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Produkt-Bild: Gregorian Chants for Meditation

Gregorian Chants for Meditation

Audio CD von Naxos Deutschland Gmbh
Preis bei Amazon: EUR 5,99, Angebote ab EUR 4,34

ISBN: , Erscheinungsdatum: Januar 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Gregorian Chants for Meditation

Produktbeschreibung


GREGORIAN CHANT FOR MEDITATION
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften


Produkt-Bild: Schottische Fantasie/Serenade

Schottische Fantasie/Serenade von Maxim Fedotov, Dmitry Yablonsky

Audio CD von Naxos
Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 4,95

Erscheinungsdatum: Oktober 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Schottische Fantasie/Serenade

Tracks:

  • Skotsk Fantasi

Produkt-Bild: Beethoven, Ludwig van - Fidelio (NTSC)

Beethoven, Ludwig van - Fidelio (NTSC)
mit Gundula Janowitz, René Kollo, Chor der Wiener Staatsoper, Lucia Popp, Hans Sotin, Regie: Otto Schenk

DVD von Universal/Music/DVD
Preis bei Amazon: EUR 28,99, Angebote ab EUR 18,72

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Beethoven, Ludwig van - Fidelio (NTSC)

2 Kundenrezensionen:

Geheimnisvoll
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Um mal mit einem Punkt anzufangen, der sonst nie erwähnt wird: der Abschlussapplaus. 1978 in Wien, Bernstein mit einer seiner wenigen Opernproduktionen.
Die Sänger kommen heraus und werden freudig gefeiert. Vor allem Gundula Janowitz lächelt überhaupt nicht. Auch nicht beim zweiten Mal. Erst als nach einigen Vorhängen Bernstein selbst mit auf die Bühne kommt, zieht ein Lächeln über ihr Gesicht.

War sie so ergriffen von der Aufführung, mit einem Kollegen oder ihrer eigenen Leistung unzufrieden ? Man weiss es nicht. Kann nur feststellen, sie lächelt nicht, eigentlich ist im ganzen Team viel Ernst.

Als Bernstein dann auf die Bühne kam, toste der Saal.

Zur Aufführung : klassisches Theater mit viel "Realismus", aber weniger Psychologie. Beispiel: Marzelline. Wie Flimm es in seinen Inscenierungen zutreffend erkennt, ist sie Verliererin, kann also nicht in den Jubel einstimmen. Anders Schenk. Er lässt sie mitjubeln, nachdem sie gerade den Schock verarbeiten muss, dass der Mensch,den sie eben noch zu heiraten gedachte, eine Frau ist. Nicht überzeugend.

Interessant die Rolle der Leonore. Stimmlich ist Frau Janowitz dieser Partie kaum gewachsen. Auch schauspielerisch fällt ihr das Auftreten als starke Frau schwer. Sie muss in der dramatischen Scene von ihrem so geschwächten Gemahl Florestan gestützt werden, der eigentlich dem (Hunger)Tod nahe hier viele Aktivitäten entwickelt. Nicht überzeugend.

Grossartig vor allem die Wiener Philharmoniker und Leonard Bernstein.Fidelio- das war ein Stück nach seinem Gusto. Dieses Pathos war seines. Der Jubel seiner. Wegen seiner Leistung lohnt sich diese Aufführung zu sehen und zu hören.
Die traumhafte Schenk - Inszenierung aus der Wiener Staatsoper
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Hier muss man mit Kms. Gundula Janowitz anfangen, sie singt und spielt eine traumhafte Leonore und Kms. Lucia Popp als Marcellina ist da endlich keine Soubrette sondern ein sicherer Sopran, und alles was diese beiden Damen machten war immer von einer Stimmsicherheit und kam von tiefer Seele. Bei den Herren muss man sagen, dass alle gut und herrlich sind René Kollo als Florestan berauschend gut, Der Pizzarro eine etwas unsympatische Rolle wird aber durch die Austrahlung von Hans Sotin wieder eigentlich sympatisch. Adolf Dallapozza als Jaquino, unheimlich jung und gut, Manfred Jungwirth als Rocco väterlich und Hans Helm als Don Fernando wie ein gütiger Herrscher. Auch beim Gefangenchor ist Karl Terkal immer gut gewesen und Alfred Sramek sehr gut bei Stimme. Und die Wiener Philharmoniker unter Leonard Bernstein, so präzise und klangvoll mit den Staatsopernchor. Die Inszenierung stimmt vorne und hinten, was bei Prof. Otto Schenk ja kein Wunder ist, und das Bühnenbild von Günther Schneider-Siemssen ist weder drückend eng und das Schlußbild mit der Zugbrücke enorm wirksam. Das war noch in der Glanzzeit der Wiener Staatsoper, wo noch Oper richtig inszeniert wurde, im Jahr 1978.
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Produkt-Bild: Claudio Abbado - Mahler: Symphony No. 3

Claudio Abbado - Mahler: Symphony No. 3 , Regie: Michael Beyer

DVD von Naxos Deutschland GmbH
Preis bei Amazon: EUR 26,99, Angebote ab EUR 15,32

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juli 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Claudio Abbado - Mahler: Symphony No. 3

Produktbeschreibung


SINFONIE 3
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2 Kundenrezensionen:

Einfach nur wunderwunderbar
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich wollte eigentlich keine Rezension zu dieser DVD verfassen, da ich mich nicht wirklich als perfekten Kritiker musikalischer Interpretationen sehe, nun aber tue ich es doch, weil ich diese DVD so sehr liebe und verhindern möchte, das sämtliche potenzielle Käufer durch die vorhergehende Rezension vom Kauf dieser wundervollen DVD abgeschreckt werden. Wie gesagt, ich beanspruche nicht für mich, dass ich die Qualität dieser Aufnahme professionell einschätzen kann, aber als Musikliebhaberin ist sie zu meiner LieblingsDVD geworden. Ich habe bereits die Übertragung aus Luzern mit unglaublicher Rührung verfolgt, da stand für mich fest, dass ich mir die Aufnahme besorgen werde, sobald sie erscheint. Und nun auch nach häufigem Hören und Sehen ist nichts von meiner anfänglichen Ergriffenheit verflogen. Diese Aufnahme ist sensationell und für mich die Einzig Wahre Interpretation der Dritten (auch wenn ich den Begriff der Wahrheit, den mein Vorgänger ins Spiel gebracht hat, lieber außen vorgelassen hat), die schlüssig und in einem nie abbrechenden Spannungsbogen die Stufenleiter des Seins, die der Symphonie zu Grunde liegt, unglaublich hörbar macht. Abbado ist ein fantastischer Dirigent und ein transparenteres, farbenreicheres Orchester mit besseren Solisten als das LFO kann ich mir gar nicht vorstellen. Jedem Klassikliebhaber und insbesondere jedem Mahlerfan kann ich diese DVD daher nur empfehlen!
Höchstens Mittelmaß
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Wie lernt man, gute Weine von schlechten zu unterscheiden? Und wie lernt man dann, die wesentlichen Unterschiede zwischen den guten Weinen zu entdecken? Indem man die größtmögliche Anzahl von Weinen probiert und diese miteinander vergleicht. Wie lernt man, gute Mahler-Aufführungen von schlechten zu unterscheiden? Und wie lernt man dann, die wesentlichen Unterschiede zwischen den guten Mahler-Aufführungen zu entdecken? Indem man sich die größtmögliche Anzahl von Mahler-Aufführungen anhört und diese miteinander vergleicht. Daß heutzutage Claudio Abbado als großer Mahler-Dirigent betrachtet wird, spricht nicht für Abbado, sondern zeigt nur, wie oberflächlich, auch und gerade bei sogenannten Musikkritikern, Musik gehört wird. Wahrscheinlich sogar, ohne die Partituren zu kennen. Anders ist Abbados Ruf als Mahler-Dirigent nicht erklärbar.

Die Lucerner Aufnahme der 3. Sinfonie ist bestenfalls Durchschnitt - sowohl was die Qualität des Orchesters wie auch die Qualität des Dirigats angeht. Beginnen wir mit dem Orchester. Das Lucerne Festival Orchestra (LFO), deren Kern das Mahler Chamber Orchestra bildet, ist trotz seiner prominenten Mitglieder nicht in der Lage (jedenfalls nicht unter Abbado), den typisch Mahlerschen Klangkosmos zu realisieren. Nun stellt die 3. Sinfonie besondere Probleme, insofern es sich um die buntscheckigste der neun Sinfonien handelt. Vor allem der erste Satz sprengt alle Grenzen, was den guten Ton betrifft. Mahler selbst war ja überrascht, wie "verrückt" er hier komponiert hat. Im ersten Satz treffen brutale, vulgäre Marschabschnitte auf einsame Posaunensoli, heftige Blechbäsereruptionen auf liebliche, harfenumspielte Melodien usw. Es ist das Prinzip der extremem Zuspitzung, das herrscht. Und das LFO? Macht diese unglaubliche Musik zu einem Klangbrei, zu einem farblosen Grau-in-Grau, in dem alle Kontraste glattgebügelt werden. Die Holzbläser bleiben meistens unauffällig im Hintergrund, obwohl sie gerade hier die ganze Bandbreite vom zarten Säuseln bis zur schrillen Groteske zeigen könnten. Das Blech ist VIEL zu harmlos und zahm. Schon die einleitende Hornfanfare ist nicht ff und "Kräftig. Entschieden", wie Mahler fordert, sondern mf und lasch. Wo ist die viszerale Kraft der Posaunen und der Tuba? Nur die erste Trompete hat eine gewisse Durchschlagskraft, was aber die Sache nur schlimmer macht. Was soll das: Mahler setzt insgesamt 19 Blechbläser ein und nur die erste Trompete hat Power?! Auch das Schlagzeug klingt bemitleidenswert altersschwach. Vor allem Große Trommel und Tam-Tam sind über weite Strecken abwesend. Die Streicher sind nicht schlecht, doch nicht so geschlossen und klangschön wie die Streichergruppen der großen regulären Orchester.

Kommen wir zu Abbado. Seine Fehler und Mißdeutungen sind zahlreich. Ich beschränke mich auf die ersten Seiten der Sinfonie. Dem Leser sei versichert, daß der Rest der Sinfonie nicht besser ist.
Die Hörner, wie gesagt, sind saft- und kraftlos. Rhythmisch ist man unpräzise (vgl. etwa die verkürzte ganze Note der Großen Trommel drei Takte vor Ziffer 2). Die Holzbläser sind nicht schrill genug. Die beiden Paukenhiebe 3 Takte nach Ziffer 3 bzw. 1 Takt vor Ziffer 4 sind gleich laut, aber weder ff noch gar fff. Die Sechzehntel- und Zweiunddreißigstelläufe in den Streichen sind nicht wie von Mahler gefordert "wild". Wo ist das wichtige sfp des vierten und siebten Horns in Takt 124? Wo ist das gewalttätige sf der ersten Pauke in Takt 152? Das erste Posauenensolo (Ziffer 13-16) ist VIEL zu sanft und schön. Mahler fordert ff und "Trichter in die Höhe"! Der anschließende Blechbläser- und Schlagzeugtumult ist kein Tumult, also wieder: viel zu harmlos (besonders abenteuerlich: das absente Tam-Tam bei Ziffer 17).
Besonders lausig gelingt später das eigentlich atemberaubende, stürmische und absichtlich lärmende Ende der Durchführung (Ziffer 51-54). Zunächst zahlt sich nicht aus, daß Abbado hier in Halben dirigiert, obwohl Mahler ausdrücklich fordert "doch nicht alla breve". Dadurch wird das Tempo so schnell, daß der Paukist seine penibel notierten Crescendi und Decrescendi nicht mehr sauber ausführen und nur noch Akzente spielen kann. Außerdem fehlt jede Aggresivität und vertikale Strukturierung. Und wieder: wo sind Tam-Tam und tiefes Schlagzeug?
Ich breche an der Stelle ab, könnte aber endlos fortfahren. Wenn nur manchmal etwas nicht stimmen würde, wäre alles halb so schlimm. Aber Abbados Halbherzigkeiten summieren sich sehr schnell, so daß der, der das Werk sehr gut kennt, nach spätestens 15 Minuten genervt ist.

Gibt es Pluspunkte? Anna Larson ist vortrefflich, aber nicht exorbitant, der Arnold-Schönberg-Chor ebenfalls. Ton und Bild sind tadellos.

Wer seinen Mahler musikalisch kastriert haben will und dessen gigantische 3. Sinfonie in einer wirklich stromlinienförmig-undifferenzierten Aufführung, sollte hier zugreifen. Allen anderen, denjenigen, die den wahren Mahler lieben und verehren bzw. die 3. Sinfonie in einer exemplarischen Aufführung erleben wollen, empfehle ich folgende Aufnahmen:
Takashi Asahina/Osaka Philharmonic Orchestra (Canyon)
Semyon Bychkov/WDR-Sinfonieorchester (Avie)
Riccardo Chailly/Concertgebouw Orkest (Decca)
Eliahu Inbal/RSO Frankfurt (Brillant)
Jascha Horenstein/London Symphony Orchestra (Unicorn)
Armin Jordan/Orchestre de la Suisse Romande (Fnac)
Herbert Kegel/Dresdner Philharmoniker (Weitblick)
Heinz Rögner/RSO Berlin (Berlin Classics)
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Produkt-Bild: Preludes Vol.1/Images 1,2

Preludes Vol.1/Images 1,2 von Arturo Benedetti Michelangeli

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 7,50

Erscheinungsdatum: Februar 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Preludes Vol.1/Images 1,2

Tracks:

  • Nr. 1 Danseuses de Delphes
  • Nr. 2 Voiles
  • Nr. 3 Le vent dans la plaine
  • Nr. 4 Les sons et les parfums tournent dans l'air du soir
  • Nr. 5 Les collines d'Anacapri
  • Nr. 6 Des pas sur la neige
  • Nr. 7 Ce qu'a vu le vent d'ouest
  • Nr. 8 La fille aux cheveux de lin
  • Nr. 9 La sérénade interroumpue
  • Nr. 10 La cathédrale engloutie
  • Nr. 11 La danse de Puck
  • Nr. 12 Minstrels
  • 1. Reflets dans I'Eau. Andantino molto
  • 2. Hommage à Rameau. Lent et grave
  • 3. Mouvement. Animé
  • 1. Cloches à travers les Feuilles. Lent
  • 2. Et la lune descend sur le temple qui fut. Lent
  • 3. Poissons d' Or. Animé

Produktbeschreibung


PRELUDES VOL.1/IMAGES 1,2
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Produkt-Bild: Visioni di Venezia

Visioni di Venezia von Rondo Veneziano

Audio CD von Baby-Recor (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 2,88

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 1989
Zoom ± Produkt-Bild: Visioni di Venezia

Tracks:

  • Visioni di Venezia
  • Ultimo Incontro
  • Note Veneziane
  • Miniature
  • Segreto
  • Floralis
  • Accademia
  • Velieri Lontani
  • Venti d'Oriente
  • Costellazioni
  • Oltremare
  • Luci e Colori di Venezia

2 Kundenrezensionen:

Ein sauberes Meisterwerk!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"VISIONI DI VENEZIA" ist nicht nur ein Album, bei dem ich jedes einzelne Stück absolut gut finde, sondern es ist noch dazu ein extrem Originelles, eine phantastische Mischung aus echten und künstlichen Intrumenten. Kein Stück nervt oder ist zu plump, alle sind gut aufeinander abgestimmt, mal schnell, mal langsam, eine gute Melodie nach der Anderen... Für mich ist es eigentlich DAS beste Album von RONDO VENEZIANO, neben 7 weiteren Alben, welche ich von ihnen noch im Schrank stehen habe. Nur zu empfehlen, echt anspruchsvoll!

Noch ganz besonders zu empfehlen sind die Alben:
MARCO POLO (1997) / MUSICA...FANTASIA (1990) / VENEZIA 2000 (1983)
Sehr gelungenes Anschlussalbum an "Misteriosa Venezia"
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Auch dieses Album ist typisch Rondo Veneziano. Es überzeugt wie die Voralben mit konsequenter Qualität. Das Niveau ist nicht mehr so einzigartig gut wie beim 2 Jahre vorher erschienenen "Misteriosa Venezia", aber für sich genommen doch sehr überzeugend. Der Stil ist weiterhin spritzig, melodisch, angenehm. "Costellazioni" ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig mit dem E-Gitarren-Einschlag, das klingt etwas merkwürdig, obwohl ich rein gar nichts gegen E-Gitarre sonst hätte.
Ansonsten ein durchgehend ordentliches Album mit einigen sehr tollen Musikstücken wie dem ruhigen melodiösen "Ultimo incontro" und "Miniature".
Der Fan wird sehr glücklich sein und auch sonst kann ich den Kauf dieses Albums nur empfehlen.
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Produkt-Bild: Götterfunken

Götterfunken von Marshall & Alexander

Audio CD von Edel Recor (edel)
Preis bei Amazon: EUR 13,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Götterfunken

Tracks:

  • Dank Sei Dir Herr
  • Ave Maria - Mascagni
  • Largo - Ombra Mai Fu
  • Ave Maria - Gounod / Bach
  • Caro Mio Ben
  • Ave Maria - Schubert
  • Jesus Bleibet Meine Freude
  • Dann Werden Die Gerechten Leuchten
  • Gott Ist Mein Hirte
  • Panis Angelicus
  • Agnus Dei
  • Ave Verum
  • Pietà Signore
  • Minuit Chrétiens!
  • Götterfunken

4 Kundenrezensionen:

Alte Meister in neuem Gewand
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Diese CD mit einem Streifzug durch beliebte "himmlische Hymnen" habe ich mit Spannung erwartet. Marc Marshall erwähnt im vorliegenden Booklet, dass er einige dieser Titel von einer alten Schallplatte kannte, gesungen von dem unvergessenen Bariton Heinrich Schlusnus, den ich ebenfalls sehr hoch verehre. Und genau diese Schallplatte besaß ich ebenfalls einmal.

Es versteht sich von selbst, dass alle hier auf der CD gesungenen Titel am Anfang erst einmal komplett neu bearbeitet, arrangiert und instrumentiert werden mussten, da nicht, wie üblich, von EINEM, sondern von ZWEI männlichen Interpreten in unterschiedlichen Stimmlagen dargeboten. Diese sicherlich nicht leichte und arbeitsintensive Aufgabe hat der Engländer Richard Whilds übernommen.

So bietet sich nun hier eine Version der klassischen Titel in völlig neuem Gewand. Diese Version ist ÜBERWIEGEND MINDESTENS so gut wie das, was man bisher kannte. Ich greife nur einige Titel heraus: Bei Jesus bleibet meine Freude ist die ursprüngliche Bachsche Lebendigkeit wunderbar erhalten geblieben, die beiden Ave Maria's von Bach-Gounod und Mascagni erklingen einzigartig, wie auch fast alle anderen Titel. Es ist eine Freude, den alten Meistern, dargeboten von den tollen, einfühlsamen Stimmen von Marshall & Alexander nebst Begleitung, zu lauschen und die wundervollen Klänge zu genießen.

Dennoch muss ich hier etwas einschränkend sagen. Das Ave Maria von Schubert ist eine Hymne aus Ellens drittem Gesang an die Jungfrau Maria, im Original mit mehreren Strophen, also reichlich Text und natürlich von einer Frauenstimme gesungen. Auf dieser CD hat man den ursprünglichen Text fast vollständig gestrichen und sich auf einige lateinische Worte beschränkt, die laufend wiederholt werden. Natürlich ist der Original-Text nicht auf zwei Männerstimmen übertragbar. Dennoch hat es mich gestört, da ich die komplette Hymne samt Text kenne; vielleicht hätte man hier diesen Titel weglassen sollen.

Das sonst vom Tempo her eher getragene Ave verum von Mozart wird hier relativ schnell mit Kinderchor-Begleitung runtergeleiert, so empfinde ich es jedenfalls.

Die Titelmelodie "ODE AN DIE FREUDE", bekanntermaßen immer wieder als fulminante monumentale HYMNE dargebracht, erscheint hier total gegensätzlich. "Wir haben uns für eine liedhafte Form entschieden", sagen M & A. "Es könnte auch eine mittelalterliche Tanzmusik sein, mit einer fast lieblich anmutenden Gitarrenbegleitung." Götterfunken, die wie Glühwürmchen leicht und anmutig durch den Sommerabend hüpfen - ob Beethoven das so gemeint hat?

Kunstempfinden ist nun einmal sehr individuell - wen die beschriebenen einzelnen Andersartigkeiten nicht stören, wird an dieser Darbietung viel Freude haben; denn insgesamt gesehen ist die CD einzigartig.
Himmlische Klänge von einem "göttlichen Duo"
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Marshall & Alexander präsentieren Klassik von Schubert über Bach, Mozart bis Mendelssohn-Bartholdy. Das machen sie auf eine Art und Weise, die unbeschreiblich ist. Stimmgewaltig öffnen sie die Tür in eine andere Dimension. "Musik ist unsere Religion", wie sie selbst sagen und das spürt man bei jedem einzelnen Lied. Durch ihre ausdrucksstarken Interpretationen bringen sie uns klassische und geistliche Musik näher und versetzen sich selbst und den Hörer in eine Stimmung, die tiefste Emotionen auslöst.
Ein himmlisches Album von einem "göttlichen Duo"....
Göttliche Stimmen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich bin seit nunmehr zwei Jahren ein Fan des Topduos.Habe es auch mal geschafft ein Konzert zu besuchen von der "try to remember Tour".Es ist Wahnsinn was die beiden stimmlich auf die Beine stellen.Insofern finde ich die beiden ,ähnlich wie der neue Titel deren CD, einfach nur göttlich.
Zwei Männer die sehr charmant ihre Musik dem Publikum vermitteln ohne abgehoben zu wirken.Obwohl sie dies ohneweiteres sein könnten.Jay Alexander is mehr so mein Favorit von den beiden aber trotzdem würde ich sagen klingen beide zusammen erst ausgeklügelt und harmonisch...Ob es wohl eine göttliche Fügung ist?? :-)
Ich hoffe und erwarte das wir noch vieles dergleichen von den beiden hören werden.Wünsche es ihnen jedenfalls.

Was ich damit eigentlich sagen will ist das man Musik von den beiden blindlings kaufen kann.Man wird sie lieben und nicht wieder hergeben wollen.
Bewegendes - Zum und vom Duo Marshall & Alexander (Vorab - Anmerkungen!)
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
.
Marshall & Alexander ließen ihr Publikum auf dem Weg durch ihre mittlerweile 10-jährige Duo-Karriere niemals über ihre weitreichenden musikalischen Umtriebigkeiten im Unklaren - vielleicht weniger auf ihren bisherigen, sich vorallem durch die Musik aus über 50 Jahren Popgeschichte bewegenden sowie von zahlreichen Pop-Eigenproduktionen geprägten Alben als viel mehr noch in ihren Live-Konzerten. Ihre signifikante sängerische Ambitioniertheit lässt sie mit übertragbarer Emotionalität und großem Engagement alles singen, was ihre derzeit immer noch weit und breit einzigartige, außergewöhnliche Stimmkombination und -harmonie von (pop-jazzig warmen) Bariton und (klassisch kühlem) Tenor hergibt und das ist eine ganze Menge. Im Laufe der Jahre hat sich um das Duo bei all dem kreativen Sich-selbst-Ausprobieren ein sich vielschichtig interessierendes Publikum versammelt, das sie gerade deshalb ständig mit zahllosen Wünschen kreuz und quer durch die Musiklandschaft überschüttet. Das wiederum hat zur Folge, dass das Publikum dementsprechend unermüdlich mit musikalisch wechselvoller Bewegung konfrontiert, oder besser gesagt, unterhalten wird. Wenngleich seit Jahren für mich persönlich genau DAS das war und nach wie vor ist, was ich immer wollte, so müssen Künstler "dieser Art" allerdings auch damit leben, dass auf Grund eben dieser großen Varianz Teile ihres Publikums ebenfalls in "Bewegung" bleiben, sprich abtriften oder hinzukommen.

Vor diesem Hintergrund bleibt es im Hinblick auf die sängerisch-künstlerische Entwicklung ein mitunter äußerst schwieriges Unterfangen, vorallem sich selbst treu zu bleiben. Ungeachtet der nicht unbedingt in allen Details für ihr Publikums verständlichen einzelnen Sidesteps in der Vergangenheit, gelang es Marc Marshall und Jay Alexander durchaus immer, ihre spezifische Identität zu bewahren - als Solisten ebenso wie als Duo. Mit ihrem demnächst vorliegenden Album dürfte sich dies erneut bestätigen.

Wie bereits mit ihrem traditionellen Weihnachtsliederalbum (2006) offenbaren sie auch jetzt gegenüber ihren vorangegangenen Werken einen ganz klassisch geprägten Abschnitt ihrer Sängerkarriere. Back to the roots, könnte man diese, wie sie es selbst nennen, "Konsequenz des eignenen Schaffens" vielleicht auch bezeichnen, denn ihre Professionalität auf diesem Gebiet verdanken sie letztlich ihrer klassisch fundieren Ausbildung, die sich nun mit künstlerisch und menschlich gereiften Erfahrungswerten verbindet und zu einer neuen Qualität aufsteigt.

Ich gehöre zu den Glücklichen, die vor kurzem einige Lieder direkt vom neuen Album als auch live, insbesondere zu ihrer Kirchentourpremiere mit gegenüber der CD kleiner, feiner Tour-Besetzung erleben durfte [Adrian Werum/Musikalischer Direktor (Harmonium, Geige), Klaus Jäckle (Gitarre, Laute, Zither) und Frank Lauber (Flöte, Klarinette, Percussion)], was mich hier zu folgenden Anmerkungen vor Veröffentlichung des Albums veranlasst:

Die bekannten, jedoch neu für zwei Stimmen, teilweise mit Chorsatz sowie gegenüber den Originalen mit veränderter Instrumentalisierung arragierten ursprünglichen Soloarien und geistlichen Lieder bieten - trotz weitgehender Werktreue in der Basis - neue, exzellente Klang- und Sinnenerlebnisse. Beethoves titelgebende "Ode an die Freude" beispielsweise überrascht mit einem ungewöhnlich kammermusikalisch barock anmutendem Klangkörper. Marshall & Alexander warten insgesamt mit tief berührenden, seelenbewegenden Interpretationen auf. "Gefühlte, fühlbare Religion", nennen sie es und das mag zweifellos stimmen. Zwei Titel lassen Marc Marshall (Gott ist mein Hirte) und Jay Alexander (Pietà Signore) zu wahrhaft innbrünstigen Gebeten werden - das waren ganz sicher die brillianten Highlights des Konzertes und werden es wohl auch auf der CD sein. In allen zweistimmigen Liedern aber tritt die wunderbare Homogenität und Harmonie der beiden unterschiedlichen Stimmen intensiv zu Tage und man möchte nicht aufhören, ihnen zu lauschen.

Das Duo wird erstmals auf CD vom Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim begleitet; der Gewandhaus Kinderchor Leipzig gab bereits einen sehr schönen Background auf dem oben erwähnten Weihnachtsliederalbum ab.

Ein Wort ergänzend zur derzeit abgebildeten (voraussichtlichen) Artwork, die zur Abrundung und - zumindest äußerlichen - Bewertung eines jeden Produktes dazu gehört. Der mir vorliegende Konzertflyer lässt auf ein ebenso schön fotografiertes Booklet zum Album hoffen. Die gekonnt präsentierte Lässigkeit dürfte den Anspruch der Künstler, hohe Tonkunst in Verbindung mit geistig-christlichen Werten als ganz Alltägliches, als Normalität erscheinen zu lassen, hinreichend wirkungsvoll zur Geltung zu bringen. Dem wird allerdings ausgerechnet das derzeit vorgestellte Cover bei genauer Betrachtung leider nicht gerecht. Weil der klangvolle Titel bereits für sich selbst spricht, wirkt das Design nahzu popkitschig überzogen, gar ein bisschen selbstgefällig missverständlich; hinzu kommt eine unperfekte Ablichtung der Künstler. Gut gemeinte, aber verfehlte Artwork und insofern auch Wirkung. Trotzdem: Auf den wahren Inhalt und dessen Interpretation kommt es letztlich an und so darf man auf die Wirkung des musikalischen Werkes gespannt sein!

Aus meiner Vorab-Sicht dürfte Klassikinteressierten und solchen, die es werden wollen, sowie insbesondere auch christlich orientierten Musikfreunden ein Top-Album ins Haus stehen! Marshall & Alexander beweisen sich und ihrem Publikum aufs Neue, wie sehr intensive Arbeit künstlerische Entwicklung vorantreiben kann.

Überdies: Wer noch keine Karten für Ihre Kirchentour (Oktober 2007/ Januar 2008) hat, sollte sich sputen! Ein Besuch lohnt sich!
orig. 02.09.07/geä. 17.09.07
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Produkt-Bild: The Glenn Gould Edition

The Glenn Gould Edition von Glenn Gould

Audio CD von Sony Class (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 6,49, Angebote ab EUR 2,89

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 1992
Zoom ± Produkt-Bild: The Glenn Gould Edition

Tracks:

  • Aria
  • Variatio 1 a 1 Clav.
  • Variatio 2 a 1 Clav.
  • Variatio 3 a 1 Clav. Canone all'Unisono
  • Variatio 4 a 1 Clav.
  • Variatio 5 a 1 ovvero 2 Clav.
  • Variatio 6 a 1 Clav. Canone alla Seconda
  • Variatio 7 a 1 ovvero 2 Clav.
  • Variatio 8 a 2 Clav.
  • Variatio 9 a 1 Clav. Canone alla Terza
  • Variatio 10 a 1 Clav. Fughetta
  • Variatio 11 a 2 Clav.
  • Variatio 12 Canone alla Quarta
  • Variatio 13 a 2 Clav.
  • Variatio 14 a 2 Clav.
  • Variatio 15 a 1 Clav. Canone alla Quinta. Andante
  • Variatio 16 a 1 Clav. Ouverture
  • Variatio 17 a 2 Clav.
  • Variatio 18 a 1 Clav. Canone alla Sesta
  • Variatio 19 a 1 Clav.
  • Variatio 20 a 2 Clav.
  • Variatio 21 Canone alla Settima
  • Variatio 22 a 1 Clav. Alla breve
  • Variatio 23 a 2 Clav.
  • Variatio 24 a 1 Clav. Canone all'Ottava
  • Variatio 25 a 2 Clav.
  • Variatio 26 a 2 Clav.
  • Variatio 27 a 2 Clav. Canone alla Nona
  • Variatio 28 a 2 Clav.
  • Variatio 29 a 1 ovvero 2 Clav.
  • Variatio 30 a 1 Clav. Quodlibet
  • Aria da capo
  • Fuge Nr. 14 fis-moll BWV 883
  • Fuge Nr. 9 E-Dur BWV 878

Produktbeschreibung


1955 GOLDBERG VARIATIONEN
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5 Kundenrezensionen:

Bach neu erfinden
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Interpretationsgeschichte der Goldberg-Variationen läßt sich in zwei Phasen einteilen, vor und nach 1955. Davor gab es einige wenige Versuche, diese technisch anspruchsvollen, selten gespielten Baßvariationen (nicht der Melodie, wie sonst üblich) entweder vollständig aufzuführen (Rosalyn Tureck) oder einzuspielen (Wanda Landowska, Claudio Arrau). Doch die Länge und Komplexität der für Graf Kayserlink komponierten Schlafmusik versperrten den Weg zu einer raschen Aufnhame durch das breite Publikum - bis sich plötzlich ein junger Kanadier über die europäisch dominierte Rezeptionsgeschichte Bachs auf eine Art und Weise hinwegsetzte, von der sich diese Variationen bis heute nicht erholt haben.
Über zwei Jahrhunderte vegetierten die Goldberg-Variationen im Archiv der unspielbaren Werke, deren Aufführung nicht anzuraten sei und mit denen man keine Breitenwirkung erzielen könne. Ähnliches galt für Bachs Französische und Englische Suiten, seine zwei- und dreistimmigen Inventionen und - mit Abstrichen - die Partitas. Lediglich das Alte Testament der Klavierliteratur, das Wohltemperierte Klavier, besaß einen Platz im öffentlichen Bewußtsein.
Dann trat Glenn Gould auf den Plan. Gewaltig war der Eindruck, den seine erste Schallplatteneinspielung hinterließ, und kaum einer der nachfolgenden Pianisten war in der Lage, seinem Ansatz etwas Ebenbürtiges oder vergleichbar Interessantes entgegenzusetzen. Derjenige, der diesem Versuch am nächsten gekommen ist, András Schiff, hat zwar eine auf einer imaginären Linie denkbar weit von Gould entfernte Interpretation geliefert, gab jedoch unumwunden zu, auch deshalb Bach so ganz anders zu spielen, weil er eigentlich stark von Gould beeinflußt war.
Zu behaupten, Glenn Gould habe uns gezeigt, daß diese Werke nicht das sind, wofür man sie hielt, ist heute eine banale Feststellung - doch es bedurfte Goulds Widerlegung mehrerer Generationen musikkundiger Aufführungs- und Fachexperten, um sie zu einer solchen werden lassen.
Es ist, als habe er Europa den Staub dieser Partitur ins Gesicht geblasen. Was übrig blieb, war das selbstvergessene Spiel eines jungen Mannes, der die Variationen tiefer und dichter las als andere. Die außergewöhnlichen musikalischen Freiheiten, die er sich nahm - Betonung der Baßvariation in der linken Hand, mitunter eigenwillige Tempovariationen sowie durchgängig analytisches non-legato-Spiel - standen ausschließlich im Dienst der musikalischen Erkenntnis über eines der aufregendsten Werke, das Bach hinterließ und das nun endlich als solches gewürdigt werden konnte.
Der elektrisierende Schwung dieser Variationen hat auch Goulds zweite Einspielung des Werkes (1981, ein Jahr vor seinem Tod) überdauert. Zu den sachkundigen Gründen, die hernach von Otto Friedrich über Peter Ostwald bis hin zu Michael Stegemann ausgebreitet wurden, weshalb diese Einspielung eine Sternstunde der Klaviermusik ist, könnte man einen wesentlichen hinzufügen: Gould spielt die Variationen nicht ‚schön' (wie Gawrilow, Perahia und Rangell) oder ‚klassisch' (wie Kempff, Jarrett, Yudina und andere), nicht 'ansprechend', 'romantisch' oder gar 'authentisch' im Sinne eines fiktiven Ur-Bachs, sondern schlicht außergewöhnlich und eigenwillig, so daß dem Hörer nichts anderes übrigbleibt, als irgendwann reine ‚Gouldberg'-Variationen zu hören, gleichsam für ihn selbst komponiert, um uns zu zeigen, welche Aussagekraft Bach heute noch besitzt.
Goulds Bach ist etwas, das die musikgeschichtliche Interpretationsgeschichte bereichert hat: ein vollkommen eigener, kreativer, gleichzeitig kritisch distanzierter Ansatz, der die Hörer seit einem halben Jahrhundert verzaubert und sie lehrt, Bach selbständig weiterzudenken, so wie Gould es getan hat.
"Gould"berg Variationen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Einfach genial. Wenn man Goulds Interpretation hört, weiß man, wie schwierig Die Goldberg-Variationen wirklich sind. Und zudem das faszinierende Non legato Spiel...
"Mein Klassiker"
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Höre ich Perahias Interpretation der Bach'schen Klavierkonzerte komme ich ins Schwärmen. Nein, eigentlich versinke ich vollständig in diesem fröhlichen, beinahe swingenden Musizieren.
Perhaia selber interpretiert den Klavierpart mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit, nutzt dabei alle Register der Dynamik aus und gibt dabei klar zu erkennen wieviel Tiefe, wieviel Gefühl in dieser Musik steckt.
Beeindruckend bis begeisternd ist die Präzision, mit der das von ihm dirigierte Orchester der Academy of St. Martin in the Fields mit ihm mitgeht. Perahia und das Orchester scheinen eher wie eine Einheit, denn als lauter Individuen, die gemeinsam musizieren. Und doch legt wohl jeder einzelne von Ihnen so viel Empathie mit in sein Spiel, dass es in diesem Konzert vor Spannung und Lebendigkeit nur so knistert.
Konzentriert man seine Aufmerksamkeit ausschließlich auf das Orchester bekommt man eine Idee davon, wie Perhaia die Rollen von Orchester und Klavierpart der Bach-Klavier-Konzerte versteht: Das Orchester dient ihm fraglos und trägt fürsorglich und wie in seinen Bann gezogen, ihn, der sich dadurch erst zu ganzer Größe entfalten kann und mag. Hier der „Sänger", da die Begleitung, ein Geben und Nehmen in dem beide nicht ohne einander bestehen können. So passt sich auch Perhaias Dirigentenrolle dabei voll und ganz mit ein, denn was ist ein Dirigent ohne Orchester und umgekehrt?
Nach gut 53 Minuten ist die CD zu Ende, und ich fühle mich berauscht, mag sie immer und immer wieder hören. Kann es ein zu viel geben ?
Bach pur
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Glenn Gould taucht völlig in die Bach'sche Polyphonie ein, jede Melodie ist ihm wichtig, eine jede führt ihr Eigenleben um dennoch im Gleichklang mit den anderen Stimmen ein lebendiges Kunstwerk zu gestalten. Gould selbst stimmt wohl unbewusst mit ein, greift Melodiestücke mit auf, und geht mit der gerade für ihn wichtigen Stimme mit. Dies erklingt wie ferner Sphärenklang - ist auch fast nur zu erahnen - gibt der Bach'schen Musik den spezifischen Gouldklang.
Der Hörer wird gleichsam mitgezogen in die Tiefe der Musik, man fühlt sich, auch dank der hervorragen Aufnahmequalität, als säße man neben Glenn Gould, sehe und höre ihm aus nächster Nähe beim Spielen zu.
Sein Spiel ist eindringlich, ausdrucksvoll, mit fast mathematischer Genauigkeit im Rhythmus, und doch blitzt hin und wieder Schelmisches sprunghaft - lebendig auf, wodurch auch nach langem Zuhören nie Eintönigkeit Raum gewinnt.
Glenn Gould interpretiert Bach, ganz und gar reinen, unverfälschten, erhabenen Bach und es ist doch unverkennbar sein, Goulds, ursprünglicher Stil. Ein klarer, konzentrierter Genuss.
Mein Klassiker
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Aufnahme ist ein einzigartiges Dokument: Ich höre eine vollkommen konzentrierte Musik. Es ist ein glückliches Zusammentreffen zwischen dem Komponisten Bach, der eine durchsichtige, grammatisch klar geformte Musik geschaffen hat, und dem Interpreten Gould, der seine Auffassung von der ersten Note an so unglaublich selbstbewusst und klar artikuliert, dass kein Denken mehr die auf dem Klavier angeschlagenen Töne begleitet, sondern alles in einer vollkommenen Präsenz und Fraglosigkeit geschieht. Beim Hören erscheint mir diese Musik vollkommen.
Warum, frage ich mich, wirkt das so natürlich, wo doch die Eigenarten des Spiels von Gould so klar, fast dominant, hervortreten? Ich höre bei Gould einen unbedingten Gestaltungswillen, einen formenden, persönlichen Zugriff. Andererseits scheint Gould völlig hinter die Musik zurückzutreten, sie scheint "von selber" so entstehen, so entwickelt werden zu wollen. Für mich ist es das Faszinierende an dieser Aufnahme - die Persönlichkeit, und (dennoch?) die "reine Musik".
Gould spielt mit höchster innerer Spannung. Diese äußert sich in starken Kontrasten: Er spielt sehr langsam - oder sehr schnell. Er hebt Themen und Melodiebögen sehr deutlich gegenüber anderen heraus. Er spielt leise - oder plötzlich, in der nächsten Variation, überraschend laut. Aber das ist es noch nicht. Die innere Spannung führt in langsamen Passagen paradoxerweise zu großer Ruhe, weil jeder Ton an seinem Platz in der Zeit sitzt, nicht zu früh, nicht zu spät. Wenn ich den entscheidenden musikalischen Parameter für das Spiel Goulds nennen sollte, so würde ich die unglaublich klare und durchgehörte "micro-time" nennen, d.h. das timing von Note zu Note, von Anschlag zu Anschlag. Gould hält das Tempo in dieser spannungsgeladenen "microtime", ohne zu schwanken - gerade deswegen wird alles viel klarer.
Die Musik Bachs trägt das Gestalten, das Entscheiden in sich. Bei Bach wird man nicht in schmerzvollen Meldodiebögen und schwellendem Klang fortgerissen. So passt es, dass Gould sich entscheidet, manchmal radikal, aber klar und konsequent. Diese Kompromisslosigkeit bewundere ich.
Die Klarheit und Konstruktion in der Musik Bachs, die Abwesenheit von Gefühl und Schmerz mag Gould so sehr entgegengekommen sein, dass er in ihr aufging, dass es für ihn möglich und notwendig war, in ihr sogar zu "leben", dass er deswegen diese rational kalkulierte Musik mit einer solchen innerlichen, in der Aufnahme fühlbaren Spannung spielt. Das ist natürlich Spekulation - aber das spielt keine Rolle. Für mich ist Gould eine klavierspielende Legende, und nicht ein Mensch, der einmal ein Leben wie andere Menschen auf dieser Erde geführt hat. Wer diese Legende kennenlernen möchte, dem empfehle ich die "Goldberg-Variationen" zu hören und Thomas Bernhards "Der Untergeher" zu lesen - in dieser Reihenfolge.
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Produkt-Bild: Winterreise

Winterreise von Thomas Hampson, Wolfgang Sawallisch

Audio CD von EMI Classi (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 15,26

Erscheinungsdatum: August 1997
Zoom ± Produkt-Bild: Winterreise

Tracks:

  • Nr. 1 Gute Nacht (Fremd bin ich eingezogen) D 911,1
  • Nr. 2 Die Wetterfahne (Der Wind spielt mit der Wetterfahne) D 911,2
  • Nr. 3 Gefrorene Tränen (Gefrorne Tropfen fallen) D 911,3
  • Nr. 4 Erstarrung (Ich such im Schnee vergebens) D 911,4
  • Nr. 5 Der Lindenbaum (Am Brunnen vor dem Tore) D 911,5
  • Nr. 6 Wasserflut (Manche Trän aus meinen Augen) D 911,6
  • Nr. 7 Auf dem Flusse (Der du so lustig rauschtest) D 911,7
  • Nr. 8 Rückblick (Es brennt mir unter beiden Sohlen) D 911,8
  • Nr. 9 Irrlicht (In die tiefsten Felsengründe) D 911,9
  • Nr. 10 Rast (Nun merk ich erst, wie müd ich bin) D 911,10
  • Nr. 11 Frühlingstraum (Ich träumte von bunten Blumen) D 911,11
  • Nr. 12 Einsamkeit (Wie eine trübe Wolke) D 911,12
  • Nr. 13 Die Post (Von der Straße her ein Posthorn klingt) D 911,13
  • Nr. 14 Der greise Kopf (Der Reif hatt einen weißen Schein) D 911,14
  • Nr. 15 Die Krähe (Eine Krähe war mit mir) D 911,15
  • Nr. 16 Letzte Hoffnung (Hie und da ist an den Bäumen) D 911,16
  • Nr. 17 Im Dorfe (Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten) D 911,17
  • Nr. 18 Der stürmische Morgen (Wie hat der Sturm zerrissen) D 911,18
  • Nr. 19 Täuschung (Ein Licht tanzt freundlich vor mir her) D 911,19
  • Nr. 20 Der Wegweiser (Was vermeid ich denn die Wege) D 911,20
  • Nr. 21 Das Wirtshaus (Auf einen Totenacker) D 911,21
  • Nr. 22 Mut (Fliegt der Schnee mir ins Gesicht) D 911,22
  • Nr. 23 Die Nebensonnen (Drei Sonnen sah ich am Himmel stehn) D 911,23
  • Nr. 24 Der Leiermann (Drüben hinterm Dorfe) D 911,24

Produktbeschreibung


WINTERREISE
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Produkt-Bild: Streichquartette 1-15 (Ga)

Streichquartette 1-15 (Ga) von Dimitri Schostakowitsch, Prokofiev Quartett

Audio CD von Melodiya (CODAEX)
Preis bei Amazon: EUR 31,95, Angebote ab EUR 27,61

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Streichquartette 1-15 (Ga)

Tracks:

Disk 1
  • 1. Moderato
  • 2. Moderato
  • 3. Allegro molto
  • 4. Allegro
  • 1. Ouvertüre: Moderato con moto
  • 2. Rezitativ und Romanze: Adagio
  • 3. Walzer: Allegro
  • 4. Thema und Variationen: Adagio
  • 1. Allegretto
  • 2. Andantino
  • 3. Allegretto
  • 4. Allegretto
Disk 2
  • 1. Allegretto
  • 2. Moderato con moto
  • 3. Allegro non troppo
  • 4. Adagio
  • 5. Moderato
  • Nr. 1 Prelude d-moll: Adagio
  • Nr. 2 Scherzo g-moll: Allegro molto
  • 1. Prelude: Lento
  • 2. Fugue: Adagio
  • 3. Scherzo: Allegretto
  • 4. Intermezzo: Lento
  • 5. Finale: Allegretto
Disk 3
  • 1. Allegro non troppo
  • 2. Andante
  • 3. Moderato
  • 1. Allegretto
  • 2. Moderato con moto
  • 3. Lento
  • 4. Lento - Allegretto
  • 1. Allegretto
  • 2. Lento
  • 3. Allegro
Disk 4
  • 1. Largo
  • 2. Allegro molto
  • 3. Allegretto
  • 4. Largo
  • 5. Largo
  • 1. Moderato con moto
  • 2. Adagio
  • 3. Allegretto
  • 4. Adagio
  • 5. Allegro
  • 1. Andante
  • 2. Allegretto furioso
  • 3. Adagio
  • 4. Allegretto
Disk 5
  • 1. Introduktion: Andantino
  • 2. Scherzo: Allegretto
  • 3. Rezitativ: Adagio
  • 4. Etüde: Allegro
  • 5. Humoresque: Allegro
  • 6. Elegie: Adagio
  • 7. Conclusion: Moderato
  • 1. Moderato
  • 2. Allegretto
  • Adagio
Disk 6
  • 1. Allegretto
  • 2. Adagio
  • 3. Allegretto
  • 1. Elegie: Adagio
  • 2. Serenade: Adagio
  • 3. Intermezzo: Adagio
  • 4. Nocturne: Adagio
  • 5. Trauermarsch: Adagio molto
  • 6. Epilog: Adagio

2 Kundenrezensionen:

Die Seele des Gesamtwerkes
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Betrachtet man die 15 Sinfonien Schostakowitsch als das Herz seines Gesamtwerkes, so stellen die 15 Streichquartette die Seele dar.
Die hier vorliegende Gesamteinspielung des Borodin Quarttes aus den Jahren 1978 bis 1983 ist diesbezüglich die Referenzaufnahme. Es ahndelt sich hierbei um jene Einspielungen, welche in den 80iger Jahren im Westen in Lizenz an die EMI vergeben wurden. Die CDs waren seinerzeit einzeln erhältlich. Es sind Originalaufnahmen des noch aus der UdSSR stammenden staatlichen Labels Melodiya. 2 der 15 Quartette sowie das ebenfalls im Set enthaltene Klavierquintett sind Liveinspielungen. Alle anderen Einspielungen sind Studioaufnahmen. Das Aufnahmeverfahren ist durchweg ADD. Genau dieser Umstand kommt diesen Einspielungen zu Gute. Die Instrumente sind räumlich gestaffelt und differenziert auf ein durchaus warmes Klangbild verteilt, welches in den für Schostakowitsch typischen Stellen an der dramaturgischen metallischen Schärfe jedoch nichts mindert.
Die Borodins interpretieren mit Leidenschaft und gebotener Zurückhaltung gleichzeitig.
Bedauerlich ist lediglich die Aufmachung, die die Leute von Melodiya gewählt haben. Papphüllen in einer Box ist man ja schon gewohnt, doch sind die Hüllen so eng geschnitten, dass es fast unmöglich ist, die CDs zu entnehmen und wieder einzulegen. Und die Box selbst entspricht keinem gängigen Format und ist wie eine kleine Pralinenschachtel als instabile Faltbox erstellt worden. Das Booklet ist nur einsprachig in englisch gehalten und die Satzfolge ist nur jeweils auf der Rückseite der einzelnen Papphüllen abgedruckt. Da half wirklich nur eigene Covergestaltung am PC und Verteilung der 6 CDs auf zwei Standard Plexiglasboxen.
Nichtsdestoweniger 5 Sterne, denn es ist gut, dass diese Gesamteinspielung wieder erhältlich ist.
Kraftvoll und Klassisch, eine Standardeinspielung!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten

Vom ersten Moment an faszinieren die Kraft und Intensität dieser Einspielungen. Ich habe schon viele Aufnahmen der Streichquartette Shostakovich's gehört, doch dieses Ensemble versteht es am besten, die Leidenschaft, Stärke und Kraft, wie auch die Lyrik und Trauer dieser großen Musik lebendig werden zu lassen. Hier setzt das Borodin Quartett einen Standard, der wahrscheinlich nicht übertroffen werden kann, ein eigener und neuer Ansatz kann sich höchstens gleichwertig daneben stellen.

Man merkt der Darbietung an, daß die Musiker nicht nur Landsleute des Komponisten sind, sondern auch schon oft mit ihm zusammengearbeitet haben und gemeinsam aufgetreten sind. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1978 - 1983. Das Borodin Quartett spielt neben den 15 Streichquartetten Shostakovich's auch noch dessen Klavierquintett Opus 57 mit Sviatoslav Richter am Klavier und die zwei Stücke für Streichoktett Opus 11 zusammen mit dem Prokofiev Quartett.

Diese Aufnahmen dürfen in keiner Sammlung fehlen!
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