nehmen, da man es nicht mehr weglegen kann. Hut ab vor dieser Frau!!!! Tolles Buch 5 von 5 PunktenBin noch ziemlich jung, daher für mich ein Vorteil, dass das Buch leicht zu lesen ist. Ich fand es sehr interessant mal die perspektive einer jungen "normalen" frau die als prostituierte arbietet zu sehen. meist werden solche geschichte nur über drogenabhängige und ähnliche formuliert. Ich denke, das Buch soll den Leuten zeigen, dass Prostitution für viele Menschen ein normaler Job ist und sie auch respektiert werden wollen. Ich jedenfalls konnte mich von diesem Buch kaum lösen und werde in nächster Zeit auch ein Referat darüber halten. 5 Sterne von mir! Wer schauriges erwartet wird enttäuscht ! 4 von 5 PunktenDieses Buch ist in der Form einer Autobiographie geschrieben. Wer sensationelles erwartet wird enttäuscht. Sonia Rossi schreibt nun mal darüber wie SIE diese Jahre ihres Lebens erlebt hat. Tiefblickende Einblicke in Ihre Seele verweigert sie dem Leser aber erwartet man das ? Die Autorin scheint ziemlich "cool" mit der Tatsache umgegangen zu sein, sich zu prostituieren, und so kommt das Buch auch rüber. Doch ich als Frau denke, das man in diesem Gebiet auch cool sein muß, sonst kann man das überhaupt nicht. Ich kenne auch ein Frau, die in diesem Gewerbe arbeitet und aber auch eine ganz normale Beziehung hat. Sie sagt, sie kann das ganze total ausblenden wenn sie mit Ihrem Freund zusammen ist. Ich denke man sollte über so jemand nicht urteilen von wegen eingebildet und so weiter. Früher war ich auch schnell mit Urteilen, bin aber auch schon in Situationen in meinem Leben gekommen, die ich mir vorher nicht hätte träumen lassen. Seit dem lebe ich nach der Devise "Urteile über niemanden in dessen Schuhen du noch nicht gelaufen bist". Und wenn Frau Rossi gute Zensuren hatte, warum darf sie das nicht sagen oder schreiben ??? Macht doch jeder andere "normale" Mensch auch. Das einzige was mich bei der ganzen Sache stört ist die Ausländerthematik. In dem Buch werden mehrere Charaktere beschrieben, z.b. auch ihr Freund Ladja, der als sie ein Kind bekommt, Stütze vom deutschen Staat erhält, aber selbst kaum gearbeitet hat. Das sind halt Sachen da kann ich an die Decke gehen, wenn ausländische Mitbürger denken, sie können hier her kommen und auf Saatskosten leben. Ich beispielsweise hätte auch gerne studiert, bei uns war es aber einfach finanziell nicht drin und so hat man es halt gelassen. Mich stört halt diese Selbstverständlichkeit mit der manche Ausländer hier her kommen und denken wird schon gehen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden wie man hier arbeiten könnte. Fragwürdige Geschichte 3 von 5 PunktenIst Prostitution etwas Schlimmes? Das bleibt die Frage, wenn man dieses Buch gelesen hat. Was von Anfang an positiv auffällt, ist der relativ simple Schreibstil. Man kann das Buch schnell runterlesen, muss sich nicht lange damit aufhalten und mäßig spannend ist es auch. Das war's dann leider auch. Um zur Eingangsfrage zu kommen- ein junges Mädchen kommt nach Deutschland, hat kein Geld und dieser Weg führt sie direkt in die Prostitution. Emotionen? Fehlanzeige. Natürlich betont die Autorin, wie schwierig das war und wie sich sich teilweise geekelt hat, aber der Weg zur Prostitution schien ihr nicht besonders viel Überwindung abzutrotzen. Und genau da liegt das Problem- auf der einen Seite bedauert das Mädchen, dass sie anschaffen gehen muss, auf der anderen Seite kommt dieses Bedauern nicht wirklich rüber. Es klingt eher nach 'Schön war es nicht, aber wenn es sein muss.' Wie ein Zahnarztbesuch. Und teilweise wie eine Sicht, nicht aufhören zu können. Manche Argumente, wieso sie bei der Prostitution bleibt, sind einfach schwach. Schwache Entschuldigen, die in einem eine Wut auf die Autorin auslösen. Als kurze Lektüre ohne großen Tiefgang sicherlich interessant, aber leider nichts Neues und auch nicht besonders berührend- schade, bei diesem Thema. Konstruierte, langweilige Erzählung einer unsympathischen Heldin 2 von 5 PunktenIch bin wirklich enttäuscht von dem Buch. Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen und dachte "Yeah, mal was anderes". Erstens: Es ist alles so klischeehaft, um wahr zu sein. Als hätte sie sich die Geschchte ausgedacht. Zwei Ausländer treffen sich, er bleibt einfach bei ihr, sie heiraten, damit er eine Arbeitserlaubnis bekommt und nicht mehr auf den Strich gehen muss. Außerdem kifft er denganzen Tag. Sie betrügt ihn... Und alles wirkt irgendwie konstruiert. Die ganzen Gespräche, die sie wiedergibt. Das Buch soll doch eine wahre Geschichte wiederspiegeln, oder nicht? Wie kann sie dann die ganzen Unterhaltungen Wort für Wort wiedergeben? Hat mich ziemlich gestört. Zweitens: Auch, wenn alles konstruiert wirkt - sie enthüllt nichts Neues, es gibt nichts Überraschendes. Es ist in jedem Bordell dasselbe und es wundert mich, dass sie mit den ganzen langweiligen Geschichten ein ganzes Buch mit fast 300 Seiten gefüllt hat. Ihre Schilderungen sind weder erotisch, noch ekelhaft. Alles ist neutral, langweilig, geradlinig. Sie tut jedoch die ganze Zeit so, als ihr Leben etwas ganz Besonderes, was ich so nicht nachvollziehen kann. Drittens: Sie erwähnt Dinge im Buch, die für den Verlauf der Geschichte keine Rolle spielen und auch zu keiner Atmosphäre beitragen. Sie sind einfach unnötig. Man wartet die ganze Zeit, dass sie nochmal auftauchen und vielleicht im späteren Verlauf des Buches aufgegriffen werden und so einen Sinn machen. Aber man wird enttäuscht. Es ist stilistisch wirklich schlecht und langweilig geschrieben. Sie reiht nur immer wieder ihre Geschichten, die sich immer wieder wiederholen aneinander und schildert diese auf monotone Weise. Viertens: Sie ist gänzlich unsympathisch. Sie prahlt damit rum, dass sie im Studium fast nur 2en hat, obwohl sie so selten hingeht. Sie tut so, als würde sie ein außergewöhnliches Leben führen "In meiner Branche bla blah". Als erfülle sie es mit Stolz. Zugleich beklagt sie sich nur über ihr schreckliches Leben. Und dann diese ganzen strohdoofen Entscheidungen, die sie in ihrem Leben getroffen hat. Sie ist doch ein gebildeter Mensch - warum dann so naiv? Sie hat keine sozialen Kompetenzen, wahrscheinlich kann sie nur mit Zahlen umgehen. Sie wollte wohl erreichen, dass man ein anderes Bild von Huren erhält. Bei mir ist ihr das nicht gelungen. Ich habe Huren nie für dumme Menschen gehalten - sie hat mich vom Gegenteil überzeugt. Da stellt sich doch die Frage, warum sie dieses Buch geschrieben hat... haha, um Geld zu verdienen. Und das merkt man auch. Ein einfaches Buch, das schnell runtergelesen ist, einen jedoch nicht weiter bringt. |
|
|
'Ich bin der letzte Mohikaner' von Henriette Kaiser, Joachim KaiserGebundene Ausgabe von Ullstein TB-VerlagPreis bei Amazon: EUR 24,90, Angebote ab EUR 17,90 ![]() 2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3550086970, Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
3 Kundenrezensionen:Musikbeilage - kein Hörbuch! 1 von 5 PunktenDer Beschreibung entnimmt man, dass es die Hörbuch-Version der von der Tochter geschriebenen Biographie des Vaters ist. Dem ist nicht so - es handelt sich lediglich um eine Zusammenstellung Kaiser's wichtigster Musikstücke, vielleicht hilfreich beim Lesen der Biographie, nicht jedoch die Biographie selbst in Audio-Form, auch nicht gekürzt. Steigen Sie ein in die Lebens- und Gedankenwelt eines der letzten Großkritiker unseres Landes - Vorsicht: Hochmutgefahr 4 von 5 PunktenNeben Marcel Reich - Ranicki, der unlängst eine nicht ganz unumstrittene Vorstellung im Fernsehen gab, indem er den Deutschen Fernsehpreis anlehnte und das Fernsehen pauschal als Quatsch verurteilte, ist der mittlerweile auch schon 80-jährige Joachim Kaiser einer der letzten Großkritiker der deutschen Kulturszene, eben einer der "letzten Mohikaner". Unter eben diesem Titel hat Joachim Kaisers Tochter Henriette, die als Fernsehjournalistin und Schriftstellerin arbeitet, zusammen mit ihrem Vater eine ganz besondere Form der Biographie geschrieben, die sich liest wie eine Kulturgeschichte Nachkriegsdeutschlands bis zur Gegenwart. Joachim Kaiser war es stets wichtig, die Bewahrung der Tradition, ja, wenn es sein musste, der ganzen Abendlandes hervorzuheben, und das schon ganz früh. "Wir Jungen nahmen damals Kunst, Bildung und Intellektualität viel ernster, als es heute üblicherweise der Fall ist -aus einem ganz besonderen Grund. Wir hatten in der Jugend die Freiheitsberaubung durch eine Diktatur und einen Krieg erlebt. Wir wussten, wie wichtig Freiheit ist. Das wollten wir in unserer Arbeit zum Ausdruck bringen." Und diese Freiheit kostete der junge Kritiker aus. Er schrieb über Musik, über Theater, über Literatur. 50 Jahre hat er für die Süddeutsche Zeitung geschrieben. "Im Falle des Falles, schreibt Kaiser über alles" - so hieß es dort oft. Seine Tochter Henriette hat in diesem Buch durch ihre Art des Fragens ihren Vater zu sehr eindrucksvollen Antworten "verführt", bei denen sich wieder einmal sein fast grenzenloses Selbstbewusstsein offenbart, ohne das man (siehe Reich-Ranicki) wohl nicht zum Kritikerpapst aufsteigen kann. Oft langweilt sein pathosgeschwängertes, langatmiges Reden, doch dann wird es plötzlich abgelöst durch eine Erkenntnis, die man unbedingt gleich festhalten möchte. Kaiser ist ein echter Verfechter der Hochkultur, der die Hoffnung nicht aufgibt: "Die Chance, auf die wir alle hoffen, besteht darin, dass plötzlich ein Widerstand der Konsumenten erwächst: Nein, wir wollen diesen Quatsch nicht mehr mitmachen, wir wollen endlich wieder Brot statt Steine." Nur, liebe Kritiker: wer definiert, was Brot ist und was Steine ? Die Grenze zum bildungsbürgerlichen Hochmut gepaart mit der Verachtung der Dummheit der Unterschicht ist schmal und auch wir hier als Rezensenten von Büchern sind nicht dagegen gefeit. Ein Universalgenie: Joachim Kaiser. 3 von 5 PunktenHenriette Kaiser/ Joachim Kaiser Ich bin der letzte Mohikaner Ullstein ISBN 3550086970 Ein Universalgenie: Joachim Kaiser! In Ostpreußen geboren, nach dem Studium der Philosophie, Soziologie, Musikwissenschaften und Germanistik schon früh als Journalist gestartet, kann man Joachim Kaiser als einen der ungewöhnlichsten Universalgelehrten des letzten Jahrhunderts betrachten. Er ist in einem gebildeten Elternhaus in Ostpreußen mit klassischer Musik aufgewachsen und kannte sich früh aus in der Musikwelt. Viele Werke konnte er selber auf dem Klavier spielen. Im Elternhaus verkehrten berühmte Musikergrößen der damaligen Zeit. Sein Vater war Arzt und in seiner Haltung eher konservativ. Er brach einmal ein kontroverses Gespräch mit dem Sohn über Politik mit der Bemerkung ab: Wer in einem Klima mit derart liberaler Haltung und ästhetischem Bewusstsein aufgewachsen ist, dem sind die Götter gewogen. Joachim Kaiser hatte keine Hürden zu überwinden, als er schon in jungen Jahren zur Süddeutschen Zeitung stieß und später als dessen Feuilletonchef zu Anerkennung und Ansehen gelangte. Er war Musik-, Theater - und Literaturkritiker. Mit einer sensationellen Besprechung über die < Philosophie der neuen Musik > von Theodor W. Adorno, die 1951 zunächst in den Frankfurter Heften erschienen war, hatten sich ihm für die Zukunft die Feuilletonredaktionen großer Zeitschriftenverlage geöffnet. Eine derartig schwierige Besprechung über die Musiktheorien Adornos zeugte von der hohen Intelligenz des Autors, der damals noch nicht einmal 23 Jahre alt war. Seine Tochter Henriette Kaiser hatte bereits eine Dokumentation über ihren Vater mit dem Titel < Musik im Fahrtwind > für das Fernsehen aufgezeichnet, als sie und ihr Vater vom Ullsteinverlag gebeten wurden, ein ähnliches Buch zu erarbeiten. Das Ergebnis liegt hier vor. Zusammengesetzt aus Interviews, Gesprächen, Essays, Zeitzeugnissen und Artikeln von Joachim Kaiser, dazu eigenen Beobachtungen, Bemerkungen und Erinnerungen hat Henriette Kaiser ihren Vater porträtiert. Es ist auf diese Weise ein rundes, ehrliches und ansehnliche Bild dieses ungewöhnlich begabten, versierten, rundum gebildeten und quicklebendigen Mannes entstanden. Natürlich und bewundernd berichtet sie über ihren Vater, der keine Grenzen für sich zu kennen schien, dem alles gelang, der ein heiteres Gemüt und ein weites Herz hatte. Voll sprühender Geistesblitze legt er und sie beredt Zeugnis ab über ein erfülltes und breit angelegtes Lebenswerk. Gescheit, redegewandt und reaktionsschnell hat er sich zeitlebens im Kreise bekannter Dichter, Künstler und Gelehrter bewegt, die vielfach namentlich hier Erwähnung finden. Etwas salopp ist seine Bemerkung über < das gebildete deutsche Bürgertum, das die Nazis nicht mochte >, zu werten. Hier scheint ein Optimist zu walten, dem, wenigstens in dieser forschen Verallgemeinerung, die Ernsthaftigkeit abgeht. Häufige Schulwechsel, Neuanfang in der Nachkriegszeit, berufliche Erfolge und persönliche Begegnungen bestimmen das Leben von Joachim Kaiser. Eine Überfülle an Fotos ergänzen den Lebensbericht, der einem Parforceritt durch sein Leben gleicht. Durch die Aneinanderreihung verschiedener Berichte, Briefe und Dokumente gerät zuweilen einiges durcheinander. Wenn vom Vater die Rede ist, weiß man nicht immer, ob es um den Vater Joachim Kaisers geht, oder ob Henriette gerade über ihren Vater spricht. Das Buch ist als Dokument über die Welt der Künstler und Schriftsteller in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts amüsant und aufschlussreich. Man liest es mit Vergnügen. |
|
|
Von der Buchidee zum Bestseller: Für Autoren und alle, die es werden wollen. Erfolgreiche Bücher schreiben. Den richtigen Verleger finden. Optimale Verträge schließen von Dirk R. MeyneckeBroschiert von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 9,95 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548366872, Erscheinungsdatum: Januar 2004, Auflage: Nachdruck der aktualisierten Neuausgabe. |
Aus der Amazon.de-RedaktionDen reißerischen Titel relativiert der Autor schon im Vorwort: Einen Bestseller könne man, selbst bei bester Planung, nicht garantieren. Das habe er als Lektor viele Jahre erleben müssen -- aus dieser Praxis heraus weiß er aber auch, worauf es ankommt, wenn man dem Bucherfolg Hallo sagen will. Meynecke kennt den Buchmarkt und den Arbeitsalltag in den Lektoraten. Er weiß, was Verlage wollen und wie es ihnen präsentiert werden muß. Seine geballte Praxiserfahrung hat er für dieses Buch in Hunderte von Tips umgewandelt. Dabei schweift er nicht ab und redet nicht herum, sondern nennt alles zu Manuskript, Angebot und Verwertung, von der passablen Grobplanung bis zur richtigen Klarsichthülle. Sogar einen Vertragsentwurf, Infos zum Danach und den Rettungsanker Selbstverlag legt er dazu. Das Ganze ist mit der realistischen Haltung geschrieben, das man ein Buch genauso verkauft wie ein Stück Seife. Wer Text verkaufen will, kann hier mit Gewinn nachschlagen. --Frank Rosenbauer 5 Kundenrezensionen:Vollständiger als andere Ratgeber 4 von 5 PunktenAuf dem Sektor der "Wie schreibe ich ein Buch" Ratgeber wird es langsam eng, doch Meyneckes Werk habt sich wohltuend aus der menge, da er an dem Punkt weitermacht wo die meisten anderen aufhören. Handeln fast alle Ratgeber nur vom bloßen Schreiben und verlassen den Jungautoren sobald sein Manuskript fertig ist, geht dieses Buch noch einen entscheidenden Schritt weiter und gibt einen Überlick über die Möglichkeiten das Werk dann auch an den verlag zu bringen. Es weist auf oft gemachte Fehler und probleme hin, die der begeisterte Schreiber oftmals einfach übersieht und macht deutlich, dass auch bei noch so viel Liebe zum Schreiben, die Möglichkeit besteht, dass man von dieser passion niemals leben werden kann oder dass auch die schmerzliche Möglichkeit besteht, dass das eigene Werk zu den unzähligen anderen zählen kann, dass nie einen Verleger findet. Auch wenn es dem angehenden Autor an manchen Stellen einen gehörigen Dämpfer versetzen wird, ist dies wohl einer der besten Ratgeber auf dem gebiet und eine absolut empfehlenswerte Ergänzung zu all den Büchern, die nur Stiol und Inhalt predigen und den Künstler dann im Stich lassen. Absoluter Augenöffner 5 von 5 PunktenDirk R. Meyneckes «Von der Buchidee zum Bestseller» ist der absolute Hammer. Er stellt den Autor dar als das, was er ist: als Handwerker. Aber einer, der den Buchmarkt aufs Genaueste kennen muss. Absolut unschlagbar für mich ist, wie Meynecke die Kraftverhältnisse im Verlag schildert: Nicht die Lektoren haben das letzte Wort. Die werden sowieso geoutsourct und durch Produktmanager ersetzt. Sondern: Die Vertreter. Das Buch, bzw. das Exposé des Manuskripts muss so geschrieben sein, dass es die Buchhändlerin an der Front überzeugen kann. Es ist ein ernüchterndes Buch. Unter anderem wird auch vor allerlei Halunken gewarnt, die mit dieser Gier nach dem Veröffentlichtwerden Millionen machen. Wer aber genug Abstand zum eigenen Werklein hat, wird von diesem Führer durch den Verlagsdschungel absolut profitieren. Exzellente Einführung in die Welt der Buchproduktion 5 von 5 PunktenDer Author gibt einen Einblick in die Welt der Buchproduktion. "Buchproduktion" deshalb, weil er aufzeigt, wie ein Verlag entscheidet was es publiziert und was nicht. Im Vordergrund stehen weniger Tipps wie man ein Buch schreibt und mehr wie man dieses Buch vermarktet und das "Produkt" verkauft. Sehr aufschlussreich für jemanden, der in dieser Branche noch nie gearbeitet hat und an manchen Stellen ein Weckruf. Man braucht nicht nur ein gutes Buch, sondern auch die marktwirtschaftlichen Aspekte einer Publikation spielen eine wichtige Rolle. Genau das gelingt dem Author hier. Die Mischung machts. 3 von 5 PunktenDieses vielversprechende Buch hat gute, als auch schlechte Seiten. Da ich jedoch von einem Sachbuch erwarte, klüger zu werden überwiegen meiner Meinung nach die schlechten. Es lässt sich immerhin sehr flüssig lesen und beinhaltet auch ab und an Dinge, die man sich zu Herzen nehmen kann. Das was mir an diesem Buch nicht gefallen hat ist, dass der Autor kaum einen Unterschied macht, ob man ein Sachbuch oder einen Roman schreibt. Ein Sachbuch mit einem Roman zu vergleichen ist, als würde man Wurst mit Käse vergleichen. Den Schwerpunkt setzt dieses Buch meiner Meinung nach eindeutig auf Non-Fiction. Wer also vor hat einen Roman zu schreiben muss sich darauf gefasst machen, den Text die meiste Zeit nur zu überfliegen und sich für ihn relevantes herauszupicken - und das nervt auf Dauer, weil man sich als Romanautor ziemlich zurückgestellt fühlt (z.B. was das Exposé betrifft). Auch wird in den Überschriften oftmals etwas versprochen, was der Text aber nicht erfüllt. Z.B. lautet ein Kapitel "Stil" und im Abschnitt "Wie man lebendigen Text schreibt" erfährt man lediglich dass manche Autoren mehr und manche weniger Zeit brauchen, bis sie ein Buch fertig geschrieben haben. Wenn es mal im Buch interessant zu werden scheint, erwähnt der Autor, das man später noch mehr und genauers darüber erfahren wird - aber mehr als auf eine Überschrift trifft man dann nicht mehr. Vollständiges Werk eines kompetenten Autors 5 von 5 PunktenBei diesem Buch handelt es sich um einen hervorragenden Ratgeber und ein fundiertes Sachbuch zugleich. Zum Einen erfährt der Leser, wie der Buchmarkt funktioniert und lernt die Abläufe kennen. Zum Anderen bietet Meynecke aktive Hilfe, um Manuskript, Anschreiben, Exposé, etc. zu gestalten. Bei dieser Fülle ist jedoch kein Punkt zu kurz gekommen, wie der Umfang von 368 Seiten zeigt. Im Anhang finden sich noch abschließend einige wichtige Adressen, der Autoren-Normvertrag, weitere Lese-/Nachschlagehinweise und ein Sachregister. Das Layout wirkt für meinen Geschmack etwas zu bunt, ist aber gleichzeitig originell und hebt sich von der Masse ab. Besonders gut haben mir die Stellen gefallen, bei denen Meynecke Hilfen und Beispiele gibt, wie die Gestaltung von Buchangeboten aussehen kann bzw. sollte. Insgesamt stellt sich dieses Buch in meinen Augen als vollständiges Werk eines kompetenten Autors dar, in dem man immer wieder gerne nachschlägt. |
|
|
Der Sünde Sold: Dühnforts erster Fall von Inge LöhnigBroschiert von Ullstein TB-VerlagPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 3,50 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548268641, Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
5 Kundenrezensionen:Langweilig + Lahm 2 von 5 PunktenWir fragen uns ernsthaft, ob die vorherigen Rezensenten den selben Roman gelesen haben, wie wird. Er ist weder spannend, noch gibt es überraschende Wendungen. Bei den Ermittlungen kommt sehr oft gar nichts heraus, es gibt nicht einmal heiße Spuren, denen nachgegangen wird. Das ganze Buch spielt in einem bayrischen Dorf, es wird nur geredet, doch selbst dabei ergeben sich keine Spuren. Der Roman ist weit entfernt davon, fesselnd zu sein, die Ermittlungsarbeit nimmt schwindend wenig Platz ein. Wir können weder den Kommentar von Herrn Fitzek verstehen, noch die positiven Bewertungen nachvollziehen. Wir mussten uns durch die Seiten quälen. Immerhin zwei Sterne für den schönen Schreibstil der Autorin. Ein beachtliches Debüt 5 von 5 PunktenDie junge Agnes Gaudera muss nach einem tragischen Schicksalsschlag ihr Leben neu beginnen und lässt sich in einem kleinen Ort vor den Toren München nieder. Doch kommt sie in den ersten Tagen in der ländlichen Idylle nicht zur Ruhe. Ein kleiner Junge verschwindet und die Spuren deuten in alle Richtungen: Unfall, Lösegelderpressung, Gewaltverbrechen oder auch das Werk von Satanisten scheint nicht auszuschließen zu sein. Der Münchener Kommissar Konstantin Dühnfort übernimmt mit seinem Team die Ermittlungen. Als Agnes Gaudera durch Zufall den kleinen Jungen lebendig im Wald findet, scheint der Fall abgeschlossen. Doch Tage später wird die Erzieherin des kleinen Jungen im selben Ort brutal ermordet und der Fall gewinnt an Fahrt. In eine Richtung, die zunächst nicht absehbar ist ... Mit ihrem Debüt Der Sünde Sold legt Inge Löhnig einen Krimi vor, wie man ihn aus Deutschen Landen leider nicht oft zu lesen bekommt. Der eigentliche Krimi baut gleich in den allerersten Seiten eine schaurige Spannung auf, die sich in der Folge stetig steigert und sich bis zum Schluss nicht verliert. Geschickt legt die Autorin immer wieder falsche Fährten, denen man nur zu bereitwillig folgt. Dabei spart Inge Löhnig nicht mit beklemmenden Effekten, ohne dabei nach amerikanischer Manier zu übertreiben. Überhaupt ist die gesamte Geschichte wie aus einem Guss, absolut stimmig. Die Kriminalgeschichte ist nicht überfrachtet mit immer neuen Grausamkeiten. Vielmehr mag man viele Details genauso nachvollziehen, wie man auch den Charakteren ein reales Leben zutraut. Alle Personen haben ihre Eigenheiten, Stärken, Schwächen und menschlichen Züge, die sehr stimmig immer wieder in die Kriminalgeschichte einfließen, ohne von ihr abzulenken. Auch eine Liebesgeschichte findet Einzug, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Um der Geschichte noch mehr Dynamik zu geben, ist die Handlung aus allen Perspektiven von Opfer, Täter und Ermittler geschildert, wobei die Blickwinkel sehr fließend wechseln. Ein Genuss ist auch die Sprache. Lebendig und bunt wird die spannende Geschichte anschaulich transportiert und ist dabei doch knapp und genug um das Buch zu einem kurzweiligen Page-Turner zu machen, den man auch nach Mitternacht nur schwer aus der Hand legen kann. Ein beachtliches Krimi-Highlight aus Deutschland, wie ich schon lange keines mehr gelesen habe. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung mit Kommissar Dühnfort. Kommissar Dühnfort ermittelt in seinem 1. Fall 5 von 5 PunktenEin kleines Dorf namens Mariaseeon in der Nähe von München. Hierher zieht Agnes, sie will neu beginnen, nachdem sie ihre Tochter und ihren Mann bei einem Wohnungsbrand verloren hat. Agnes möchte nur ihre Ruhe haben, doch diese will sich nicht recht einstellen. Denn der kleine Jakob ist verschwunden und ihre Nachbarn bitten sie um Hilfe bei Suche nach dem Jungen. Auch die Polizei wird hinzugezogen, besser gesagt Kommissar Dühnfort und sein Team bekommen diesen Fall. Zunächst sieht es nach einer Lösegelderpressung aus, denn Jakobs Familie ist wohlhabend. Doch dann findet Agnes unterwegs beim joggen den kleinen Jakob, welcher nackt und lebendig im Wald an einen Holzstoß gebunden ist. Alle sind glücklich, das Jakob lebt, doch er ist verschlossen und redet nur vom schwarzen Mann. Kommissar Dühnfort verfolgt jedoch weiter die Spur nach dem Entführer. Ihm lässt dieser Fall keine Ruhe und erst Agnes Verdacht bringt ihn auf eine Spur, welche langsam Licht ins Dunkle bringt. Doch da wird die Leiche einer Frau entdeckt... Das Krimidebüt Der Sünde Sold von Inge Löhnig birgt so seine Überraschungen. Eine Geschichte voller Verwicklungen und parallel verlaufender Handlungsstränge lassen dieses Buch immer interessanter werden. Die Autorin Inge Löhnig hat mit Kommissar Dühnfort einen neuen Ermittler geschaffen, den man einfach mögen muss, da er sehr menschlich und herzlich geschildert wird. Ebenso die anderen Figuren, alle haben ein Leben mit Vergangenheit und die wichtigsten sind hervorgehoben. Besonders gut eingebaut sind die Einblicke aus der Sicht des Mörders, von dem immer mehr im Verlauf des Buches erfährt. Dieser Krimi ist flüssig erzählt und gibt eine schaurige Atmosphäre wieder, was den ganzen Krimi noch mehr aus der breiten Masse hervorhebt. Ich freue mich auf weitere Fälle rund um Kommissar Dühnfort. Tino Dühnfort: ein neuer Ermittler mit Herz 5 von 5 PunktenInge Löhnigs Debüt und ihr sympathischer Ermittler Konstantin Dühnfort haben mein Leserherz im Sturm erobert... Der Autorin ist es gelungen, mich von der ersten Seite an zu fesseln und mich immer wieder auf die falsche Spur zu locken oder mit der überraschenden Handlung zu schocken. Bis kurz vorm Ende ist nicht klar, wer der Täter ist, obwohl es im Nachhinein doch kleine Hinweise gab, die man eben zu deuten wissen muss. Löhnigs Protagonisten sind allesamt spannend. Spannend deshalb, weil sie kleine oder große Macken haben, nicht perfekt eben, sondern menschlich. Durch kleine Einblicke in deren Privatleben, bringt sie sie dem Leser behutsam nahe, sodass man schnell mitfiebert und -ermittelt. Die Mordfälle selbst beginnen fast "harmlos", steigern sich aber zu immer kränkeren Taten, die einem im wahrsten Sinne des Wortes den Atem stocken lassen. Dieser Krimi enthält eine perfekte Mischung zwischen Ermittlung, größeren oder kleineren Beziehungsdramen und Psychologie. Schon jetzt freue ich mich auf Tino Dühnforts zweiten Fall, der uns hoffentlich auch ein Wiedersehen mit einigen anderen Figuren beschert. Ein klasse Debüt! Eine Entdeckung! 5 von 5 PunktenObwohl ich sehr skeptisch an diesen Titel herangegangen bin, hat mich die Autorin mit ihrer Geschichte, mit ihren hervorragend gelungenen Figuren und mit ihrem spannenden Stil restlos überzeugt! Inge Löhnig beweist mit ihrem Debut, daß auch deutsche Autoren extrem gute und überzeugende Krimis und Thriller schreiben können! Ich warte ungeduldig auf die Fortsetzungen!!!! |
|
|
Tosende See: Adam Bolithos Einsatz im Atlantik von Alexander KentBroschiert von Ullstein TB-VerlagPreis bei Amazon: EUR 8,95 ISBN: 3548269028, Erscheinungsdatum: April 2009 |
|
|
|
Ullsteinroman. von Sten NadolnyBroschiert von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 3,99, Angebote ab EUR 0,01 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548259561, Erscheinungsdatum: 2004, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionSten Nadolnys Ullsteinroman, der zum 100-jährigen Jubiläum der Presse- und Verlegerdynastie in eben jenem Ullstein-Verlag erschien, macht es dem Leser nicht leicht. Schon der Publikationsort gibt dem dicken Buch den Anhauch von Auftragswerk und lässt den Leser fragen, ob von einem solchen Buch über den rasanten Aufstieg eines Verlagsimperiums und seinen durch die Nationalsozialisten brutal erzwungenen Fall denn auch Kritisches zu hören sei. Aber: Hat Nadolny überhaupt ein Buch über den Werdegang einer Berliner Dynastie geschrieben? Und, wenn ja: Warum bedient er sich hierzu eigentlich der Form eines Romans? Wäre da ein Sachbuch nicht viel sinnvoller gewesen? Man muss die Frage wohl in zwei Richtungen beantworten: Wer Nadolnys Buch in die Hand nimmt, um möglichst viel über das in Vertriebsfragen revolutionäre Presse-Unternehmen einer jüdischen Familie zu erfahren, das aus dem Kapital zweier Papierhändler-Generationen erwuchs und bei dem schließlich fünf Brüder zentrale Funktionen des Hauses übernahmen, wird vom Ullsteinroman sicher etwas enttäuscht. Wer aber einfach einen unterhaltsamen, psychologisch tief gezeichneten Familienroman mit realem, historisch überaus interessant geschildertem Hintergrund sucht, der die eine oder andere wahre Anekdote und Geschichte über das wahre Schicksal der Ullsteins bereithält, der wird von Nadolny bestens bedient. Am Anfang des Ullsteinromans sitzt der junge Leopold Ullstein, später der "Stammvater" des Hauses, am Ufer und sieht zu, wie Pegnitz und Rednitz an einer Flussgablung ineinander fließen. Meisterlich beschreibt Nadolny, wie der Knabe Leopold, schon ganz der hinterfragende Geschäftsmann, hinter die "Naturgesetze" der Vermischung beider Flüsse in der Tiefe zu kommen sucht. Bei der Mixtur von Dichtung und Wahrheit hingegen lässt uns der Autor nicht in die Karten schauen. Gerade dies aber ist der ganz eigenwillige Reiz dieses tiefgründigen Buchs. --Stefan Kellerer 5 Kundenrezensionen:Die Ullsteins 3 von 5 PunktenEin Roman, der "Ullsteinroman" heißt? Daß der Roman so heißt, hat seine eigene Geschichte, es ist nicht der erste, der so genannt wird. Aber damit wären wir schon mitten in der Geschichte des Hauses Ullstein. Es geht Sten Nadolny um den Aufstieg einer Familie zur bedeutendsten Verlegergemeinschaft in Deutschland. Der Roman, der eigentlich eine Biographie ist und nur streckenweise tatsächlich ein Romanformat besitzt, hat an seinem Ende eine Ahnentafel, damit man die verschiedenen Personen überhaupt auseinanderhalten kann, die vielen Namen nicht ständig vermischt und so zumindest die Chance hat, einen Überblick zu behalten. Natürlich ist der Roman ein Bilderbogen der deutschen Geschichte und insbesondere des Umgangs dieses Landes mit seinen jüdischen Mitbürgern. Es ist auch ein Lehrstück, wie leicht eine Familie, der es wirtschaftlich gut geht, auseinanderfallen kann. Und es ist schließlich ein Werk, das einige Weisheiten enthält, die man an dieser Stelle ruhig verbreiten kann: "Es war die Zeit des 'Moment mal'....'Moment mal', das war die kürzestete Formel für alles, was eine Opposition tat und was oppositionelle Zeitungen taten: der Exekutive in den Arm fallen...." "Es gibt keine eigene Zukunft, ohne diejenige der anderen." "Dinge, die niemand merken soll, tut man entweder ganz schnell oder ganz langsam. Das zweite ist erfolgreicher, aber man muß rechtzeitig damit anfangen!" "Unterschätzen Sie nie jemanden, bloß weil Sie ihn verachten." "Entmachtung beginnt mit Nichtinformation, und diese trägt meist den freundlichen Namen 'Schonung'". Ein toller Roman- und mehr.. 5 von 5 PunktenDieser Roman über die Familie und den Konzern Ullstein ist nicht nur für Leser aus der Branche hochinteressant und spannend, sondern auch ein gutes Abbild jener Zeit im Allgemeinen und Berlins im Besonderen. Man kann es als ganz "normalen" Familienroman" lesen - aber für Alle, die wollen, stecken jede Menge Informationen drin! Gelungener Familienroman 4 von 5 PunktenDas Buch erzählt die Geschichte der Verlegerfamilie Ullstein, beginnend bei Leopold Ullstein bis zum Untergang in der Nazi-Zeit. Dabei hat es Sten Nadolny geschafft, eine Form zu finden, wie man solch eine Familiengeschichte spannend erzählen kann. Auch habe ich trotz der vielen Personen und Handlungen eigentlich den Ueberblick nie verloren. Das Buch ist weder zu kurz noch zu lang. Macht neugierig und informiert 4 von 5 PunktenDer Ullsteinroman fesselte mich von Anfang an durch sein personenbezogene, lebendige Art der Darstellung einer längeren Epoche in der deutschen Geschichte. Dezent fließen Zeitströmungen und Geschichtswissen mit ein, aber stets aus einer menschbezogenen Sicht. Das Buch erinnerte mich stark an "Frau Thomas Mann" von Jens und Jens: die selbe Verwebung von Persönlichem und Zeitgeschichte. Allerdings vemisse ich im Ullsteinroman schmerzlich die Quellenhinweise. Nicht im Detail, sondern ein Vor- oder Nachwort, das über benutzte Briefe, Tagebücher o.ä. Recherchen Auskunft gibt. Trotzdem absolut lesenswert und schön flüssig lesbar. Lesevergnügen 5 von 5 PunktenDer Ullsteinroman von Sten Nadolny liest sich wie ein Roman, aber er scheint mir mehr zu sein: eine authentische Biographie einer großen deutschen Familie mit jüdischem Hintergrund, das Faktische nicht erdacht, sondern recherchiert. Stammtafeln und Personenregister verstärken den Eindruck der Authentizität. Auch der Stil des Buches wirkt in diese Richtung des Authentischen, fast Dokumentarischen: lakonisch, dichte Sprache, kurze Sätze, keine romanhaften Abschweifungen. Der feinsinnige Humor des Autors blitzt aber - wie schon in seinen vorangegangenen Werken - auch hier überall auf. Ein Buch, das meine Töchter und ich mit großem Vergnügen und Gewinn gelesen haben. |
|
|
'Ich bin der letzte Mohikaner' von Henriette Kaiser, Joachim KaiserAudio CD von Ullstein TB-VerlagPreis bei Amazon: EUR 19,99 ![]() 2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3550087705, Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
3 Kundenrezensionen:Musikbeilage - kein Hörbuch! 1 von 5 PunktenDer Beschreibung entnimmt man, dass es die Hörbuch-Version der von der Tochter geschriebenen Biographie des Vaters ist. Dem ist nicht so - es handelt sich lediglich um eine Zusammenstellung Kaiser's wichtigster Musikstücke, vielleicht hilfreich beim Lesen der Biographie, nicht jedoch die Biographie selbst in Audio-Form, auch nicht gekürzt. Steigen Sie ein in die Lebens- und Gedankenwelt eines der letzten Großkritiker unseres Landes - Vorsicht: Hochmutgefahr 4 von 5 PunktenNeben Marcel Reich - Ranicki, der unlängst eine nicht ganz unumstrittene Vorstellung im Fernsehen gab, indem er den Deutschen Fernsehpreis anlehnte und das Fernsehen pauschal als Quatsch verurteilte, ist der mittlerweile auch schon 80-jährige Joachim Kaiser einer der letzten Großkritiker der deutschen Kulturszene, eben einer der "letzten Mohikaner". Unter eben diesem Titel hat Joachim Kaisers Tochter Henriette, die als Fernsehjournalistin und Schriftstellerin arbeitet, zusammen mit ihrem Vater eine ganz besondere Form der Biographie geschrieben, die sich liest wie eine Kulturgeschichte Nachkriegsdeutschlands bis zur Gegenwart. Joachim Kaiser war es stets wichtig, die Bewahrung der Tradition, ja, wenn es sein musste, der ganzen Abendlandes hervorzuheben, und das schon ganz früh. "Wir Jungen nahmen damals Kunst, Bildung und Intellektualität viel ernster, als es heute üblicherweise der Fall ist -aus einem ganz besonderen Grund. Wir hatten in der Jugend die Freiheitsberaubung durch eine Diktatur und einen Krieg erlebt. Wir wussten, wie wichtig Freiheit ist. Das wollten wir in unserer Arbeit zum Ausdruck bringen." Und diese Freiheit kostete der junge Kritiker aus. Er schrieb über Musik, über Theater, über Literatur. 50 Jahre hat er für die Süddeutsche Zeitung geschrieben. "Im Falle des Falles, schreibt Kaiser über alles" - so hieß es dort oft. Seine Tochter Henriette hat in diesem Buch durch ihre Art des Fragens ihren Vater zu sehr eindrucksvollen Antworten "verführt", bei denen sich wieder einmal sein fast grenzenloses Selbstbewusstsein offenbart, ohne das man (siehe Reich-Ranicki) wohl nicht zum Kritikerpapst aufsteigen kann. Oft langweilt sein pathosgeschwängertes, langatmiges Reden, doch dann wird es plötzlich abgelöst durch eine Erkenntnis, die man unbedingt gleich festhalten möchte. Kaiser ist ein echter Verfechter der Hochkultur, der die Hoffnung nicht aufgibt: "Die Chance, auf die wir alle hoffen, besteht darin, dass plötzlich ein Widerstand der Konsumenten erwächst: Nein, wir wollen diesen Quatsch nicht mehr mitmachen, wir wollen endlich wieder Brot statt Steine." Nur, liebe Kritiker: wer definiert, was Brot ist und was Steine ? Die Grenze zum bildungsbürgerlichen Hochmut gepaart mit der Verachtung der Dummheit der Unterschicht ist schmal und auch wir hier als Rezensenten von Büchern sind nicht dagegen gefeit. Ein Universalgenie: Joachim Kaiser. 3 von 5 PunktenHenriette Kaiser/ Joachim Kaiser Ich bin der letzte Mohikaner Ullstein ISBN 3550086970 Ein Universalgenie: Joachim Kaiser! In Ostpreußen geboren, nach dem Studium der Philosophie, Soziologie, Musikwissenschaften und Germanistik schon früh als Journalist gestartet, kann man Joachim Kaiser als einen der ungewöhnlichsten Universalgelehrten des letzten Jahrhunderts betrachten. Er ist in einem gebildeten Elternhaus in Ostpreußen mit klassischer Musik aufgewachsen und kannte sich früh aus in der Musikwelt. Viele Werke konnte er selber auf dem Klavier spielen. Im Elternhaus verkehrten berühmte Musikergrößen der damaligen Zeit. Sein Vater war Arzt und in seiner Haltung eher konservativ. Er brach einmal ein kontroverses Gespräch mit dem Sohn über Politik mit der Bemerkung ab: Wer in einem Klima mit derart liberaler Haltung und ästhetischem Bewusstsein aufgewachsen ist, dem sind die Götter gewogen. Joachim Kaiser hatte keine Hürden zu überwinden, als er schon in jungen Jahren zur Süddeutschen Zeitung stieß und später als dessen Feuilletonchef zu Anerkennung und Ansehen gelangte. Er war Musik-, Theater - und Literaturkritiker. Mit einer sensationellen Besprechung über die < Philosophie der neuen Musik > von Theodor W. Adorno, die 1951 zunächst in den Frankfurter Heften erschienen war, hatten sich ihm für die Zukunft die Feuilletonredaktionen großer Zeitschriftenverlage geöffnet. Eine derartig schwierige Besprechung über die Musiktheorien Adornos zeugte von der hohen Intelligenz des Autors, der damals noch nicht einmal 23 Jahre alt war. Seine Tochter Henriette Kaiser hatte bereits eine Dokumentation über ihren Vater mit dem Titel < Musik im Fahrtwind > für das Fernsehen aufgezeichnet, als sie und ihr Vater vom Ullsteinverlag gebeten wurden, ein ähnliches Buch zu erarbeiten. Das Ergebnis liegt hier vor. Zusammengesetzt aus Interviews, Gesprächen, Essays, Zeitzeugnissen und Artikeln von Joachim Kaiser, dazu eigenen Beobachtungen, Bemerkungen und Erinnerungen hat Henriette Kaiser ihren Vater porträtiert. Es ist auf diese Weise ein rundes, ehrliches und ansehnliche Bild dieses ungewöhnlich begabten, versierten, rundum gebildeten und quicklebendigen Mannes entstanden. Natürlich und bewundernd berichtet sie über ihren Vater, der keine Grenzen für sich zu kennen schien, dem alles gelang, der ein heiteres Gemüt und ein weites Herz hatte. Voll sprühender Geistesblitze legt er und sie beredt Zeugnis ab über ein erfülltes und breit angelegtes Lebenswerk. Gescheit, redegewandt und reaktionsschnell hat er sich zeitlebens im Kreise bekannter Dichter, Künstler und Gelehrter bewegt, die vielfach namentlich hier Erwähnung finden. Etwas salopp ist seine Bemerkung über < das gebildete deutsche Bürgertum, das die Nazis nicht mochte >, zu werten. Hier scheint ein Optimist zu walten, dem, wenigstens in dieser forschen Verallgemeinerung, die Ernsthaftigkeit abgeht. Häufige Schulwechsel, Neuanfang in der Nachkriegszeit, berufliche Erfolge und persönliche Begegnungen bestimmen das Leben von Joachim Kaiser. Eine Überfülle an Fotos ergänzen den Lebensbericht, der einem Parforceritt durch sein Leben gleicht. Durch die Aneinanderreihung verschiedener Berichte, Briefe und Dokumente gerät zuweilen einiges durcheinander. Wenn vom Vater die Rede ist, weiß man nicht immer, ob es um den Vater Joachim Kaisers geht, oder ob Henriette gerade über ihren Vater spricht. Das Buch ist als Dokument über die Welt der Künstler und Schriftsteller in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts amüsant und aufschlussreich. Man liest es mit Vergnügen. |
|
|
Fish and Fritz: Als Deutscher auf der Insel von Wolfgang KoydlBroschiert von Ullstein TB-VerlagPreis bei Amazon: EUR 9,95 ISBN: 3548372562, Erscheinungsdatum: März 2009 |
|
|
|
Ullsteinroman. Ausgabe für Welttag des Buches von Sten NadolnyBroschiert von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 5,80, Angebote ab EUR 0,01 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548264298, Erscheinungsdatum: März 2006, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionSten Nadolnys Ullsteinroman, der zum 100-jährigen Jubiläum der Presse- und Verlegerdynastie in eben jenem Ullstein-Verlag erschien, macht es dem Leser nicht leicht. Schon der Publikationsort gibt dem dicken Buch den Anhauch von Auftragswerk und lässt den Leser fragen, ob von einem solchen Buch über den rasanten Aufstieg eines Verlagsimperiums und seinen durch die Nationalsozialisten brutal erzwungenen Fall denn auch Kritisches zu hören sei. Aber: Hat Nadolny überhaupt ein Buch über den Werdegang einer Berliner Dynastie geschrieben? Und, wenn ja: Warum bedient er sich hierzu eigentlich der Form eines Romans? Wäre da ein Sachbuch nicht viel sinnvoller gewesen? Man muss die Frage wohl in zwei Richtungen beantworten: Wer Nadolnys Buch in die Hand nimmt, um möglichst viel über das in Vertriebsfragen revolutionäre Presse-Unternehmen einer jüdischen Familie zu erfahren, das aus dem Kapital zweier Papierhändler-Generationen erwuchs und bei dem schließlich fünf Brüder zentrale Funktionen des Hauses übernahmen, wird vom Ullsteinroman sicher etwas enttäuscht. Wer aber einfach einen unterhaltsamen, psychologisch tief gezeichneten Familienroman mit realem, historisch überaus interessant geschildertem Hintergrund sucht, der die eine oder andere wahre Anekdote und Geschichte über das wahre Schicksal der Ullsteins bereithält, der wird von Nadolny bestens bedient. Am Anfang des Ullsteinromans sitzt der junge Leopold Ullstein, später der "Stammvater" des Hauses, am Ufer und sieht zu, wie Pegnitz und Rednitz an einer Flussgablung ineinander fließen. Meisterlich beschreibt Nadolny, wie der Knabe Leopold, schon ganz der hinterfragende Geschäftsmann, hinter die "Naturgesetze" der Vermischung beider Flüsse in der Tiefe zu kommen sucht. Bei der Mixtur von Dichtung und Wahrheit hingegen lässt uns der Autor nicht in die Karten schauen. Gerade dies aber ist der ganz eigenwillige Reiz dieses tiefgründigen Buchs. --Stefan Kellerer 5 Kundenrezensionen:Die Ullsteins 3 von 5 PunktenEin Roman, der "Ullsteinroman" heißt? Daß der Roman so heißt, hat seine eigene Geschichte, es ist nicht der erste, der so genannt wird. Aber damit wären wir schon mitten in der Geschichte des Hauses Ullstein. Es geht Sten Nadolny um den Aufstieg einer Familie zur bedeutendsten Verlegergemeinschaft in Deutschland. Der Roman, der eigentlich eine Biographie ist und nur streckenweise tatsächlich ein Romanformat besitzt, hat an seinem Ende eine Ahnentafel, damit man die verschiedenen Personen überhaupt auseinanderhalten kann, die vielen Namen nicht ständig vermischt und so zumindest die Chance hat, einen Überblick zu behalten. Natürlich ist der Roman ein Bilderbogen der deutschen Geschichte und insbesondere des Umgangs dieses Landes mit seinen jüdischen Mitbürgern. Es ist auch ein Lehrstück, wie leicht eine Familie, der es wirtschaftlich gut geht, auseinanderfallen kann. Und es ist schließlich ein Werk, das einige Weisheiten enthält, die man an dieser Stelle ruhig verbreiten kann: "Es war die Zeit des 'Moment mal'....'Moment mal', das war die kürzestete Formel für alles, was eine Opposition tat und was oppositionelle Zeitungen taten: der Exekutive in den Arm fallen...." "Es gibt keine eigene Zukunft, ohne diejenige der anderen." "Dinge, die niemand merken soll, tut man entweder ganz schnell oder ganz langsam. Das zweite ist erfolgreicher, aber man muß rechtzeitig damit anfangen!" "Unterschätzen Sie nie jemanden, bloß weil Sie ihn verachten." "Entmachtung beginnt mit Nichtinformation, und diese trägt meist den freundlichen Namen 'Schonung'". Ein toller Roman- und mehr.. 5 von 5 PunktenDieser Roman über die Familie und den Konzern Ullstein ist nicht nur für Leser aus der Branche hochinteressant und spannend, sondern auch ein gutes Abbild jener Zeit im Allgemeinen und Berlins im Besonderen. Man kann es als ganz "normalen" Familienroman" lesen - aber für Alle, die wollen, stecken jede Menge Informationen drin! Gelungener Familienroman 4 von 5 PunktenDas Buch erzählt die Geschichte der Verlegerfamilie Ullstein, beginnend bei Leopold Ullstein bis zum Untergang in der Nazi-Zeit. Dabei hat es Sten Nadolny geschafft, eine Form zu finden, wie man solch eine Familiengeschichte spannend erzählen kann. Auch habe ich trotz der vielen Personen und Handlungen eigentlich den Ueberblick nie verloren. Das Buch ist weder zu kurz noch zu lang. Macht neugierig und informiert 4 von 5 PunktenDer Ullsteinroman fesselte mich von Anfang an durch sein personenbezogene, lebendige Art der Darstellung einer längeren Epoche in der deutschen Geschichte. Dezent fließen Zeitströmungen und Geschichtswissen mit ein, aber stets aus einer menschbezogenen Sicht. Das Buch erinnerte mich stark an "Frau Thomas Mann" von Jens und Jens: die selbe Verwebung von Persönlichem und Zeitgeschichte. Allerdings vemisse ich im Ullsteinroman schmerzlich die Quellenhinweise. Nicht im Detail, sondern ein Vor- oder Nachwort, das über benutzte Briefe, Tagebücher o.ä. Recherchen Auskunft gibt. Trotzdem absolut lesenswert und schön flüssig lesbar. Lesevergnügen 5 von 5 PunktenDer Ullsteinroman von Sten Nadolny liest sich wie ein Roman, aber er scheint mir mehr zu sein: eine authentische Biographie einer großen deutschen Familie mit jüdischem Hintergrund, das Faktische nicht erdacht, sondern recherchiert. Stammtafeln und Personenregister verstärken den Eindruck der Authentizität. Auch der Stil des Buches wirkt in diese Richtung des Authentischen, fast Dokumentarischen: lakonisch, dichte Sprache, kurze Sätze, keine romanhaften Abschweifungen. Der feinsinnige Humor des Autors blitzt aber - wie schon in seinen vorangegangenen Werken - auch hier überall auf. Ein Buch, das meine Töchter und ich mit großem Vergnügen und Gewinn gelesen haben. |
|
|
Von der Buchidee zum Bestseller. Für Autoren und alle, die es werden wollen. von Dirk R. MeyneckeBroschiert von Ullstein TbDer Artikel ist derzeit nicht verfügbar, kann jedoch vorbestellt werden. ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548354041, Erscheinungsdatum: 1994 |
Aus der Amazon.de-RedaktionDen reißerischen Titel relativiert der Autor schon im Vorwort: Einen Bestseller könne man, selbst bei bester Planung, nicht garantieren. Das habe er als Lektor viele Jahre erleben müssen -- aus dieser Praxis heraus weiß er aber auch, worauf es ankommt, wenn man dem Bucherfolg Hallo sagen will. Meynecke kennt den Buchmarkt und den Arbeitsalltag in den Lektoraten. Er weiß, was Verlage wollen und wie es ihnen präsentiert werden muß. Seine geballte Praxiserfahrung hat er für dieses Buch in Hunderte von Tips umgewandelt. Dabei schweift er nicht ab und redet nicht herum, sondern nennt alles zu Manuskript, Angebot und Verwertung, von der passablen Grobplanung bis zur richtigen Klarsichthülle. Sogar einen Vertragsentwurf, Infos zum Danach und den Rettungsanker Selbstverlag legt er dazu. Das Ganze ist mit der realistischen Haltung geschrieben, das man ein Buch genauso verkauft wie ein Stück Seife. Wer Text verkaufen will, kann hier mit Gewinn nachschlagen. --Frank Rosenbauer 5 Kundenrezensionen:Vollständiger als andere Ratgeber 4 von 5 PunktenAuf dem Sektor der "Wie schreibe ich ein Buch" Ratgeber wird es langsam eng, doch Meyneckes Werk habt sich wohltuend aus der menge, da er an dem Punkt weitermacht wo die meisten anderen aufhören. Handeln fast alle Ratgeber nur vom bloßen Schreiben und verlassen den Jungautoren sobald sein Manuskript fertig ist, geht dieses Buch noch einen entscheidenden Schritt weiter und gibt einen Überlick über die Möglichkeiten das Werk dann auch an den verlag zu bringen. Es weist auf oft gemachte Fehler und probleme hin, die der begeisterte Schreiber oftmals einfach übersieht und macht deutlich, dass auch bei noch so viel Liebe zum Schreiben, die Möglichkeit besteht, dass man von dieser passion niemals leben werden kann oder dass auch die schmerzliche Möglichkeit besteht, dass das eigene Werk zu den unzähligen anderen zählen kann, dass nie einen Verleger findet. Auch wenn es dem angehenden Autor an manchen Stellen einen gehörigen Dämpfer versetzen wird, ist dies wohl einer der besten Ratgeber auf dem gebiet und eine absolut empfehlenswerte Ergänzung zu all den Büchern, die nur Stiol und Inhalt predigen und den Künstler dann im Stich lassen. Absoluter Augenöffner 5 von 5 PunktenDirk R. Meyneckes «Von der Buchidee zum Bestseller» ist der absolute Hammer. Er stellt den Autor dar als das, was er ist: als Handwerker. Aber einer, der den Buchmarkt aufs Genaueste kennen muss. Absolut unschlagbar für mich ist, wie Meynecke die Kraftverhältnisse im Verlag schildert: Nicht die Lektoren haben das letzte Wort. Die werden sowieso geoutsourct und durch Produktmanager ersetzt. Sondern: Die Vertreter. Das Buch, bzw. das Exposé des Manuskripts muss so geschrieben sein, dass es die Buchhändlerin an der Front überzeugen kann. Es ist ein ernüchterndes Buch. Unter anderem wird auch vor allerlei Halunken gewarnt, die mit dieser Gier nach dem Veröffentlichtwerden Millionen machen. Wer aber genug Abstand zum eigenen Werklein hat, wird von diesem Führer durch den Verlagsdschungel absolut profitieren. Exzellente Einführung in die Welt der Buchproduktion 5 von 5 PunktenDer Author gibt einen Einblick in die Welt der Buchproduktion. "Buchproduktion" deshalb, weil er aufzeigt, wie ein Verlag entscheidet was es publiziert und was nicht. Im Vordergrund stehen weniger Tipps wie man ein Buch schreibt und mehr wie man dieses Buch vermarktet und das "Produkt" verkauft. Sehr aufschlussreich für jemanden, der in dieser Branche noch nie gearbeitet hat und an manchen Stellen ein Weckruf. Man braucht nicht nur ein gutes Buch, sondern auch die marktwirtschaftlichen Aspekte einer Publikation spielen eine wichtige Rolle. Genau das gelingt dem Author hier. Die Mischung machts. 3 von 5 PunktenDieses vielversprechende Buch hat gute, als auch schlechte Seiten. Da ich jedoch von einem Sachbuch erwarte, klüger zu werden überwiegen meiner Meinung nach die schlechten. Es lässt sich immerhin sehr flüssig lesen und beinhaltet auch ab und an Dinge, die man sich zu Herzen nehmen kann. Das was mir an diesem Buch nicht gefallen hat ist, dass der Autor kaum einen Unterschied macht, ob man ein Sachbuch oder einen Roman schreibt. Ein Sachbuch mit einem Roman zu vergleichen ist, als würde man Wurst mit Käse vergleichen. Den Schwerpunkt setzt dieses Buch meiner Meinung nach eindeutig auf Non-Fiction. Wer also vor hat einen Roman zu schreiben muss sich darauf gefasst machen, den Text die meiste Zeit nur zu überfliegen und sich für ihn relevantes herauszupicken - und das nervt auf Dauer, weil man sich als Romanautor ziemlich zurückgestellt fühlt (z.B. was das Exposé betrifft). Auch wird in den Überschriften oftmals etwas versprochen, was der Text aber nicht erfüllt. Z.B. lautet ein Kapitel "Stil" und im Abschnitt "Wie man lebendigen Text schreibt" erfährt man lediglich dass manche Autoren mehr und manche weniger Zeit brauchen, bis sie ein Buch fertig geschrieben haben. Wenn es mal im Buch interessant zu werden scheint, erwähnt der Autor, das man später noch mehr und genauers darüber erfahren wird - aber mehr als auf eine Überschrift trifft man dann nicht mehr. Vollständiges Werk eines kompetenten Autors 5 von 5 PunktenBei diesem Buch handelt es sich um einen hervorragenden Ratgeber und ein fundiertes Sachbuch zugleich. Zum Einen erfährt der Leser, wie der Buchmarkt funktioniert und lernt die Abläufe kennen. Zum Anderen bietet Meynecke aktive Hilfe, um Manuskript, Anschreiben, Exposé, etc. zu gestalten. Bei dieser Fülle ist jedoch kein Punkt zu kurz gekommen, wie der Umfang von 368 Seiten zeigt. Im Anhang finden sich noch abschließend einige wichtige Adressen, der Autoren-Normvertrag, weitere Lese-/Nachschlagehinweise und ein Sachregister. Das Layout wirkt für meinen Geschmack etwas zu bunt, ist aber gleichzeitig originell und hebt sich von der Masse ab. Besonders gut haben mir die Stellen gefallen, bei denen Meynecke Hilfen und Beispiele gibt, wie die Gestaltung von Buchangeboten aussehen kann bzw. sollte. Insgesamt stellt sich dieses Buch in meinen Augen als vollständiges Werk eines kompetenten Autors dar, in dem man immer wieder gerne nachschlägt. |
|
...



